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Der Spexarder Volkslauf "brennt"

Leichtathletik: Die 43. Auflage lockt die Rekordzahl von 840 Teilnehmern an. Hendrik Pohle, Maleen Orthaus (5 km) sowie Fabian Busemann und Michelle Rannacher (10 km) gewinnen.

Wieder Sonne pur und wieder ein Teilnehmerrekord: Der 43. Spexarder Volkslauf knüpfte am 1. Mai nahtlos an die Vorjahre an. Seit Jahren „brennt“ im Gütersloher Stadtteil zum Volkslauf bereits die Sonne. Und parallel steigt die Resonanz von zuletzt 661 Teilnehmern (2025) auf gestern 840 Läuferinnen und Läufer im Ziel. Über 5 km erzielte Hendrik Pohle (Bielefelder TG) mit 15:21 Minuten einen Streckenrekord.

Erstmals wurde ein Para-Lauf angeboten, der über 500 Meter um den Kunstrasenplatz und die alte Sporthalle führte. Angeregt worden war der Lauf von einer Abteilung innerhalb des SV Spexard. 20 Akteure hatten sich gemeldet. „Ein Erfolg, die waren total begeistert“, wie Abteilungsleiter Alexander Nolting die Premiere bewertete. Unter anderem mit Rollator, einem Rollstuhl oder Stöcken ging es auf den Parcours. Von Kind bis zum Senior reichte die Altersskala. „Die Behinderungsgrade waren sehr unterschiedlich“, erklärte Nolting später.

Stärkster Laufwettbewerb mit 330 Aktiven war wie in den Vorjahren der 5-km-Lauf. An der Spitze setzte sich Hendrik Pohle (15:21 Minuten), vor Fynn Schröder (DJK Gütersloh, 16:18) und Moritz Oesterhelweg (DJK, 16:24) durch. Alle drei verbesserten ihre Vorjahresergebnisse. „Gleicher Einlauf wie im letzten Jahr“, registrierte Fynn Schröder mit Blick auf seine Platzierung. Auf dem Schlusskilometer mit dem berüchtigten Anstieg über die Autobahn habe sich der deutlich leichtere Schröder abgesetzt, erklärte Moritz Oesterhelweg später.

Pohle war von Beginn an auf und davon. Der 87-Kilo-Läufer, der erst vor wenigen Tagen auf der Bahn die 10.000 Meter unter 33 Minuten gelaufen war, setzte sich mit 2:58 Minuten auf dem ersten Kilometer zügig ab. Dabei war zu Beginn der Gegenwind besonders störend. „Eine Katastrophe, aber ich habe ja die Kraft“, grinste Pohle, dass ihm der Gegenwind kaum habe bremsen können. Fynn Schröder legte drei Sekunden zum Vorjahr nach, bei Moritz Oesterhelweg waren es satte 37 Sekunden und bei Hendrik Pohle neun. Sven Mettner (16:34) und Lokalmatador Maurice Hoinkis (16:36) lieferten sich ein knappes Finish um die Plätze vier und fünf.

Bei den Frauen setzte sich Maleen Orthaus (DJK) mit 18:41 Minuten vor Malia Salome Herrmann (DJK, 18:51) durch. Die 17-Jährige verbesserte sich um 38 Sekunden. Im Vorjahr war sie erst wenige Wochen vorher überhaupt mit dem Laufen angefangen und hatte gleich gewonnen. Auf Rang drei lief die erst 13-jährige Lotta Schröder (DJK Gütersloh), die mit 20:01 Minuten fast noch den Sprung unter die magische 20 geschafft hätte. Vierte wurde die 14-jährige Adriana Udovicic (DJK, 20:07) vor Marie Kieslich (Laufspass Sende, 21:06).

Rund 180 Aktive bestritten den traditionellen 10-km-Lauf. Hier setzten sich der Isselhorster Fabian Busemann (35:07 Minuten) und Michelle Rannacher (DJK Gütersloh, 35:59) durch. Rannacher war damit zugleich Zweite des Gesamteinlaufs. Sie habe es dennoch lockerer angehen lassen als bei der Hammer Laufserie, wo sie im Ende Januar knapp unter 35 Minuten und somit über eine Minute schneller gelaufen war. „Beruflich bedingt geht es bei mir im Winter besser“, erklärte die 32-Jährige, die vor einiger Zeit ein größeres Jungpflanzengeschäft von ihrem Vater übernommen hat. Der Abstand zur Zweitplatzierten, der Österreicherin Charleen Bastian (LC Villach, 38:58), betrug satte drei Minuten. Die Delbrückerin Manuela Koch (Viktoria Rietberg, 40:32 Minuten) wurde Dritte. Melanie Hasken-Genrich und Silvia Noya Crespo (beide DJK) teilten sich mit 41:23 Minuten Rang vier. Bei den Männern liefen Max Borchers (SV Brackwede, 36:58) und Murat Bozduman (LG Burg, 37:25) auf die Plätze zwei und drei.

Simon Hecker aus dem Orga-Team legte nach dem starken „Hermann“ auf Rang acht in 38:51 Minuten schon wieder einen schnellen Lauf ab. Erstmals hatte der SVS auch einen zehnwöchigen Vorbereitungskursus unter der Leitung von Eva Encerina und Helma Kroh angeboten. Es traten dann tatsächlich 23 ganz in Orange gekleidete, vorwiegend weibliche Teilnehmer zum Start über 5 Kilometer an. Auch die C-Junioren der SVS-Handballer gingen nahezu geschlossen an den Start.

(Bericht und Foto NW vom 02.05.26)

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