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Presse nach den Spielen / 17. Spieltag |
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Westfalenliga Staffel 1 |
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---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 08.03.2011 SVDH - Neuenkirchen 0:1 Unglückliche Pleite und Platz-Ärger Ein Team spielte, eines traf. Fünf Wörter, mit denen die unglückliche 0:1-Niederlage des SV Dorsten-Hardt gegen den SuS Neuenkirchen treffend beschrieben ist. Mit den Worten von SVDH-Coach Martin Schmidt hört sich die Analyse folgendermaßen an: „Nach dem Spielverlauf hätte es nur einen Sieger geben dürfen und das wären wir gewesen. Aber es hat sich mal wieder gezeigt, dass nicht immer die bessere Mannschaft gewinnt.“ Dass dem so war, dafür zeigte sich namentlich SuS-Stürmer Timo Brüning verantwortlich, der drei Minuten vor Schluss mit einem satten Schuss aus 18 Metern den Treffer des Spiels markierte. Damit endete der Sonntagnachmittag für die Gastgeber genauso ärgerlich, wie er begonnen hatte. Die Begegnung musste mit 30 Minuten Verspätung angepfiffen werden, weil der Rasenplatz nicht freigegeben worden war und der Aschenplatz nach dem Spiel der Reserve noch abgezogen werden musste. „Das ist eines Westfalenligisten nicht würdig. Die Stadt Dorsten war unter der Woche nicht in der Lage, den Platz herzurichten“, klagte Schmidt. „Es ist schon traurig, wenn man bedenkt, dass 80 Prozent unserer Spieler Dorstener sind und die Identifikation sehr hoch ist.“ Am Geläuf wollte er es indes nicht festmachen, dass seine Schützlinge reihenweise beste Gelegenheiten vergaben. Während sich beide Teams im ersten Durchgang noch weitestgehend neutralisierten, wurde der Druck der Hardter nach dem Seitenwechsel immer größer. Sven Potthast und Andreas Kauschat fanden allerdings immer wieder ihren Meister in SuS-Schlussmann Tim Klingbeil. „Wir waren im Abschluss zu ungenau oder der Torwart hat super reagiert“, musste Schmidt dementsprechend zugeben. Trotzdem hatte er für seine Spieler, die zuletzt viermal in Serie gewonnen hatten, Lob parat. „Mit der Leistung bin ich absolut zufrieden. Wir haben gegen eine sehr ambitionierte Mannschaft gespielt, die wir meist unter Kontrolle hatten, gegen die wir kaum etwas zugelassen haben und die Chancen haben wir uns auch gut herausgespielt.“ Durch den Erfolg sind die Neuenkirchener aufgrund des besseren Torverhältnisses am SV, der nun auf dem achten Platz rangiert, vorbei gezogen. Dorsten-Hardt: Schröder – Damnitz, Koschollek (60. Heimath), De Manna, Ewald - Scheuch, Müller, Vasic, Seiffert – Kauschat (74. Tautz), Potthast. Neuenkirchen: Klingbeil –Müller, Schulz, Haverkamp, Beckmann-Smith – Figueiredo (60. Haarmann), Kaplan (77. Omerovic), Schmidt (60. da Costa), Bußmann – Osterhaus, Brüning. Schiedsrichter: Armin Hurek (Iserlohn). - Zuschauer: 250. Tor: 0:1 Brüning (87.). Trainer und Team in der Pflicht Beim TuS Dornberg hängt der Haussegen schief - Rump bestätigt Anfrage Bielefeld (WB/wie). Mario Ermisch weiß, was die Stunde geschlagen hat. Nach dem desaströsen Pokalauftritt gegen SuS Langscheid/Enkhausen (0:4) droht der TuS Dornberg all das, was er sich in den vergangenen Monaten aufgebaut hat, zu zerstören. Der 52-jährige Rechtsanwalt, der mit seinem bevorstehenden Wechsel zum SV Rödinghausen für unruhige Tage rund um den Mühlenbrink gesorgt hat, will sich nicht aus der Verantwortung stehlen: »Natürlich bin ich jetzt als Trainer gefordert, die Mannschaft wieder in die Spur zu kriegen. Ich hoffe, das Pokalspiel war ein Warnschuss zur rechten Zeit. Charakter ist gefragt - alle müssen sich wieder auf den Fußball und nicht das Drumherum konzentrieren.« Dass der Haussegen in Dornberg schief hängt, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch ungeachtet der Personalgespräche, die hinter den Kulissen geführt werden, stehen Trainer und Mannschaft in der Pflicht, den sportlichen Erfolg nicht zu gefährden. Das weiß auch Abwehrchef Adis Hasic, der dienstälteste TuS-Spieler: »Wir müssen jetzt alles andere ausblenden und uns voll auf die Meisterschaft und den möglichen Aufstieg konzentrieren. Alle, aber wirklich alle müssen wieder an einem Strang ziehen.« Manager Hans-Werner Freese wollte sich zu dem Pokal-Debakel am liebsten gar nicht äußern, tat es dann aber doch: »Die Chance, das Halbfinale im Westfalenpokal zu erreichen, ist leichtfertig weggeworfen worden. Die Mannschaft hat ja offiziell bekundet, sich hundertprozentig mit dem Verein zu identifizieren. Dann muss die Leistung allerdings um einiges besser werden.« In der Westfalenliga geht es für den TuS Dornberg, der bei zwei Spielen weniger fünf Punkte hinter Spitzenreiter Eintracht Rheine zurückliegt, am kommenden Sonntag in Neuenkirchen weiter. Dann muss sich zeigen, ob den Worten von Trainer und Mannschaft auch Taten folgen. Wenn nicht, könnte es für Ermisch ungemütlich werden. »Ich weiß, dass ich in der Pflicht stehe und kann nur wiederholen, dass ich für den TuS Dornberg bis zum Ende alles geben werde«, sagt der Coach. Unterdessen hat auch Arminias U 23-Kapitän Carsten Rump, der sich nach einer seltenen Viruserkrankung auf dem Weg der Besserung befindet, seinen Kontakt nach Dornberg bestätigt: »Ich habe mit Herrn Freese gesprochen und freue mich über das Angebot als spielender Co-Trainer. Bevor ich eine Entscheidung treffe, muss ich aber wissen, wie es bei Arminia mit mir weitergehen soll.« Tabellenführer FCE hält die (Aufstiegs-)Euphorie in Grenzen Rheine. Über viele Jahre hieß das Motto beim FC Eintracht Rheine nur: Sparen, sparen und noch mal sparen. Das war notwendig, aber ließ natürlich kurzfristig sportlichen Erfolg nicht zu. Doch jetzt hat sich die von Trainer Ullrich Peltner geformte Mannschaft mit echter Siegermentalität in die Herzen der Fans gespielt. Neuerlicher Beweis war am Sonntag der 2:1-Erfolg gegen taktisch ungemein diszipliniert spielende Gievenbecker, erkämpft durch einen eindrucksvollen Sturmlauf in der zweiten Halbzeit. Gästetrainer Maik Weßels ließ es an Komplimenten nicht fehlen, bezeichnete den FCE als kommenden Meister. In den Reihen der Eintrachtler herrscht hingegen zur „M-Frage“ noch Funkstille. Das soll sich in naher Zukunft nicht ändern. „Das werde ich auch in den kommenden Wochen nicht kommentieren“, betonte Trainer Ullrich Peltner, „schließlich sind in den ausstehenden 14 Spielen noch eine Reihe von Punkten zu vergeben.“ Die erste Halbzeit gegen Gievenbeck habe gezeigt, dass kein Spiel ein Selbstläufer sei. Wenn die entscheidenden paar Prozente bei der Einstellung fehlten, sei das einfach zu merken. „So habe ich mich auch über die Entstehung des 0:1 geärgert“, sagte Peltner, „Mirko Heger ist nicht konsequent zum Kopfball gegangen, und danach ist zudem im Zentrum nicht konsequent geklärt worden.“ Beim FCE scheint der eine oder andere auch kräftig auf die Euphoriebremse treten zu wollen. „Das Spiel gegen Gievenbeck war grundsätzlich nicht gut, die zweite Halbzeit ging so“, meinte der 1. Vorsitzende Michael Kortevoß in der Nachbetrachtung. Entscheidend ist aber: Die Eintrachtler können auch in solchen Spielen „Dreier“ einfahren. „Ich bin in der Pause selbst in der Kabine gewesen und habe gesehen, wie deprimiert die Spieler waren“, berichtete Kortevoß, „die wollten unbedingt, deshalb kann ich dazu nicht so viel Negatives sagen.“ Sie hätten sich im zweiten Durchgang auf jeden Fall bemüht, Gas zu geben. Peltner sprach am Sonntag in der Pressekonferenz aber davon, dass „zu einem guten Spiel zwei gute Mannschaften gehören“. Das sei gegen Gievenbeck der Fall gewesen. „Und wir haben nach dem 1:1 auch weiter hervorragenden Fußball gespielt“, betonte der Coach. Die Position des Spitzenreiters bedingt auch eine neue Rolle. „Jedem muss bewusst sein, dass wir jetzt die Gejagten sind“, meinte Peltner. Er sprach gegen Gievenbeck außerdem von einem Geduldsspiel, doch das sei sein Team schon aus der Vergangenheit gewohnt. Natürlich sei es gegen Gievenbeck sicherlich ein glücklicher Sieg gewesen, doch letztlich gelte: „Glück hat auf Dauer immer nur der Tüchtige.“ ---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 07.03.2011 Ein Zähler, zwei Meinungen SC PADERBORN 07 II: Torloses Unentschieden im Derby gegen den Delbrücker SC Paderborn-Marienloh. Das Westfalenligaderby zwischen dem gastgebenden SC Paderborn 07 II und dem Delbrücker SC endete mit einem torlosen Unentschieden und brachte unterm Strich beiden Teams einen Punkt ein. Die Bewertung der Trainer driftete trotzdem auseinander. „Wir haben einen Punkt gewonnen“, sagte Alfons Beckstedde vom DSC, während Christoph Müller „von zwei verlorenen Punkten“ sprach. Beim SCP-Trainer herrschte vor der Partie noch eine gewisse Unsicherheit bei der Wahl seiner Startelf, denn die beiden Profileihgaben Eugen Klukin und Sergej Schmik standen bei der 0:5-Pleite der Profis gegen Energie Cottbus im Kader. Schmik kam dort sogar sechs Minuten zu seinem Zweitliga-Debüt. Rund 45 Minuten vor dem Anstoß des Westfalenligaderbys wurden die beiden von der Energieteam-Arena zur Marienloher Sportanlage Breite Bruch gefahren und standen dort von Beginn an auf dem Platz. Etwas stressfreier lief für Müller hingegen die Anfangsphase der Partie. Kocatepe prüfte Delbrücks Torwart Joswig (11. Min) und setzte sich wenig später geschickt über rechts durch. Sein Querpass landete bei seinem Sturmpartner Jevric, dessen Schuss allerdings von Braune vor der Torlinie geblockt wurde (15.). Danach bekamen die Delbrücker die Partie besser in den Griff, standen in der Defensive kompakter und ließen den Paderbornern wenig Raum für Kombinationen. Sansar (33.) hatte die erste Gelegenheit der Gäste. Riemer hätte den DSC noch vor der Pause in Führung bringen müssen. Aus zentraler Position zielte er aber zu hoch (44.). „Wir hatten mehr vom Spiel, aber Delbrück hat es defensiv insgesamt gut gemacht“, lobte Müller und ergänzte, dass „bei meinem Team zu oft der letzte Pass gefehlt hat.“ In der zweiten Halbzeit war es somit eine Standardsituation, die wieder für Gefahr sorgte. Nach einem Freistoß von Parensen segelte Paderborns Innenverteidiger Starostzik knapp am Ball vorbei (54.). Der Ex-Paderborner Henke fasste sich wenig später ein Herz, zielte bei seinem Schuss aber knapp neben den langen Pfosten von SCPII-Torwart Ewers (65.). Den Versuch von Jevric ereilte auf der anderen Seite zwei Minuten später das gleiche Schicksal. Ansonsten spielte sich auch in der zweiten Halbzeit fast alles im Mittelfeld ab. Delbrück verstand es geschickt, die Paderborner vom eigenen Strafraum fern zu halten und den Gegner immer wieder in Zweikämpfen aufzureiben. „Wir haben uns reingehauen und waren dicht beim Gegenspieler. Ich bin zufrieden“, meinte Beckstedde. Eine Einzelaktion von Paderborns Wezorke war dann auch die letzte Gelegenheit der Partie (84.). „Ob der Punkt für Delbrück verdient ist oder nicht, ist egal. Wir wollten unser Heimspiel gewinnen, das haben wir nicht geschafft“, fasste ein weniger zufriedener Müller abschließend zusammen. SCP: Ewers – Siegel (77. Brandner), Klukin, Starostzik, Rath – Parensen, Afsarli, Schmik, Wezorke – Kocatepe, Jevric. DSC: Joswig – Riemer (90. Sakir), Schröder, Lübbers, Braune – Berhorst, Sansar, Fulland, D’Angelo, Tumani – Henke. Mentale Probleme kosten erneut Zählbares HÖVELHOFER SV: Stefan Weiß verzweifelt bei 0:3 (0:2)-Pleite in Stadtlohn an individuellen Fehlern Hövelhof (MH). Fußball-Westfalenligist Hövelhofer SV stand sich auch beim SuS Stadtlohn mal wieder selbst im Weg. Individuelle Fehler sorgten für eine klare 0:3 (0:2)-Auswärtspleite. „Die Fehler macht keiner meiner Spieler extra. Aber sie passieren derzeit einfach und werfen uns immer wieder zurück“, ärgerte sich Stefan Weiß, der Philipp Meier und Manuel Mückenhaupt in die Startelf stellte. Jan Welker blieb hingegen erst einmal auf der Bank. Der HSV-Trainer sah zwanzig Minuten lang einen guten Auftritt seiner Mannschaft. Eng und aggressiv am Gegenspieler ließen die Hövelhofer keine gefährlichen Situationen zu. Dann folgte ein folgenschwerer Ballverlust in zentraler Position, den Stadtlohn in der 21. Minute direkt zur Führung nutzen konnte. Potempa hatte im Anschluss den Ausgleich auf dem Fuß. Nach Vorlage von Zimmermann scheiterte er freistehend am Gästekeeper. „Wir machen das Tor halt nicht. Danach gingen die Köpfe schon etwas runter“, sieht Weiß den Grund für die vielen Konzentrationsschwächen derzeit im mentalen Bereich, denn „es patzt immer wieder jemand anderes.