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FLVW: Auf- und Abstieg Regelung für Quali-Saison steht fest
Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des FLVW hat am Freitagmittag die Auf- und Abstiegsregelungen für die Qualifikationssaison 2011/2012 festgelegt. Mitentscheidend für die Auf- und Abstiegsregelung des FLVW war der Beschluss des Deutschen Fußball-Bundes, die sportlichen Absteiger aus den Regionalligen mit Ablauf der Saison 2011/2012 in den neu gegründeten Regionalligen aufzunehmen und nicht in den Oberligen der Landesverbände. Zudem wurde auf westdeutscher Ebene entschieden, die NRW-Liga mit Ablauf der Saison 2011/2012 aufzulösen. Das wirkt sich auf westdeutscher und westfälischer Ebene wie folgt aus: Die neue Ligenstruktur des FLVW sieht als Unterbau der 4. Liga (Regionalliga West/WFLV) eine 5. Spielklassenebene mit einer Staffel vor (Oberliga Westfalen; 18 Vereine), darunter zwei Westfalenligen (je 16 Vereine), schließlich vier Landesligen der 7. Spielklasse (mit je 16 Vereinen) und zwölf Bezirksligen auf der 8. Spielklassenebene mit jeweils 18 Vereinen. Die Meister der beiden Westfalenligen, der Niederrhein- und der Mittelrheinliga, spielen in einer Qualifikation gegen NRW-Ligisten um die freien Plätze in der Regionalliga West und komplettieren das Feld dieser Regionalliga mit mindestens 18 Mannschaften. Für die Auf- und Abstiegsregelung ist insgesamt entscheidend, wie viele NRW-Ligisten aus Westfalen in den Landesverband zurückkommen. Entsprechend umfangreich sind die Zahlenspiegel der Auf- und Abstiegsregelung des FLVW, die im Internet unter flvw.de/ zum Nachlesen und Runterladen bereitsteht. „Es gibt Variablen, die zwar von der Regelung abgedeckt werden, aber eine genaue Prognose, wie viele Absteiger es beispielsweise aus der Bezirksliga geben wird, ist im Vorfeld nicht möglich“, erläutert der Vorsitzende des VFA, Reinhold Spohn. Sicher sei, dass aus den Kreisen auch weiterhin 46 Mannschaften in die Bezirksliga aufsteigen werden. Um die Anzahl der Absteiger aus den Bezirksligen angesichts der Reduktion der Staffeln von 15 auf 12 etwas zu mildern, werden die einzelnen Staffeln von 16 auf 18 Vereine aufgestockt. „Damit können wir nicht alles abfedern, aber anders geht es nicht“, unterstreicht FLVW-Präsident Hermann Korfmacher noch mal die Notwendigkeit der Umstrukturierung. FLVW: Auf- und Abstieg Stroetzel: "Ich halte von diesem Müll nicht viel" Aufgrund der Regionalliga-Reform wird mit Ablauf der Saison 2011/2012 die NRW-Liga aufgelöst. Grund: Der DFB gibt die bisherigen Oberligen an die Landesverbände ab. Daher musste der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen (FLVW) eine neue Auf- und Abstiegsregelung für die kommende Spielzeit entwickeln. Auf westfälischer Ebene wirkt sich das wie folgt aus: Die neue Ligenstruktur des FLVW sieht als Unterbau der vierten Liga (Regionalliga West/WFLV) eine fünfte Spielklassenebene mit einer Staffel vor (Oberliga Westfalen; 18 Vereine), darunter zwei Westfalenligen (je 16 Vereine), schließlich vier Landesligen der siebten Spielklasse (je 16 Vereinen) und zwölf Bezirksligen auf der achten Spielklassenebene mit jeweils 18 Vereinen (RS berichtete). Die Meister der beiden Westfalenligen, der Niederrhein- und der Mittelrheinliga, spielen in einer Qualifikation gegen NRW-Ligisten um die freien Plätze in der Regionalliga West und komplettieren das Feld dieser Regionalliga mit mindestens 18 Mannschaften. Für die Auf- und Abstiegsregelung ist insgesamt entscheidend, wie viele NRW-Ligisten aus Westfalen in den Landesverband zurückkommen. Entsprechend umfangreich sind die Zahlenspiegel der Auf- und Abstiegsregelung des FLVW. Die Fußballverbände Mittelrhein (FVM) und Niederrhein (FVN) haben sich hingegen entschlossen zukünftig auf eine Oberliga zu verzichten. Auf die Regionalliga folgen direkt die beiden Verbandsligen, sodass dort eine Liga wegfällt. Nähere Informationen zum Auf- und Abstieg in der Saison 2011/2012 gibt es bisher aber noch nicht. „Wir werden die Regelung erst aufstellen, wenn die Regionalligastatuten endgültig sind“, sagt Günter Schmitz, der beim FVN für den Senioren-Spielbetrieb zuständig ist. RS hat bei den Vereinen der NRW-Liga und Westfalenligen nachgefragt: Was halten Sie von der Auf- und Abstiegsregelung in der kommenden Saison? Olaf Thon (Trainer VfB Hüls): „Ich habe mich soweit eingelesen, dass vielleicht nur einer absteigen kann. Das ist natürlich schön. Aber ich bin Trainer und mache mir keine Gedanken darüber, was man hätte anders machen können. Die Vertreter von den Verbänden, die das entschieden haben, haben sich große Mühe gegeben. Wir müssen das so nehmen, wie es kommt. Mir persönlich hat die NRW-Liga viel Spaß gemacht.