|
Presse nach den Spielen / 4. Spieltag |
|
Zurück zur Auswahl der Presseberichte |
|
Westfalenliga Staffel 1 |
|
---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 08.09.2010 Fichte trennt sich von Sawkill Karanfil: »Team braucht neue Impulse« Bielefeld (WB/wie). Mark Sawkill ist nicht mehr Trainer des Fußball-Westfalenligisten VfB Fichte. Am Montagabend stellte der Verein den 37-Jährigen von seinen Aufgaben frei. Interimsmäßig werden Jan Barkowski und Ivan Pacheco das Training an der Rußheide leiten. »Wir haben lange im Vorstand diskutiert und sind schließlich zu dem Ergebnis gekommen, dass es für Verein und Mannschaft das Beste ist, jetzt zu handeln« , gab VfB-Manager Murat Karanfil bekannt. Der Fehlstart in die Saison (null Punkte aus vier Spielen) und vor allem die deftige 0:5-Packung am vergangenen Sonntag in Delbrück wurden Sawkill zum Verhängnis. »Das war nicht der VfB Fichte, wie ich ihn kenne. Da war überhaupt keine Gegenwehr zu erkennen«, kritisierte Karanfil, der den Verein deshalb zum Handeln gezwungen sah: »Natürlich tut uns das menschlich leid, aber wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass die Mannschaft neue Impulse von außen benötigt, um die Blockade zu lösen und da unten raus zu kommen. Außerdem hat das Team jetzt kein Alibi mehr.« Fast dreieinhalb Jahre lang stand Mark Sawkill als (Spieler)-Trainer beim VfB an der Seitenlinie. Das Ende hatte der Engländer bereits kommen sehen. »Wenn Vereinsverantwortliche während des Spiels die Köpfe zusammenstecken, braucht man ja nur eins und eins zusammenzählen. Es gab scheinbar drei bis vier Herren, die mir nicht wohlgesonnen waren.« Nach acht Jahren im Verein geht die Beurlaubung natürlich nicht spurlos an dem 37-Jährigen vorbei, zumal er der Überzeugung ist, dass er gemeinsam mit der Mannschaft den Karren aus dem Dreck gefahren hätte. Sawkill: »Ich habe nach wie vor ein super Verhältnis zu den Jungs. Aber wenn der Erfolg ausbleibt, bist du als Trainer nun mal das schwächste Glied. Das Problem war, dass der Kader erst seit einigen Tagen komplett ist und ich vorher auf Spieler zurückgreifen musste, die gar nicht richtig fit waren.« Damit bezog sich Sawkill auf die Probleme bei den Freigaben für die Neuzugänge, die zum Teil erst seit gut einer Woche (Ibrahima Cissé) spielberechtigt sind. Die Mannschaft wurde gestern Abend offiziell über die Trennung in Kenntnis gesetzt. Der bisherige Co-Trainer Jan Barkowski und B-Jugend-Coach Ivan Pacheco bereiten die VfB-Spieler nun auf das Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den SC Paderborn II vor. »Wir müssen nach vorn schauen und die Mannschaft muss beweisen, dass sie es kann«, sagt Karanfil, der gleichzeitig den Trainermarkt sichtet: »Wir werden uns genau umschauen und überlegen, wer zu uns passen könnte.« Für Mark Sawkill bleibt der VfB Fichte eine »Herzensangelegenheit«: »Ich werde natürlich genau verfolgen, was die Jungs machen und hoffe, dass sie sich da unten rauskämpfen und am Ende der Saison den Klassenerhalt feiern können.« Er selbst würde gerne im Trainergeschäft bleiben und ist offen für neue Aufgaben. Fehler wurden auch woanders gemacht Vier Spieltage der neuen Saison sind absolviert und der Bielefelder Fußball hat seine erste, durchaus prominente Trainerentlassung. Dass Mark Sawkill seinen Stuhl an der Rußheide räumen musste, kommt zu diesem frühen Zeitpunkt schon überraschend. Okay, null Punkte aus vier Spielen, 1:13 Tore und der letzte Tabellenplatz sind sportliche Argumente, die die Freistellung rechtfertigen. Allerdings sollte man schon genauer hinsehen. Dann wird deutlich, dass die neu formierte Mannschaft noch keine richtige Einheit sein kann, weil sie erst (zu) spät komplett war. Fehler wurden also auch an anderer Stelle gemacht, und der Mannschaft jetzt den Trainer zu nehmen, mit dem sie scheinbar noch auf einer Wellenlänge lag, könnte sich als Trugschluss erweisen. Kämpfen wird das Team mit und ohne Sawkill. Ob die Verunsicherung unter einer neuen sportlichen Führung weichen wird? Das zeigt die Zukunft. Was der VfB braucht, ist ein Erfolgserlebnis. Davon hatte der Verein mit Trainer Sawkill reichlich. Kreispokalsieg, Einzug in den DFB-Pokal, Aufstieg in die Westfalenliga und dort die Klasse gehalten: in Krisenzeiten zählt das alles nicht mehr - in diesem Fall ist das wirklich schade. Fehlstart kostet Sawkill den Job VfB Fichte wechselt den Trainer Bielefeld (pep). Die Gesetzmäßigkeiten im Fußball haben wieder einmal gegriffen: Der VfB Fichte hat nach vier Niederlagen in Folge seinen Trainer Mark Sawkill freigestellt. Interimsweise übernehmen das Tabellenschlusslicht der Westfalenliga Nachwuchscoach Ivan Pacheco und der aktuelle Co-Trainer Jan Barkowski. "Wir haben lange hin und her überlegt", sagt der sportliche Leiter Murat Karanfil, "aber wir wollten dieser jungen Mannschaft neue Impulse geben und hatten den Eindruck, dass Mark nicht mehr in die Köpfe der Spieler vordringt." Bis spät in den Abend habe der Fußballvorstand getagt und am Ende einstimmig diese Entscheidung getroffen. Es sei ihnen nicht leicht gefallen, berichtet Karanfil. Immerhin hat Sawkill eine sehr erfolgreiche Zeit beim Bielefelder Traditionsklub hinter sich. Der 37-Jährige löste Ende 2007, nach dem freiwilligen Rückzug in die Landesliga, Mark Spilker ab und führte das Team auf Platz fünf. Im Jahr darauf wurde der VfB Fichte Kreispokalsieger und schaffte über das Westfalenpokal-Endspiel den Einzug in die erste DFB-Pokalhauptrunde. Im August 2009 feierten die Verschmolzenen als Westfalenliga-Aufsteiger ein historisches Fußballfest gegen den Bundesligisten Borussia Mönchengladbach auf der Alm. Es folgte der Klassenerhalt in der Westfalenliga. Mit diesem Ziel sind Sawkill und der VfB Fichte auch in die aktuelle Saison gegangen. "Natürlich sind wir mies gestartet", weiß Sawkill. Dennoch ist es ihm zu einfach, dafür ihn allein verantwortlich zu machen. "Da muss man auch die Hintergründe sehen." So sei der Verlust von Stammkräften wie Güven Aydin und Hüseyin Geceli nicht so einfach auszugleichen, zumal einige der neuen Spieler erst spät dazukamen oder lange auf ihre Freigabe warteten. Ausschlaggebend für den ultimativen Schritt war die 0:5-Pleite in Delbrück. "Das war das schlimmste Spiel, seit ich beim VfB bin. Ich habe meinen Verein nicht wiedererkannt", sagt Karanfil. Dass sich die Mannschaft im Paderborner Land miserabel verkauft habe, streitet Sawkill nicht ab. "Wir haben einfach ganz schlecht Fußball gespielt. Grundsätzlich zu sagen, die Mannschaft kämpft zu wenig, kann ich aber nicht unterschreiben", betont der Ex-Trainer. Sawkill wünscht seinen Spielern, "dass sie sich da rausbeißen", und traut ihnen den Klassenerhalt zu. Auch Karanfil sieht in der Mannschaft genügend Potenzial, um die Westfalenliga zu halten. Der sportliche Leiter wünscht sich einen Schnitt: "Wir müssen jetzt nach vorn schauen und alles dafür tun, damit die Mannschaft in der Klasse bleibt." Bei der Wahl des neuen Trainers wolle man sich nicht unter Druck setzen. Am Sonntag im Heimspiel gegen Paderborn werden Pacheco und Barkowski das Team betreuen. Dass einer oder beide weitermachen, schließt Karanfil nicht aus. Trainerentlassung beim VfB Fichte Einseitige Schuldzuweisung Alle Achtung, VfB Fichte! Einen Trainer, zumal einen, der einige Erfolge vorzuweisen hat, nach nur vier Spieltagen einer Saison in der 6. Liga zu feuern – dazu gehört schön eine gewisse Dreistigkeit. Vor allem dann, wenn es offensichtlich auch an der Abteilungsleitung lag, dass Mark Sawkill aufgrund schleppend verlaufener Vertragsverhandlungen mit einem zunächst nicht wettbewerbsfähigen Team in sein zweites Westfalenliga-Jahr starten musste. Angesichts des erst nach und nach eintreffenden Personals drängt sich Außenstehenden der Eindruck auf, dass der sportliche Leiter Murat Karanfil mindestens genau so viel Schuld an dem missglückten Auftakt hat wie der Trainer. Obskur ist zudem die Rolle, die der einflussreiche Sponsor Rainer Goldmann und sein Schatten, der frühere Fußball-Abteilungsleiter Dirk Starke, beim VfB Fichte spielen. Ohne im Verein noch ein Amt auszuüben, betätigten sich die beiden in den vergangenen Monaten als besserwisserische Chefkritiker und sägten auf der Tribüne der Rußheide des öfteren lautstark an des Trainers Stuhl. Am Sonntag in Delbrück war zu beobachten, dass das Duo, ohne Sawkill eines Blickes zu würdigen, zehn Meter neben dem Coach an der Bande Position bezog und beinahe jede Aktion der Mannschaft und des Trainers abfällig bekrittelte. Mark Sawkill ist nun weg. Offenbar gibt es beim VfB Fichte aber eine ganze Menge mehr aufzuräumen. SuS Neuenkirchen SuS-Trainer Reckels: "Der FCE spielt um den Titel mit" NEUENKIRCHEN. In der Derby-Statistik liegt der SuS im Vergleich mit dem FCE hinten: Zwei der vier Partien in der Westfalenliga gewann Rheine, einmal siegte der SuS, eine Begegnung endete mit einem Remis. Wie es am Sonntag läuft, darüber sprach die MZ mit Neuenkirchens Trainer Franz-Josef Reckels.
Hallo Herr Reckels, wie sind Sie mit Ihrer Truppe – drei Punkte holte die
Mannschafte aus vier Partien – bisher zufrieden? Am
Sonntag kommt Ihr Ex-Klub, der FCE Rheine, zum Derby nach Neuenkirchen. Wie
schätzen Sie die Eintracht ein? Rheine hat eine besondere Qualität in der Offensive Wo
sehen Sie die Stärken und Schwächen des Kontrahenten?
Welche Bedeutung hat dieses Derby der beiden Nachbar-Rivalen?
Gibt es Ausfälle in Ihrer Mannschaft?
Wie viele Zuschauer erwarten Sie am Sonntag? Wir wünschen uns natürlich einen Sieg und werden am Sonntag alles dafür investieren
Und wie geht‘s aus? FC Eintracht Rheine FCE-Trainer Peltner: "Der SuS ist gefährlich" RHEINE In der Derby-Statistik liegt der FCE im Vergleich mit dem SuS vorne: Zwei der vier Partien in der Westfalenliga gewann Rheine, einmal siegte der SuS, eine Begegnung endete remis. Wie es am Sonntag läuft, darüber sprach die MZ mit Rheines Trainer Ulli Peltner.
Hallo Herr Peltner, wie sind Sie mit Ihrer Truppe – sechs Punkte nach drei
Partien – bisher zufrieden? Am
Sonntag geht es zum Derby nach Neuenkirchen. Wie schätzen Sie den
Liga-Zwölften, den SuS, ein? Eine sehr gute Möglichkeit, den bisher positiven Trend fortzusetzen Wo
sehen Sie die Stärken und Schwächen des Kontrahenten?
Welche Bedeutung hat dieses Derby der beiden Nachbar-Rivalen?
Gibt es Ausfälle in Ihrer Mannschaft? Ich glaube schon, dass das Derby die Fans anlockt.
Wie viele Zuschauer erwarten Sie im Waldstadion?