“ So auch beim 0:2 für Stadtlohn, bei dem eine Flanke in den Hövelhofer Strafraum segelte. Ein Abwehrspieler schlug über den Ball und ein Stadtlohner brauchte frei vor HSV-Keeper Kirchhoff nur noch einzuschieben (39.). Nach der Pause wechselte Weiß mit Welker eine zweite Sturmspitze ein, acht Minuten später waren die guten Vorsätze aus der Kabine aber endgültig über den Haufen geworfen. Nach einer Hövelhofer Ecke konterten die Gastgeber eiskalt und trafen zum 0:3 (53.). Für den HSV lief nun nicht mehr viel zusammen. Welker hatte kurz vor Schluss noch Pech, als sein Freistoß nur am Pfosten landete (82.). „Wir können derzeit nicht mit Rückschlägen umgehen. Aber wir müssen weiterarbeiten, dann kommt der Erfolg schon wieder“, hat Weiß seinen Optimismus noch nicht verloren. HSV: Kirchhoff – Wenkemann, Thieschnieder, Malena, Amadou – Zimmermann (70. Schulz), Meier, Kleinegrauthoff, Urban (60. Friesen), Potempa (46. Welker) – Mückenhaupt. Persönliche Fehler gnadenlos bestraft Westfalenliga: Stadtlohn - Hövelhof 3:0 Hövelhof (pk). Zweite Niederlage in Folge und nur noch drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz: Für Westfalenligist Hövelhofer SV war das Karnevalswochenende keine runde Sache. Die Mannschaft von Trainer Stefan Weiß unterlag beim SuS Stadtlohn mit 0:3 (0:2). »Das Ergebnis klingt deutlich, aber in den ersten 20 Minuten haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und ich hatte nicht den Eindruck, dass wir hier als Verlierer vom Platz gehen. Doch momentan werden wir für jeden individuellen Fehler gnadenlos bestraft. Das war nicht nur heute so«, zog der Hövelhofer Coach diese Bilanz. Das Unheil nahm für die Gäste in der 21. Minute den Anfang. Nach einem zentralen Ballverlust spielten die Gastgeber von der holländischen Grenze ihre Überzahl klasse aus und gingen durch Torjäger Markus Krüchting mit 1:0 in Front. Mit seinem zweiten Torschuss stellte Krüchting in der 39. Minute den 2:0-Pausenstand her. Zuvor hatte ein Hövelhofer nach einer Ecke über den Ball getreten, die Fehlerquellen bei den Gegentoren behielt Weiß für sich: »Das regeln wir intern.« So wird er es auch beim 3:0 für Stadtlohn durch Daniel Klein Günnewick (wieder nach einer Ecke) handhaben. Das war acht Minuten nach dem Wechsel die Entscheidung. Das Dilemma der Hövelhofer, die nach einer halben Stunde durch Sebastian Potempa ihre beste Chance vergeben hatten, wurde noch einmal kurz vor dem Ende deutlich. Beim 3:0 für Stadtlohn sprang der Ball vom Innenpfosten ins Tor, beim Freistoß des eingewechselten Jan Welker in der 81. Minute zurück ins Feld. Hövelhofer SV: Kirchhoff - Wenkemann, Thieschnieder, Malena, Yallow - Kleinegrauthoff - Zimmermann (70. Schulz), Meier, Potempa (46. Welker), Urban (61. Friesen) – Mückenhaupt. Tore: 1:0, 2:0 Krüchting (21./39.), 3:0 D. Klein Günnewick (53.). Auch ohne Tore sehenswert Westfalenliga-Derby: Delbrücker SC gewinnt einen Punkt - SCP II verliert zwei Zähler Marienloh (MR). Keine Tore im Kreisderby: Das Westfalenliga-Duell zwischen dem SC Paderborn II war aber eines der besseren Sorte und deshalb sehenswert. Enen Sieger hatten die 90 Minuten im Marienloher Sportzentrum aber nicht verdient. So sahen das nach dem Spiel auch die beiden Trainer, wobei DSC-Coach Alfons Beckstedde mit dem Punkt insgesamt zufrieden sein konnte: »Wir waren bissig, wir waren griffig, wir haben gut gegen den Ball gearbeitet, hatten Leidenschaft im Spiel und deshalb kann ich mit dem Auswärtspunkt bei einer Spitzenmannschaft der Liga gut leben.« Für Paderborns Coach Christoph Müller, der gerade mit entsprechenden Ergebnissen in den Heimspielen den Kontakt zur Spitze halten will, war dagegen der eine Zähler unterm Strich zu wenig. Der junge Trainer war aber auch mit der Vorstellung seiner Elf nicht so wirklich einverstanden: »Wir haben die Partie bestimmt, hatten überwiegend Struktur im Spiel, haben aber leider einige gute Angriffe nicht gut zuende gespielt. Außerdem haben wir uns im Aufbau einige Fehler erlaubt, die dem Gegner Chancen eröffnet haben.« Der torlose Kick endete zwar ohne Sieger, als kleiner Gewinner konnte sich hinterher aber der DSC fühlen: Der Punktelieferant der vergangenen Wochen auf fremdem Platz stand hinten sehr kompakt, trat geschlossen auf und ließ der U 23 des Fußball-Zweitligisten in den ersten 45 Minuten keinen Raum, das eigene Spiel aufzuziehen. Zumindest eine richtig gute Möglichkeit zur frühen Führung hatte der SC Paderborn II aber trotzdem. Nach einem Querpass von Yasin Kocatepe (15.) schoss Ardian Jevric sofort, doch für den schon geschlagenen Michael Joswig im Delbrücker Tor konnte Benjamin Braune noch auf der Linie klären. Auf der anderen Seite war es Matthias Riemer (45.), der kurz vor der Pause aus elf Metern nur knapp den SCP-Kasten verfehlte. Nach dem Wechsel nahm das Derby zunächst weiter Fahrt auf. Stefan Parensen (52.) hatte Pech, als er mit seiner etwas verunglückten Flanke nicht ins Tor traf. Der sichtlich überraschte Joswig konnte in höchster Not den Ball so gerade noch an die Latte lenken. Weitere drei Minuten später war es Hendrik Starostzik, der nach einem Freistoß von Berkan Afsarli völlig freistehend nur ganz knapp das Leder verfehlte. Auf der anderen Seite haderte Beckstedde später mit Furat Sansar. Der Rechtsfuß kam über die linke Seite, doch statt den Ball auf das Tor zur zirkeln, legte er die Kugel am leeren Tor noch mal quer. »Das war kein schlechter Schusswinkel, aus der Position hätte er es versuchen müssen«, meinte Beckstedde. Danach sorgten nur noch zwei Distanzschüsse auf beiden Seiten für etwas Aufregung. Einmal verfehlte Alexander Henke (63.) das Tor der Paderborner, auf der anderen Seite hatte Robert Wezorke (86.) kein Schussglück. Den Schlusssatz zum Derby sprach dann Beckstedde: »Wer hier heute das erste Tor geschossen hätte, der wäre als Sieger vom Platz gegangen.« Klingt zwar etwas abgedroschen, aber damit brachte es der DSC-Trainer auf den Punkt. Derby-Statistik SC Paderborn II: Ewers - Siegel (77. Brandner), Klukin, Starostzik, Rath - Parensen, Afsarli, Schmik, Wezorke - Jevric, Kocatepe. Delbrücker SC: Joswig - Riemer (89. Sakir), Schröder, Lübbers, Braune - Berhorst, Sansar, Fulland, DÕAngelo, Tumani – Henke. Westfalenliga-Fußball Strafstoß in der Schlussminute - 2:1 für den FCE Rheine. Das M-Wort ist für den Rheiner Trainer Ullrich Peltner noch tabu. Von der Meisterschaft soll beim FCE angeblich immer noch keine Rede sein. Aber die Erfahrung lehrt, dass diejenige Mannschaft den Titel holt, die mit Glück, Können und harter Arbeit auch ganz knappe Spiele für sich entscheidet. Wie der FCE am Sonntag beim 2:1 (0:1) gegen den Aufsteiger 1. FC Gievenbeck. 94. Minute. Es war die definitiv letzte Aktion des Spiels. Frederick Telsemeyer lief an, schoss den Strafstoß hart und platziert - und verschwand Sekunden später in einer Jubeltraube. Dieser 2:1-Erfolg war wahrlich hart erarbeitet, aber zugleich Ausdruck von besonderer Willenskraft. Peltner hatte vor diesem „Geduldsspiel“ gegen die in der Defensive tief gestaffelten Gievenbecker gewarnt, die mit Leidenschaft verteidigten und zugleich auf ihre Konterchancen warteten. Die kam in der 22. Minute, als Patrick Westphal urplötzlich in der Mitte allerdings in abseitsverdächtiger Position frei zum Schuss kam und das Leder an dem nur zögerlich herauskommenden FCE-Torhüter Andre Epker zum 1:0 vorbeischob. Der FCE wollte die schnelle Wende, kam aber in der ersten Halbzeit nicht in Tritt. Die beste Möglichkeit verpasste der emsige Telsemeyer, der im Anschluss an einen Eckstoß per Nachschuss die lange Ecke des Gievenbecker Tores verfehlte (27.). Die Rheiner Fans wollten in der zweiten Halbzeit ihre Mannschaft stürmen sehen - und fielen fast vom Glauben ab. Gerade mal eine Minute war gespielt, da marschierte erneut Westphal auf den FCE-Kasten zu, bekam diesmal aber das Leder nicht an Epker vorbei. Was folgte, war allerdings ein einziger Sturmlauf auf das Gievenbecker Tor, und der erste Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Lattenschuss von Daniel Seidel war Andre Klostermann zur Stelle und jagte das Leder aus zehn Metern zum 1:1 über die Linie (62.). Die Post ging vor allem dann ab, wenn Maik Klostermann zu seinen gefürchteten Soli über die rechte Seite startete. Dann wurde auch der Gievenbecker Beton allmählich brüchig. Die Gäste waren nach ihrer guten Vorstellung in den ersten 45 Minuten jetzt mit ihrem fußballerischen Latein am Ende, kamen nur selten zu Entlastungsangriffen. Mit Stefan Seiler für Peter Beckmann hatte Peltner noch einen weiteren Stürmer gebracht, dem nach Zuspiel von Telsemeyer in der 78. Minute auch fast das 2:1 gelungen wäre, doch er scheiterte an Torhüter Kieran Schulze-Marmeling. Der junge Angreifer hatte in der 85. Minute erneut die Chance, das Spiel zu entscheiden, traf das Leder aus guter Position jedoch nicht richtig. Die Minuten verrannen, doch der FCE glaubte noch an sich, zumal der Gievenbecker Kapitän Niklas Bonnekessel in der 91. Minute Gelb-Rot sah. In der 93. Minute war das 2:1 eigentlich unvermeidbar, denn Telsemeyer zog aus kurzer Distanz ab, doch der junge Gievenbecker Abwehrspieler Nils Heubrock wehrte den Ball mit der Hand auf der Linie ab. Das gab natürlich die rote Karte - und den Strafstoß, der die Partie entschied. Westfalenliga-Fußball Klingbeils Fäuste sichern den SuS-Sieg Dorsten-Hardt. Die Neuenkirchener staunten nicht schlecht, als sie den Platz an der Dorstener Storchbaumstraße betraten. Statt auf sattem Grün fand die Partie gegen den SV Dorsten-Hardt auf einem Ascheplatz statt, der vorher auch noch gewalzt und neu eingekreidet werden musste. Die Neuenkirchener Spieler mussten sogar noch mithelfen, die ursprüngliche Strafraummarkierung zu entfernen, weil der Platzwart sie zwei Meter zu nahe ans Tor gesetzt hatte. Somit fand die Partie eine halbe Stunde später als geplant statt. Dass die Reckels-Mannschaft dann auch noch glücklich alle drei Punkte aus dem Stadtteil Hardt mitnahm, lag an einem Sonntagsschuss von Simon Brüning, den Neuenkirchens „Sechser“ in der 85. Minute abgab und der sich aus 18 Metern unhaltbar über Dorstens Keeper Stefan Schröder in die Maschen senkte. Vorher durfte sich der SuS bei Keeper Tim Klingbeil bedanken, der seine Mannschaft mit mehreren starken Paraden in der Partie hielt. So ganz wollte es SuS-Trainer Franz Josef Reckels seinem Dorstener Kollegen nicht abnehmen, das er den Untergrund für „eine Frechheit für Westfalenligaverhältnisse“ hielt und der Stadt Dorsten den schwarzen Peter zuschob, weil sie den Rasenplatz nicht freigegeben hat. Die Gastgeber kamen aber wesentlich besser mit der dunklen Erde klar und hatten in Sven Potthast den gefährlichsten Mann in ihren Reihen. Besagter Potthast probierte es nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld erstmals in der 6. Minute, Klingbeil brachte gerade noch die Fäuste hinter den Ball. Nach gut einer Viertelstunde kombinierte der Gast aus Neuenkirchen das erste Mal gefällig. Maik Osterhaus hatte von rechts Simon Brüning bedient, dieser legte Stürmer Christian Bußmann den Ball mustergültig vor, doch der SuS Stürmer schoss aus zwölf Metern weit über das Gehäuse. Nach knapp einer halben Stunde musste auf der anderen Seite Klingbeil wieder in die staubige Asche hechten. Den Schuss von Christopher Seiffert lenkte der Schlussmann so gerade noch um den Pfosten. Kurz vor der Halbzeit blockte Nico Haverkamp einen Volleyversuch von Potthast, die darauf folgende Hereingabe von Dorstens Sturmführer verpasste Kevin Ewald mit dem langen Bein. Auch im zweiten Durchgang kam der SuS lange Zeit nicht mit dem Pressing der Dorstener klar. Besonders Thorsten Schmidt und Rafael Figueiredo merkte man ihre Verletzungspausen an, sie setzten sich kaum wirkungsvoll in Szene. Wahrscheinlich wäre die Parie zugunsten der Gastgeber ausgegangen, hätte Klingbeil nicht so einen Sahnetag erwischt, wie Kölns Torhüter Michael Rensing am Freitag in Dortmund. Zwei Mal riss der SuS-Zerberus noch gegen Potthasts Volleykracher die Fäuste hoch, bevor er sich über Simon Brünings Siegtreffer freuen dürfte. Mit der Gewissheit, gestern ein großes Stück zum glücklichen SuS-Sieg beigetragen zu haben. Fußball-Westfalenliga 1. FC Gievenbeck kassiert bittere 1:2-Niederlage in Rheine MÜNSTER. Das war ganz bitter. Der 1. FC Gievenbeck bot beim Westfalenliga-Spitzenreiter FC Eintracht Rheine eine seiner besten Saisonleistungen, hatte den Favoriten am Rande einer Niederlage und musste doch mit leeren Händen die Reise nach Hause antreten. „Das war eine unglaublich starke Leistung von uns. Die Niederlage ist hart und tut unheimlich weh“, sagte FCG-Trainer Maik Weßels nach dem 1:2 (1:0). Bis zur vierten Minute der Nachspielzeit lag Gievenbeck, das über weite Strecken des Spiels Rheines „Stärken eliminierte“ (Weßels), auf Kurs, führte nach einem Treffer von Patrick Westphal (17.) verdient. Und hätte Westphal direkt nach Wiederanpfiff nach einem Konter erhöht, wäre die Überraschung greifbar gewesen. Doch so endete die Partie dramatisch. Klostermann staubt ab Nach dem Abstauber-Ausgleich durch André Klostermann (63.) warf Rheine alles nach vorne und schlug in letzter Sekunde eine Flanke auf den zweiten Pfosten. Dort beförderte Frederick Telsemeyer den Ball in Richtung Tor, Nils Heubrock diesen per Hand über die Latte – Rot, Elfmeter, 1:2. Der FCG war geschlagen. FCG: Schulze Marmeling - Heubrock, Kreuzheck, Steinkamp, H. Könemann - Bonnekessel, Hohenhövel (56. Keil), J. Könemann, Westphal (71. Knemeyer), Fromme - Leifken (80. Daldrup). Tore: 0:1 Westphal (17.), 1:1 A. Klostermann (63.), 2:1 Telsemeyer (90.