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Ergebnisliste
vom Mailauf in Spexard 28. Spexarder Volkslauf 340-köpfige Fan-Gemeinde läuft in den Mai Gütersloh-Spexard (rast). Der Tag ist jung, die Sonne klettert über die Spexarder Baumwipfel und erwärmt langsam die kühle Luft. Ein Tag, der – mit Ausnahme des böigen Windes – wie gemacht zum Laufen ist. In der 28. Auflage ihres Volkslaufes hatten die Organisatoren am Sonntag ihr Abo auf gutes Wetter wieder mal eingelöst und die insgesamt 340 Teilnehmer in den Mai geschickt. Murat Bozduman war am windschnittigsten und jubelte über zehn Kilometer nach 33:54 Minuten über Platz eins. Doch nicht nur das Wetter war gut. Auch die Strecke ist wohl etwas kurz. Das merkten viele an ihren hervorragenden Zeiten. Diejenigen, die technisch hochgerüstet mit GPS unterwegs waren, notierten die Abweichung um etwa 300 Meter gestern auf 18 Meter genau. Der guten Stimmung tat das indes keinen Abbruch. Seit eh und je hat der Spexarder Lauf seine treue Fan-Gemeinde. So wie Melanie Genrich, die die fünf Kilometer unter die Füße nahm. Als „zu lang“ bezeichnete sie die 10-km-Distanz vor ihrem Start mit einem Lächeln. Mit ihrer Leistung über den „Fünfer“ war sie angesichts des starken Windes durchweg zufrieden. „Dafür war das echt gut“, strahlte die Gütersloher DJK-Starterin nach 17:46 Minuten mit der Sonne um die Wette. Zehn-Kilometer-Siegerin Christina Lueck (39:35, ebenfalls DJK Gütersloh) setzte auf gleichmäßiges Tempo und ließ die Windschatten-Gruppe, der sie sich angeschlossen hatte, bei fünf Kilometern ziehen. „Ich bin sehr zufrieden“, freute sie sich hinterher, dass ihre Taktik aufgegangen war. Auch Murat Bozduman hatte, wie im Vorjahr, das Lachen des Siegers im Gesicht. Als Titelverteidiger nimmt er jetzt selbstbewusst den Gütersloher Lauf-Cup in Angriff. „Wenn nichts dazwischenkommt, werde ich den wohl wieder gewinnen“, sagte das Mitglied der LG Burg Wiedenbrück. Für Spexard hätte er sich ein etwas stärkeres Läuferfeld gewünscht:„Das ist besser für die Motivation.“ Des Siegers Wunsch ist für Moderator Norbert Meiertoberens aber kein Grund, die Veranstaltung übertrieben wachsen zu lassen. Frei nach dem Motto „mia san Spexard“ wird die gute Tradition des kleinen, aber feinen Laufes weitergeführt. „Wir sind vielleicht nicht so groß wie der ‚Hermann‘ aber mindestens genauso gut“, so Meiertoberens auch mit einem Blick auf die die Bananen- und Apfelsinenstücke am Verpflegungsstand. Rückenwind für die nächste Traum-Etappe 28. Spexarder Volkslauf mit 304 Teilnehmern / Murat Bozduman und Christina Lueck gewinnen über 10 Kilometer Gütersloh. Schnelle Sieger, glückliche Finisher und stolze Debütanten – der 28. Spexarder Volkslauf lieferte gestern die ganze Bandbreite von erfolgreichem Ausdauersport. Unter dem wolkenlosen Himmel strahlten auch die Organisatoren des SV Spexard, denn 304 Teilnehmer bedeuteten einen neuen Rekord. Im Hauptlauf über 10 Kilometer triumphierten mit Murat Bozduman (LG Burg Wiedenbrück) und Christina Lueck (DJK Gütersloh) die beiden „Titelverteidiger“. Beide setzten sich auch gleich wieder an die Spitze der Wertung um den Gütersloher Laufcup. Dass die vierteilige Serie hoch