Und wie geht‘s aus? ---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 07.09.2010 Zu lieb und ohne »Häuptling« ins Verderben Westfalenliga: VfB Fichte wird defensiver Bielefeld (WB). Null Punkte, Letzter, erst ein Saisontörchen erzielt (Roman Gerke), dafür schon 13 kassiert: Der VfB Fichte hält nach 360 gespielten Minuten in der Fußball-Westfalenliga mehrere Negativmarken. Kein Wunder, dass die Stimmung rund ums Stadion Rußheide ein Abbild des Tabellenstandes ist. Zur Entlastung sei angemerkt, dass die Niederlagenserie ausschließlich gegen Teams aus der oberen Hälfte zustande gekommen ist. Gegner im heftigen VfB Fichte-Auftaktprogramm waren unter anderem Dornberg und Delbrück, aktuell Erster und Zweiter. Das ist aber nur ein schwacher Trost. Nach dem vor der Saison vorgenommenen Schnitt hofft der verletzte Christopher Gliniars, dass die Entscheidungsträger weiter das nötige Vertrauen in die Protagonisten aufbringen. »Das ist ein Geduldsspiel. Wir haben eine junge, unerfahrene Mannschaft. Keiner unserer Neuzugänge hat vorher in der Westfalenliga gespielt. Und unser Stürmer Cissé spricht kein Wort Deutsch.« Das große Manko: Es habe sich noch kein »Häuptling« herauskristallisiert. »Einer, der das Heft in die Hand nimmt und auf dem Platz mal laut wird. Die Jungs sind alle viel zu lieb.« Der VfB Fichte muss aufpassen, rechtzeitig einem Teufelskreis zu entrinnen. »Die Moral ist im Eimer«, sagt Gliniars. »Und gegen die vermeintlich schwächeren Gegner wird's dann genauso schwer, weil das Selbstvertrauen nicht da ist.« Paderborn II (H) und Mit-Kellerkind Preußen Münster II (A), ebenfalls noch ohne Punkt, heißen die nächsten Gegner. Ein Patentrezept hat Gliniars nicht. Doch, eines: »Wir sollten ein paar Kerzen aufstellen.« Mark Sawkill versucht's lieber mit fußballerischen Mitteln. »Wir wollen gegen Paderborn so lange wie möglich die Null hinten halten«, kündigt er für Sonntag eine defensivere Ausrichtung an und nimmt jeden Einzelnen als Stabilisator in die Pflicht. »Wir stehen unter Druck. Alle müssen besser nach hinten arbeiten. Wir müssen kompakter stehen«. Und, da geht der Trainer mit Christopher Gliniars' absolut konform: »Es ist viel zu leise auf dem Platz«! Beim Spitzenreiter TuS Dornberg herrscht unterdessen eitel Sonnenschein. Zwölf Punkte aus vier Spielen, im Westfalenpokal und Kreispokal noch dabei. Die letzte Niederlage der Dornberger liegt bereits Monate zurück. »Wir sind trotzdem kein Favorit auf den Aufstieg«, sagte Trainer Mario Ermisch nach dem 2:0-Heimsieg gegen den SV Spexard: »Wir wollen einfach immer besser Fußball spielen. Nicht mehr und nicht weniger.« Thies Kambach, der nach dreieinhalbwöchiger Verletzungspause (Muskelfaserriss) seinen Kurzeinsatz mit dem Treffer zum 2:0 krönte, stellt indes klar: »Wir haben einen Lauf und wollen uns oben festsetzen.« Alles andere würde man dem Team vom Mühlenbrink sowieso nicht mehr abnehmen. Imponierend ist, dass Dornberg nach vier Ligaspielen noch kein Gegentor kassiert hat. 7:0 lautet die stolze Torbilanz, und daran hat natürlich auch Torwart Jan Schönwälder seinen Anteil. Der 19-Jährige, der vor der Saison von Arminias A-Jugend nach Dornberg gewechselt ist, fühlt sich in der neuen Umgebung pudelwohl: »Ich freue mich total über den Erfolg und darüber, dass ich spiele.« Die Entscheidung, wer die Nachfolge von Yorck Bergenthal (Trainer Jöllenbeck) als Nummer eins im TuS-Kasten antritt, bereitete Mario Ermisch einiges Kopfzerbrechen. Erst wenige Stunden vor dem ersten Spiel in Gievenbeck fiel die Entscheidung zu Gunsten von Schönwälder, der den Vorzug gegenüber Dominik Meyer erhielt. »Der Trainer schenkt mir das Vertrauen. Das hatte ich schon lange nicht mehr«, sagt der Keeper, der bislang einen sicheren Eindruck hinterließ und seinen Platz nicht mehr räumen möchte: »Ich will durch Leistung dafür sorgen, dass es keinen Grund gibt, etwas zu ändern.« Das Herz schlägt wieder Erster Einsatz in der Startelf: Delbrücks Stephan Jessen nutzt die Chance Delbrück (WV). Von den ersten 270 Minuten der Westfalenliga-Saison gehen nur 94 Zeigerumdrehungen mit der Beteiligung von Stephan Jessen über die Fußball-Bühne. Erst im vierten Anlauf ist der Delbrücker Neuzugang nicht mehr nur dabei, sondern mittendrin. Zwei Treffer und ein Assist beim 5:0-Heimsieg gegen Schlusslicht VfB Fichte Bielefeld - die Westfalenliga heißt Stephan Jessen willkommen. Am Sonntag spielte der 25-Jährige erstmals so dominant auf, wie man das aus der vergangenen Saison im Trikot des späteren Landesliga-Aufsteigers SV Heide Paderborn Spieltag für Spieltag gewohnt war. Als Jessen im Sommer zusammen mit Torjäger Thomas Isenrath seinen Abschied in Richtung Delbrück verkündete, trug der SV Heide Trauer. »Mit Stephan verlieren wir das Herz der Mannschaft«, sagten die tief enttäuschten Verantwortlichen damals. Mit etwas Verspätung, aber umso eindrucksvoller ließ der DSC-Novize nun erstmals erkennen, dass er auch zwei Ligen höher für eine den Leistungen in allen Mannschaftsteilen zuträgliche Durchblutung sorgen kann. Das Herz schlägt wieder. Mit der längeren Anlaufzeit auf dem Weg zur gewohnten Funktionstüchtigkeit hat der kreative Mittelfeldmann sogar selbst gerechnet. »Nach dem Sprung von der Bezirksliga in die Westfalenliga musste ich mich erstmal an das höhere Tempo gewöhnen. Der Prozess dürfte mit diesem Spiel aber abgeschlossen sein«, sagt Jessen. Der wähnt sich nach dieser starken Vorstellung auf einem guten Weg in die Stammformation, weiß aber auch nur zu genau, dass sein junges Glück eng mit dem großen Pech des Kapitäns verbunden ist. Nach 22 Minuten gegen Münster und sieben gegen Gievenbeck kam der Lehramtstudent (Geschichte, Katholische Theologie, Deutsch) gegen Hamm erstmals länger, 65 Minuten, zum Einsatz. Das aber nur, weil Florian Fulland sich die Schulter gebrochen hatte und verletzt vom Feld musste. Acht bis zwölf Wochen wird Fulland fehlen. Jessens Zeit ist gekommen. »Mir ist klar, dass mein erster Einsatz von Beginn an durch die Verletzung Florians begünstigt wurde, aber das ist Fußball. Ich muss versuchen, diesen Ausfall bestmöglich zu kompensieren. Ich denke, dass ich das Vertrauen mit den zwei Toren und der Vorlage zurückgezahlt habe«, sagt Jessen, was sein Trainer bestätigt. »Er hat ein gutes Spiel gemacht«, lautet das Urteil von Alfons Beckstedde. Von einer solchen Aussage ist Thomas Isenrath scheinbar noch weit entfernt. Im Doppelpack mit Jessen vom SV Heide zum DSC gewechselt, wurde der Stürmer in den bisherigen 360 Meisterschaftsminuten noch nicht eine Sekunde lang berücksichtigt. Dabei hat er seine Torgefährlichkeit auch so schon unter Beweis gestellt. Mit zehn Treffern in den beiden Pokalspielen gegen Int. FC Paderborn und Westerloh-Lippling hat er so viele Pflichtspiel-Tore erzielt wie kein anderer Delbrücker. Für die Westfalenliga reicht's trotzdem (noch) nicht. »Thomas ist in einer schwierigen Lage. Wir spielen nur mit einer Spitze und da ist er momentan eben nur eine von drei, vier Alternativen. Aber er lauert auf seine Chance und wird sie nutzen. Er ist ein echter Knipser«, sagt sein alter und neuer Teamkollege. Isenrath muss hoffen, Jessens Hoffnungen haben sich im vierten Anlauf erfüllt. Das Herz schlägt wieder. Jetzt in Delbrück. Aber für den ehemaligen Nachwuchsspieler von Borussia Mönchengladbach und dem MSV Duisburg selbst ist das in diesen Tagen nicht die alles entscheidende Herzensangelegenheit. Die imaginäre Baby-Schaukel nach dem Tor zum 3:0 war nicht misszuverstehen. Am 10. Oktober erwarten Stephanie und Stephan Jessen ihr erstes Kind, einen Sohn. Hohn und Spott für FC Gütersloh Parallelen zur Vorsaison - Hop kommt Gütersloh (dh). Als das Halbzeitergebnis aus Stadtlohn übermittelt wurde, kam am Dornberger Mühlenbrink fast Volksfeststimmung auf. 0:3 lag Fußball-Westfalenligist FC Gütersloh 2000 nahe der niederländischen Grenze bereits zurück. Hohn und Spott waren dem FCG schon sicher, der am Ende gar mit 1:4 unterging. »Wir können doch maximal nur Tabellenzweiter werden, denn Platz eins ist ja schon fest an den FC Gütersloh vergeben«, konnte sich Dornbergs Trainer Mario Ermisch, dessen Team mit zwölf Punkten aus vier Partien optimal in die Spielzeit gestartet ist, einen Seitenhieb nicht verkneifen, als er nach der Saisonperspektive für seine Mannschaft gefragt wurde. Den Saisonstart hat der FCG, der aus seinen drei Partien nur vier Zähler holen konnte, hingegen in den Sand gesetzt. Erschreckende Parallelen zur Hinserie der abgelaufenen Saison sind bereits sichtbar. Auch damals ergötzte sich der FCG daran, meist die bessere Mannschaft gewesen zu sein. Doch eine mangelhafte Chancenverwertung sowie eklatante Abwehrfehler sorgten dafür, dass viel zu viele Punkte fahrlässig liegen gelassen wurden und die Gütersloher zeitweise sogar in Abstiegsgefahr gerieten. Nach einer geradezu furiosen Rückrunde schien Trainer Dirk Flock die Probleme jedoch in den Griff bekommen zu haben. Erstaunlich daher, dass trotz unveränderten Defensivpersonals jetzt wieder die alten Schwachstellen zu Tage treten. »Das ist unerklärlich. Die Jungs scheinen nichts aus der vergangenen Spielzeit gelernt zu haben«, moniert Sportkoordinator Wolfgang Grübel: »Unsere Viererkette wurde mit einfachen Doppelpässen in die Schnittstellen geradezu schwindelig gedreht.« Am Heidewald herrscht also wieder einmal die totale Enttäuschung - und es könnte noch schlimmer werden. Am Wochenende steht die letzte von vier Auswärtspartien am Stück auf dem Programm, Gastgeber SV Dorsten-Hardt ist noch ungeschlagen und steht auf Tabellenrang vier. »Die haben gerade in Emsdetten gewonnen und sind richtig gut drauf«, sorgt sich Grübel, dem es mächtig auf den Keks geht, dass der FCG noch kein Heimspiel absolvieren konnte: »Das ist sicherlich ein Nachteil für uns. Wenn du vor eigenem Publikum mal drei Punkte holen könntest, wäre das für den weiteren Wochenablauf sicherlich förderlich.« Immerhin rückt die angestrebte Verpflichtung von Temel Hop näher. Der Außenstürmer, dem auch ein Angebot des niedersächsischen Oberligisten Goslarer SC vorliegen soll, wird vom FC Gütersloh mit einer beruflichen Perspektive geködert. Schon heute soll Hop nach Vorstellung der Gütersloher Verantwortlichen seine Unterschrift unter eine entsprechende Vereinbarung setzen und am Wochenende im Kader stehen. Profibereich das angestrebte Ziel SC PADERBORN 07 II Yasin Kocatepe spielt seine erste Saison bei den Senioren Paderborn. Die U23 des SC Paderborn 07 hat in der Westfalenliga nach vier Spielen sieben Punkte gesammelt. Keine schlechte Startbilanz für eine Mannschaft, die größtenteils mit Spielern aus der A-Jugend verstärkt worden ist. Einer aus der jungen Garde ist Yasin Kocatepe. Die 18-jährige Offensivkraft spielt seit 2008 für den SC und wurde vom Innenverteidiger zum Stürmer umgeschult. „Das Niveau in der Westfalenliga ist deutlich höher als im Jugendbereich. Wir treffen oft auf Spieler, die schon höherklassig aktiv waren und unheimlich abgezockt sind“, nennt Kocatepe seine ersten Erfahrungen. Dass die junge Mannschaft mitten im Entwicklungsprozess steckt, war am Sonntag sichtbar. Der Oberliga-Absteiger Hammer Spielvereinigung stellte den SCP lange Zeit vor Probleme. Positiv ist, dass der SCP trotzdem in der Nachspielzeit noch den 1:1-Ausgleich schaffte. „Wir verfügen über viel Qualität, sind aber noch nicht konstant genug“, meint Kocatepe und fordert das Kollektiv, „wenn wir um die vorderen Plätze mitspielen wollen.“ Auch seine eigene Form schätzt er realistisch ein: „Ich war in der Vorbereitung verletzt und habe noch nicht den Leistungsstand der anderen.“ Um den zu erreichen, trainiert er zusätzlich. Motivierend wirkt dabei die Chance, bei entsprechender Leistung in den Profikader hineinschnuppern zu können. Aktuelle Beispiele hat Kocatepe mit Stefan Parensen, Sergej Schmik und Thomas Rath direkt vor Augen. „Sie geben Tipps und haben gezeigt, was durch Einsatzwillen und hartes Training möglich ist.“ Auch Kocatepe ist in der letzten Saison bereits in Testspielen für die Profis zum Einsatz gekommen. „Ich habe gesehen, worauf es ankommt, um den Sprung zu schaffen. Die Perspektive ist da.“ Perspektiven, um die sich mit ihm einige Spieler bemühen. So auch die beiden Neuzugänge Selcuk Alibaz und Berkan Afsarli. Sie werden zunächst in der U23 zum Einsatz kommen. Kocatepe findet das gut: „Beide haben Qualität und werden den Konkurrenzkampf anheizen. Das kann für uns nur gut sein.