+4/HE). Gelb-Rot: Bonnekessel (90.) - Rot: Heubrock (absichtliches Handspiel, 90.+4). SuS Neuenkirchen Geniestreich von Simon Brüning sichert 1:0-Sieg in Dorsten NEUENKIRCHEN Dank eines Geniestreichs von Arbeitsbiene Simon Brüning hat der SuS Neuenkirchen einen schmeichelhaften 1:0 (0:0)-Erfolg beim SV Dorsten Hardt im Nachholspiel der Westfalenliga gefeiert. Es war die 86. Minute, in der die Entscheidung fiel. Simon Brüning ließ den Ball auf der ungewohnten Asche einmal ticken, nahm Maß und vollendete per Dropkick in den Winkel. "Ich habe direkt gesehen, was Simon vorhat", gab Trainer Franz-Josef Reckels nach dem Schlusspfiff zu Protokoll. "So etwas macht er im Training häufiger." Wenig Chancen für den SuS Bis zu diesem Sonntagstreffer des "Sechsers" fand Neuenkirchen in der Offensive kaum statt, hatte in den 85 Minuten zuvor nur zwei wirklich nennenswerte Gelegenheiten. Nach einer Flanke von Maik Osterhaus legte Brüning auf Christian Bußmann ab, der aus gut zehn Metern trotz freier Schussbahn aber deutlich verzog. (17.). Die zweite Chance hatte Rafael Figueiredo doch sein Schuss aus halblinker Position ging knapp am Lattenkreuz vorbei (56.). Die Gastgeber agierten auf dem für die Neuenkirchener ungewohnten Ascheplatz offensiv zielstrebiger und hatten im ehemaligen Oberliga-Stürmer Sven Potthast den besten Feldspieler auf dem Platz. Nur einer war noch besser und der stand im Tor des SuS: Tim Klingbeil. Mit zahlreichen Großtaten verhinderte er einen Rückstand. Dorsten-Hardt kommt gut ins Spiel Nachdem das Spiel mit 30-minütiger Verspätung angepfiffen wurde - Grund waren Planierungs- und Markierungsarbeiten - dauert es nicht lange, bis sich die sehr robust und körperbetont auftretenden Gastgeber die erste Gelegenheit erspielten. Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld tauchte Potthast alleine vor Klingbeil auf, doch der Keeper klärte reaktionsschnell. Es dauerte rund 20 Minuten, ehe es für die Neuenkirchener erneut gefährlich wurde, erst blockte Nico Haverkamp einen Ball von Claudio De Manna zur Ecke, zwei Minuten später lenkte Klingbeil einen platzierten Flachschuss von Christopher Seiffert um den Pfosten (28.). Kurz vor der Pause war es erneut Innenverteidiger Haverkamp, der eine Volleyabnahme von Potthast blockte. Nach der Halbzeit ging es munter weiter mit dem Duell Potthast gegen die SuS-Abwehr. In der 50. Minute verzog der Angreifer aus halblinker Position knapp, fünf Minuten später rauschte ein Ball von Kauschat nur knapp über das Tor von Klingbeil. In der 72. und 73. Minute hatte Potthast direkt zwei Möglichkeiten zur Führung, nach Hereingaben von der rechten Seite scheiterte er jeweils am überragend reagierenden Tim Klingbeil. Aufreger in der Schlussminute In der Folge schwanden bei Dorsten-Hardt die Kräfte, der SuS befreite sich zunehmend vom Dauerdruck und bejubelte durch das Tor von Brüning, den glücklichen Dreier. In der Nachspielzeit gab es noch einen Aufreger: SV-Keeper Stefan Schröder schubste Christian Bußmann um und sah dafür nur "Gelb". SV Dorsten-Hardt: Schröder - Scheuch, De Manna, Koschollek (61. Heimath) , Ewald – Damnitz, Müller, Seiffert, Vasic – Kauschat (73. Tautz), Potthast. SuS Neuenkirchen: Klingbeil – Beckmann-Smith, Schulz, Haverkamp, Osterhaus – Müller, Brüning – Figueiredo (61. da Costa) , Kaplan (76. Omerovic), Schmidt (61. Haarmann) – Bußmann. Tore: 0:1 Brüning (86.) Zuschauer: 250 FC Eintracht Rheine 93. Minute: Rot, Elfer und 2:1-Sieg gegen Gievenbeck RHEINE Wer so viel Dusel hat und solche Spiele gewinnt - mit einem Elfmeter-Treffer in der 93. Minute -, der hat das Zeug dazu, Meister zu werden. Mit 2:1 (0:1) besiegte Westfalenliga-Spitzenreiter FC Eintracht Rheine am Sonntag den FC Gievenbeck und baute damit den Vorsprung an der Tabellenspitze aus. Logisch, es war die Szene des Spiels: In der 93. Minute segelt eine Flanke von rechts durch den Gievenbecker Strafraum. Rheines Top-Torjäger Freddy Telsemeyer steht am zweiten Pfosten frei, nimmt den Ball aus fünf Metern volley. FCG-Keeper Schulze Marmeling fliegt am Leder vorbei, doch Verteidiger Nils Heubrock lenkt die Kugel gekonnt über den Querbalken - mit der Hand! Rot und Elfmeter in der Nachspielzeit Schiri Nikolas Wicker zückt Rot für den Gievenbecker und zeigt auf den Punkt. Elfmeter in der 93. Minute für den FCE beim Stand von 1:1. Freddy Telsemeyer bleibt ganz cool, läuft an und knallt den Ball halbhoch neben den rechten Pfosten ins Tor. Der 2:1-Sieg für Rheine. "Telse" jubelt, verschwindet dann unter der Schar der Gratulanten - und der Referee pfeift ab. Der Sieg der Rheinenser war aufgrund einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte nicht unverdient. Da drückte der FCE endlich aufs Tempo, machte Druck, drängte Gievenbeck in die Defensive, kam zu Torchancen - und zum Ausgleich. Einen Eckball von Maik Klostermann köpfte Daniel Seidel an die Latte, den Abpraller drückte Andre Klostermann per Kopf aus drei Metern zum 1:1 ins Netz (61.). Gievenbeck 45 Minuten richtig stark In den ersten 45 Minuten hingegen bot der Tabellenführer eine ganz schwache, der Gast aus Gievenbeck eine starke Leistung. Der FCG war vom Anpfiff weg wach, präsent, zweikampfstark, bissig und auch noch torgefährlich. Könemann (5.) verpasste nach Leifken-Vorarbeit die Führung nur knapp. Die fiel in der 23. Minute, als Könemann ein Kopfballduell gegen Rheines Philipp Brüggemeyer gewann, den Ball auf Patrick Westphal ablegte, der - aus abseitsverdächtiger Position - Andre Epker mit einer gekonnten Direktabnahme aus acht Metern überwand. Der FCE war geschockt, brachte gegen die geschickt gestaffelten Gäste keinen geordneten Spielaufbau zu Wege. Einzig Telsemeyer hatte eine Chance, verzog aber (26.). Die Führung der Gäste zur Pause ging in Ordnung. Aus der Kabine kam der FCE mit mehr Pep sowie Engagement und nahm nun endlich die Zweikämpfe an. Doch die erste Großchance hatte der Gast: Nach einer FCE-Ecke zerlegte Gievenbeck mit drei Direktpässen die FCE-Defensive. Westphal hatte freie Bahn, zog aus 18 Metern ab, doch Epker lenkte den Ball um den Pfosten (46.). Drei Chancen direkt nach der Pause Dann aber kam der FCE, hatte Chancen durch Seidel (48.) und Telsemeyer (49. u. 50.), verdiente sich so das 1:1 durch Andre Klostermann (61.). Rheine wollte mehr, machte Druck, doch Gievenbeck verteidigte gut. Erst als mit Westphal der Kopf des FCG verletzt vom Platz ging (69.), verlor der Gast ein wenig die Übersicht. FCE-Coach Peltner brachte mit Seiler (58.) und Ungru (81.) frische Offensivkräfte. Gievenbecks Bonnekessel (90.) flog wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot vom Platz. Dann folgte der dramatische Schluss-Akkord in der 93. Minute mit dem bitteren Ende für Gievenbeck und der Krönung für Rheine durch den von Telsemeyer verwandelten Hand-Elfer zum 2:1-Sieg für den Spitzenreiter FCE. FC Eintracht Rheine: Epker - Heger, Brüggemeyer, Melzer, Siedler - M. Klostermann, Ruwe (81. Ungru), A. Klostermann, Beckmann (58. Seiler) - Telsemeyer, Seidel. FC Gievenbeck: Schulze-Marmeling - Heubrock, Steinkamp, Kreuzheck, H. Könemann - Bonnekessel - Fromme, J. Könemann, Westphale (69. Knemeyer), Hohenhövel (56. Keil) - Leifken (80. Daldrup). Tore: 0:1 Westphal (23.), 1:1 A. Klostermann (61.), 2:1 Telsemeyer (90. + 3/Handelfmeter) Zuschauer: 368 Gelb-Rot: Bonnekessel (90./wiederholtes Foulspiel) Rot: Heubrock (90. + 3/absichtliches Handspiel) SuS Stadtlohn Krüchting tanzt den "HSV" aus STADTLOHN. "Das war schon beeindruckend!" - noch Stunden nach dem Abpfiff des Nachholspiels gegen den Hövelhofer SV war Frank Bajorath die Zufriedenheit über den Auftritt seiner Schützlinge anzusehen. Mit dem 3:0 hat der SuS Stadtlohn einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Bajorath konnte sich kaum erinnern, wann seine Mannen nahezu sämtliche seiner Vorgaben derart optimal umgesetzt haben. "Ich kann auch gar keinen Spieler hervorheben. Das Kollektiv hat bewiesen, dass die Siegesserie zuletzt kein Zufall war. Womöglich war dies nicht nur das intensivste, sondern auch das beste Heimspiel seit Monaten", freute sich Bajorath über den "rundum gelungenen Auftritt". Die Geschichte des Spiels ist rasch erzählt: Die keinesfalls schwachen Gäste aus Hövelhof begannen erwartet aggressiv und suchten ihr Heil durchaus selbst in der Offensive. Mit dem ersten ernsthaften Torschuss hatte Markus Krüchting dann die passende Antwort parat. Nach einer Kombination über Andre Hippers und Nico Klein-Günnewick war der Torjäger zur Führung zur Stelle (15.). "Damit haben wir Hövelhof den Zahn gezogen", sah Bajorath den Gästen früh den Schneid abgekauft. Ganze zwei Mal kam der "HSV" noch gefährlich vor das Tor der Hausherren. Sebastian Potempa prüfte noch vor der Pause SuS-Torhüter Christoph Fork (31.), Jan Welker visierte bei einem Freistoß aus 20 Metern den rechten Torpfosten an (85.). Nachdem Mario Beeke und Niklas Hilgemann das Glück im Abschluss noch nicht zur Seite gestanden hatte (30.; 35.), war es wiederum Krüchting, der am rechten Strafraumeck seinen Gegenspieler "austanzte", um dann erfolgreich das lange Eck anzuvisieren (36.). Sechs Minuten nach der Pause war dann klar, dass der SuS an diesem Tag keine Zweifel aufkommen lassen wollte. Hilgemann war frei durchgestoßen, er legte quer auf Daniel Klein-Günnewick, der überlegt an Torhüter Marko Kirchhoff zum 3:0 einschob. Angesichts des enormen Aufwandes nahm der SuS fortan einen Gang heraus, ließ aber nicht locker und hätte die Führung durchaus noch ausbauen können. Einem Treffer von Beeke wurde wegen vermeintlicher Abseitsstellung die Anerkennung versagt (55.), Krüchting versprang der Ball in aussichtsreicher Position (60.). Wohl im Gefühl der zunehmenden Mittellosigkeit nahmen die Gäste die härtere Gangart an. "Dass Hövelhof unbequem zu spielen ist, darauf hatten sich meine Spieler eingestellt. In manchen Situationen war das Auftreten einiger Gästespieler schon grenzwertig", sah Bajorath ein zunächst starkes Schiedsrichtergespann, dem die Partie nach der Pause aber mehr und mehr entglitt. Ärgern wollte er sich darüber nicht mehr. Derby gegen Rheine "Viele haben daran mitgewirkt, diese Partie vorzuverlegen. Die Mannschaft hat all diesen mit dieser Vorstellung einiges zurückgeschenkt. Nun dürfen wir gemeinsam auch Karneval feiern", fasste Bajorath das kommende Derby gegen Eintracht Rheine schon ins Visier. "Wir sind bereit für weitere Bonuspunkte und werden uns intensiv darauf vorbereiten - aber erst ab Aschermittwoch." Arg dezimierter SV 08 trotzt Hamm ein 1:1 ab Westfalenliga 1 SV Lippstadt 08 - Hammer SpVg 1:1 (0:1) Lippstadt - Die Erleichterung über das glückliche 1:1 gegen die Hammer SpVg war Trainer Daniel Farke vom SV Lippstadt 08 gestern nach Spielende deutlich ins Gesicht geschrieben. Denn die Gäste waren über weite Strecken das klar spielbestimmende Team, versäumten es aber, ihre zahlreiche Chancen in Tore umzumünzen. Selbst ein Handelfmeter-Geschenk in der 82. Minute konnten sie nicht nutzen, weil SV-Keeper Holger Peterhanwahr aufgepasst hatte und in der richtigen Ecke lag. Umso mehr zeigte sich Daniel Farke über den Punktgewinn hoch zufrieden und lobte vor allem den Willen und die tolle Moral seiner doch arg dezimierten Mannschaft. „Dazu kann ich den Jungens nur gratulieren“, so der Trainer des SV 08. Die SVer mussten gestern ohne Schulte, Riemer und Müller auskommen, zudem saßen mit Bürger, Bortolozzi, Yildiz und Schiller gleich vier Spieler angeschlagen auf der Ersatzbank. Da war es kein Wunder, dass Hamm schon nach wenigen Minuten das Heft in die Hand nahm und die Abwehr des SV Lippstadt oft in Verlegenheit brachte. Hamm war vor allem über die linke Seite mit dem schnellen Nico Schiller gefährlich und dieser leitete auch das 1:0 für seine Farben ein. Denn als er mal wieder ungehindert flanken konnte und in der SV-Hintermannschaft die Zuordnung nicht stimmte, da schlug der Ex-SVer Ferhat Cerci mit einem unhaltbaren Schuss aus der Drehung zu (10.). Beflügelt durch dieses frühe Tor bauten die lauffreudigen Gäste nun enorm viel Druck auf, standen dabei aber selbst ungemein kompakt und erstickten die Angriffe des SV schon im Ansatz. Hamm wirkte mit zunehmender Spieldauer viel spritziger und auch bissiger. Allerdings hatte Lars Schröder nach einem schnellen Konter den Ausgleich auf dem Fuß, verzog das Leder nur knapp (23.). Kurz vor der Pause forderten die SV-Fans dann bei einer Hereingabe von Ferdi Günter Handspiel im Hammer Strafraum, doch der Schiri ließ weiterspielen. Auch nach der Halbzeit wehrten sich die SVer wacker und wurden für ihre gute Einstellung belohnt, als Schröder nach einem Kuhn-Freistoß den Ball über die Torlinie des