im Kurs steht, sieht man alleine an Christina Lueck. Die 34-Jährige verschob den Abflug zu ihrem einwöchigen Trainingslager-Urlaub auf Island auf heute, um in Spexard starten zu können. Mit 39:35 Minuten war sie mehr als eine Minute schneller als 2010. „Zum Glück habe ich eine Gruppe erwischt“, fand die Gütersloherin auf den ersten fünf Kilometern Windschatten, bevor sie abreißen lassen musste. Starke Zweite auf der nicht amtlich vermessenen und knapp 300 Meter zu kurzen Strecke wurde Martina Hakenholt (Olaf’s Laufladen, 41:51 Min.) vor Rita Kirst (Verl, 42:27 Min.). Ganz besonders freute sich nach 42:42 Minuten die viertplatzierte Marianne Fortkord. Die 54-Jährige vom Triathlon-Team des Gütersloher TV hatte nämlich am 4. Oktober einen Schlaganfall erlitten, ihn dank rascher Erkennung, perfekter ärztlicher Hilfe und dank ihrer guten Physis rasant schnell und folgenlos überstanden. Murat Bozduman hatte sich am Start kurz erschrocken, als er Stefan Gerdhenrichs (TriSpeed Marienfeld) entdeckte: „Ich war mir sicher, dass er mir auf der zweiten Streckenhälfte davonlaufen würde.“ Mit einem rasanten Anfangskilometer von 3:15 Minuten signalisierte Bozduman aber sofort seine Ambitionen und distanzierte den Konkurrenten. Am Ende war der 27-Jährige mit 33:54 Minuten zwölf Sekunden schneller als vor einem Jahr, Gerdhenrichs hielt den Abstand mit 34:22 Minuten in Grenzen. Schon am Samstag in Clarholz will Bozduman die gute Form in eine offizielle 10-Kilometer-Zeit ummünzen. Über allem Ehrgeiz steht bei ihm aber der Grundsatz: „Wichtig ist, dass man gesund bleibt und einem das Laufen Spaß macht.“ Spaß hatte gestern auch Melanie Genrich. Zwei Wochen nach ihrem starken Hermannslauf (Platz 5) gewann die 33-Jährige von der DJK Gütersloh den Lauf über 5 Kilometer in flotten 17:46 Minuten. „Der Hinweg war heftig“, kommentierte sie den starken Wind, der sie dann aber ins Ziel schob, das nur sechs Männer vor ihr erreichten. Schnellster war mit dem 19-jährigen Richard Wilkening (16:42 Min.) ein erst seit einem Jahr laufendes Talent der LG Lage-Detmold, das von der früheren Weltklasseläuferin Natascha Wagner trainiert wird. Ein besonderes Erlebnis bedeutete der „Fünfer“ für den Laufkurs des Post SV Gütersloh. 26 Teilnehmer hatten unter dem Motto „We have a dream“ seit dem 1. März zweimal wöchentlich für ihren ersten Volkslauf trainiert – alle erreichten in guter Verfassung das Ziel. „Dafür, dass wir vor acht Wochen noch gar keine Kondition hatten, ist das klasse“, freute sich Heike Klauke-Rother, die nach 27:59 Minuten drei Minuten hinter ihrem Mann Frank finishte und von den beiden Kindern Cayline (8) und Jule (6) im Ziel gefeiert wurde. Während für die 39-jährige Erzieherin der Kurs nach der ersten Etappe planmäßig beendet ist („Ich wollte nur nicht, dass mir die Kinder weglaufen“), macht die 51-jährige Susanne Weger (30:39 Min.) weiter. Sie hat sich mit dem Rückenwind des gestrigen Erlebnisses als zweites den 10-km-Lauf in Oesterweg am 8. Juli vorgenommen. Mit ihr setzen 22 Kursteilnehmer das letztendlich bis zum Traumziel, dem Münster-Marathon im September 2012, führende Programm fort, das Jochen Schröder und Ulrich Stiens als Coaches leiten. |