“ SV Emsdetten 05 Gadomski-Elf muss mutiger agieren EMSDETTEN "Meine Mannschaft kann nur erfolgreichen Fußball bieten, wenn sie selbst in Ballbesitz ist, wenn sie klar und gezielt nach vorne spielt. Eine sture defensive Ausrichtung kann dieses junge Team nicht spielen." Das war eine der Aussagen von 05-Trainer Bodo Gadomski zum Ende der langen Vorbereitung. Und wenn diese Aussage passt, dann ist der entscheidende Grund für die Niederlage im zweiten Saisonspiel - 0:1 gegen den Aufsteiger SV Dorsten-Hardt - schnell gefunden. Denn betrachtet man die 90 Westfalenliga-Minuten im Salvus-Stadion, so hatte der Gast sicherlich an die 70 Prozent Ballbesitz. Vom Anpfiff weg war Dorsten einen Tick präsenter, fand die bessere Raumaufteilung und sorgte immer wieder für Überzahl im Mittelfeld. Weil sie Akteure aus der Kette einschalteten, weil sich Stürmer "fallen" ließen, zwischen den beiden Strafräumen hatte der spätere Sieger fast immer einen personellen Vorteil. Es kommen andere Gegner Die Deckungsreihen auf beiden Seiten erledigten ihre Aufgabe sicher und souverän. Wobei allerdings festzustellen ist, dass die 05er viel zu selten in der Lage waren, eine Gast-Mannschaft vor Probleme zu stellen, die als Aufsteiger mit 180 Minuten ohne Gegentor anreiste und entsprechend eine ganz breite Brust hatte. Auf der anderen Seite muss man auch konstatieren, dass die 05er im Verlauf der Serie noch auf Gegner treffen werden, die in der Offensive weitaus gefährlicher sind als diese Dorstener. Denn der Gast machte aus seiner optischen Überlegenheit zu wenig, weil man zu lange am Ball blieb. Weil man die Pässe erst dann spielte, wenn man dazu durch die 05-Abwehrspieler quasi gezwungen war. Und da gingen doch viele Pässe ins Leere... Zurück zu den 05ern: In der Spitze strahlte Sven Mersch überhaupt keine Gefahr aus, bei Isuf Asllani blieb es bei Versuchen. Doch es lag nicht an den Spitzen, dass die 05er keinen Druck aufbauten. Es lag am Mittelfeld und an den Außenspielern in der Kette. Torsicherung war Trumpf Sebastian Krassowski und Marcel Czichowski schalteten sich nur zu selten mit ein, sie sahen ihre Aufgabe in erster Linie in der Sicherung des eigenen Tores. Im Mittelfeld waren beide Außenbahnen bei 05 schwach besetzt. Rechts fand der junge Kai Möllers einfach keine Bindung, kam eigentlich nie passend in die Zweikämpfe. Links hatte Emre Kücükosman eine starke Aktion bei seinem Solo, doch er verlor zig Bälle im eigensinnigen Zweikampf. Und wenn man fünf gescheiterten Versuchen auch beim sechsten Mal mit dem Ball "in" die Gegner rennt, dann darf man wahrlich nicht von einer Lernprozess sprechen... Zu tief in der Zentrale Zentral spielt 05 mit einer "Doppel-Sechs", Stefan Bettmer und Guido Göcke. Beide machten auch gegen Dorsten ihre Aufgabe ordentlich, doch sie wurden vom Gegner gezwungen, tief zu agieren und konnten so dem eigenen Offensivspiel kaum Impulse geben. Das 05-Team kam zu selten an den Ball. Und wenn er mal da war, war er deutlich zu flott wieder weg... Nichts ist auszusetzen an der 05-Abwehr, auch diesen Gegentreffer darf man sich fangen. Die Probleme lagen in der Offensive. 90 Minuten mit nur ein, zwei Chancen, das ist zu dürftig. Da lag er Hase im Pfeffer... FC Eintracht Rheine Andre Klostermann als stiller Tor-Genießer RHEINE Wenn am kommenden Sonntag das Nachbarderby zwischen dem SuS und dem FCE Rheine im Neuenkirchener Waldstadion angepfiffen wird, ist das für Andre Klostermann „kein normales Westfalenliga-Spiel“. Das kann es auch gar nicht sein, denn der 29-Jährige kickte in der abgelaufenen Saison noch für den SuS. Jetzt rackert er für den FCE auf der Sechser-Position, trifft also mit seinem neuen Klub auf seinen Ex-Verein. Und freut sich drauf: „Ich habe mir in dieser Woche extra Urlaub genommen, damit ich am Sonntag fit bin“, sagt Andre Klostermann und lacht. Denn: Er hat zwar wirklich Urlaub, hat diesen aber aus familiären Gründen genommen. Drei Jahre war „Kloster“ Stammkraft beim SuS. Im zentralen, defensiven Mittelfeld, als Innenverteidiger oder auf der – wenig geliebten – Position des linken Verteidigers in der Viererabwehrkette überzeugte er durchweg in der Defensive und erzielte auch stets eine stattliche Anzahl Tore. Neun waren es in der letzten Saison, viele davon per Kopf nach Standards seines „besten Kumpels“ Patrick Schulz. Habe mich beim SuS sehr wohl gefühlt Der blieb, trotz FCE-Anfrage, beim SuS. „Wir telefonieren regelmäßig, auch in dieser Woche. Aber diesmal sprechen wir nicht über Fußball“, verrät Klostermann. Den SuS hält er für einen „familiär geführten Klub, bei dem ich mich sehr wohl gefühlt habe“. Trotzdem ging er nach Rheine, „weil ich nach drei Jahren eine neue Herausforderung gesucht habe“, begründet er. „Außerdem wohne ich mit meiner Familie in Rheine und wollte immer schon mal beim FCE spielen.“ Dort ist er nun angekommen, fühlt sich „hier ebenfalls sehr wohl“ und hat sich gleich – wie erwartet – als Stammkraft etabliert. Auf der „Sechs“, seiner „Lieblings-Position. Das ist besser als links hinten“. Wir haben eine qualitativ gute Mannschaft Mit seiner neuen Truppe ist Klostermann gut zufrieden: „Wir haben eine qualitativ gute Mannschaft. Ärgerlich ist nur, dass wir in Hamm 2:3 verloren haben.“ Doch mit sechs Punkten aus drei Partien ist der FCE im Soll. Und unterscheidet sich damit vom SuS, der nach vier Spielen erst drei Zähler auf dem Konto hat. Doch Klostermann ist sicher, „dass der SuS eine gute Truppe hat. Die werden schon noch ihre Siege einfahren. Nur sollten sie damit noch zwei Wochen warten ...“. Der Neu-Eintrachtler hegt Vorfreude aufs Derby. „Im Waldstadion ist immer eine gute Stimmung, man trifft viele Freunde wieder.“ Genau die richtige Partie also für das erste Klostermann-Tor im FCE-Dress? „Ich wäre nicht abgeneigt“, sagt der Mittelfeldmotor. „Mitleid mit dem SuS habe ich nicht. Aber beim Torjubel würde ich mich zurückhalten. Da wäre ich dann mehr der stille Genießer.“ SuS Neuenkirchen Gegen den FCE den Frust von der Seele schießen NEUENKIRCHEN Vier Spiele, drei Punkte – zu wenig für den SuS Neuenkirchen. „Gute Leistungen im eigenen Stadion wechseln sich im Moment mit deutlich schwächeren auf gegnerischen Plätzen ab“, fasst es Trainer Franz-Josef Reckels zusammen und forscht nach den Gründen, warum es bei seinem Team (noch) nicht rund läuft. „Wir haben viele sensible und junge Spieler. Und da wirken sich solche Misserfolge auf die spielerische Qualität aus“, hat er registriert. Nail Kaplan, Maik Osterhaus oder Patrick Wensing sind halt noch keine Routiniers. Thorsten Schmidt schon, aber der fehlt aufgrund einer Erkrankung für längere Zeit. Und jetzt steht auch noch das Derby gegen den FCE Rheine an. „Eine gute Gelegenheit, sich den Frust von der Seele zu schießen“, fordert Reckels. Obwohl er weiß, dass es gegen qualitativ ausgerüstete Eintrachtler „schwer wird“. Doch Reckels bleibt ruhig: „Wir verfallen auch in dieser schwierigen Zeit nicht in Aktionismus.“ 1. FC Gievenbeck Leifkens Lebenszeichen MÜNSTER Drei Pflichtspiele verlor der 1. FC Gievenbeck zuletzt im heimischen Sportpark. Um wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern, musste der Westfalenligist gestern den Weg zur Sentruper Höhe gehen, wo der Verein bis vor 15 Jahren seine Heimstätte hatte. Inzwischen trägt die U 23 des SC Preußen dort ihre Partien aus – und verlor das münstersche Derby mit 1:2 (1:1). Im Duell der Punktlosen war der Aufsteiger kein unverdienter Sieger, der mäßige Spielverlauf hätte jedoch eher ein Remis als korrektes Resultat hervorbringen können. Während der FCG erleichtert die ersten Zähler einsammelte, ist Preußen Vorletzter. Die Punktlosen So abgedroschen es klingen mag – beiden Vertretern war in der ersten Hälfte die Verunsicherung anzumerken. Der Gastgeber hatte die höheren Anteile, der Neuling die besseren Chancen. Etwa die: Patrick Westphal rutschte an einem Freistoß von Moritz Knemeyer um Millimeter vorbei (5.). Nach langer Durststrecke läutete Regionalliga-Leihgabe Rico Schmider per Freistoß, den Keeper Kieran Schulze-Marmeling gegen sein Ex-Team entschärfte (33.), eine heiße Endphase des ersten Durchgangs ein. Ingmar Holtkamp war wenig später Wegbereiter des 1:0, in der Mitte stand Bekir Kilabaz sträflich frei und traf (36.). Das erste Saisontor hatte aber keine befreiende Wirkung. Kapitän Florian Quabeck verlor sogar den Überblick, spielte zwei Minuten später Hand im eigenen Sechzehner. Völlig unnötig, nicht zwingend ahndenswert – aber der Pfiff kam und Timm Barkam verwandelte den Elfmeter (38.). Kurzzeitig Oberwasser Und jetzt hatte Gievenbeck sogar kurzzeitig Oberwasser. Knemeyers Flanke setzte der gute Christian Keil volley über den Kasten (41.) und Jens Könemann ließ sich in bester Position von Timo Woltering am Torschuss und möglichen 2:1 hindern (45.). Leerlauf war dann nach dem Wechsel wieder angesagt. Hier ein Versuch von Michael Seifert (41.), dort Chancen für Keil (57.), der per Kopf an Fabian Otte scheiterte, und Philipp Daldrup (67.), der überhastet nach Könemanns Flanke abschloss. Das 1:1 wäre okay gewesen. Da leistete sich der SCP einen Ballverlust in der eigenen Hälfte. Fabian Leifken, eben erst eingewechselt, schnappte sich den Ball und zog aus 25 Metern einfach flach ab. Otte machte sich nicht lang genug und die Kugel rollte tatsächlich ins Eck (83.). 2:1 – der Siegtreffer. Und Auftakt zur kollektiven Jubelarie in Blau und Rot. Seit dem Herzschlag-Aufstieg im Juni hatten die Gievenbecker schon eine unfreiwillige Feierpause hinter sich. Gestern musste alles raus. SCP: Otte - Dieckmann, Quabeck, Woltering, Nas - Sehrbrock (70. Karadag), Schmider - Kilabaz (62. Koopmann), Holtkamp, Islak (89. Yaglioglu) - Seifert. FCG: Schulze-Marmeling - Weitz (46. Fromme), Steinkamp, Westphal, H. Könemann - Bonnekessel, M. Knemeyer - Barkam, J. Könemann, Keil (89. Heinrich) - Daldrup (68. Leifken.). Tore: 1:0 Kilabaz (36.), 1:1 Barkam (38./HE), 1:2 Leifken (83.). Emsdetten - SVDH 0:1 Aufsteiger spielt frisch und mutig Ein etwas mulmiges Gefühl hatte der Dorstener Tross schon vor der Reise nach Emsdetten. Schließlich gelten die 05er in der Liga als gefährliche Mannschaft. Die Sorgen waren unbegründet. Wie in den ersten drei Spielen zuvor spielte Dorsten-Hardt frisch und mutig auf und machte es den Hausherren schwer, ins Spiel zu kommen. Allein Zählbares konnte die Mannschaft von Martin Schmidt zunächst nicht herausschlagen. Was seine Elf aber spielerisch ablieferte gefiel Schmidt. „Wir haben uns klasse bis zum Strafraum durchkombiniert, dann aber die Cleverness vermissen lassen. Das müssen wir verbessern“, analysierte der Trainer nach dem Spiel. Da jedoch Matthias Müller das Tor des Tages markierte (72.), darf sich der Aufsteiger über aktuell acht Punkte und eine weiterhin weiße Weste freuen. Nicht mal einen Gegentreffer hat Dorsten bislang hinnehmen müssen. Emsdetten: Menebröcker - Strauß, Czichowski, Loerraker, Krassowski - Göcke, Möllers (56. Emekci), Bettmer, Mersch (46. Maganga) - Asllani, Kücükosman (77. Wolters). Dorsten: Schröder - Ewald, De Manna, Koscholleck, Damnitz - Müller, Vasic, Klöckner (64. Kara), Scheuch - Potthast (76. Knake), Kauschat (88. Hofmann). SR: Bernd Westbeld (Harsewinkel). - Tor: 0:1 Müller (72.). - Zuschauer: 250. FC 96 RE - HSV 4:1 Bertram-Doppelpack sichert den Sieg Nur gut 100 Zuschauer verfolgten das zweite Heimspiel des FC Recklinghausen. Warum eigentlich, muss man fragen, wenn man die erneut starke Leistung bedenkt. Der FCR steckte die frühe Gästeführung (7.) schnell weg und durfte sich auf die Straumraumgefährlichkeit von Abwehrspieler Daniel Bertram verlassen. Der Innenverteidiger verwandelte zunächst per Kopfball (10.) und dann mit einem Abstauber (35.), jeweils nach einer Standardsituation. „Wir wissen ja, dass Daniel nach ruhenden Bällen stark ist. Das hat er toll ausgenutzt“, war Anders überglücklich. Recklinghausen war auch nach der Pause stärker. Sehenswert war die Kombination über Ali Yilmaz und Gökhan Timürlenk, die Hianick Kamba zum 4:1 verwandelte (79.). Der FCR feierte somit einen verdienten zweiten Heimsieg. Recklinghausen: Pommer - Jesih, Bertram, Luvuezo (66. Timürlenk), Piechottka - Liedtke, Eskiadam (86. Siwek), Pavlovic (86. Pfennigstorf), Yilmaz, Sadlowski - Kamba. Hövelhof: Kirchhoff - Thieschneider, Malena, Wenkemann, Zimmermann - Mückenhaupt (66. Brandy), Kleinegrauthoff, Schäfers (72. Reischke), Urban - Amabou (58. Welker), Meier. SR: Jens Sielemann (Gelsenkirchen). - Zuschauer: 100. Tore: 0:1 Meier (7.), 1:1 Bertram (10.), 2:1 Bertram (35.), 3:1 Pavlovic (68.), 4:1 Kamba (79.). WL 1: SCP II - Hamm 1:1 Ausgleich in letzter Sekunde Dass man auch in der Nachspielzeit konzentriert zu Werke gehen muss, bekam Hamm in Paderborn bitter zu spüren und wurde mit dem späten Ausgleich bestraft. Die Reserve des SCP egalisierte in Person von Yasin Kocatepe den 0:1-Rückstand der Gäste erst in der vierten Minute der Nachspielzeit. „Natürlich sind wir sehr enttäuscht. Ich glaube nicht, dass die Chance in Paderborn zu gewinnen jemals so groß war wie heute“, ärgerte sich Hamms Trainer Holger Wortmann über das späte Remis. Insbesondere im ersten Abschnitt zeigten die Gäste eine feine Leistung. Folgerichtig traf Sven Dyballa zur verdienten Pausenführung. Die Paderborner mussten Hamm den Großteil der Spielanteile überlassen und liefen oft hinterher. Nico Schiller und Kevin Lanzendörfer vergaben in der Schlussphase allerdings gute Einschussmöglichkeiten, sodass ordentlich gezittert wurde. Mit dem späten 1:1 musste die Spielvereinigung den Wunsch auf einen Dreier begraben. Paderborn II: Burchert, Siegel (61. Lanz), Rath, Klukin (67. Starostzik), Neumann - Schmik, Parensen (67. Runowski), Brandner, Kocatepe - Jevric, Manno. Hamm: Stiepermann - Senger, S. Dyballa, Kaminski, Blesz - Fiore (76. Kücük), M. Dyballa - Aktas (87. Metin), Lanzendörfer - Thiele, Backszat (62. Schiller.) SR: Max Dering (Bielefeld). - Zuschauer: 200. Tore: 0:1 S. Dyballa (38.), 1:1 Kocatepe (90.