Hammer Gehäuses zum 1:1 beförderte (78.). Und nur zwei Minuten später hätte der eingewechselte Engin Yildiz sogar das 2:1 machen können, schoss aber um Millimeter vorbei. Torwart Holger Peterhanwahr hielt dann beim Elfmeter das 1:1 endgültig fest. SV Dorsten-Hardt SV Hardt scheitert an Neuenkirchens Keeper HARDT Jetzt hat es auch den SV Hardt zum ersten Mal in diesem Jahr erwischt. Die Schmidt-Elf verlor mit 0:1 gegen Neuenkirchen ein Spiel, das sie klar hätten gewinnen müssen. Neuenkirchen war mit der Empfehlung von elf Gegentoren in 14 Spielen an die Strochsbaumstraße gekommen. Im 15. kam keines dazu, obwohl die Gäste über weite Strecken der Partie unter Druck standen. Überragender Mann der Münsterländer war Torwart Tim Klingbeil. Er vereitelte ein halbes Dutzend klarer Chancer der Gastgeber und hielt so seine Mannschaft im Spiel. SuS Neuenkirchen schien gar nicht so darauf erpicht zu sein, ein Tor zu schießen. Einen halbwegs gefährlichen Schuss gab es im ersten Durchgang zu notieren. Da war es auf Seiten der Hardter schon deutlich mehr. Sven Potthast testete nach sechs Minuten zum ersten Mal den Schlussmann. Ein Schuss Christopher Seifferts wurde abgefälscht und landete knapp neben dem Tor. Potthast scheiterte mit einem 18-Meter-Schuss am SuS-Keeper und kurz vor der Pause wurde sein toller Volley-Schuss durch einen Verteidigerfuß neben den Pfosten gelenkt. Ein Volleyschuss Andreas Kauschats, der knapp über die Latte ging (54.), war für lange Zeit das letzte Lebenszeichen der Hardter Angreifer. Das Spiel zerbröselte und es entwickelte sich ein Gestochere im Mittelfeld. Die Hardter Zuspiele kamen nicht mehr an, während sich die Neuenkirchener damit begnügten, das Hardter Spiel zu zerstören. Doch dann gab es innerhalb von drei Minuten vier Hochkaräter. Seiffert scheiterte frei stehend an Tim Klingbeil. Die folgende Ecke wurde auf der Linie geklärt. Sven Potthast kam in der Minute darauf gleich zwei Mal zum Abschluss, fand aber in Klingbeil seinen Meister. Neuenkirchen aktiver In den letzten zehn Minuten überlegten sich die Neuenkirchener, dass sie auch selber einmal offensiv spielen könnten. Sie stellten die Hardter früher zu und kamen so öfter in Ballbesitz. Ein unhaltbarer Traumschuss Simon Brünings fand drei Minuten vor dem Ende den Weg in den rechten Winkel des Hardter Tores. Es war auch die Entscheidung, denn nun fehlte dem SV die Kraft zum Ausgleich. Hardt: Schröder, Ewald, de Manna, Müller, Seiffert, Kauschat (74. Tautz), Potthast, Damnitz, Vasic, Scheuch, Koscholleck (60. Heimath). Tore: 0:1 Brüning (87.). Lippstadt - Hamm 1:1 Wortmann glaubt noch an den Aufstieg Fünf Punkte Rückstand und bereits ein Spiel mehr als der Spitzenreiter Eintracht Rheine absolviert. Die Hammer SpVg. kommt einfach nicht in Tritt. So langsam drohen dem Verein bei der angestrebten sofortigen Rückkehr in die NRW-Liga die Felle weg zu schwimmen. Das 1:1 am Sonntag beim SV Lippstadt war schon das fünfte Spiel in Folge ohne Sieg für die „Rothosen“. Im Jahr 2011 holte die HSV in fünf Partien lediglich zwei Remis. Und obwohl seine Mannschaft inzwischen nur noch auf Platz vier der Tabelle rangiert, geht Holger Wortmann von einem Zweikampf um den Aufstieg aus. „Eintracht Rheine oder wir“, glaubt Hamms Trainer. In Lippstadt hätten sich die Hammer Spieler den Frust der letzten Wochen so richtig von der Seele schießen können, doch Markus Krawietz und Co. ließen „Am Waldschlösschen“ Chancen für gleich vier oder fünf Siege liegen. „Ich habe am Ende nicht mehr mitgezählt, aber das waren bestimmt 25 Tormöglichkeiten“, stöhnte Wortmann. Dabei lief für die Gäste zunächst alles nach Wunsch. Ferhat Cerci gelang in der 13. Minute nach einer Flanke von Nico Schiller im zweiten Anlauf die 1:0-Führung. „Das war ein schönes Ding, mit links in den Winkel“, hatte Wortmann zunächst allen Grund zur Freude. Doch dann begann das Festival der verpassten Chancen - mit keinem Happy End für Hamm. „Wir haben wirklich überragend gespielt, das war unsere beste Leistung der gesamten Saison. Aber wenn man sich dann nicht für die Mühen belohnt, ist es umso ärgerlicher.“ Es kam, wie es im Fußball oft so ist. Lippstadt schaffte in der Schlussphase aus dem Gewühl im gegnerischen Strafraum das 1:1. Der Regisseur dieses Spielfilms hatte aber für die Hammer noch eine Szene, an die sie sich noch länger erinnern werden, vorgesehen. Sechs Minuten nach dem Ausgleich scheiterte Michael Kaminski mit einem Handelfmeter an SVL-Torhüter Holger Peterhanwahr. „Normalerweise schießt Cerci bei uns die Strafstöße, aber Ferhat war schon vom Platz. Michael hat sich sicher gefühlt, den Ball dann aber so lasch geschossen, dass der Lippstädter Keeper, der vorher kaum einen Ball festgehalten hatte, das Leder locker fangen konnte“, regte sich Wortmann auf. Lippstadt: Peterhanwahr - Engeln, Fischer-Riepe, Moschny, Kuhn - Maier, Pahlke, Schröder, Günter (70. Yildiz) - Eickel (75. B. Schiller), Lausch. Hamm: Nowak - Senger, S. Dyballa, Thiele, Kaminski - Backszat (79. M. Dyballa), Aktas, Blesz, N. Schiller (86. Lanzendörfer) - Cerci (73. Fiore), Krawietz. SR: Cetin Sevinc (Waltrop). - Zuschauer: 400. Tore: 0:1 Cerci (13.), 1:1 Schröder (79.). Weiterer Rückschlag für die Hammer SpVg beim 1:1 in Lippstadt LIPPSTADT ▪ Die Spieler der Hammer SpVg deckten die ganze Bandbreite an enttäuschten Reaktionen ab. Semih Aktas stapfte wutentbrannt vom Feld, Alexander Thiele hockte konsterniert auf dem Rasen, Christoph Blesz stemmte enttäuscht die Hände in die Hüften. Kein Zweifel: Beim 1:1 (0:1) gestern in der Partie beim SV Lippstadt hatte die HSV zwei Punkte verschenkt. Schließlich hatten die Gäste die Westfalenliga-Begegnung am Waldschlösschen fast über die gesamten 90 Minuten beherrscht, es allerdings aufgrund einer mangelhaften Chancenverwertung versäumt, sich für dieses Übergewicht zu belohnen. „Unverdienter hat eine Mannschaft gegen uns noch nie einen Punkt geholt“, ärgerte sich HSV-Trainer Holger Wortmann. „Das ist richtig bitter.“ Zumal es ein weiterer herber Rückschlag für die HSV im Aufstiegsrennen ist. Der einstige Tabellenführer wartet noch immer auf sein erstes Erfolgserlebnis 2011. Dabei sah es gestern lange gut aus für die Hammer. Die Gäste waren von Beginn an präsent, zeigten sich spielerisch verbessert, lauf- und zweikampfstark, stellten die sichtlich verunsicherten Lippstädter immer wieder früh. Die Folge waren viele Ballgewinne – und ein klares Chancenplus. Gleich die erste gute Möglichkeit brachte die Führung: Nach einer Flanke von Nico Schiller traf Ferhat Cerci beim ersten Versuch den Ball nicht richtig, ehe er ihn aus der Drehung zum 0:1 in den Winkel bugsierte (11.). Was folgte, waren weitere gute Gelegenheiten der klar überlegenen Hammer, die es versäumten, die Partie frühzeitig zu ihren Gunsten zu entscheiden. Schiller (18.) und Felix Backszat (25.) zielten aus der Distanz zu ungenau, Markus Krawietz schoss den Ball nach feiner Einzelleistung um Millimeter am langen Eck vorbei (37.). „Wir haben hervorragenden Fußball gezeigt“, meinte Wortmann. „Aber es zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison, dass wir unsere Chancen nicht nutzen.“ So blieb es auch nach dem Wechsel. Cerci bekam das Leder nach einem verunglückten Backszat-Schuss frei vor dem Tor nicht unter Kontrolle (50.), nach schöner Vorarbeit von Aktas verpasste Krawietz die Hereingabe nur um Haaresbreite (57.), und ein Kopfball des eingewechselten Giancarlo Fiore rauschte nur knapp am Gehäuse vorbei (76.). Die Kräfteverhältnisse waren eindeutig, das Ergebnis indes spiegelte sie nicht wider. Erst recht nicht nach der 79. Minute, in der die Hammer für ihre Nachlässigkeit im Abschluss bestraft wurden: Alexander Thiele schoss bei einer Rettungsaktion nach einem Lippstädter Freistoß in höchster Not Lars Schröder an, von dem der Ball ins HSV-Gehäuse prallte. „Wir haben richtig gute Chancen, und dann kriegen wir so ein Eiertor“, stöhnte Sven Dyballa. Und fast wäre es noch dicker gekommen für die Gäste. Doch Engin Yildiz, der nach einem Doppelpass ganz frei war, zielte am Tor vorbei (81.). Es passte zum gestrigen Auftritt der HSV, dass sie selbst ein letztes Geschenk nicht annahm. Als Schillers Direktabnahme an der Hand von Dominik Lausch gelandet war, entschied Schiedsrichter Cetin Sevinc auf Elfmeter. Doch Michael Kaminskis viel zu unplatzierter Versuch wurde zur Beute von Lippstadts Torwart Holger Peterhanwahr (85.). „Wir haben definitiv alles richtig gemacht“, resümierte Wortmann. Na ja: fast alles. Denn auch der Coach musste mit Blick auf das große Manko hinzufügen: „Aber ich kann den Ball nicht selbst über die Linie schießen.“ SV Lippstadt: Peterhanwahr – Lausch, Engeln, Pahlke, Kuhn – Fischer-Riepe, Moschny – Günter (71. Yildiz), Eickel (76. Schiller) – Schröder, Maier Hammer SpVg: Nowak – Blesz, Thiele, S. Dyballa, Kaminski – Senger, Backszat (79. M. Dyballa) – Aktas, Schiller (88. Lanzendörfer) – Krawietz, Cerci (73. Fiore) Schiedsrichter: Cetin Sevinc (Waltrop) - Zuschauer:400 Tore: 0:1 Cerci (11.), 1:1 Schröder (79.) Gelbe Karten: Fischer-Riepe, Pahlke, Günter, Yildiz – Kaminski, Blesz, Senger Bes. Vorkommnis: Kaminski scheitert mit Handelfmeter an Peterhanwahr (85.) ---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 05.03.2011 Fußball-Westfalenliga Ex-Gütersloher Kizilkaya stibitz Flock-Team noch den Sieg Gütersloh (gl). So wird das nichts mit dem ersten Heimsieg. In einer erschreckend schwachen Vorstellung ist Fußball-Westfalenligist FC Gütersloh gestern Abend nicht über ein maßlos enttäuschendes 1:1 (1:0) gegen den Tabellenletzten VfB Fichte Bielefeld hinausgekommen. Die Wende zum Besseren hatte die Mannschaft von Trainer Dirk Flock nach den beiden Auftaktniederlagen des Jahres gegen das Kellerkind einläuten wollen. „Wir wussten, dass es heute nicht mit Schönspielerei klappen würde, heute ging es nur um die Punkte“, sagte Flock und räumte damit gleichzeitig ein, dass seine Mannschaft auf ganzer Lini scheiterte. Denn überzeugte der FCG bei den Pleiten gegen Stadtlohn und Dorsten-Hardt noch mit seinem kämpferischen Einsatz, so bildete die gestrige Darbietung den Tiefpunkt. Kaum Kampf, wenig Ideen – und dies gegen einen VfB, der im ersten Durchgang überhaupt keine Ambitionen an den Tag legte. So hatte denn auch die umformierte FCG-Abwehr – Stefan Kretschmer als Innenverteidiger und Daniel Eckel als Außenverteidiger – diesmal keinerlei Probleme, Ball und Gegner zu kontrollieren. Und im Angriff sorgte Raffaele Wiebusch für die frühe Führung nach einem tollen Flankenlauf von Marc Birkenhake (7.). „Dann sind zum Glück die Parallelitäten zu den vergangenen beiden Spieltagen ausgeblieben“, freute sich Flock, dass sein Team anschließend die Führung nicht schnell verspielte. Kapitän Tim Brinkmann blieb mit Knieproblemen in der Kabine, für ihn spielte im zweiten Durchgang Max Heinrich. Daran hat es jedoch nicht gelegen, dass plötzlich die Gäste die Initiative ergriffen. Selten nur noch kam der FCG aus der eigenen Hälfte heraus. Und wenn, dann sah sich Wiebusch wie beim Konter in der 55. Minute vom Gegner umzingelt. Ausgerechnet der Ex-Gütersloher Murat Kizilkaya bestrafte diese Nachlässigkeiten, als er einen Freistoß aus 25 Metern unhaltbar in den linken Winkel zum nicht unverdienten 1:1 zirkelte (66.). Gut zehn Minuten später zuckte der FCG-Anhang zusammen, doch Bielefelds Marc Smith traf nach einer Ecke nur das Außennetz. „Es soll im Moment nicht sein“, fehlten Flock angesichts der Pleite die Worte. Zu viele Unsicherheiten und zu viel Leerlauf hätten sein Team den Sieg gekostet. Einige Fans quittierten es mit Buh-Rufen. FCG: Müller – Eggert, Brinkmann (46. Heinrich), Kretschmer, Eckel – Zodrow, Plucinski, Önen (76. Grübel), Birkenhake, Erdogmus (61. Basdas) – Wiebusch. Tore: 1:0 (7.) Wiebusch, 1:1 (66.) Kizilkaya. Positiver Trend setzt sich fort VfB Fichte erreicht 1:1 Bielefeld (WB/fbr). Auch beim FC Gütersloh hielt der positive Trend des VfB Fichte an. Der Tabellenvorletzte der Fußball-Westfalenliga erreichte gestern Abend ein 1:1 (0:1) im Heidewald und ist seit drei Partien ohne Niederlage. Es war ein Auftakt nach Maß für die Gastgeber, die in der 7. Minute zum Führungstreffer kamen. Auf der linken Seite überlief FCG-Akteur Marc Birkenhake den Bielefelder Julian Hesse und schob die Lederkugel passend auf Raffaele Wiebusch, der aus kurzer Distanz das 1:0 erzielte. Die Gastgeber blieben spielbestimmend, aber ohne Gefahr für das Tor des VfB Fichte. Harmlos waren zunächst auch die Gäste, die sich zwar bemühten, aber in den ersten 20 Minuten ohne Torschuss und Torchance blieben. Es kam nicht mehr viel von beiden Mannschaften, Mittelfeldgeplänkel mit fehlendem Zug zum Tor. Einzige und erste nennenswerte Aktion der Bielefelder in der 28. Minute, als Cedric Kwamo-Kamdem nach einer Flanke von Murat Kizilkaya per Kopf das FCG-Gehäuse knapp verfehlte. Es blieb bis zum Seitenwechsel bei der knappen, aber nicht unverdienten