“ Ingo Finkenstein (Manager Westfalia Herne): „Es ist gut, dass in der kommenden Saison viele Vereine die Möglichkeit haben, sich für die Regionalliga zu qualifizieren. Wenn wir bis zur Rückrunde oben drin stehen und es für uns wirtschaftlich machbar ist, dann werden wir es uns auch nicht nehmen lassen, nach oben zu gehen. Der Verband hat sich eine Menge Mühe gegeben. Hut ab, wie sie es geschafft haben da wieder neue Struktur hereinzubringen. Und die Oberliga wird sicher wieder interessanter sein – sowohl für die Zuschauer als auch für die Vereine. Denn die NRW-Liga ist für die Vereine nicht mehr tragbar.“ Martin Stroetzel (Trainer SV Schermbeck): „Das ist doch der absolute Reform-Scheiß. Es gibt Vereine, die haben nicht das Potenzial für die Regionalliga und die wollen nicht aufsteigen. Daher wird es in der NRW-Liga viele Freundschaftsspiele geben und teilweise sehr langweilig sein. Ich halte von dem ganzen Müll nicht viel. Aber ich muss es nehmen, wie es kommt. Es wird in der kommenden Saison ein riesen Wettrüsten geben in den Ligen, damit die Mannschaften aufsteigen. Aber die sind in drei Jahren alle wieder da.“ Andreas Kersting (Team-Manager Westfalia Rhynern): „Über diese Regelung kann ich nur den Kopf schütteln. Ich frage mich, warum der Meister der Westfalenliga die Quali für die Regionalliga mitspielen kann. Warum haben wir denn das bestehende System und man klettert Liga für Liga nach oben. Den Vereinen gönne ich das natürlich, aber ich finde es totalen Quatsch. Ich zweifle an dem Verstand derjenigen, die sich das ausgedacht haben. Der Sport wird doch so mit Füßen getreten.“ Jens Heusener (Fußballabteilungsleiter Hammer SpVg.): „Es wird eine große Herausforderung im nächsten Jahr. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Westfalenliga spannender denn je wird, weil viele Vereine auf den ganz großen Sprung schielen. Direkt in die Regionalliga kommen zu können, ist eine einmalige Chance. Ein doppelter Anreiz, oben anzugreifen. Der eine oder andere könnte zwar unterschätzen, was auf einen zukommt, aber die Regionalliga wird ja überschaubarer und nach regionalen Gesichtspunkten strukturiert.“ Klaus Berge (Trainer DSC Wanne-Eickel): „Für mich ist die neue Oberliga Westfalen die erste Liga für Amateure – und das ist genau die Spielklasse, in die wir mit dem DSC Wanne-Eickel wollen. In der NRW-Liga hatte man horrende Fahrtkosten und keine Zuschauer. Die Reform wird auch nicht zu höheren Zuschauereinnahmen führen, aber immerhin werden die Wege kürzer. Da relativiert sich einiges und so macht die Oberliga für ‚normalsterbliche‘ Vereine wie uns wieder einen Sinn. Gut finde ich, dass aus den Westfalenligen mehrere Vereine aufsteigen werden und nicht nur einer oder zwei. Wanne-Eickel hat ja schon oft versucht, aufzusteigen, nun werden wir es wieder probieren. Interessant ist aber die noch offene Frage, wie viele Vereine im nächsten Jahr aus der NRW-Liga absteigen werden.“ Thomas Riedel (Sportlicher Leiter TuS Ennepetal): „Man muss ja schon Mathematik-Professor sein, um da jetzt wirklich durchzusteigen. Was mich bei dem ganzen Thema stört, ist, dass man versäumt hat, bei dem Thema auch die Frage nach den zweiten Mannschaften zu klären. Wir sind jedenfalls ein Verein, der sagen muss, dass er aufsteigen will. Wenn es schon mal einen Massenaufstieg gibt, wollen wir auch dabei sein, aber das gilt für mindestens zwölf andere Vereine aus unserer Liga ebenfalls. Der direkte Durchmarsch in die Regionalliga wäre sportlich natürlich ein Riesending. Die Jungs sind da heiß drauf, aber das ist eigentlich Wahnsinn.“ Heiner Brune (Fußballabteilungsleiter ASC 09 Dortmund): „Vorab: Die Reform nach der Reform finden wir gut, vor allem, weil wir von Anfang an mit eingebunden worden sind. Dass man es in der Übergangszeit nicht allen recht machen kann, ist irgendwie auch klar. Ich erwarte für die kommende Spielzeit, dass es in der Westfalenliga ein Hauen und Stechen geben wird, denn ich gehe davon aus, dass alle 18 Vereine unserer Liga aufsteigen wollen. Wir wollen immer oben mitspielen, auch in der nächsten Saison. Der direkte Sprung in die Regionalliga wäre für uns aber völlig vermessen, die entsprechenden Voraussetzungen werden nur wenige Vereine erfüllen können.“ Daniel Rios (Trainer TuS Eving Lindenhorst): „Ich finde die Regelung gut. Ich denke jeder weiß ungefähr, was er erreichen muss um aufzusteigen. Zwei Oberligen machen auf jeden Fall mehr Sinn als eine, denn es ist schon schwer genug, in der Oberliga zu bestehen. Aber auch sich zu qualifizieren, wird nicht leicht, schon jetzt waren die ersten zehn, elf Teams in der Westfalenliga ganz eng beieinander, jetzt werden alle noch einmal aufrüsten. Wir haben auch die Oberliga als Ziel, schließlich ist es schon etliche Jahre her, dass ein Dortmunder Verein mal in der Oberliga gespielt hat.“ |