+4) Fehlstart in die Saison: SuS-Angreifer laufen ihrer Form hinterher Neuenkirchen. Ein Gewinner steht schon vor dem Anpfiff fest: der Kassierer. Es dürfte voll werden im Waldstadion, wenn am Sonntag um 15 Uhr der Anpfiff zum Derby zwischen SuS Neuenkirchen und FCE Rheine ertönt. Während die Eintrachtler erfolgreiche Wochen hinter sich haben, wartet der SuS noch auf seinen ersten Saisonsieg. Doch der Optimismus im Lager der Neuenkirchener ist ungebrochen, Co-Trainer Hasan Ürkmez sagt: „Unsere Mannschaft ist viel besser, als es die drei Punkte, die wir auf dem Konto haben, zum Ausdruck bringen.“ Nach drei Unentschieden in Folge kassierten die Neuenkirchener in Lippstadt nun ihre erste Saisonniederlage. „Eigentlich war es ein typisches 0:0-Spiel, bis eben zu dem Elfmeter, den man so nicht geben kann“, meinte Ürkmez. Zu allem Überfluss musste die SuS-Mannschaft auch noch mit zwei Verletzten die Heimreise antreten. Das Spiel war gerade mal wenige Minuten alt, da traf es bereits Florian Reckels, Sohn des Cheftrainers Franz-Josef Reckels, der mit seinem Gegenspieler zusammenprallte und sich das Knie verdrehte. „Er wird bis zum Wochenende vermutlich fit“, zeigt sich Ürkmez zuversichtlich. Ein Schuss skeptischer ist er bei Stürmer Christian Bußmann. Der erhielt einen Schlag auf den Knöchel, und dieser ist entsprechend dick angeschwollen. Bußmann fuhr dann nicht mit dem Mannschaftsbus, sondern im Pkw seiner Eltern nach Hause. „Hoffentlich ist nichts angebrochen“, bangt Ürkmez. Mit Thorsten Schmidt wird ein Spieler definitiv fehlen, der eine ganz besondere Beziehung zum FCE hat. Quasi in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde er vor Jahren zusammen mit Michael Felix an den SuS transferiert, im Gegenzug ging seinerzeit Michael Rintelen zu den Eintrachtlern. Den Neuenkirchenern hätte kaum etwas Besseres passieren können, denn Schmidt beeindruckte über Jahre durch konstant gute Leistungen. Doch Schmidt ist erkrankt, wird vermutlich erst Ende der Woche das Krankenhaus verlassen und kann frühestens in vier oder fünf Wochen wieder für den SuS Fußball spielen. Es hapert im Sturm bei den Neuenkirchenern, drei Tore in vier Spielen sind angesichts der Klasse der Angreifer eine ganz magere Ausbeute. „Unsere Angreifer haben in Lippstadt alle nicht ihren besten Tag erwischt“, sagte Ürkmez ganz offen. Allerdings habe Nail Kaplan wegen einer fiebrigen Erkältung in der vergangenen Woche nur am Freitag trainiert, und es habe auch sichtlich an Spritzigkeit gefehlt. „Der FCE ist sicherlich sehr gut drauf und hat in den vergangenen Wochen beachtliche Ergebnisse erzielt“, betonte Ürkmez. Doch der Co-Trainer des SuS vertraut auf die Heimstärke seiner Mannschaft und ergänzt: „Wir müssen einfach nur unser Potenzial abrufen, so wie es die Mannschaft zum Teil schon im Training gemacht hat.“ Wenn das Team an diese Leistung anknüpfen kann, habe er keine Bedenken für das Derby gegen den FC Eintracht am Sonntag. FC Gütersloh kassiert Prügel in Stadtlohn Stadtlohn (jed). Der FC Gütersloh hat beim dritten Auswärtsspiel in Folge kräftig Prügel bezogen. Beim SuS Stadtlohn kassierte die Mannschaft von Trainer Dirk Flock eine 1:4-Niederlage. Vor einem Jahr lag der FCG zur Pause mit 0:3 zurück. Gestern stand es beim Seitenwechsel erneut 0:3 aus FCG-Sicht. Im Gegensatz zum Vorjahr waren die Gäste aber in den ersten 25 Minuten das tonangebende Team. Die Flock-Elf, mit Ufuk Basdas für den noch geschonten Christian Zodrow, übernahm sofort das Kommando, drängte den Gastgeber bis zum eigenen Strafraum zurück. Zweimal rettete die Latte (13., 18.), Pascal Becker scheiterte an der Lattenunterkante (23.), ein Kopfball von Patrick Plucinski (24.) wurde auf der Linie geklärt. Lediglich die Höhe des Gütersloher Sieges schien fraglich. Dann drehte Stadtlohn den Spieß um. Nico Klein Günnewick (27.), Rick Reekers (32.) sowie Daniel Ebbing (37.) bestraften die schlecht gestaffelte FCG-Defensive binnen zehn Minuten mit drei Kontern für ihr sorgloses Anrennen. Überhaupt Rick Reekers. Der 19-jährige Spross von Rob Reekers, langjähriger Spieler und Trainer im Heidewald, wurde zum Alptraum des FCG. Der Youngster machte ein Tor selbst, bereitete zwei Treffer vor und vernaschte die löchrige Viererabwehrkette fast nach Belieben. Flock legte den Finger in die Wunde: „Drei Tore sind nach Fehlern im Aufbauspiel entstanden. Es kann nicht sein, dass wir uns dreimal von einem einfachen Ball in die Schnittstelle ausspielen lassen. Da müssen wir viel cleverer stehen.“ Der Schock der Gegentreffer saß tief. Erst ab der 60. Minute schaffte es Gütersloh, sich Torchancen zu arbeiten. Spätestens mit dem 4:0 durch Nico Klein Günnewick (68.) hatte sich die Hoffnung auf eine Aufholjagd erledigt. Die Entstehung war beispielhaft für die von Flock bemängelte fehlende Absicherung. Nach einem Konter verlor Tim Brinkmann ein Duell gegen Mario Beeke. Der ging alleine auf Alexander Opitz zu, legte quer zum Doppeltorschützen, der völlig ungedeckt zum zweiten Mal einschob. Der eingewechselte Sami Önen betrieb mit dem 1:4-Anschlusstreffer (79.) Ergebniskosmetik. Die Gelb-Rote Karte gegen Patrick Plucinski (83.) fiel nicht mehr groß ins Gewicht. Unruhe beim VfB Fichte Von Homogenität kann Mark Sawkill im Moment nur träumen. Seine Arbeit mit dem VfB Fichte gleicht im Moment eher dem Zusammenbau eines Puzzles, bei dem nach und nach die noch fehlenden Teile eintreffen. „Wenn wir jetzt noch drei Wochen Vorbereitungszeit hätten, wären wir gut aufgestellt“, sagt Sawkill. So viel Zeit bleibt ihm und seinen Mannen jedoch nicht – angesichts von vier Niederlagen in Folge müssen so schnell wie möglich Punkte her, am besten schon am kommenden Sonntag gegen Paderborn. Dazu bedarf es allerdings einer gewaltigen Steigerung in allen Mannschaftsteilen, denn den VfB Fichte drückt zur Zeit vorne wie hinten der Schuh. Dass die vier Niederlagen allesamt gegen Klubs kassiert wurden, die in der Tabelle relativ weit vorne anzusiedeln sind, ist da nur ein schwacher Trost. Wichtig sei vor allem, „dass die Köpfe frei werden“, meint der Trainer, der sich heute mit dem Team zusammensetzt und zusehen will, „dass wir durch die Pleitenserie psychisch keinen Knacks bekommen“. Vielleicht reicht es ja zu etwas Zählbarem, wenn alle im Verein mal die Ärmel hochkrempeln. Hammer Spvg. Probesitzen mit klarem Ergebnis Die neue Tribüne der Hammer Spvg. ist ein Aushängeschild des Westfalenligisten. Das hat der Klub unter anderem der Firma STECHERT Stahlrohrmöbel zu verdanken. Im letzten Spiel der Vorjahressaison der NRW-Liga wurde sie eingeweiht, leider zu einem unerfreulichen Anlass: Dem Abstieg in die Verbandsliga im Mai verfolgten viele Fans der Hammer Spvgg. auf der gerade erst eingeweihten Tribüne, auf Sitzen aus dem Hause STECHERT Stahlrohrmöbel. Der strenge Winter hatte eine frühere Nutzung verhindert, darüber hinaus aber auch die sorgfältige Planung der „Rothosen“. „In Hamm sind sie sehr konsequent vorgegangen. Sie haben sich lange beraten lassen und sich viele Gedanken gemacht“, sagt Ralf-Werner Münster, Prokurist der STECHERT Stahlrohrmöbel GmbH. Schon in November 2007 gab es die ersten Kontakt zum Bergkamener Tribünen-Architekten Michael Kaiser, wenig später wurden Muster geliefert. „Wir haben verschiedene Sitze ausprobiert“, erinnert sich der Finanzmanager der Spvgg., Thomas Schürmann. „Dabei war es uns wichtig, nicht nur irgendwelche Sitzschalen zu nehmen, sondern solche Modelle, die auch ein gewisses Maß an Komfort mit sich bringen.“ Im Konkreten spricht er hierbei vom Schalensitz-Typ „Arena“, von dem insgesamt 364 rote und 468 weiße Exemplare verbaut wurden. „Ein sehr stabiler Sitz, aus hochwertigem, schwer entflammbaren Kunststoff, der sogar die FIFA-Normen entspricht“, erklärt Münster. Im mittleren Teil und der oberen Reihe befinden sich hingegen 100 Klappsitze des Typs „Berlin“, der sich vor allem durch ein doppeltes Senkrechtrohr in der Lehne, wodurch ein Abknicken nahezu unmöglich wird, auszeichnet, der aber durch eine Anschlagsdämpfung keine Geräusche beim Hochklappen erzeugt. „Fußball gucken wie im Wohnzimmer“, beschreibt Münster hingegen das Sitzgefühl des VIP-Sessels „Franken“, derer es 20 Stück in der Evora-Arena gibt, „denn der hat einfach eine perfekte Ergonomie.“ Insgesamt sechs „Reporter“, so der Name des als wartungsfrei geltenden Presseplatzes inklusive Klapptisch runden das Sitzangebot der Hammer ab. Dabei muss es allerdings längst nicht bleiben, denn die aktuelle Tribüne wurde in Modulbauweise errichtet, kann demnach – sportlich bessere Zeiten vorausgesetzt – ohne großen Aufwand erweitert werden. Man kann sich sicher sein, dass die STECHERT-Sitze auch in diesem Falle wieder wohlwollend getestet werden. ---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 06.09.2010 Karanfil: »Alle müssen sich hinterfragen« VfB Fichte kassiert 0:5-Klatsche in Delbrück Bielefeld (WB/jm). Dicke Luft beim VfB Fichte. Nach dem blamablen 0:5 (0:2) im Delbrücker AM-Stadion, der vierten Niederlage im vierten Spiel, ist der Westfalenliga-Fehlstart perfekt. Die Sportliche Leitung denkt schon laut über Konsequenzen nach. So zürnte Murat Karanfil gestern: »Die Mannschaft ist tot. Das war nichts. So wird es nicht reichen«. Ob und in welcher Form beim verunsicherten Tabellenletzten die Mechanismen des Fußballs greifen, entscheidet sich in den nächsten Tagen. »Es gibt nichts schönzureden. Alle, die mit der Mannschaft zu tun haben, müssen sich hinterfragen. Auch ich«, mahnt Karanfil. Mark Sawkill habe »unglaubliche Verdienste«. Es sei zu leicht, die Talfahrt nur an ihm festzumachen. »Wir müssen etwas ändern und die Mannschaft schnell aufrichten. Am liebsten mit unserem Trainer«, so Karanfil. Sawkill zeigte sich gestern vor allem von der zweiten Halbzeit enttäuscht. »Die war unterirdisch. Wir haben keine Zweikämpfe gewonnen, keinen Druck nach vorn entwickelt und sind auseinandergefallen«. Dass das 0:3 aus einer laut Coach klaren Abseitsstellung heraus gefallen sei, ein Altunsaban-Kopfball unter die Latte und ins Tor prallte (der Assistent habe Tor angezeigt, doch der Schiedsrichter weiterspielen lassen), Konstantin Beckmanns Kopfball an den Pfosten klatschte und Murat Kizilkaya nur die Latte traf, passte irgendwie ins Bild. Das Glück scheint den VfB Fichte verlassen zu haben. Die Gäste ergaben sich am Ende willenlos in ihr Schicksal. VfB Fichte: Peterhanwahr - Schwesig, Beckmann, Kwamo-Kamdem, Gerke, Scardino, Bobaj, Gebedek (55. Kizilkaya), Smith (46. Özsalih), Cissé (55. Ilic), Altunsaban. Tore: 1:0 Hansjürgen (4.), 2:0 Sansar (30.), 3:0 Jessen (54.), 4:0 Tumani (57.), 5:0 Jessen (69.). Delbrück siegt, Plümer bleibt 5:0-Kantersieg gegen VfB Fichte Bielefeld Delbrück (WV). Reichlich Pflicht, aber auch etwas Kür. Westfalenligist Delbrücker SC hat seine Heimaufgabe gegen das punktlose Schlusslicht VfB Fichte Bielefeld mit Bravour und einem 5:0 gelöst. »Wichtig sind die drei Punkte, aber man sollte die Höhe des Sieges