Führung der Gütersloher. Im zweiten Abschnitt machten die Bielefelder mehr Druck, übernahmen die Initiative und kamen durch einen herrlichen Freistoßtreffer (genau in den Knick) von Murat Kizilkaya zum verdienten Ausgleich. Marc Smith hatte sogar noch den Siegtreffer auf dem Fuß. VfB Fichte: Potthoff - Hesse (46. Hailemichael), Kwamo Kamdem, Kutz, Gerke, Stelberg (65. Kilbasoglu), Beckmann, Öksüz, Smith, Ilic (61. Cavusoglu), Kizilkaya. Tore: 1:0 Wiebusch (7.), 1:1 Kizilkaya (76). Langsam wird es peinlich Der absolute Tiefpunkt: FCG kann auch sein drittes Heimspiel 2011 nicht gewinnen (WB). Lange hatten sie mit lautstarker Kritik an ihren Lieblingen gespart, doch nach dem bitteren 1:1 (1:0) gegen den Tabellenvorletzten VfB Fichte Bielefeld pfiffen selbst die treuesten Fans ihren FC Gütersloh am Freitagabend gnadenlos aus. Der heimische Fußball-Westfalenligist ist nun am absoluten Tiefpunkt angelangt. Auch im dritten Heimspiel 2011 gelang kein Sieg. Schlimmer noch: Der Wille, dieses Derby gegen einen in seinen Mitteln stark limitierten Gegner gewinnen zu wollen, war nicht erkennbar. »Zumindest sind wir den Parallelen der ersten beiden Partien entgangen und konnten nach unserem 1:0 bis zur Halbzeit hinten die Null halten«, flüchtete sich Dirk Flock schon in Galgenhumor. Der FCG-Trainer hatte auf die beiden vorangegangenen Heimpleiten gegen Stadtlohn sowie Dorsten-Hardt reagiert und mit Stefan Kretschmer (für Max Heinrich) einen neuen Innenverteidiger gebracht. Auch Rechtsaußen Sami Önen rückte ins Team, Serdar Erdogmus agierte in zentraler Position hinter der einzigen Spitze Raffaele Wiebusch. Die obligatorisch frühe FCG-Führung (7.) dürfte vom VfB sogar mit Erleichterung aufgenommen worden sein - schließlich verloren die Gütersloher zuletzt zweimal nach einem schnellen Treffer. Zwar bestimmten die Hausherren in der Folge die Partie, vermochten sich in einer Begegnung auf sehr überschaubarem Niveau aber keine weiteren Möglichkeiten zu erspielen. Uninspiriert trug der FCG seine Angriffe vor, in die beide Außen selten eingebunden wurden. Da es auch in der Mitte an zündenden Ideen fehlte, wurde meist mit langen Bällen operiert, die von der VfB-Abwehr problemlos geklärt werden konnten. Beinahe wären die »Hüpker« - erst ein Saisonsieg - schon im ersten Durchgang zum Ausgleich gekommen. Doch Cedric Kwamo-Kamdem verpasste einen Freistoß von Murat Kizilkaya knapp mit dem Kopf (26.). Dann schloss Kizilkaya zu überhastet ab (27.), als ihm Tim Brinkmann 35 Meter vor dem Gütersloher Tor unbedrängt den Ball in die Füße spielte. Der FCG-Kapitän blieb dann mit Knieproblemen in der Kabine, für ihn kam Heinrich. Das Niveau, das der FCG bot, sackte nun immer weiter ab. Nun trauten sich plötzlich sogar die Bielefelder etwas zu und übernahmen die Spielkontrolle. Folgerichtig fiel der verdiente Ausgleich durch den Ex-Gütersloher Kizilkaya (66.) und mit Marc Smith hatte ein weiterer ehemaliger Gütersloher sogar den Siegtreffer für den VfB auf dem Fuß. Sein Schuss aus 18 Metern (78.) sauste knapp am rechten Pfosten vorbei. Von den Hausherren kam im zweiten Durchgang gar nichts mehr. »Ich habe auf beiden Seiten keine Torchancen mehr gesehen. Uns fehlte die Durchschlagskraft, bei uns sind zu viele nur neben sich hergelaufen. Es soll im Moment eben nicht sein«, nahm Dirk Flock das Remis, das die gleiche Wirkung wie ein peinliche Niederlage hat, nach außen gelassen hin. FC Gütersloh 2000 - VfB Fichte Bielefeld 1:1 FC Gütersloh 2000: Müller - Eggert, Kretschmer, Brinkmann (46. Heinrich), Eckel - Zodrow, Plucinski - Önen (76. Grübel), Erdogmus (61. Basdas), Birkenhake - Wiebusch. VfB Fichte Bielefeld: Potthoff - Hesse (46. Hailemichael), Kwamo Kamdem, Kutz, Gerke - Stelberg (65. Carusoglu), Beckmann, Öksüz, Smith - Ilic (61. Kilbasoglu), Kizilkaya. Schiedsrichter: Jürgen Meller (Everswinkel). - Zuschauer: 350. Gelbe Karten: Kilbasoglu (85.), Cavusoglu (88.). Die Tore 1:0 Raffaele Wiebusch (7.). Patryk Plucinski spielt den Ball auf die linke Seite zu Marc Birkenhake. »Birke« nimmt sofort Fahrt auf, läuft locker an seinem Gegenspiel Julian Hesse vorbei und zieht in den Strafraum. Praktisch von der Grundlinie bedient Birkenhake mit einem Querpass den in der Mitte wartenden Wiebusch, der aus kurzer Distanz zum Tor nur noch den Fuß hinhalten muss. 1:1 Murat Kizilkaya (66.). Überflüssiges Foul von Plucinski an Kizilkaya in zentraler Position unmittelbar vor dem Strafraum. Der Gefoulte führt den Freistoß selbst aus und zirkelt das Leder unhaltbar für FCG-Torhüter Hendrik Müller aus 20 Metern Entfernung in den linken Winkel. Ein perfekt geschossener Freistoß des Ex-Güterslohers.
Neuer Tiefpunkt im sportlichen Niedergang FC Gütersloh enttäuscht gegen den Tabellenvorletzten mit Resultat und Leistung Gütersloh. Der sportliche Niedergang des FC Gütersloh hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach zwei Niederlagen gelang dem Fußball-Westfalenligisten gestern Abend selbst gegen den Tabellenvorletzten VfB Fichte Bielefeld kein Heimsieg. Am 1:1 enttäuschte nicht nur das Ergebnis, sondern auch die Leistung und das Auftreten des Teams. Buh-Rufe und Pfiffe von den eigenen Anhängern begleiteten die Spieler nach dem Abpfiff in die Kabine. Noch im Editorial des Stadionmagazins hatte Dr. Bernd Ruhnke die Chance des FCG auf einen Vorstoß in die Spitzengruppe beschworen: „Noch ist insgesamt alles möglich“, schrieb der Präsident und drückte die Hoffnung aus, dass die Mannschaft gegen Fichte einen Aufwärtstrend und eine Siegesserie einleitet, „die unseren FCG am Ende der Saison nach dorthin bringt, wo wir alle ihn uns wünschen.“ Tatsächlich droht dem auf Rang zehn liegenden Klub nun, dass er am Sonntag durch Siege der noch hinter ihm liegenden Konkurrenten an den Rand der Abstiegszone gedrängt wird. Dabei hatte die Partie vor der Minuskulisse von 350 Zuschauern für die Gastgeber optimal begonnen. Raffaele Wiebusch markierte schon in der 7. Minute das 1:0 für den FCG. Zweifler spöttelten zwar, auch bei den beiden 2:3-Niederlagen gegen Stadtlohn und Dorsten sei das Team früh in Führung gegangen, doch diesmal deutete zumindest in der 1. Halbzeit nichts auf eine ähnliche Tendenz hin. Die Bielefelder deuteten nicht einmal potenzielle Torgefahr an, so schwach agierten sie im Spiel nach vorne. Die neu formierte FCG-Abwehr – Trainer Dirk Flock hatte Stefan Kretschmer anstelle von Max Heinrich als Innenverteidiger aufgeboten – wurde nicht auf die Probe gestellt. Aber auch die Gütersloher brachten offensiv nichts zustande. Sie agierten fast immer mit langen Bällen aus der eigenen Hälfte und vernachlässigten das Flügelspiel, obwohl ihnen das die Führung eingebracht hatte. In der 2. Halbzeit änderte sich das Bild. Fichte wurde aktiver und mutiger, der FCG verhielt sich immer ängstlicher und Unsicherer. Gerade erst hatte Flock von außen einen Weckruf losgelassen („Hey, was ist das“), weil die Hintermannschaft dem Passspiel der Bielefelder nur tatenlos zusah, da stand es (66.) durch einen von Murat Kizilkaya glänzend verwandelten Freistoß 1:1. Aussichtsreicher auf Sieg spielten nun überraschenderweise nicht die Gütersloher, sondern der wahrscheinlich künftige Absteiger. Marc Smith, früher im FCG-Mittelfeld aktiv, verfehlte in der 78. Minute das Tor mit einem 16-Meter-Drehschuss nur knapp. Eine Chance dieser Güte hatte der FCG nicht. Ein problemlos abzuwehrender 25-Meter-Freistoß von Ufuk Basdas (75.) und ein Gestochere in der Nachspielzeit waren die einzige Ausbeute einer lethargisch wirkenden Mannschaft. Dass die Spielzeit an der elektronischen Anzeigetafel nicht mehr richtig angezeigt wurde, passt: Die Uhr ist für den FCG abgelaufen. Kizilkaya gleicht aus FUSSBALL-WESTFALENLIGA: VfB Fichte spielt 1:1 Bielefeld (wot/dogi). Die Erfolgsserie des VfB Fichte hält an. Mit einem 1:1 (0:1) beim FC Gütersloh schraubte der Fußball-Westfalenligist gestern Abend seine Bilanz auf fünf Punkte aus drei Spielen. Trainer Jan Barkowski hatte sein Team ermahnt, in der Anfangsphase gut aufzupassen, da die Gütersloher zuletzt immer stark gestartet waren. Doch nach sieben Minuten waren die Pläne, lange ein 0:0 zu halten, schon durchkreuzt. Marc Birkenhake überlief auf der linken Seite Julian Hesse und legte schön quer auf Torjäger Rafaele Wiebusch, der kein Problem hatte, den FCG in Führung zu bringen. Das war aber auch die einzige erwähnenswerte Aktion in einer ansonsten ereignislosen ersten Halbzeit. Die Gastgeber hatten zwar mehr Ballbesitz, vermochten daraus jedoch keine Chancen zu kreieren. Und wenn der VfB Fichte einmal in der gegnerischen Hälfte auftauchte, waren die Bielefelder zu keinem Zeitpunkt in der Lage, Torgefahr zu entwickeln. Das änderte sich nach der Pause, als die Gäste auf einmal viel mehr in ihr Offensivspiel investierten und dafür nach 66 Minuten belohnt wurden. Nach einem Foul an Murat Kizilkaya versenkte der Gefoulte selbst den fälligen 20-Meter-Freistoß wunderschön im Winkel des Gütersloher Tores. Kurz darauf hätte Marc Smith beinahe sogar die Führung erzielt, doch sein Drehschuss ging knapp am Tor vorbei. Die Gütersloher enttäuschten in den zweiten 45 Minuten auf der ganzen Linie, so dass der Teilerfolg des VfB Fichte vollauf verdient war. VfB Fichte: Potthoff – Hesse (46. Hailemichael), Kwamo-Kamdem, Kutz, Gerke – Stelberg (65. Cavusoglu), Öksüz, Beckmann, Smith – Ilic (61. Kilbasoglu), Kizilkaya. Tore: 1:0 (7.) Wiebusch, 1:1 (66.) Kizilkaya. |
| 2011 - SV Spexard 1950 e.V. |
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Presse vor den Spielen / 17. Spieltag |
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Westfalenliga Staffel 1 |
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---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 05.03.2011 Die SCP-Reserve ist gewarnt Paderborns U 23 erwartet Delbrück - Hövelhof will sich nicht auf andere verlassen Kreis Paderborn (en). Derbytag in der Fußball-Westfalenliga. An diesem Samstag möchte die U 23 des SC Paderborn mit einem Heimsieg gegen den Delbrücker SC ihre Titelambitionen untermauern. Der Hövelhofer SV verfolgt ein anderes Ziel: Das Auswärtsspiel in Stadtlohn soll dazu dienen, den Abstand zu den Abstiegsplätzen wieder auszubauen. SC Paderborn U 23 - Delbrücker (Samstag, 15.45 Uhr, Marienloh). Nach den 1:0-Siegen von Hövelhof gegen den SCP und den DSC ist das erst das dritte Derby in dieser Saison. Paderborns Coach Christoph Müller interessieren aber weniger diese Zahlen als vielmehr die Heimbilanz, die es zu verteidigen gilt. Es gibt in der Staffel 1 nur eine Mannschaft, die noch kein Heimspiel verloren hat und das ist Paderborn. Nach fünf Siegen und drei Remis soll gegen den Delbrück aber unbedingt der sechste Dreier her, wohlwissend, dass die Aufgabe einfacher sein könnte. »Der DSC ist extrem unangenehm zu spielen. Das ist ein Team mit einer sehr robusten Spielweise. Sie überlassen dem Gegner stets viele Spielanteile, um dann ganz schnell von Abwehr auf Angriff umzuschalten und zuzuschlagen. Hamm ist für uns Warnung genug«, sagt Coach Christoph Müller, der auf Marvin Anderbrügge, Nico Burchert und Michael Mantasl verzichten muss. Bei Letztgenanntem wurde am Donnerstag ein Bänderriss diagnostiziert. Damit fehlt er vier bis sechs Wochen. Müllers Beispiel Hamm kommt derweil nur halb-plausibel daher. Zwar entthronte der DSC den damaligen Spitzenreiter mit einem überzeugenden 3:0, doch der Haken an der Sache ist, dass dieses Kunststück im AM-Stadion gelang. Delbrück zuhause und Delbrück auswärts - das sind zwei höchst unterschiedliche Teams. In der Heimtabelle liegt die Elf von Ali Beckstedde sogar noch vor dem SCP auf Rang zwei, in der Fremde hingegen reicht es nur für Rang elf und gibt es so blamable Auftritte wie jüngst das 0:2 beim bis dahin sieglosen VfB Fichte Bielefeld. »Dieser Unterschied ist in der Tat gravierend und kaum zu erklären, aber das alles nützt ja nichts. Wir müssen das, was wir zuhause zeigen, endlich mal in ein Auswärtsspiel transportieren, denn nur dann haben wir bei einem Spitzenteam wie Paderborn eine Chance«, sagt der DSC-Trainer. Dem drohen neben dem verletzten Dominik Hansjürgen und Florian Kraus und dem noch bis einschließlich 20. März gesperrten Stephan Jessen auch noch die grippegeplagten Florian Fulland und Patrik Turunen auszufallen. Das hätte eine prekäre Personallage zur Folge, die Beckstedde aber niemals als Ausrede für eine schwache Vorstellung gelten ließe: »Entscheidend ist doch nicht, wer spielt, sondern dass die, die letztlich einsatzbereit auf dem Rasen stehen, 90 Minuten lang alles geben. Gegen den SCP dürfen wir uns nicht nochmal so eine Schwächephase leisten wie gegen Spexard, als wir nach einer 2:0-Führung noch in die Bredouille geraten sind«, sagt der Coach. Unverwundbar ist der SCP auch zuhause keinesfalls. Schließlich ist die Bundesliga-Reserve eine Woche nach dem Delbrücker 0:2 in Bielefeld zuhause gegen diesen vermeintlich dankbaren