nicht überbewerten. Bielefeld war verunsichert und hat sich am Ende ergeben, aber dahin muss man auch erstmal kommen. Meine Mannschaft hat ein ordentliches Spiel gemacht und sich geschlossen gezeigt. Sie kann nichts dafür, wie der Gegner sich präsentiert«, kommentierte DSC-Coach Alfons Beckstedde den dritten Dreier im vierten Saisonspiel. Die Weichen dafür stellte Dominik Hansjürgen bereits in der vierten Minute, als er einen Freistoß von Furat Sansar zum frühen 1:0 einnickte. Sansar selbst war es dann in der 30. Minute, der nach einer Flanke von Yusuf Tumani ebenfalls per Kopf erfolgreich war. Hüben wie drüben hätten noch vor der Pause weitere Tore fallen können, doch zunächst traf Bielefelds Ismail Altunsaban nur die Unterkante der Latte, dann rettete ein Gästespieler nach Kopfball von Fabian Lübbers auf der Linie. Apropos Lübbers: Der Youngster spielte ungewohnt in der Vierer-Abwehrkette, Rückkehrer Andre Schröder saß wie die Neuzugänge Thomas Isenrrath und Umut Sakir auf der Bank, dafür kam Philipp Sill zu seinem ersten Westfalenliga-Einsatz. »Ich habe nach den Trainingseindrücken entschieden. Der Konkurrenzkampf ist groß, nächste Woche kann es schon wieder anders aussehen, aber wer draußen sitzt, muss mehr tun, als der, der spielt«, sagte Beckstedde. Auf dem Platz sah es gestern auch in der zweiten Hälfte nicht anders aus. Die überforderten Gäste hatten noch ein Mal Pech, als Kapitän Konstantin Beckmann erst den linken und Davor Ilic Sekunden später den rechten Pfosten traf, doch ansonsten spielte nur noch Delbrück. Kapitän Peter Berhorst scheiterte am Pfosten, doch speziell Stephan Jessen machte jetzt alles richtig. Zwei Tore erzielte der Neuzugang vom SV Heide selbst, das 4:0 legte er für Yusuf Tumani auf. Das Resultat freute vor den beiden Auswärtsspielen in Spexard und Neuenkrichen nicht nur den Trainer, auch der Vorsitzende war richtig glücklich. »Wir waren aggressiv, haben den Ball laufen lassen und gefährliche Standards getreten. Das war eine gute Leistung«, konstatierte Burghard Plümer. Der wird sich im übrigen, entgegen anderslautender Gedanken im Frühjahr (wir berichteten), auf der Jahreshauptversammlung am 3. Oktober (18 Uhr, Hotel Waldkrug) samt seiner Vorstandskollegen zur Wiederwahl stellen. »Wir machen mindestens noch zwei Jahre weiter«, gab Plümer am Rande der Partie bekannt. Delbrücker SC: Joswig - Riemer, Lübbers, Hansjürgen, Braune - Kraus, Jessen - Berhorst (79. Grziwotz), D'Angelo (69. Sill), Sansar - Tumani (75. Sakir). Tore: 1:0 Hansjürgen (4.), 2:0 Sansar (30.), 3:0 Jessen (54.), 4:0 Tumani (57.), 5:0 Jessen (69.). Spätes Tor von Starostzik Paderborns Reserve bucht glücklichen Punktgewinn gegen Hamm Paderborn (MR). Nach zwei Siegen in Serie hat sich die U 23 des SC Paderborn gestern ein 1:1 (0:1) gegen die Hammer SpVg. erkämpft. Die Pausenführung der Gäste glich Hendrik Starostzik in der Nachspielzeit noch aus. Die erste Hälfte verlief ohne große Höhepunkte. Die spielerisch und optisch überlegenen Gäste hatten zwei gute Möglichkeiten, nutzten eine und gingen verdient mit einer 1:0-Führung in die Kabine. Semi Aktas (5.) war es, der sich zuerst in Szene setzen konnte, doch sein Schuss strich noch knapp am Paderborner Tor vorbei. Besser machte es der frühere Dortmunder Junioren-Nationalspieler Sven Dyballa (36.). Ausgangspunkt war ein Ballverlust von Ardian Jevric, der 24-jährige Dyballa konnte sich dann auf der linken Seite gegen Ole Siegel durchsetzen und traf zum 1:0. Die Hausherren hatten nur eine nennenswerte Gelegenheit: Gaetano Manno (20.), der sich in der U 23 für die Bundesliga fit macht, sorgte vor dem Wechsel für den einzigen gefährlichen Torschuss. Nach der Pause hatte Ardian Jevric (55./Zuspiel Sergej Schmik) das 1:1 auf dem Fuß, scheiterte aber am Gästetorhüter. Mit zunehmender Spielzeit erhöhte der SCP zwar das Risiko, gefährlicher wurden die Angriffe aber trotzdem nicht. Das Passspiel war zu ungenau, außerdem kamen die SCPer auch in den Zweikämpfen meist einen Schritt zu spät. »Wir waren viel zu weit weg vom Gegner«, monierte Trainer Christoph Müller. Doch der Coach der Reserve hatte gestern auch das nötige Quäntchen Glück. Zunächst ließen die Gäste drei 100-prozentige Möglichkeiten aus. »Bessere Chancen gibt es nicht. In dieser Phase musste unser Gegner den Sack zu machen«, meinte auch Müller. Dann bestrafte der eingewechselte Hendrik Starostzik in der Nachspielzeit die mangelhafte Effektivität des Gegners. Nach einer Flanke von Gaetano Manno konnte Hamms Keeper nicht entscheidend gegen den aufgerückten Daniel Neumann klären, der Ball kam zu Starostzik und der traf zum 1:1-Endstand. »Dieser Punktgewinn war glücklich. Hamm war die bislang stärkste Mannschaft, gegen die wir gespielt haben«, freute sich Müller. SC Paderborn II: Burchert - Siegel (60. Lanz), Klukin (70. Starostzik), Schmik, Rath - Neumann, Parensen (70. Runowski) - Brandner, Jevric, Kocatepe – Manno. Tore: 0:1 Dyballa (36.), 1:1 Starostzik (90.+2.) 1:4 nach 1:0 - Weiß ist bedient Schwache Hövelhofer verlieren in Recklinghausen Hövelhof (en). Zuhause ist die Zwischenbilanz des Hövelhofer SV blütenrein: zwei Spiele, zwei Siege, sechs Punkte - mehr geht nicht. Auswärts hingegen läuft beim Fußball-Westfalenligisten noch nichts zusammen. Dem 0:2 gegen Aufsteiger SV Dorsten-Hardt ließ der HSV gestern ein 1:4 (1:2) beim Staffelwechsler Recklinghausen folgen: zwei Spiele, kein Punkt - weniger geht nicht. »Der Unterschied unserer Vorstellungen zuhause und auswärts ist eklatant. Solange wir die Heimspiele gewinnen, ist das nicht so schlimm, aber auf Dauer setzen wir uns mit solchen Leistungen auf fremden Plätzen zu sehr unter Druck. Jetzt muss im nächsten Spiel gegen Gievenbeck wieder ein Dreier her«, sagte Trainer Stefan Weiß. Der war vor allem deshalb bedient, weil die Anfangsphase in Recklinghausen kaum besser hätte verlaufen können. Schon nach acht Minuten gingen die Seinen in Führung. Nach einem Freistoß von Hendrik Schäfers traf Philipp Meier per Pressschlag zum 0:1. So weit, so viel versprechend, hätten die Hausherren nicht nur drei Minuten später über den Ausgleich jubeln dürfen und das ebenfalls im Anschluss an eine Standardsituation. Ausgerechnet. So hatte der FC in seinem ersten Heimspiel schon Stadtlohn besiegt. »Ich habe meine Jungs ausdrücklich vor dieser Stärke gewarnt. Aber erst leisten wir uns ein unnötiges Foul, dann passt die Zuordnung nicht und schon ist der Vorsprung wieder weg«, sagte der Coach. In der 36. Minute war es kein unnötiges Foul, sondern ein solcher Ballverlust, aus dem eine Ecke für Recklinghausen resultierte, auf die das 2:1 für die Gastgeber folgte. Bei einer Doppelchance für Marcel Wenkemann und Manuel Mückenhaupt (45.) hätte der erneute Ausgleich fallen können, doch der fiel nicht und so war die Weiß-Elf spätestens nach dem 3:1 (67.) bezwungen. »Nach dem dritten Treffer war uns der Gegner klar überlegen. Wir haben völlig verdient verloren«, sagte der Hövelhofer Übungsleiter. Der sah nicht nur noch das 4:1 (80.), sondern auch den nächsten verletzungsbedingten Ausfall. Hendrik Schäfers musste mit Verdacht auf eine schwerere Muskelverletzung im Oberschenkel vom Platz. HSV: Kirchhoff - Wenkemann, Thieschnieder, Kleinegrauthoff, Schäfers (72. Reischke) - Meier, Malena, Urban, Yallow (55. Welker) Zimmermann - Mückenhaupt (65. Brandy). Tore: 0:1 Meier (8.), 1:1 (11.), 2:1 (36.), 3:1 (67.), 4:1 (80.). Rick Reekers ist ein echter Albtraum FC Gütersloh trifft dreimal die Latte und wird dann für seine haarsträubenden Abwehrfehler bestraft Stadtlohn (WB). Der FC Gütersloh 2000 hat beim dritten Auswärtsspiel in Folge zum ersten Mal kräftig Prügel bezogen. Beim SuS Stadtlohn bezog die Mannschaft von Trainer Dirk Flock eine heftige 1:4 (0:3)-Niederlage. Bereits im vergangenen Jahr musste der Fußball-Westfalenligist mit einem 1:4 die 170 Kilometer lange Heimreise antreten. Zuschauer der Partie im Hülsta-Sportpark fühlten sich an ein Déjà-vu-Erlebnis erinnert. Vor einem Jahr lag der FCG zur Pause mit 0:3 im Rückstand, gestern hieß es beim Seitenwechsel ebenfalls 0:3. Im Gegensatz zum Vorjahr war der FCG diesmal in den ersten 25 Minuten die tonangebende und spielbestimmende Mannschaft. Die Elf von Dirk Flock, mit Ufuk Basdas für den noch geschonten Christian Zodrow, übernahm von Anfang an das Kommando. Der FCG hielt das Tempo hoch, nagelte die Gastgeber am eigenen Strafraum fest und kam zu etlichen hochkarätigen Torchancen. Zweimal rettete die Latte (13./18.), Pascal Becker scheiterte an der Lattenunterkante (23.), ein Kopfball von Patryk Plucinski (24.) wurde auf der Linie gerettet. Lediglich die Höhe des Gütersloher Sieges schien fraglich. Doch dann drehte Stadtlohn den Spieß einfach um. Nico Klein Günnewick (27.), Rick Reekers (32.) sowie Daniel Ebbing (37.) bestraften die schlecht gestaffelte FCG-Defensive binnen zehn Minuten mit drei Kontern für ihr allzu sorgloses, kopfloses Anrennen. Überhaupt Rick Reekers. Der 19-jährige Spross von Rob Reekers, langjähriger Spieler und Trainer im Heidewald, wurde zum Albtraum des FCG. Der Youngster machte ein Tor selbst, bereitete zwei Treffer vor und vernaschte die löchrige Viererabwehrkette fast nach Belieben. Dirk Flock legte anschließend den Finger in die Wunde: »25 Minuten hatten wir den Gegner im Sack. Drei Tore sind nach Fehlern im Aufbauspiel entstanden. Es kann nicht sein, dass wir uns dreimal von einem einfachen Ball in die Schnittstelle ausspielen lassen. Da müssen wir viel cleverer stehen.« Aus der Pause kam die Heidewaldelf mit zwei personellen Wechseln. Marc Birkenhake ersetzte Serdar Erdogmus, Daniel Eckel kam für Maximilian Heinrich. Dirk Flock: »Ich hätte hinten alle vier auswechseln können. Einen musste es treffen.« Bei allem Bemühen und allem Eifer saß der Schock der Gegentreffer tief. Erst ab der 60. Minute schaffte es der FC Gütersloh wieder, sich kleinere Torchancen herauszuarbeiten und die oftmals unsichere Abwehr der Gastgeber unter Druck zu setzen. Spätestens mit dem 4:0 durch den zweifachen Torschützen Nico Klein Günnewick (68.) hatten sich die Gütersloher Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd aber endgültig erledigt. Der eingewechselten Sami Önen betrieb mit dem 1:4-Anschlusstreffer (79.) lediglich noch Ergebniskosmetik. Die Gelb-Rote Karte gegen Patryk Plucinski wegen wiederholten Foulspiels (83.) fiel nicht mehr ins Gewicht. SuS Statdlohn: Fork - Terhaar, Koster, Uphues, Gravermann (62. Herking) - Erning, N. Kleine Günnewick, D. Kleine Günnewick (62. Beeke), Vennemann - Ebbing (80. Faruk Tan), Reekers. FC Gütersloh 2000: Opitz - Kretschmer, Heinrich (46. Eckel), Brinkmann, Eggert - Becker (73. Önen), Plucinski - Erdogmus (46. Birkenhake), Basdas, Warweg - Wiebusch. Schiedsrichter: Paul-Henryk Hadrossek (Dortmund). Gelb-Rote Karte: Patryk Plucinski (FCG) wegen wiederholten Foulspiels (83.). Die Tore 1:0 Nico Klein Günnewick (27.), 2:0 Rick Reekers (32.), 3:0 Daniel Ebbing (37.), 4:0 Nico Klein Günnewick (68.), 4:1 Sami Önen (79.). VfB Fichte wartet weiter auf den ersten Punkt WESTFALENLIGA: 0:5-Pleite in Delbrück Bielefeld (dogi). Der VfB Fichte sorgt in der Westfalenliga weiterhin für das absolute Kontrastprogramm zum TuS Dornberg: Nach dem 0:5 (0:2) beim SC Delbrück zieren die "Verschmolzenen" weiter ohne jeden Punkt das Tabellenende. "Nach dieser Leistung haben wir jede Menge Aufbauarbeit vor uns", erklärte Trainer Mark Sawkill, der von der schlechtesten Saisonleistung seines Teams sprach. Die Gäste gerieten schon nach vier Minuten durch einen Kopfball des Delbrücker Abwehrriesen Dominik Hansjürgen mit 0:1 in Rückstand. "Da mache ich niemandem einen Vorwurf. Wenn der eine Flanke richtig auf den Schädel bekommt, müssen wir schon Räuberleiter machen, um an den Ball zu kommen", nahm Sawkill diesen Gegentreffer noch mit Humor. Weniger gut gefiel ihm dagegen das Abwehrverhalten beim 0:2 (35.), das Furat Sansar freistehend vom Elfmeterpunkt aus erzielen durfte - ebenfalls per Kopf. In der 40. Minute jubelten dann die Gäste: Der Linienrichter zeigte nach einem von der Latte zurück prallenden Kopfball von Ismael Altunsaban Tor an - eine Meinung, der sich der Kollege Schiedsrichter leider nicht anschließen wollte. Nach der Pause geriet der VfB Fichte dann durch die Treffer von Stefan Jessen (64. und 80.) sowie von Yusuf Tumani (67.) arg unter die Räder. Die beste Möglichkeit zur Resultatsverbesserung vergaben in der 75. Minute Konstantin Beckmann und Murat Kizilkaya, die