Gegner auch nicht über ein 2:2 hinausgekommen. SuS Stadtlohn - Hövelhofer SV (Samstag, 16 Uhr). HSV-Trainer Stefan Weiß wird nicht müde, die Seinen davor zu warnen, dass der Abstiegskampf keinesfalls schon zu ungunsten von Recklinghausen, Bielefeld und Emsdetten entschieden sei. Ok, an der Landesliga-Rückkehr der beiden Letztgenannten zweifelt auch er nicht mehr, aber Recklinghausen hat Weiß weiterhin auf der Rechnung. »Die sind nicht so schlecht, wie sie gemacht werden. Zuletzt haben sie im Pokal NRW-Ligist Sprockhövel bezwungen und in Emsdetten haben sie auch erst in der letzten Minute den Ausgleich kassiert. Wir tun sehr gut daran, uns nur auf uns selbst zu verlassen«, sagt der Coach. Da trifft es sich gut, dass er in Stadtlohn wieder mehr Alternativen zur Verfügung hat. Manuel Mückenhaupt und Philipp Meier sind zurück im Training. Der Karneval und die Taktik SCP-Reserve hat Heimrecht gegen den Delbrücker SC Paderborn/Delbrück. Der Spieltermin des Westfalenligaderbys zwischen dem SC Paderborn II und dem Delbrücker SC ist nicht leicht zu erklären. Eigentlich handelt es sich um ein Nachholspiel vom 17. Spieltag. Eigentlich aber auch schon um den 34. Spieltag, denn das Heimrecht wurde getauscht. Anstoß der Partie ist am Samstag um 15.45 Uhr auf der Sportanlage Breite Bruch. „Wegen des Karnevals können wir an diesem Wochenende nicht in Delbrück spielen“, begründet Delbrücks Trainer Alfons Beckstedde den Tausch des Heimrechts. Unbedingt gelegen kommen dürfte ihm die Änderung trotzdem nicht, denn wenn der DSC in dieser Saison gepunktet hat, dann im heimischen AM-Stadion. „Wir müssen jetzt halt auswärts mal etwas holen. Auch wenn es natürlich sehr schwer wird“, so Beckstedde mit Blick auf die Paderborner Reserve, die nur zwei Punkte hinter dem Spitzenreiter auf dem zweiten Tabellenplatz steht. „Paderborn ist sicherlich der Favorit“, erklärt Beckstedde. Die Rolle streitet sein Gegenüber, Christoph Müller, nicht ab. Allzu hoch möchte der Trainer die Erwartungen aber nun auch nicht hängen. „Meine Mannschaft ist immer noch sehr jung und hat natürlich den Ehrgeiz, jedes Spiel zu gewinnen“, sagt Müller. Dies beinhalte aber natürlich, dass sein Team nur von Spiel zu Spiel denke. „Der Rest ergibt sich dann schon von alleine.“ Interessant dürfte sein, wie die beiden taktischen Grundausrichtungen zueinander passen werden. Während die U23 des SC Paderborn 07 darauf aus ist, das Spielgeschehen zu bestimmen, ist es gerade gegen die Topteams der Liga zuletzt eine Stärke des Delbrücker SC gewesen, den Gegner kommen zu lassen und dann blitzschnell umzuschalten. „Das bedeutet für uns, dass wir keine Fehler im Spielaufbau machen dürfen“, meint Müller. Beckstedde ist selbst gespannt, wie sein Team mit „dem SCP klar kommen wird. Sicher ist, dass wir nicht nur verteidigen dürfen.“ Daher kann es durchaus sein, dass Sturmspitze Alexander Henke mit Umut Sakir eine weitere Angriffskraft zur Seite stehen wird. Der habe sich im letzten Spiel angeboten. Eine bekannte Drucksituation FUSSBALL-WESTFALENLIGA: Hövelhof in Stadtlohn Hövelhof (MH). Dank des Nachholspieltages muss der Hövelhofer SV in der Westfalenliga zum zweiten Mal in Folge auswärts ran. Gegner ist die SuS Stadtlohn. Also wieder mal ein Team, das der HSV eigentlich schlagen muss, um endlich den Anschluss an das Tabellenmittelfeld herzustellen. Anstoß der Partie ist am Samstag um 16 Uhr. „Stadtlohn hat einen Punkt mehr als wir und noch ein Spiel weniger. Ein Erfolg wäre also wichtig“, rechnet HSV-Trainer Stefan Weiß vor. Mit seiner Mannschaft belegt er derzeit mit 22 Punkten den 12. Tabellenplatz. Der Abstand zum ersten Abstiegsrang beträgt vier Zähler. „Die Spiele werden weniger. Wenn wir jetzt nicht punkten, wird der Druck natürlich von Woche zu Woche größer“, so Weiß. Eigentlich dürfte seine Mannschaft damit keine Probleme haben, denn die meisten Akteure sind die besonderen Belastungen des Abstiegskampfes gewöhnt. Trotzdem fehlten in der jüngsten Partie beim FC Gievenbeck (1:2) die nötigen Tugenden wie Zweikampfverhalten, Aggressivität und Konzentration, um mit etwas Zählbarem nach Hause zu kommen. „Wir müssen begreifen, dass wir wieder 90 Minuten lang voll dabei sein müssen. Ich hoffe, dass gegen Stadtlohn die Spielfreude zurückkehrt“, meint Weiß. Einen schweren Gang erwartet er so oder so, denn Stadtlohn habe zuletzt konstant gepunktet. Christoph Escherhaus und Daniel Brökelmann fehlen dem HSV weiterhin. Philipp Meier und Manuel Mückenhaupt konnten hingegen wieder voll trainieren und sind Alternativen. Der Treueschwur aus Dornberg Rump und Stricker beim TuS im Gespräch Bielefeld (WB). Nach den Turbulenzen um den Trainerwechsel von Mario Ermisch nach Rödinghausen stehen Coach und Mannschaft des TuS Dornberg an diesem Sonntag (15 Uhr) in der Pflicht. Im Viertelfinale des Westfalenpokals geht es gegen SuS Langscheid/Enkhausen. »Wir wollen den sportlichen Erfolg und damit zeigen, dass wir mit der Situation umgehen können. Darum haben wir auch so hart trainiert wie noch nie«, sagt Ermisch vor Spiel eins seit der Bekanntgabe, dass er im Sommer genauso wie die Dornberger Spieler Sören Siek, Sebastian Block, Bünyamin Atasayer und Ilhami Karabas zum SV Rödinghausen abwandern wird. Auch Manager Hans-Werner Freese ist darum bemüht, die Emotionen außen vor zu lassen: »Trotz aller Nebengeräusche muss die volle Konzentration jetzt wieder dem Sport gehören. Der Einzug ins Halbfinale des Westfalenpokals ist sehr reizvoll und ich bin überzeugt davon, dass wir gewinnen werden.« Das Gästeteam vom Sorpesee aus dem Hochsauerlandkreis rangiert in der Westfalenliga-Parallelstaffel 2 nur auf Platz 13 und muss um den Klassenerhalt zittern. Dadurch wird die Aufgabe nach Ansicht von Ermisch aber nicht einfacher: »Der Gegner wird sich hinten reinstellen und kämpferisch alles geben.« Der sportliche Anreiz sollte für den TuS Grund genug sein, um sich hundertprozentig auf die Aufgabe zu konzentrieren, schließlich winkt im Halbfinale ein Duell gegen den Sieger aus der Partie der Regionalligisten SC Wiedenbrück gegen Sportfreunde Lotte. »Das wäre schon eine echte Hausnummer«, sagt Ermisch in dem Wissen, dass es dann auch nur noch ein Spiel bis in den DFB-Pokal wäre. Die beiden Finalisten des Westfalenpokals lösen das Ticket für die erste Hauptrunde auf DFB-Ebene. Beim Versuch, über den SuS Langscheid/Enkhausen ins Halbfinale einzuziehen, wird Samir Bobaj (Nasenbeinbruch) fehlen. Ansonsten stehen Ermisch alle Spieler zur Verfügung - auch Stürmer Francis Williams, der in der vergangenen Woche bei einem belgischen Zweitligisten zum Probetraining weilte. Ermisch hat vor der entscheidenden Saisonphase noch einmal betont, dass er sich bis Saisonende voll für den TuS Dornberg engagieren will. »Ich werde alles geben, wenn man mich lässt.« Ins gleiche Horn stößt die Mannschaft, die am Freitag sogar eine offizielle Stellungnahme abgegeben hat. Darin heißt es, »dass es zu keinem Zeitpunkt zu irgendwelchen Problemen zwischen Trainer und Mannschaft gekommen ist und dies auch in Zukunft nicht der Fall sein wird. Wir werden uns nach wie vor zu einhundert Prozent für die Belange unseres Vereins einsetzen und uns mit ihm identifizieren.« Derweil sucht Freese hinter den Kulissen nach einem Nachfolger für den 52-jährigen Ermisch. Nach Informationen des WESTFALEN-BLATTes zeichnet sich dabei eine interessante Lösung ab. So soll Carsten Rump, langjähriger Kapitän von Arminias zweiter Mannschaft, als spielender Co-Trainer an den Mühlenbrink wechseln. Er könnte ein Gespann mit Arminias ehemaligem Jugendleiter Mark Oliver Stricker bilden, der in Dornberg als Ermisch-Nachfolger im Gespräch ist. Auch Ex-Profi Christian Wück ist ein Trainer-Kandidat. ---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 04.03.2011 FC Gütersloh „Wir müssen die Kurve kriegen“ Gütersloh (de). Die Alarmglocken schrillen laut beim FC Gütersloh. Nach zwei 2:3-Niederlagen gegen Stadtlohn und Dorsten-Hardt droht der Fußball-Westfalenligist bei einem weiteren Ausrutscher heute Abend gegen den VfB Fichte Bielefeld (Anstoß 19.30 Uhr, Heidewaldstadion) endgültig im grauen Mittelmaß zu versinken. Wobei nur noch Optimisten daran glauben dürften, dass die Mannschaft von Trainer Dirk Flock noch einmal in den Kampf um die Tabellenspitze eingreifen kann. Der Punkterückstand auf den Spitzenreiter ist mittlerweile zweistellig. Und selbst wenn Eintracht Rheine noch eine Niederlagenserie hinlegen sollte, gibt es ausreichend andere Anwärter im dicht gestaffelten Verfolgerfeld, die den FCG auf Distanz halten dürften. Mit Blick auf die miesen Aussichten und die eklatanten Patzer vor allem in Güterslohs Hintermannschaft schwante FCG-Präsident Dr. Bernd Ruhnke schon während der Halbzeitpause gegen Dorsten-Hardt am vergangenen Sonntag nichts Gutes. Wenigstens müsse nun die Saison mit Anstand zu Ende gebracht werden, wünschte sich Dr. Ruhnke. Ansonsten, so seine Befürchtung, falle es schwer, weitere Sponsoren zu gewinnen, die dem Heidewaldclub für einen Angriff auf die Tabellenspitze in der kommenden Saison finanziell unter die Arme greifen. Mit dem VfB Fichte Bielefeld kommt da beim bloßen Blick auf die Tabelle ein willkommener Gegner auf den FCG zu. Doch Vorsicht, denn der Abstiegskandidat hat mit seinem Sieg über Delbrück (dem ersten Meisterschaftserfolg seit Mai 2010) und dem Remis gegen Paderborns Reserve neues Selbstvertrauen getankt. „Wir müssen endlich die Kurve kriegen“, warnt Wolfgang Grübel, sportlicher Leiter beim FCG, angesichts der momentanen Situation. Da könnte es hilfreich sein, dass Ufuk Basdas, Sami Önen und Lennard Warweg wieder ins Training eingestiegen sind. Hinter den Kulissen laufen bereits die Gespräche für die kommende Spielzeit. Da sich der FCG in der Abteilung Attacke gut aufgestellt sieht, laufen derzeit Gespräche mit Abwehrexperten wie Lars Beuckmann vom SV Spexard, bestätigte Grübel. Große personelle Sorgen senken das Derbyfieber Lippstadt - Selten war ein Abschlusstraining beim SV Lippstadt so spannend wie heute: Sieben Spieler des Westfalenligisten sind angeschlagen. Erst nach der 75-minütigen Übungseinheit am Jahnplatz wird sich entscheiden, ob sie am Sonntag im Nachbarduell gegen die Hammer SpVg auflaufen können. „Das ist unglaublich, so etwas habe ich noch nie erlebt“, stöhnte Daniel Farke, der unter der Woche mit einem stark reduzierten Kader arbeiten musste. Insgeheim hofft der Trainer jedoch, dass am Ende alle grünes Licht geben. „In dieser personellen Situation ist kein vernünftiges Training möglich“, stand Farke zuletzt lediglich mit einem Häufchen der letzten Aufrechten auf dem Platz. Neuzugang Arkadius Moschny, der gegen Hamm sein Debüt geben soll, zwickt der Oberschenkel, Kapitän Lasse Fischer-Riepe läuft nach dem Tritt in die Wade immer noch nicht rund, außerdem drohen Denis Schulte (Rippenprellung), Hendrik Eickel (Bänderdehnung), Diego Bortolozzo (Rückenprobleme), Engin Yildiz und Stephan Engeln (beide Außenbanddehnung) auszufallen. Christopher Müller (Magen und Darm), Damian Liesemann (Daumenbruch), Michael Bürger (Sprunggelenk) und Edmund Riemer (Kapselriss) werden zu hundert Prozent fehlen. „Im Moment überwiegen die personellen Sorgen und nicht das Derbyfieber“, wird Farke seine Schützlinge erst heute richtig heiß machen. „Der Sieg gegen Stadtlohn hat uns sehr gut getan, das gibt Vertrauen und Sicherheit, das nehmen wir mit ins Spiel gegen Hamm“, gibt sich der Trainer dennoch optimistisch. Der Tabellenfünfte aus Hamm hat eine Top-Mannschaft mit hoher individueller Qualität. „Aber wir sind auch stark“, verspricht der Coach des SV Lippstadt seinem Kontrahenten Holger Wortmann einen großen Kampf mit offenem Visier. Nicht nur der 43-jährige Trainer der Spielvereinigung kennt sich am Waldschlößchen bestens aus, auch Ferhat Cerci, Kurtulus Öztürk sowie Sven und Marc Dyballa trugen bereits das Trikot der Schwarz-Roten und werden entsprechend motiviert sein. Westfalenliga 1 SV Lippstadt - Hammer SpVg (Sonntag, 15 Uhr) SV Lippstadt: Peterhanwahr, Hartkämper - Engeln (?), Schulte (?), Lausch, Fischer-Riepe (?), Kuhn, Pahlke, Moschny (?) Bortolozzo (?), Günter, Schiller, Eickel (?), Yildiz (?), Schröder, Maier. „Es ist ein ganz normales Spiel“ Holger Wortmann kehrt nach fast zwei Jahren ohne besondere Gefühle nach Lippstadt zurück Lippstadt - Gut 15 Monate war Holger Wortmann Trainer beim SV Lippstadt. Der 43-Jährige kam seinerzeit im Gespann mit Sven Moning, konnte aber 2008 den Abstieg aus der Oberliga nicht verhindern. Am Sonntag kehrt er mit seinem neuen Verein, der Hammer SpVg, ans Waldschlößchen zurück. Die Sportredaktion nutzte die Gelegenheit zu einem Gespräch mit dem Coach. Als Sie den SV Lippstadt im April 2009 verlassen haben, soll es zwei lukrative Angebote gegeben haben. Passiert ist aber nichts. Was ist damals schief gelaufen? Wortmann: Ich hatte eine Offerte als Co-Trainer bei Carl Zeiss Jena. Doch dann wurde dort der Chefcoach entlassen, und die Sache hat sich zerschlagen. Die zweite Option waren die Sportfreunde Siegen, aber da hat mein Arbeitgeber nicht mitgespielt. Jetzt bin ich Hamm, praktisch vor meiner Haustür. Das ist wie ein Sechser im Lotto. Ich bin sehr zufrieden. Nach fast zwei Jahren kehren Sie zurück zum Waldschlößchen - mit welchen Gefühlen? Wortmann: Das ist ein ganz normales Spiel. Ich habe keine besonderen Gefühle. Ich kann aber sagen, dass ich mich in Lippstadt sehr wohl gefühlt habe. Ab und zu telefoniere ich noch mit Präsident Forusan Madjlessi, Kai Hartelt oder Daniel Craes. Das sind tolle Leute. Ich freue mich auf das tolle Stadion und ein schönes Spiel. Haben Sie eigentlich noch Kontakt zu Ihrem damaligen Cheftrainer beim SV Lippstadt, Sven Moning? Wortmann: Ab und zu. Er ist jetzt Trainer in Vlotho und hat dort eine interessante Aufgabe. Es ist insgesamt weniger geworden, wir haben uns immer sehr gut verstanden. Die SpVg Hamm war nach 14 Spieltagen Tabellenführer und liegt immer noch gut im Titelrennen. Was ist noch drin in dieser Saison? Wortmann: Nun, wir sind schlecht gestartet, haben dann aber viele Spiele gewonnen und waren verdient Tabellenführer. Leider sind wir nicht ganz so gut aus der Wintervorbereitung gekommen, obwohl die Tests gegen die Regionalligisten Dortmund und Münster (jeweils 0:0) nicht schlecht waren. Wir hatten viele Verletzungen, vor allem in unserer Viererkette, das hat uns das Genick gebrochen. Unser Kapitän Alexander Thiele, Sven Dyballa und Sebastian Senger sind ausgefallen. Ich hoffe, dass wir jetzt in die Erfolgsspur zurückfinden und bis zum Schluss im Konzert da oben mitspielen. Was sind die Stärken der Spielvereinigung? Wortmann: Ich will nicht zu viel verraten. Aber ich denke, dass wir in Bestbesetzung kompakt gegen den Ball arbeiten. Wir haben sehr wenig Gegentore bekommen, allerdings gibt’s Schwierigkeiten im Spiel nach vorn. Wo sehen Sie Vorteile beim SV Lippstadt? Wortmann: Ach, ich habe so viel mit meiner Mannschaft zu tun. Über Stärken und Schwächen des SV Lippstadt möchte ich eigentlich nicht reden. Okay, die sind mit Engin Yildiz, Viktor Maier und Lars Schröder in der Offensive gut besetzt. Wie ist das Verhältnis zu ihrem Nachfolger beim SV Lippstadt, Daniel Farke? Wortmann: Wir haben keinen Kontakt. Auch wenn Sie sich nicht gerne über den Gegner auslassen, haben Sie Schwächen beim SV Lippstadt erkannt? Wortmann: Das weiß ich nicht. Ich kann dazu nichts sagen. Im Moment lese ich halt intensiv den Patriot und versuche, meine Mannschaft entsprechend einzustellen. Lippstadt hat noch einige Nachholspiele. Ich erwarte die Mannschaft deutlich höher als dort wo sie jetzt steht. Wie gesagt, es wird ein schönes Spiel. Abschließend Ihr Tipp für Sonntag... Wortmann: Ich tippe grundsätzlich nicht. Ich hoffe auf ein schönes Spiel und darauf, dass wir an unsere gute Leistung der zweiten Halbzeit im Münster-Spiel anknüpfen können. FC Eintracht Rheine Malochen für "goldenen" Frühling - Gievenbeck kommt RHEINE Mit dem Heim- und Nachholspiel gegen den FC Gievenbeck am Sonntag (Anstoß: 15 Uhr, obi-Arena) will der FCE seinen "goldenen Frühling" starten. Denn die kommenden fünf Aufgaben sind allesamt machbar für den aktuellen Westfalenliga-Tabellenführer aus Rheine. Und so schaut das FCE-Programm aus: Am Sonntag kommt Gievenbeck nach Rheine. Es folgen die Partie in Stadtlohn (13. März), gegen Dorsten-Hardt (20. März), beim kriselnden FC Recklinghausen (27. März) und danach gibt Liga-Schlusslicht Emsdetten 05 seine Visitenkarte am Delsen ab (3. April). Das FCE-Team hat also die große Chance, die Tabellenspitze auf Dauer zu festigen - falls der Peltner-Truppe eine Siegesserie gelingt! Peltner von Gievenbeck beeindruckt Der Coach weiß natürlich um die günstige Ausgangslage, konzentriert sich aber lieber auf den nächsten Gegner. "Für mich ist der FC Gievenbeck der Aufsteiger der Saison", lobt Ulli Peltner den kommenden Kontrahenten, der als Tabellensechster nach Rheine kommt. "Gievenbeck ist in der Westfalenliga angekommen. Die stehen zurecht da oben, haben schon 29 Punkte - beeindruckend." Mit den Ex-05-ern Michael Fromme und Fabian Leifken (schon neun Saisontreffer) sowie dem Ex-Preußen-Keeper Kieran Schulze-Marmeling und dem ehemaligen Lotteraner Jan Kreuzheck hat der FCG starke Kicker in seinem Kader. Peltner fordert, dass seine Jungs von Anfang an wach sind, den Gegner ernst nehmen. Denn: "Tabellenführer zu sein ist schön, bringt aber auch eine Menge Verantwortung mit sich." Auf das Derby gegen den SuS (1:0) brauchte der Coach seine Truppe nicht "heiß" machen. Doch jetzt muss er an der Motivationsschraube drehen, schließlich will er "den nächsten Heim-Dreier" und damit an der Spitze bleiben. Systemfrage beim FCE offen Offen lässt Peltner, welches System er diesmal präferiert. Beim 1:0 über den SuS ging er erstmals vom 4:4:2 ab, setzte stattdessen auf ein 4:2:3:1. Der Erfolg und das zweite zu-Null-Spiel in Folge gaben ihm hier Recht. Daher fordert der Coach: "Alle müssen wieder nach hinten malochen!" Wohl wissend, dass gerade seine Jungs lieber nach vorne spielen. Personelle Sorgen hat der FCE kaum, lediglich Manuel Schupp (Bänderriss) fällt aus. David Ruwe hatte leichte Probleme, ist aber am Sonntag wohl fit. Maik Klostermann, er musste ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub SuS auf die Bank, hat sich im Training angeboten, so dass Peltner "viele Alternativen" vor dem Spiel gegen Gievenbeck hat. Wählt er die richtigen, bleibt Rheine Spitzenreiter. FC Eintracht Rheine (So., 15 Uhr, obi-Arena gegen FC Gievenbeck): Epker, Heger, Brüggemeyer, Melzer, Siedler, M. Klostermann, Ruwe, A. Klostermann, Beckmann, Ungru, Telsemeyer, Seidel, Seiler, Roth, Roßmöller, Heuing. SuS Neuenkirchen Für den SuS wird‘s in Dorsten hart NEUENKIRCHEN Die unglückliche 0:1-Niederlage im Derby beim FCE Rheine nagt immer noch an SuS-Trainer Franz-Josef Reckels und seinem Team. Am Sonntag im Nachholspiel beim SV Dorsten-Hardt (Anstoß: 15 Uhr) besteht die Chance, die gestresste Kicker-Seele mit einem Sieg zu verwöhnen. Und dieser Erfolg wäre wichtig. Denn mit einem Dreier könnte sich Neuenkirchen wieder in den Dunstkreis der Westfalenliga-Spitzengruppe schießen. Und da gehört der SuS – nach eigener Meinung – hin. Zwölf Punkte und 15:5 Tore aus den vier Partien in 2011 Doch es wird ziemlich hart für den SuS in Dorsten-Hardt. Die Gastgeber sind für Neuenkirchens Trainer Reckels „ein starker Aufsteiger“. Der SVDH hat in 2011 noch keinen Punkt abgegeben und zudem satte 15:5 Tore verbucht. Warnung genug für den SuS, dessen Trainer weiß, dass der Gegner nur aufgrund von Verletzungs-Problemen in der Hinserie ein wenig ins Stocken geriet. Jetzt aber hat Dorsten-Hardt einen Lauf – und will den natürlich gegen den SuS fortsetzen. Mit Spielmacher Seifert und dem erfahrenen Torjäger Potthast hat der Gastgeber zwei stark zu beachtende Kicker im Kader. Zwei Leistungsträger sind angeschlagen Hart wird die Partie für den SuS auch, weil zwei Leistungsträger angeschlagen sind und am Sonntag eventuell ausfallen. So plagt sich Thorsten Schmidt mit Rückenproblemen herum. Außerdem hat sich Rafael Figueiredo im Derby beim FCE in einem Zweikampf mit Rheines Christoph Siedler am Knöchel sowie an der Wadenmuskulatur verletzt. Fallen beide aus, hat der SuS ein Problem. Schmidt sorgt als „Sechser“ in der Defensive für Stabilität, „Figu“ ist der kreative Kopf der Neuenkirchener Offensive. Die lahmte ohne ihn schon beim 0:1 in Rheine in der zweiten Hälfte. Noch hofft Coach Reckels, dass beide am Sonntag fit sind. Ansonsten ist er zu Umstellungen gezwungen. SuS Stadtlohn Drei Punkte einfahren STADTLOHN. Am heutigen Karnevalssamstag tragen die Fußballer des SuS Stadtlohn ihr Nachholspiel vom 17. Spieltag der Westfalenliga 1 gegen den Hövelhofer SV aus. Der Anpfiff im hülsta-Sportpark erfolgt um 16 Uhr. Jede Serie geht irgendwann einmal zu Ende. Die SuS-Kicker haben nach fünf Siegen in Serie am vergangenen Sonntag in Lippstadt eine 1:2-Niederlage einstecken müssen, die insgesamt ein wenig unglücklich war. "Ein 2:2 wäre dem Spielverlauf eher gerecht geworden", sagt Trainer Frank Bajorath. "Wir waren in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft." Das Spiel ist aber inzwischen abgehakt genau wie der 7:1-Pokalerfolg vom Mittwoch bei Union Wessum. Gegen den Hövelhofer SV haben die Stadtlohner Fußballer in der laufenden Serie noch nicht gespielt. In der Tabelle nimmt der heutige Gast bei 22 Punkten den Platz direkt hinter dem SuS Stadtlohn ein. Am 22. Spieltag hat Hövelhof beim 1. FC Gievenbeck mit 1:2 verloren. Die Mannschaft hat ihre Stärken bei Standardsituationen und setzt dabei auf die Kopfballstärke einiger hochgewachsener Akteure, die auch in der eigenen Abwehr bei hoch in den Strafraum geschlagenen Flanken den Angreifern das Leben schwer machen können. Die Spielanlage ist eher defensiv ausgerichtet, in 18 Meisterschaftspielen haben die Hövelhofer Fußballer gerade einmal 20 Tore geschossen. Gefährlich ist auch das gute Konterspiel der Elf, sie verfügt mit Sven Zimmermann über einen schnellen Angreifer. "Gegen den direkten Konkurrenten sollte man im Heimspiel drei Punkte einfahren und genau das haben wir auch vor", zeigt sich der Stadtlohner Trainer zuversichtlich. Die Stadtlohner Spieler haben in den vergangenen Wochen durch ihre Erfolgsserie genug Selbstbewusstsein getankt und wollen von Beginn an ihr Spiel aufziehen, die Gäste frühzeitig beschäftigen und im eigenen Angriff Chancen herausspielen. Angreifer Markus Krüchting hat nach seiner Verletzung wieder zu alter Stärke gefunden und ist mit zwölf Toren zurzeit erfolgreichster Torjäger der SuS-Fußballer. Fünf seiner neun Heimspiele hat der SuS Stadtlohn gewonnen, gegen Hövelhof soll Heimsieg Nummer sechs unter Dach und Fach gebracht werden. Personell hat sich die Lage beim SuS weiter entspannt. Bis auf die langzeitverletzten Spieler Faruk Tan und Jordy Koster sind alle Feldspieler fit und einsatzbereit. SV Dorsten-Hardt Neuenkirchen prüft den SV Hardt Der SV Hardt hat zwar schon einige Spiele aus der Rückrunde hinter sich, am Sonntag gibt es aber noch ein Spiel aus der Hinrunde - und ein schweres noch dazu. Ausgangslage: Die Hardter haben in diesem Jahr alle Spiele gewonnen. Zwar waren es einige Erfolge gegen Kellerkinder, aber in Gütersloh muss man erst einmal gewinnen. Damit haben sich die Blicke in Richtung Abstiegszone für die nähere und fernere Zukunft erst einmal erledigt. Selbst wenn sich Tabelle begradigt hat und alle Nachholspiele gespielt worden sind, können die Hardter eher nach oben schauen. Ausschlaggebend für die Erfolgsserie war sicherlich die Rückkehr der vielen Verletzten. Bis auf Claudio Tammen sind gegen die Münsterländer alle dabei. Tammen hat es dafür um so schlimmer erwischt, denn er muss noch einmal unters Messer und eine Rückkehr ist damit in weite Ferne gerückt. Neuenkirchen hat zwar drei Punkte weniger als die Hardter, dafür aber auch drei Spiele weniger. Die Gäste sind äußerst spielstark, und im Vorbeigehen schlägt man solche Mannschaften nicht. Es ist also wieder höchste Konzentration gefordert. Marc Wischerhoff: „Unser Sieg in Gütersloh war sehr schön, aber auch sehr glücklich. Davon kann man nicht ableiten, dass wir auch Neuenkirchen besiegen. Da muss die Mannschaft schon 100 Prozent bringen.“ SV Lippstadt Eigengewächs bleibt ein weiteres Jahr Wie der SV Lippstadt 08 am Freitag mitteilte, hat Stephan Engeln seinen Vertrag beim Westfalenligisten vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Sportdirektor Daniel Farke zeigt sich mit der Entwicklung des 21-jährigen Defensivspielers sehr zufrieden: „Stephan ist ein positives Beispiel für alle Nachwuchsspieler beim SV 08. Er hat gezeigt, dass man sich mit konstanten Leistungen als Stammspieler in unserer 1. Mannschaft etablieren kann. Seine neuerliche Entscheidung für einen Verbleib beim SV Lippstadt 08 freut uns sehr und ist zugleich Bestätigung für eine gute Arbeit als Ausbildungsverein." FC 96 Recklinghausen Entwarnung bei Fabrice Meinert Aufatmen beim FC 96 Recklinghausen. Fabrice Meinert, der gegen die SpVg. Emsdetten mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt wurde, fällt nicht länger aus. Die Befürchtungen bestätigten sich nicht. "Es war wohl nur eine Bänderdehnung. Er hat die Schwellung runtergekühlt und kann schon wieder spielen", berichtet Trainer Maik Portmann. Fichte mag schunkeln VfB heute in Gütersloh Bielefeld (WB/wie). Nach vier Punkten aus zwei Spielen und der Verdreifachung der vorherigen Ausbeute plant Fußball-Westfalenligist VfB Fichte heute Abend (19.30 Uhr) im Gütersloher Heidewaldstadion den nächsten Streich. »Wir fahren da als krasser Außenseiter hin und hoffen auf ein schönes Spiel unter Flutlicht«, sagt VfB-Trainer Jan Barkowksi. Das jüngste 2:2 beim Tabellenzweiten SC Paderborn II hat die Stimmung rund um die Rußheide weiter steigen lassen. Auch der künftige Trainer Olaf Sieweke hat sich am Dienstag bei der Mannschaft vorgestellt. »Alle können sich also wieder voll auf den Sport konzentrieren«, sagt Barkowski. Verzichten muss er weiterhin auf den letztmals gesperrten Milaim Bobaj sowie Dario Scardino und David Schwesig. Dafür steht Christoph Stelberg wieder zur Verfügung. Barkowski: »Wir wollen uns ein schönes Wochenende bescheren und auf der Rückfahrt im Bus karnevalistisch schunkeln.