kurz nacheinander Pfosten und Latte trafen. "Da war die Partie für uns aber schon längst verloren", sagte Mark Sawkill. Fehler in Stadtlohn viermal hart bestraft Westfalenligist FC Gütersloh verliert 1:4 Stadtlohn. Der FC Güterslohbezog mit dem 1:4 bei SuS Stadtlohn in seinem dritten Auswärtsspiel in Serie kräftig Prügel. Schon im Vorjahr hatte die Elf von Trainer Dirk Flock mit diesem deprimierenden Ergebnis die 170 Kilometer lange Heimreise antreten müssen. Für die mitgereisten Fans war die Partie im Hülsta-Sportpark aber nicht nur deshalb ein Déjà-vu-Erlebnis. Wie vor einem Jahr lag der FCG zur Pause mit 0:3 zurück. Allerdings waren die Gütersloher dieses Mal immerhin 25 Minuten lang die tonangebende Mannschaft gewesen. Das Team von Dirk Flock, der Ufuk Basdas für den angeschlagenen Christian Zodrow aufgeboten hatte, hielt das Tempo hoch, nagelte die Gastgeber am eigenen Strafraum fest und hatte hochkarätige Chancen. Nach zwei Alluminiumtreffern in der 13. und 18. Minute visierte Pascal Becker die Lattenunterkante (23.) an, und ein Kopfball (24.) von Patrick Plucinski wurde auf der Linie abgewehrt. Lediglich die Höhe des Gütersloher Sieges schien fraglich zu sein, als die Stadtlohner den Spieß einfach umdrehten. Nico Klein Günnewick (27.), Rick Reekers (32.) und Daniel Ebbing (37.) bestraften das allzu sorglose Anrennen der Gütersloher Offensive und die schlechte Staffelung in der Rückwärtsbewegung mit drei Kontern. Rick Reekers, der 19 Jahre alte Sprössling von Rob Reekers, dem langjährigen Spieler und Trainer des FCG, entwickelte sich zum Alptraum für die Gäste, als er ein Tor selbst erzielte und zwei Treffer vorbereitete und dabei die löchrige Viererkette des FCG fast nach Belieben vernaschte. Flock legte den Finger in die Wunde: „Wir haben drei Tore nach Fehlern im Aufbauspiel bekommen. Es kann nicht sein, dass wir uns dreimal mit einem einfachen Ball in die Schnittstelle ausspielen lassen. Da müssen wir viel cleverer stehen.“ In der Pause stellte der FCG-Coach um. Marc Birkenhake ersetzte Serdar Erdogmus und Daniel Eckel kam für Maximilian Heinrich. „Ich hätte hinten alle vier auswechseln können. Einen musste es treffen“, erklärte Flock. Bei allem Bemühen, der Schock saß tief. Erst ab der 60. Minute vermochten die Gütersloher die Gastgeber wieder ein bisschen unter Druck zu setzen. Nach dem 4:0 (68.) durch Klein Günnewick hatte sich die Hoffnung auf eine Aufholjagd indes erledigt. Dieser Treffer war erneut beispielhaft für die von Flock bemängelte fehlende Absicherung. Tim Brinkmann verlor ein Duell mit Mario Beeke, der ging alleine auf Keeper Alexander Opitz zu und legte den Ball zum ungedeckten Doppeltorschützen quer. Der eingewechselte Sami Önen betrieb mit dem 4:1 (79.) nur Ergebniskosmetik. Die Gelbrote Karte für Patrick Plucinski (83.) fiel nicht mehr ins Gewicht. FC Gütersloh: Opitz – Kretschmer, Heinrich (46. Eckel), Brinkmann, Eggert – Becker (73. Önen), Plucinski – Erdogmus (46. Birkenhake), Basdas, Warweg – Wiebusch. Tore: 1:0 Klein Günnewick (27.), 2:0 Reekers (32.), 3:0 Ebbing (37.), 4:0 Klein Günnewick (68.) 4:1 Önen (79.). Joker Starostzik sticht in letzter Minute Glückliches 1:1 (0:1)-Unentschieden gegen die Hammer Spielvereinigung Paderborn. Ein Punktgewinn in letzter Minute kann ein Zeichen für eine Menge Pech in den 90 vorherigen Minuten sein. Oder aber ein Zeichen dafür, dass zumindest die Moral gestimmt hat. Bei der U23 des SC Paderborn trifft letztgenannte Möglichkeit zu. Das Heimspiel gegen die Hammer Spielvereinigung endete mit einem 1:1 (0:1)-Remis. „In meiner Mannschaft haben einige Spieler nicht ihren besten Tag erwischt“, meinte SCP-Trainer Christoph Müller zum Auftritt seiner Elf. Diese wollte kompakt stehen und so den Spielfluss des Oberligaabsteigers unterbinden. Eine Vorgabe, die nur bedingt funktionierte, denn bereits nach vier Minuten hatte Hamm die erste Gelegenheit. Auch in den folgenden Minuten zeigten sich die Gäste präsent und aggressiv, während der SCP Mühe hatte ein vernünftiges Aufbauspiel aufzuziehen. Profileihgabe Manno konnte mit einem abgefälschten Freistoß (20.) und einem Schuss noch für etwas Gefahr sorgen (27.). Mehr kam vom SCP nicht. Stattdessen stellten viele unpräzise Aktionen in der Vorwärtsbewegung die Viererkette um Kapitän Siegel, Klukin, Schmik sowie Rath immer wieder vor Probleme und brachten die Gäste schließlich in Führung (37.). „Vor dem Gegentor verlieren wir den Ball und lassen Hamm vor unserem Strafraum kombinieren. Das darf natürlich nicht passieren“, kritisierte Müller. Auch nach der Pause sah es für die U23 des SCP nicht gut aus. In der Defensive anfällig für Hammer Gegenstöße, agierte das Team in der Vorwärtsbewegung zu umständlich. Trotzdem hätte Jevric für den Ausgleich sorgen können (57.). Nachdem auch Hamm eine weitere Gelegenheit vergeben hatte, neutralisierten sich beide Mannschaften. Müller versuchte durch Wechsel noch einmal Schwung ins Paderborner Spiel zu bringen und hatte mit Starostzik das richtige Händchen. Der Innenverteidiger rückte in der dritten Minute der Nachspielzeit auf und staubte einen Kopfball von Schmik zum 1:1-Endstand ab. „Unser Spiel war nicht gut, aber den Punkt nehmen wir natürlich gerne mit“, so Müller. SCP: Burchert – Siegel (61. Lanz), Klukin (66. Runowski), Schmik, Rath – Brandner, Neumann, Parensen (66. Starostzik), Kocatepe – Manno, Jevric. Jessen-Debüt mit Doppelpack Klarer 5:0-Erfolg gegen Ligaschlusslicht Fichte Bielefeld Delbrück. Alfons Beckstedde forderte einen Sieg gegen Fichte Bielefeld. Sein Team gehorchte und schlug den Tabellenletzten klar mit 5:0 (2:0). „Wir haben in der einen oder anderen Situation auch etwas Glück gehabt. Insgesamt war der Auftritt meiner Mannschaft aber gut“, so der Trainer, der seine Mannschaft etwas umgebaut hatte. Jessen ersetzte den verletzten Fulland, Berhorst stand erstmalig in der Startelf und Tumani agierte in vorderster Front als einzige Sturmspitze. Beckstedde hatte auch gefordert, dass seine langen Innenverteidiger ihre Größenvorteile bei eigenen Standardsituationen nutzen sollen. Hansjürgen hatte gut zugehört. Bei einem Freistoß ging der Defensivspezialist mit nach vorne und köpfte den Ball zur 1:0-Führung ins Netz. Wenig später hatte der DSC sehr viel Glück als ein Bielefelder Kopfball nur an die Latte klatschte. Umso wichtiger war, dass der DSC nachlegen konnte. Tumani flankte auf Sansar und der köpfte zum 2:0 ein (30.). Nach der Pause kam Bielefeld etwas druckvoller aus der Kabine, doch Delbrück hielt stand und brach die Moral der Gäste mit dem 3:0 endgültig. Deren Torwart konnte einen Schuss von Tumani noch parieren. Der Ball landete allerdings bei Jessen, der ihn ins leere Tor schoss (53.). War Tumani bislang nur an den Toren beteiligt, so markierte er das 4:0 selbst. Er nahm einen Ball von Jessen auf, umspielte den Torwart und schob das Leder über die Linie (57.). Der Endstand war dann wieder Jessen vorbehalten, der in seinem Startelfdebüt einen guten Auftritt hinlegte. Nach einer Ecke schoss er das Leder per Direktabnahme zum 5:0 ins Netz. „Es war wichtig, dass wir die drei Punkte eingefahren und so in der Tabelle den Abstand zu Fichte Bielefeld vergrößert haben. Jetzt müssen wir zusehen, dass wir an die Leistung auch in den kommenden Wochen anknüpfen können“, meinte Beckstedde. DSC: Joswig – Riemer, Lübbers, Hansjürgen, Braune – Berhorst (80. Grziwotz), Jessen, Kraus, D’Angelo (65. Sill), Sansar – Tumani (78. Sakir). Weiß erstellt lange Fehlerliste HÖVELHOFER SV: 1:4-Pleite in Recklinghausen Hövelhof (MH). Rund 132 Kilometer liegen zwischen Hövelhof und Recklinghausen. Der Hövelhofer SV hätte sich die Reise sparen können. Beim FC Recklinghausen verlor die Mannschaft von Trainer Stefan Weiß mit 1:4 (1:2). „Unsere Fehlerquote ist aktuell einfach viel zu hoch“, ist nur ein Punkt der Mängelliste, die Weiß aktuell aufzählen könnte. Dabei startete der HSV optimal in die Partie. Nach einem Freistoß von Schäfers legte Thieschnieder quer zu Meier und dieser traf mit einer abgefälschten Bogenlampe zur 1:0-Führung (8. Minute). Drei Minuten später musste allerdings auch Hövelhofs Torwart Kirchhoff den Ball aus dem Netz holen. Vorausgegangen war ein unnötiges Hövelhofer Foulspiel und ein Freistoß für die Gastgeber. Wieder einmal war es also eine Unachtsamkeit bei einem Standard, durch den sich Hövelhof das Leben selbst schwer machte. „Dazu kommt, dass wir derzeit viel zu viele Ballverluste im Spielaufbau haben“, nennt Weiß einen weiteren Kritikpunkt. Einer dieser Ballverluste führte zu einer weiteren Ecke der Gastgeber. Der Ball wurde zunächst noch geklärt, landete dabei aber bei einem Recklinghausener. Dessen Schuss flog abgefälscht zum 1:2 an Kirchhoff vorbei ins Netz (36.). „Pech hatten wir dann auch noch“, so Weiß mit Blick auf die 45. Minute, in der Wenkemann nur die Latte traf und der Torwart der Gastgeber den Nachschuss von Mückenhaupt parieren konnte. In der zweiten Halbzeit lief beim HSV dann nicht mehr viel zusammen. Nach dem 1:3 – durch einen direkt verwandelten Freistoß – war der Hövelhofer Wille gebrochen (65.). Aus einer abseitsverdächtigen Situation legte Recklinghausen noch den Endstand nach (80.). Zimmermann verpasste kurz vor dem Ende, völlig allein vor dem Torwart stehend, noch die Ergebniskosmetik (86.). HSV: Kirchhoff – Malena, Thieschnieder, Kleinegrauthoff, Amadou (60. Welker) – Zimmermann, Wenkemann, Meier, Urban, Schäfers (72. Schäfers) – Mückenhaupt (65. Brandy). Maier und Eickel schießen den SV 08 zum 2:0-Sieg Westfalenliga 1 SV Lippstadt 08 - SuS Neuenkirchen 2:0 (0:0) Lippstadt - Drei Spiele, zwei Siege, ein Unentschieden - der Start in die neue Saison ist dem SV Lippstadt 08 gut gelungen. Gestern schickte die Mannschaft von Teammanager Daniel Farke den im Vorfeld hochgehandelten SuS Neuenkirchen vor etwa 350 Zuschauern auf dem Waldschlößchen mit einer 0:2-Niederlage auf die Heimreise. Es entwickelte sich eine Partie, in der beide Mannschaften auf Augenhöhe agierten. „Genau das hatte ich auch erwartet“, meinte Daniel Farke nach Spielende und freute sich riesig, dass seine Jungs nach Toren von Viktor Maier (52. per Foulelfmeter) und Hendrik Eickel (88.) als Sieger den Platz verlassen konnten. Aber die SVer hatten sich den Sieg auch verdient, denn im Prinzip ließen sie keine Chance des Gegners zu, agierten diesmal in der Defensive ungemein konzentriert spielten sich außerdem die besseren Möglichkeiten heraus. Überragender Mann auf dem Platz war Ansgar Kuhn. Der „Altmeister“ in dieser jungen Truppe dirigierte nicht nur die Abwehr souverän, sondern leitete auch immer wieder gefährliche Angriffe ein. Zudem war „Paule“ maßgeblich am 1:0 beteiligt, wurde er doch bei einem seiner zahlreichen Vorstöße im Neuenkirchener Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter verwandelte Viktor Maier mit seinem dritten Saisontor sicher (52.). Bis auf einen Schuss von Kaplan in der 44. Minute, der neben das Tor ging, hatten die Neuenkirchener im ersten Spielabschnitt keine Chance. Dafür aber hätten die SVer nach einem tollen Volleyschuss von Ferdi Günter aus etwa sechs Metern, der allerdings gegen die Latte knallte, in Führung gehen können (39.). Wer hatte die Vorlage gegeben? Natürlich Ansgar Kuhn. Hendrik Eickel, der gestern ein enormes Laufpensum an den Tag legte, war es dann vorbehalten, den Sack endgültig zuzumachen. Nach Super-Vorarbeit von Ferdi Günter, der seine Gegenspieler auf der rechten Seite wie Slalomstangen umkurvte, kam der Ball nach einem Abwehrversuch des SuS zu Eickel und der schob eiskalt ein (88.). Dann rettete Edmund Riemer noch zweimal kurz vor der Torlinie - aber der Sieg war perfekt. Neuenkirchen kam gestern eigentlich nie richtig zur Entfaltung, dafür stand der SV Lippstadt viel zu sicher. Das war ja im letzten Heimspiel gegen Spexard noch ganz anders. Offensichtlich haben die Spieler von Daniel Farke aber hinzugelernt. Jetzt können sie am Sonntag mit breiter Brust zum schweren Auswärtsspiel nach Stadtlohn fahren. Leifken schießt den 1. FC Gievenbeck zum Derbysieg 2:1 beim SC Preußen Münster II MÜNSTER Null Punkte aus drei Partien hatten die beiden Stadtrivalen vor dem Westfalenliga-Derby auf dem Konto. Dies ändert sich für die Preußen nach der 1:2 (1:1)-Niederlage nicht. Jubeln konnten am Ende die Gievenbecker, die dank Fabian Leifken den ersten Westfalenliga-Dreier der Vereinsgeschichte einfuhren. Wie dies genau geschah? In diesem Ticker können Sie es erfahren.
Westfalenliga 1 Tore: 1:0 Kilabaz (36.) 1:1 Barkam (38./HE), 1:2 Leifken (83.). 90. Min.: Gievenbeck siegt! Für die Preußen steht weiter die Null im Punktekonto. 83. Min.: Tor für die Gäste! Der zuvor eingewechselte Fabian Leifken schnappt sich die Kugel 25 Meter vor dem Tor, geht zwei Schritte und schießt tocken ins lange Eck. Preußen-Keeper Otte war jedoch nicht ohne Chance, machte bei dem Treffer keine gute Figur. 79. Min.: Die Qualität lässt weiter zu wünschen übrig. Die vielen schlampigen Pässe auf beiden Seiten werden vom Publikum mit einem Raunen begleiten. 67. Min.: Seit langem wieder eine Torszene: Nach einer Flanke von Jens Könemann vergibt Philipp Daldrup in der Mitte. 61. Min.: Die Partie verflacht erneut. 56. Min.: Jetzt zeichnet sich der Schlussmann auf der anderen Seite aus: Fabian Otte lenkt den Kopfball von Christian Keil über die Latte. 49. Min.: Die Gastgeber machen den Anfang: Michael Seiferts Schuss kann SCG-Keeper Kieran Schulze-Marmeling jedoch parieren. 46. Min.: Der Wiederanpfiff ertönt. Das Ringen um die ersten Punkte der Saison findet seine Fortsetzung. 45. Min.: Mit einem gerechten 1:1 gehen die Teams in die Kabine. 41. Min.: Gievenbeck drückt jetzt: Nach einer Flanke von Moritz Knemeyer nimmt Christian Keil die Pille direkt - das Tor bleibt aber leer. 38. Min.: Timm Barkam läuft an - und trifft. 1:1. 38. Min.: Im Gievenbecker Gegenzug ertönt ein Pfiff. Unnötigerweise spielt Florian Quabeck den Ball im eigenen Sechszehner mit der Hand. Es gibt Elfmeter für Gievenbeck. 36. Min.: Plötzlich zappelt das Leder im Netz: Nach Vorarbeit von Regionalligaspieler Rico Schmider, sorgt Bekir Kilabaz für das 1:0 der Preußen. 28. Min.: Es passiert nahezu gar nichts: Das Derby plätschert ohne Höhepunkte vor sich hin. 19. Min.: Das war knapp: Moritz Knemeyer zieht aus der zweiten Reihe ab - der Schuss geht haarscharf am Preußen-Pfosten vorbei. 15. Min.: Wie erwartet liefern sich die Rivalen eine zähe Begegnung. Ilhan Islak vergibt die erste Mini-Chance der Gastgeber. 8. Min.: Gievenbeck hat die erste kleine Möglichkeit der Partie: Nach einem Freistoß von Moritz Knemeyer verpasst Patrick Westphal den Ball am langen Pfosten. 1. Min.: Die überraschungs Neuverpflichtung Bora Karadag von RW Essen II sitzt bei den Preußen zunächst auf der Bank. Das selbe Schicksal teilt Gievenbecks Michael Fromme. 15 Uhr: Riesen Andrang beim Derby. Rund 300 Zuschauer beklatschen den Anstoß. Vor dem Spiel: Die Gievenbecker haben den Preußen zumindest eines voraus: Die Elf von FCG-Coach Maik Weßels erzielte bei der knappen Niederlage gegen den SC Paderborn II ein Tor. In dieser Kategorie prangt bei den Preußen noch eine Null. Wem es morgen gelingt, diese Ziffer auf der Punkte-Haben-Seite zu entfernen, ist vor dem Derby offen. SV Emsdetten 05 0:1-Niederlage gegen den Aufsteiger Dorsten-Hardt: Das war viel zu dünn – 05! EMSDETTEN. Mit der gestern im Heimspiel gegen den SV Dorsten-Hardt gezeigten Offensivleistung wird es Westfalenligist Emsdetten 05 ganz schwer haben, die Liga zu erhalten. Die Gäste erzielten nach 74 Minuten das alles entscheidende Tor durch Müller und nahmen die drei Punkt aus dem Stadion mit. 05-Trainer Bodo Gadomski stellte Youngster Kai Möllers in die Startformation, ließ Patrick Maganga zunächst draußen. Ansonsten spielte die 05-Formation, die gegen SuS Neuenkirchen viele positive Aspekte geliefert hatte. 05-Abwehr spielte stark Nichts zu kritisieren gibt es gestern für die 05-Abwehr, sie stand ordentlich, wurde in der Zentrale gut unterstützt von Bettmer und Göcke – das passt schon. Doch im Spiel nach vorne blieb Emsdetten 05 gestern nahezu alles schuldig. Die Gäste deutete die Gründe an, warum sie auch nach 360 Ligaminuten ohne Gegentor sind. Sie standen gut, riefen sich gegenseitig immer wieder zur Ordnung auf und hatten in Claudia de Manna einen starken Abwehrchef. Dorsten oft am Ball Von Beginn an hatte der Gast mehr Ballbesitz, wurde aber offensiv nur ganz selten gefährlich. „Wer hier ein Tor macht, der ist schon ein ganzes Stück weg“, sagt ein Fan treffend. Doch die 05er waren lange Zeit weit entfernt davon, dieses Tor zu machen. An beiden Außenbahnen passierte nichts, in der Mittelfeld-Zentrale ist man fast immer mit defensiven Aufgaben beschäftigt. In der Spitze waren Asllani und Mersch viel unterwegs, doch nur wenig gelang. Es kamen auch wenig gute Anspiele aus dem Mittelfeld. Und es gab Ballverluste, die einfach in dieser Form und Häufigkeit keine gute Leistung zulassen. Es gab kaum Chancen Bei Dorsten-Hardt vergaben Daniel Klöckner und Matthias Müller per Kopf, Sven Potthast in halblinker Position. 05 hatte früh (3.) eine gute Schuss-Chance für Stefan Bettmer, knapp drüber in Rückenlage. Dann noch das Solo von Emre Kücükosman, der Ball ging über den Kasten. Mehr war da nicht zu sehen, das 0:0 nach 45 Minuten ging in Ordnung, denn die Partie war sehr schwach. Ein schwaches Spiel Auch über weite Strecken der zweiten Halbzeit war es kein Fußballspiel, das die Fans auf der Tribüne aus den Schalensitzen riss. Beide Teams legten weiterhin größten Wert auf Sicherheit, beide Mannschaften hatten Fehler im Spielaufbau, die von starken Teams in dieser Liga ganz anders bestraft werden. Das Spiel plätscherte so dahin... Wie aus dem Nichts... Wie aus dem Nichts hatte Emsdetten 05 die Chance durch Maganga, in Führung zu gehen. Chance kläglich vertan, schon sieben Minuten später kam die Strafe. Der Ball segelte nach einer Potthast-Ecke von links in den Strafraum, wurde per Kopf von der 05-Deckung abgewehrt. Aber in die Mitte flog die Pille. Und dort stand Matthias Müller und hämmerte den Ball völlig humorlos zum 0:1 in die Maschen. 05 wollte antworten, fand aber nicht die Mittel. Dustin Wolters traf nur das Außennetz. Trainer Gadomski georderte Strauß in die Spitze, auch diese Maßnahme fruchtete nicht, weil vorne gar keine Bälle ankamen. Die 05-Abwehr verlor verständlich an Stabilität, genau das hatte Dorsten nutzen können. Zweimal vergab Andreas Kauschat, dann war Nico Menebröcker gegen Ewald zur Stelle. Egal – am Ende jubelte der Gast. Dorsten-Hardt gewann verdient. Fußball: Lippstadt - SuS 0:2 In der Westfalenliga unterliegt der SuS Neuenkirchen dem SV Lippstadt 08 0:2. Abpfiff. Die Neuenkirchener verlieren ihre erste Partie in dieser Saison. 88. Min.: Lippstadt erhöht. Maier bringt den Ball in den Fünf-Meter-Raum. Im Gewühl schiebt Eickel den Ball zum 2:0 ein. 68. Min.: Der SuS ist bemüht. Die Neuenkirchener sind bemüht und haben eine Chance durch da Costa, der aus 17 Metern volley abzieht und den 08-Kasten nur knapp verfehlt. 52. Min.: Lippstadt führt. Fleddermann foult Kuhn im Strafraum. Der Schiri peifft sofort und zeigt auf den Punkt. Maier tritt an und verwandelt den Elfer eiskalt in die obere, rechte Ecke zum 1:0 für Lippstadt. Halbzeit. Kurz vor der Pause hat der SuS noch eine Chance durch Kaplan, der es mit einem flachen Distanzschuss probiert. Der Ball verfehlt den Lippstädter Kasten aber deutlich. Somit steht es 0:0 zur Pause. 39. Min.: Chance für Lippstadt. Kuhn flankt den Ball in die Mitte. Dort steht Günter, der den Ball volley nimmt, das Leder aber an die Latte hämmert. 37. Min.: Lippstadt nimmt das Spiel in die Hand. Die Gastgeber haben jetzt mehr vom Spiel, doch die SuS-Defensive steht konzentriert und lässt keine Chancen zu. 25. Min.: Ein Spiel auf hohem Niveau. Man sieht, dass beide Mannschaften gut Fußball spielen können. Die erste Chance hat der SuS in der vierten Minute: Bußmann legt per Hacke auf Figueiredo ab, der den Ball knapp am Lippstädter Tor vorbeischießt. SuS Stadtlohn Knoten platzt gewaltig STADTLOHN. Zwei Spiele war der SuS Stadtlohn bisher ohne eigenen Torerfolg geblieben. Im dritten Anlauf platzte beim Westfalenligisten nun der Knoten - und zwar gewaltig. Der FC Gütersloh 2000 wurde wie im Vorjahr deutlich mit 4:1 bezwungen. Trainer Frank Bajorath hatte die gleiche Elf wir beim knappen Pokalaus gegen Preußen Münster unter der Woche in das von rund 700 Zuschauern besuchte zweite Heimspiel geschickt. Einzig der wiedergenesene Daniel Ebbing rückte für Faruk Tan in die Startformation. Dieser Schachzug sollte sich im Verlaufe der Partie noch nachhaltig auszahlen. Bis zur Führung mussten die Anhänger noch einige Male den Atem anhalten. Gütersloh zeigte, dass es sicher nicht zur "Laufkundschaft" in der Westfalenliga gehört. Insbesondere bei Standardsituationen war der frühere Zweitligist brandgefährlich. Zweimal visierten Gütersloher Akteure die Latte an, Nico Klein-Günnewick musste einmal in höchster Not auf der Linie klären. Letztgenannter Spieler war es auch, der zusammen mit Ebbing und Reekers, abgesichert durch die "Doppel-Sechs" mit Kai Erning und Hendrik Vennemann, für die offensiven Akzente sorgte. Drei blitzsauer vorgetragene Tempogegenstöße gegen die unbewegliche FC-Abwehrreihe führten noch vor dem Seitenwechsel zur Vorentscheidung. Zunächst setzten Ebbing und Reekers Nico Klein-Günnewick glänzend in Szene, worauf dieser mit einem Drehschuss erfolgreich war (28.). Dann war es Daniel Klein-Günnewick, der Ebbing in Position brachte. Dieser scheiterte am Torhüter, Reekers "staubte ab" (30.). Abermals Daniel Klein-Günnewick schickte dann Ebbing auf die Reise und dieser schob überlegt ein (36.). Fortan überließ der SuS den Gästen das Spielfeld, um dann selbst immer wieder zu "Nadelstichen" auszuholen. Eine sehenswerte Kombination schloss wiederum Nico Klein-Günnewick zum 4:0 ab (68.). Sami Önem konnte allein noch für Ergebniskosmetik sorgen (79.). Der Rest war blau-weiße Jubelstimmung... SuS Stadtlohn - FC Gütersloh 2000 4:1 (3:0) Tore: 1:0 Nicolas Klein-Günnewick (28.), 2:0 Rick Reekers (32.), 3:0 Daniel Ebbing (37.), 4:0 Nicolas Klein-Günnewick (68.), 4:1 Sami Önen (78.). Emsdetten - SVDH 0:1 Aufsteiger spielt frisch und mutig Ein etwas mulmiges Gefühl hatte der Dorstener Tross schon vor der Reise nach Emsdetten. Schließlich gelten die 05er in der Liga als gefährliche Mannschaft. Die Sorgen waren unbegründet. Wie in den ersten drei Spielen zuvor spielte Dorsten-Hardt frisch und mutig auf und machte es den Hausherren schwer, ins Spiel zu kommen. Allein Zählbares konnte die Mannschaft von Martin Schmidt zunächst nicht herausschlagen. Was seine Elf aber spielerisch ablieferte gefiel Schmidt. „Wir haben uns klasse bis zum Strafraum durchkombiniert, dann aber die Cleverness vermissen lassen. Das müssen wir verbessern“, analysierte der Trainer nach dem Spiel. Da jedoch Matthias Müller das Tor des Tages markierte (72.), darf sich der Aufsteiger über aktuell acht Punkte und eine weiterhin weiße Weste freuen. Nicht mal einen Gegentreffer hat Dorsten bislang hinnehmen müssen. Emsdetten: Menebröcker - Strauß, Czichowski, Loerraker, Krassowski - Göcke, Möllers (56. Emekci), Bettmer, Mersch (46. Maganga) - Asllani, Kücükosman (77. Wolters). Dorsten: Schröder - Ewald, De Manna, Koscholleck, Damnitz - Müller, Vasic, Klöckner (64. Kara), Scheuch - Potthast (76. Knake), Kauschat (88. Hofmann). SR: Bernd Westbeld (Harsewinkel). Tor: 0:1 Müller (72.). - Zuschauer: 250. SV Dorsten-Hardt Ein Tor reicht in Emsdetten HARDT Der SV Hardt ist auf dem besten Weg, auch in der Westfalenliga eine große Nummer zu werden. Die Schmidt-Elf holte gestern mit einem 1:0 bei Emsdetten 05 im vierten Spiel den achten Punkte und bleibt weiterhin ohne Gegentor. Martin Schmidt schildert die Sieg mit einer stoischen Gelassenheit. Die Erfolge seien das Resultat einer langen, harten Arbeit und kein Zufallsprodukt, sodass sie nicht überraschend kommen. In Emsdetten ist der Gegner gewarnt gewesen, genutzt hat es nichts. Der SV Hardt ist über 90 Minuten die bessere Mannschaft gewesen und hat verdient die Punkte eingefahren. Der einzige Knackpunkt könnte zukünftig nur die Chancenverwertung sein. Wie schon beim 0:0 gegen Recklinghausen gingen die Hardter in Emsdetten sehr verschwenderisch mit ihren Möglichleiten um. Schon in der ersten Halbzeit hätten Matthias Müller und auch Daniel Klöckner jeweils mit Kopfbällen die Gäste in Führung bringen müssen. Defensive stand sicher Die Hardter Defensive stand erneut sehr sicher, doch in der 58. Minute mussten die Gäste und deren Anhang eine Schrecksekunde überstehen. Schmidt: „Da hat Emsdetten ein hundertprozentige Chance vergeben, sonst hätten wir plötzlich ganz dumm aus der Wäsche geschaut.“ Es blieb aber beim 0:0 und die Hardter arbeiteten weiter konzentriert daran, den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Schmidt brachte mit Cem Kara sogar eine dritte Spitze. Dieser Mut sollte in der 71. Minute belohnt werden. Sven Potthast brachte eine Ecke vor das Tor, der Ball landete auf Umwegen vor den Füßen Matthias Müllers und der versenkte das Leder im Emsdettener Kasten. Die Emsdettener Schlussoffensive konnte der Hardter Abwehr nichts anhaben. Im Gegenteil: Andreas Kauschat, Kevin Ewald und der eingewechselte Dominik Hofmann hatten bei Kontern sogar noch das zweite Tor auf den Füßen. Damit hat sich das der SV Hardt auf den vierten Platz vorgearbeitet. Hardt: Schröder, Ewald, de Manna, Müller, Kauschat (80. Hofmann), Klöckner (64. Kara), Potthast (76. Knake), Damnitz, Vasic, Scheuch , Koschollek. Tore: 0:1 Müller (71.). FCG jubelt - SCP trauert Münster - Über zwei Stunden hatten Gievenbecks Trainer Maik Weßels und sein Co, Henning Timpe, am Samstag am Rande der Ruder-Bundesliga auf dem Aasee mit Block und Kladde zusammengesessen und sich akribisch über die Aufstellung und Taktik für das so wichtige Derby gegen den SC Preußen Münster 2 beratschlagt. Als dann am Sonntag um 16:48 Uhr die ersten drei Punkte für den FCG in dieser Saison eingefahren waren, fielen Weßels aus zweierlei Gründen Zentnerlasten vom Herzen. „Das war einfach nur extrem wichtig für die Mannschaft, dass wir endlich dieses Erfolgserlebnis hatten“, freute sich der FCG-Trainer und legte dann direkt schmunzelnd nach: „Sonst hätte es nach meinem Besuch beim Rudern wohl direkt geheißen, dass die Taktik komplett ins Wasser gefallen ist.