« Der FC Gütersloh will sich allerdings nicht die Pappnase aufsetzen lassen. Als Tabellenzehnter hinkt der FCG den eigenen Erwartungen eh schon weit hinterher. Flock: Nach Fichte das Fernglas fokussieren FCG-Trainer visiert »Dreier« an - Fragezeichen hinter Warweg Gütersloh (WB). So ein Fernglas ist schon etwas Praktisches! Man kann damit Dinge, die ganz weit weg sind, ganz nah heranholen. »Man kann aber auch das Gegenteil damit machen«, weiß Dirk Flock, Trainer des FC Gütersloh 2000. Feldstecher umdrehen und - schwupp - rücken all die Dinge in noch viel weitere Ferne. Fast könnte man meinen, der Ex-Profi hat diesen Blick bereits am vergangenen Sonntag gewagt. Nachdem seine Elf gegen einen vermeintlich schlagbaren Gegner zum zweiten Mal in Folge mit 2:3 verloren hatte, nahm er das vielzitierte »Fernglas« zumindest schon einmal verbal vor Augen: »Zur Spitze müssen wir vorerst nicht mehr schauen. Dafür müssen wir ja schon ein Fernglas nehmen.« Die hoch gesteckten Saisonziele, die Gipfelgruppe in der Tabelle, ja selbst die kurzfristigen Vorsätze von zwei Siegen aus zwei Spielen waren für den 38-Jährigen passé. »Jeder muss realistisch sein. Wir haben einen gewissen Anspruch gehabt. Dem sind wir nicht gerecht geworden«, fällt Flock auch vier Tage nach der Schmach gegen Dorsten-Hardt noch ein nüchternes Urteil. Am heutigen Abend (19.30 Uhr) kommt mit dem VfB Fichte Bielefeld nun ein Gegner in den Heidewald, dem bei 14 Punkten Abstand zum ersten Nichtabstiegsplatz und einem Torverhältnis von 8:42 im Duell mit dem FCG mehr denn je die Außenseiter-Rolle gebührt und gegen den Dirk Flock mit seinen Mannen zurück in die Spur finden will: »Der Erfolg ist seit zwei Wochen überfällig. Vorrangiges Ziel ist es jetzt, Punkte zu sammeln. Wir werden Fichte besiegen und vielleicht können wir danach auch das Fernglas neu einstellen.« Rein sportlich gesehen orientiert sich der Weg des FC Gütersloh derzeit nicht Richtung NRW-Liga, wohl aber, was die Lizensierung für die neue Saison angeht. Bis zum 15. März muss der Nachweis der technisch-organisatorischen Leistungsfähigkeit beim Westdeutschen Fußball- und Leichtathletik-Verband (WLFV) erfolgt sein. Die erforderlichen Unterlagen reicht auch der FCG ein: »Warum sollten wir das nicht tun? Nur, weil wir zweimal verloren haben? Wir haben jetzt zwar einen unerklärlichen Start hingelegt, aber noch stehen 16 Spiele aus. Genauso schnell kann es wieder in eine andere Richtung gehen. Von daher wäre es fahrlässig, wenn wir diesen Schritt nicht gehen würden«, bestätigte der Sportliche Leiter Wolfgang Grübel. Bis zum 15. April müsste der FC Gütersloh 2000 auch seine Unterlagen über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vorlegen. Aktuell steht aber die Hürde Fichte an: Gegen die Bielefelder kehren mit Sami Önen und Ufuk Basdas zwei zuletzt angeschlagene Akteure zurück. Ein Fragezeichen steht weiter hinter dem Einsatz von Lennard Warweg, den nach wie vor Wadenprobleme plagen. »Er musste Mittwoch das Training abbrechen«, erklärt Flock. Schadenbegrenzung im Blick Westfalenligist FC Gütersloh empfängt heute Fichte Bielefeld Gütersloh. Dr. Bernd Ruhnke, Präsident des FC Gütersloh, hatte während der Winterpause das Ziel des FC Gütersloh für die Rückrunde bewusst offen formuliert. Die Mannschaft des Fußball-Westfalenligisten solle in der Tabelle zumindest so gut dastehen, „dass wir gezwungen sind, den Antrag für die NRW-Liga zustellen.“ Nun hat die Mannschaft dem Präsidenten einen Streich gespielt. Sie verlor die beiden Auftaktspiele, liegt nur auf Rang zehn und hat elf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Eintracht Rheine. Und am 15. März muss die Bewerbung beim Westdeutschen Fußball-Verband für die Saison 2001/2012 eingereicht werden. Was nun? „Wir wollen den Antrag einreichen, um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein “, sagte gestern der kommissarische Geschäftsführer Wolfgang Grübel. Abzuliefern ist bis zum 15. März der Nachweis der technisch-organisatorischen und sicherheitstechnischen Leistungsfähigkeit, was dem FCG problemlos gelingen sollte. Bis zum nächsten Termin, dem bis zum 15. April zu erbringenden Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit, kann der FCG vier weitere Spiele abwarten. Die sportliche Leistungsfähigkeit steht schon heute wieder auf dem Prüfstand. Um 19.30 Uhr empfängt der FC Gütersloh den Tabellenvorletzten VfB Fichte Bielefeld zum OWL-Derby im Heidewaldstadion. Ein Sieg wäre vorerst nur Schadenbegrenzung. Auf die leichte Schulter darf der FCG aber gerade die Bielefelder nicht nehmen. Sie landeten mit 2:0 über Delbrück den ersten Saisonsieg und legten gleich ein 2:2 beim Tabellenzweiten SC Paderborn II nach. „Sie haben anscheinend etwas Ordnung gefunden“, zollt auch Dirk Flock dem Team von Jan Barkowski Respekt. Sein eigenes Team hat die Ordnung, jedenfalls im hinteren Bereich, wieder verloren. „Wenn wir vorne pro Spiel zwei Tore machen, sollte das reichen, um durchzukommen“, ärgern die zwei Mal drei Gegentore in den Spielen gegen Stadtlohn und Dorsten niemanden mehr als den FCG-Coach. Die Nachbetrachtung der „Einschläge“ auf „gütersloh-tv“ hat seine Live-Beobachtung bestätigt. Für ihn ist die defensive Schwäche kein Problem des Systems, sondern die Summe aus individuellen Fehlern. Darauf reagieren kann Flock zum jetzigen Saisonzeitpunkt aber so gut wie nicht. „Wir haben nicht die Personaldecke, dass wir allen im hinteren Bereich eine Pause gönnen können“, stellt er zurecht fest. „Und wir können ja schlecht einen Stürmer nach hinten ziehen“, erteilt er auch dem Aktionismus eine Absage. Was bleibt, ist seriöses Training („Die Gangart ist natürlich etwas rauer geworden“) und die Bemühung um neue Spieler. „Die liegen aber nicht auf der Straße“, weiß Flock zum Beispiel, dass Lars Beuckmann vom SV Spexard auch bei anderen Klubs auf der Liste steht. In der Offensive muss der FCG immer noch auf Temel Hop verzichten. Lennard Warweg musste den Trainingsversuch am Mittwoch wegen Wadenproblemen abbrechen, bei Ufuk Basdas könnte es für einen Einsatz reichen. VfB Fichte mutig in den Heidewald FUSSBALL-WESTFALENLIGA: Heute zu Gast in Gütersloh Bielefeld (dogi). Der VfB Fichte zu Gast beim FC Gütersloh – noch vor 14 Tagen hätte wohl jeder Experte in diesem Spiel eine glatte „Eins“ für einen Heimsieg des FCG getippt. Vier Punkte aus zwei Spielen, in denen unter anderem der erste Saisonsieg gelang, machen den Gästen aus Bielefeld aber Mut, vielleicht doch etwas Zählbares mitnehmen zu können. Jan Barkowski, der den Heidewald bisher nur als Arminia-Fan erlebt hat („Da habe ich eigentlich nur Siege gesehen“), spricht deshalb von einer „anspruchsvollen, aber reizvollen Flutlicht-Aufgabe, die wir mit Respekt, aber auf keinen Fall ängstlich angehen werden“. Der Trainer desVfB Fichte hofft natürlich darauf, dass sein Team die Leistung der jüngsten Partien gegen Delbrück und Paderborn konservieren kann, weiß aber um die Stärken der Gütersloher. „Die legen oft los wie die Feuerwehr, deshalb müssen wir in der Anfangsphase besonders wachsam sein“, sagt Barkowski. Je länger es 0:0 stehe, desto größer würden die Chancen der Gäste, die jedoch endlich gelernt hätten, auch mit Gegentoren umzugehen: „Wie die Mannschaft in Paderborn nach dem 1:2-Rückstand bis zur letzten Minute um den Ausgleich gekämpft hat – das war schon stark!“ Der VfB Fichte muss in Gütersloh auf Dario Scardino (krank), Mile Bobaj (gesperrt) und David Schwesig (verhindert) verzichten, dafür ist Christoph Stellberg wieder dabei. Westfalenliga-Fußball FCE-Trainer Ulli Peltner: „Auf dem Teppich bleiben“ Rheine. Sogar Weiberfastnacht lässt FCE-Trainer Ulli Peltner für den Trainingsbetrieb mit seiner Mannschaft sausen: „Für uns stehen ganz heiße Spiele im März an. Da kann ich es mir nicht erlauben, eine Trainingseinheit zu verpassen, um in der Stadt feiern zu gehen“, richtet der Derby-Gewinner schon seinen Fokus auf das kommende Heimspiel gegen den 1. FC Gievenbeck (Anstoß Sonntag 15 Uhr, Obi-Arena). Der von Maik Weßels trainierte Aufsteiger ziert im Moment den sechsten Tabellenplatz und nötigt Ulli Peltner eine Menge Respekt ab: „Nach anfänglichen Startschwierigkeiten haben sich die Gievenbecker gemausert und sind im Moment der Aufsteiger in der Liga. Wir müssen Sonntag hochkonzentriert sein, um gegen sie zu bestehen“, warnt er seine Truppe schon einmal vor, nach dem Derbysieg gegen den SuS Neuenkirchen die nächsten Spiele als Selbstläufer zu betrachten. Gerade über die rechte Seite über den stark aufspielenden Rafael Figueiredo inszenierten die Neuenkirchener einige gelungene Angriffe auf das FCE-Tor. „Wir müssen auf dem Teppich bleiben, denn auch eine Teppichkante kann schon hoch sein. Ich denke, wir haben das Derby am Ende verdient gewonnen, zumal wir am Ende auch noch eine große Chance durch Seidel hatten“, freute sich Peltner über den prestigeträchtigen 1:0-Erfolg im Derby. Schnee von gestern, jetzt muss Rheine einen Sieg gegen den 1. FC Gievenbeck einfahren, will man den Platz an der Sonne erfolgreich verteidigen. Besonders heraus aus dem gut funktionierenden Gebilde des FCG streicht Peltner den Torwart Kieran Schulze-Marmeling, der auch schon für Preußen Münster die Bälle festhielt. In der Abwehr sorgt der Ex-Lotteraner Jan Kreuzheck für die nötigte Stabilität, mit erst 18 Gegentoren zählen die Münsteraner zu den besten Verteidigungskünstlern der Liga. In Emsdetten nicht mehr erwünscht, in Gievenbecks Mittelfeld „der Denker und Lenker“, so bezeichnet Peltner Münsters Mittelfeldspieler Michael Fromme. Im Sturm bilden Fabian Leifken und Philipp Daldrup das Sturmduo. Von dessen Treffsicherheit überzeugte sich Peltner im Spiel gegen Hamm höchstselbst. Letze Woche gewann der FCG gegen Hövelhof mit 2:1. Im Derby gegen den SuS sah sich Maik Klostermann für viele Beobachter überraschend nur auf der Ersatzbank. „Ich wollte in erster Linie erst mal nicht ins Hintertreffen geraten, dazu brauchten wir ein kompaktes Mittelfeld“, begründet Peltner seine Entscheidung für Michael Ungru und David Ruwe und gegen den Flügelflitzer Klostermann. Hinter Ruwes Einsatz am Sonntag steht noch ein kleines Fragezeichen, der Mittelfeldspieler zog sich eine Prellung auf dem Spann zu. Definitiv nicht im Kader wird Sebastian Sterthaus stehen, ihn setzen Oberschenkelprobleme außer Gefecht. Westfalenliga-Fußball Dorsten-Hardt hat im neuen Jahr einen richtigen Lauf Neuenkirchen. Nach dem 0:1 im Nachbarschaftsderby beim FCE täte den Westfalenliga-Fußballern des SuS Neuenkirchen ein Erfolgserlebnis mal wieder richtig gut. Aber für dieses Unterfangen haben sie sich offensichtlich genau den falschen Gegner ausgesucht, denn am Sonntag geht es zum spielstarken SV Dorsten-Hardt, der 2011 bereits vier Siege in Folge landete. Angepfiffen wird die Partie um 15 Uhr auf der Sportanlage an der Storchbaumstraße. Raus aus dem Tabellenkeller, das war über weite Strecken die Devise des SVDH. Doch nach der Winterpause feierte die Mannschaft um Trainer Martin Schmidt gleich drei Auswärtssiege, hinzu kam das 3:0 vor eigenem Publikum gegen Emsdetten 05. Beim 3:2 vor einer Woche in Gütersloh organisierte sich Dorsten-Hardt sehr defensiv mit Sven Potthast als einziger Spitze, und die Gastgeber rannten sich trotz klarer Feldüberlegenheit immer wieder in diesem Abwehrbollwerk fest. Potthast machte schon in der ersten Halbzeit zwei Tore und brachte sein Team entscheidend auf die Siegerstraße. „Im Herbst waren noch viele Stammspieler verletzt“, erläuterte SuS-Cheftrainer Franz-Josef Reckels. Aktuell rangieren die Neuenkirchener mit 26 Punkten nur auf Platz neun, haben aber weniger Spiele ausgetragen als fast alle übrigen Mannschaften. Gelingt dem SuS eine kleine Serie, kann er sich wieder ganz nach vorne spielen. Den Anfang müssten sie in Dorsten-Hardt machen, dann steht der Weg ins obere Drittel wieder weit offen. Die spielerische Klasse bringen die Neuenkirchener auf alle Fälle mit, die haben sie auch trotz der unglücklichen 0:1-Niederlage beim FCE unter Beweis gestellt. Deshalb ärgerte sich Reckels auch mächtig über diese Schlappe. Was dem SuS überhaupt nicht behagt: Eventuell muss er am Sonntag auf Asche spielen. Zudem muss Reckels mit Thorsten Schmidt und Rafael Figueiredo um den Einsatz von zwei angeschlagenen Spielern bangen. Zudem pausierte auch Stammtorhüter Tim Klingbeil am Freitag wegen Grippe. Doch er soll auf jeden Fall im SuS-Gehäuse stehen. |
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