“ Die Sorge von Weßels schien nicht zunächst nicht unbegründet. Denn eine Halbzeit lang sah es auch so aus, als ob seine ganze Vorbereitung vergebens war. In der Defensive rannte der FCG Ball und Gegenspieler meist nur hinterher. In der Offensive operierten die Gäste fast ausschließlich mit wirkungslosen langen Bällen. Die besser strukturierten Preußen dominierten die Begegnung und gingen folgerichtig durch ein Tor von Bekir Kilabaz in Führung (36.). Der Offensivmann hatte eine Hereingabe von Holtkamp fast ansatzlos aus acht Metern im rechten Eck untergebracht. Doch die Freude der Adlerträger hielt nur ganze zwei Minuten, da Kapitän Florian Quabeck ein folgenschwerer Lapsus unterlief. Bei einer ungefährlichen Hereingabe versäumte es der SCP-Kapitän rechtzeitig den Arm aus der Flugkurve des Balles zu nehmen. Die Konsequenz: Handelfmeter und das daraus resultierende 1:1 durch Tim Barkam. „In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt, dass wir das Derby nicht richtig annehmen und viel zu wenig in die Zweikämpfe gehen“, versuchte Weßels bei der Kabinenansprache dann seine Spieler wachzurütteln. Mit Erfolg. Wie aufgedreht pflügten seine Spieler jetzt den Rasen um, warfen sich in die Zweikämpfe und zeigten - angetrieben vom eingewechselten Michael Fromme - sehenswerte Ballstafetten. Einziges Manko blieb die Chancenverwertung. So hätten etwa Keil (58.) oder Daldrup (65.) bei ihren Möglichkeiten das Blatt endgültig wenden können. Da die Preußen sich aber von der neuen dominanten Körpersprache des Gegners sichtlich beeindruckt zeigten, ergaben sich weitere Möglichkeiten für die Gäste. Fabian Leifken war es dann vorbehalten, für die Erlösung aus Sicht des FCG zu sorgen. Nach einem unnötigen Fehler des SCP im Aufbauspiel, fasste er sich aus rund 20 Metern ein Herz und wurde dafür mit dem entscheidenden Treffer des Spiels zum 2:1 (82.) belohnt. Aufatmen in Gievenbeck, Katerstimmung bei Preußen Münster. Auch nach dem vierten Spieltag bleibt die Mannschaft von Arne Barez damit ohne Punkte. Und das aus Sicht des restlos enttäuschten SCP-Trainers völlig unnötig: „Wir waren in der ersten Halbzeit eindeutig die bessere Mannschaft und haben uns dann von Gievenbeck im zweiten Durchgang niederkämpfen lassen.“ Für ihn geht es jetzt darum die junge Mannschaft angesichts des Fehlstarts in die Saison wieder aufzurichten. SCP: Otte - Dieckmann, Woltering, Quabeck, Nas - Kilabaz (61. Koopmann), Schmider, Sehrbrock (69. Karadag), Islak (85. Yaglioglu) - Holtkamp – Seifert. FCG: Schulze-Marmeling - Weitz (46. Fromme), Steinkamp, Westphal, H. Könemann - Bonnekessel, Knemeyer - Barkam, Könemann, Keil (89. Heinrich) - Daldrup (66. Leifken). Zwei Punkte verschenkt PADERBORN - Die Mienen sagten alles. Als die Spieler der Hammer SpVg vom Rasen im Sportzentrum „Breite Bruch“ stapften, war der Frust in den Gesichtern unverkennbar. Und die Fassungslosigkeit. Darüber, dass sie in einem Westfalenliga-Spiel, in dem die HSV wegen der Vorteile in punkto Spielanlage und Zweikampfverhalten klarer Punktsieger gewesen war, in dem das Team von Holger Wortmann lange geführt hatte, durch eine Unachtsamkeit in der Nachspielzeit zwei Zähler verschenkt hatten. „Das ist eine gefühlte Niederlage“, entfuhr es Kapitän Alexander Thiele nach dem 1:1 (0:1) beim SC Paderborn II. Er lag auf einer Wellenlänge mit seinem Coach: „Es nervt. Das sind Punkte, die am Ende fehlen können. Das Ergebnis ist ein Schlag ins Gesicht.“ Die Hammer fanden gut in die gestrige Partie, überzeugten durch eine stabile Deckung, die bis zum Schluss kaum etwas zuließ, und bisweilen gut vorgetragene Angriffe. Wie in der fünften Minute, als Semih Aktas nach einer schönen Einzelaktion per Doppelpass von Giancarlo Fiore freigespielt wurde, den Ball aber knapp neben das Tor setzte. Mitte des ersten Durchgangs verloren die Gäste zwar ein wenig die spielerische Linie, nicht aber das Übergewicht. Weshalb die Führung folgerichtig war. Nach einer zunächst abgewehrten Ecke kam der Ball über Kevin Lanzendörfer, Aktas und Fiore zu Sven Dyballa, der mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 0:1 traf (37.). „Wir haben in der ersten halben Stunde fast alles richtig gemacht“, sagte Wortmann. „Umso bitterer ist es, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben.“ Und daran hatte die HSV, die den Paderbornern vor dem Wechsel gerade einmal zwei „halbe“ Chancen für Gaetano Manno (23.) und Ole Siegel (27.) gegönnt hatte, eine Mitschuld. Zwar blieb die Abwehr sicher, bis auf eine gute Gelegenheit für Adrian Jevric, die HSV-Keeper Jan-Robin Stiepermann zunichte machte (57.). Doch im Spiel nach ließen die Hammer vorne die nötige Ruhe vermissen, um für die Vorentscheidung zu sorgen. Der NRW-Liga-Absteiger operierte zu oft mit langen Bällen, die zu schnell verloren gingen. Gut vorgetragene Konter – Mangelware. Wortmanns Versuche, durch Wechsel mehr Effektivität ins Angriffsspiel zu bringen, verpufften. „Wir haben es einfach laufen lassen. Wir hätten den Sack zumachen müssen“, ärgerte sich Fiore. FCG-Bank macht den Unterschied Vor allem dank der Hereinnahmen von Michael Fromme und Fabian Leifken dominierte der 1. FC Gievenbeck die zweite Hälfte des Derbys beim SC Preußen II und nahm per 2:1-Erfolg den ersten Saisondreier mit nach Hause. Die Preußen hingegen bleiben punktlos. Es war sicherlich kein schönes Stadtduell, vor allem nach dem Seitenwechsler prägten viele Zweikämpfe und Standards das Bild. Zwar waren die Gievenbecker schon zuvor bei den hohen Bällen sehr gefährlich, doch der letztlich entscheidende Treffer entstand aus dem Spiel heraus. Leifken beförderte den Ball aus fast 30 Metern flach ins SCP-Gehäuse zum 2:1 (82.). Vor der Pause hatte der FCG ein wenig Glück, dass per Elfmeter nach einem umstrittenen Handspiel von Florian Quabeck der Ausgleich gelang, Timm Barkam traf vom Punkt aus (38.). Es war die postwendende Antwort auf die Führung der im ersten Durchgang überlegenen Adlerträger, die infolge einer Ecke durch Bekir Kilabaz erfolgreich waren. So gingen die Meinungen der beiden Trainer nach der Partie etwas auseinander. Während Preußens Arne Barez einen glücklichen Sieger, „auch wenn die mehr Druck gemacht haben“ sah, fand Maik Weßels die Belohnung für die gute zweite Hälfte angebracht: „Da waren wir klar besser und hatten auf den entscheidenden Positionen die Leute, die den Unterschied gemacht haben.“ Preußen Münster II - 1. FC Gievenbeck 1:2 (1:1) 1:0 Kilabaz (36.), 1:1 Barkam (38./HE), 1:2 Leifken (82.). Fußball: Westfalenliga FC 96: Offensiv und zielstrebig Recklinghausen. So macht Fußball Spaß. Mit einer jungen, lernwilligen Mannschaft, die technisch ansehnlichen Offensivfußball spielt und darüber auch nicht die taktische Ordnung - geschweige, denn das Toreschießen vergisst. Zwar sind erst vier Spieltage in der Fußball Westfalenliga 1 rum, doch spätestens nach dem 4:1 (2:1) gegen den Hövelhofer SV ist der FC Recklinghausen eine der Überraschungen der Saison. Bevor sich die Mannschaft von Peter Anders im zweiten Durchgang fast in einen Rausch spielte und die Zuschauer mit tollem Direktspiel und guten Chancen verwöhnte, musste sie die erste Krise dieser Spielzeit überstehen. Nach sieben Minuten foulte Abwehrchef Daniel Bertram Sven Zimmermann am rechten Flügel und aus dem daraus resultierenden Freistoß machten die Gäste aus Ostwestfalen das 1:0. Im Abwehrzentrum stimmte die Zuordnung nicht, so dass Richard Urban unbedrängt köpfte und Philipp Meier frei stehend den Ball über die Linie drückte. Es war der erste Gegentreffer für den FC 96 in dieser Saison, doch lange hielt er sich nicht mit Diskussionen auf. Nur 180 Sekunden später hatte er dank Daniel Bertram selbst Grund zum Jubeln. Nach einem Eckball sprang Bertram höher als sein Gegenspieler und köpfte den Ball ins lange Eck – 1:1. Nach diesem Treffer spielte nur noch der FC 96 und hätte nach Chancen von Cesary Liedtke (25.) und Marijo Pavlovic (38.) höher führen können als mit 2:1. Für den Führungstreffer hatte erneut Bertram per Fernschuss gesorgt (35.). Im zweiten Durchgang versuchte es Hövelhof zunächst mit Pressing, doch statt schneller Ballgewinne gestatteten es dem FC mehr Raum. Das 3:1 fiel nach 68 Minuten durch einen direkt verwandelten Freistoß von Marijo Pavlovic mitten in die Sturm und Dranghase des FC 96. Der hatte nach diesem Treffer leichtes Spiel gegen resignierte Gäste und hätte noch mehr als nur Tor Nummer vier durch Hianick Kamba markieren können. Anders: „Das sah nach Fußball aus. Wir haben unter der Woche hart gearbeitet und die Jungs haben sich mit dieser tollen Leistung belohnt.“ FC 96: Pommer – Eskiadam (86. Siwek), Yilmaz, Bertram, Kamba, Pavlovic (85. Pfennigstorf), Liedtke, Sadlowski, Piechottka, Jesih, Luvuezzo (65. Timurlenk). Zuschauer: 100 Tore: 0:1 Philipp Meier (7.), 1:1 Daniel Bertram (10.), 2:1 Daniel Bertram (35.), 3:1 Marijo Pavlovic (68.), 4:1 Hianick Kamba (78.). |
| 2010 - SV Spexard 1950 e.V. |
|
Presse vor den Spielen / 4. Spieltag |
|
Zurück zur Auswahl der Presseberichte |
|
Westfalenliga Staffel 1 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
---------------------------------------------------------------------------------- Presse vom 04.09.2010 SV Emsdetten 05 Gegen SV Dorsten-Hardt - das wird ganz hart! EMSDETTEN Die Partie vor einer Woche in Stadtlohn fiel ins Wasser, der Kader des Westfalenligisten Emsdetten 05 steht also am Sonntag erst vor seinem zweiten Saisonspiel. Andere Teams - auch der Gast und Aufsteiger SV Dorsten-Hardt - bestreitet bereits seine vierte Aufgabe. Der Neuling ist eingespielter, gar keine Frage. Und der Neuling kommt nach Emsdetten mit dem Beweis, in der Liga mithalten zu können. Basis für den guten Start des Aufsteigers scheint eine funktionale Abwehr zu sein, denn in 270 Minuten der frischen Saison musste die Gäste nicht einen Einschlag hinnehmen. Und auch nach vorn ist Hardt gefährlich, verpasste im Derby gegen Recklinghausen nur deshalb den zweiten Heimsieg, weil man - vor allen Dingen vor der Pause - viele Möglichkeiten ungenutzt ließ. Der SV Dorsten-Hardt wird sich auch in Emsdetten etwas ausrechnen. Die 05er hinterließen gegen Neuenkirchen einen sehr ordentlichen Eindruck, waren schon ein wenig enttäuscht, dass sie in Stadtlohn nicht ran durften. Dann fuhr der Kader zu einem Test nach Reckenfeld und blamierte sich dort bis auf die Knochen. Testspiel hin - Testspiel her: Wer bei einem B-Ligisten völlig verdient mit 1:3 verliert, muss damit rechnen, dass er etwas auf die Löffel bekommt. Und so fand 05-Trainer Bodo Gadomski beim Training am Donnerstag auch klare Worte an seine Jungs. Besserung Einstellung ist wichtig Ob sie es begriffen haben? Das wird sich am Sonntag zeigen. Wobei man sicher davon ausgehen darf, dass schon die Einstellung der Spieler eine andere sein wird als beim Test in Reckenfeld. Wahrlich eine andere sein muss! Trainer Bodo Gadomski sagt: "Unser Spiel kann nur funktionieren, wenn Leidenschaft, Wille, Disziplin und Konzentration bei allen Akteuren passen - und all das fordert eine sehr hohen Laufbereitschaft. Wenn alles stimmt, dann werden wir auch erfolgreich sein." In Reckenfeld hat das nicht gestimmt, die Quittung ist bestens im Ergebnis abzulesen. "Hardt - ein eingespieltes Team" "Damit ist die Sache für mich aber erledigt", sagt Gadomski. "Wir blicken auf die Aufgabe gegen SV Dorsten-Hardt. Eine eingespielte Mannschaft, sehr ausgebufft, stark in allen Mannschaftsteilen, klasse im Zweikampf. Zudem lebte der Aufsteiger noch von der großen Euphorie. Es wird unsere Aufgabe sein, diese Euphorie zu bremsen. Dazu muss meine Mannschaft am Sonntag wieder ihr wahres Gesicht zeigen." Personell ist (fast) alles im grünen Bereich. Joel Homa war erkrankt, er spielt in der Reserve. Dort wird auch Tim Wichtrup erste Versuche starten. Philipp Gahrmann soll nach langer Verletzung in Kürze in der A-Jugend im Pokal gegen Borussia spielen. Diszipliniert auftreten - und viel Gas geben. So lautet die 05-Devise für ein schweres Heimspiel. WL 1: Expertentipp Abwarten und kontern Am Sonntagnachmittag gastiert der Hövelhofer SV beim FC 96 Recklinghausen. Die Ostwestfalen sind mit sechs Punkten ordentlich in die Saison gestartet. Obwohl der HSV in den ersten drei Begegnungen zweimal das Feld als Sieger verlassen konnten, sieht Heinz Thieschnieder gerade auf des Gegners Geläuf noch großes Steigerungspotenzial. „Zuhause haben wir genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, berichtet der Hövelhofer Vorsitzende, „aber auswärts funktioniert unser Spiel noch nicht.“ Dabei müsste die Taktik des HSV gerade in der Fremde aufgehen. „Wir lassen das Spiel lieber auf uns zukommen und setzen aus einer starken Abwehr heraus unsere schnellen Stürmer ein.“ Auf diese Weise soll die aktuelle Spielzeit sorgenfreier werden als die vergangene. „Wir wollen uns im Mittelfeld festsetzten und nichts mit dem Abstieg zu tun haben.“ Besonders aufpassen sollte der FC 96 auf Richard Urban. Der 19-jährige ist „technisch versiert und pfeilschnell“, verrät Thieschnieder. Gemeinsam sorgt er mit Jan Welker und Manuel Mückenhaupt für viel Betrieb im Angriff. Den 4. Spieltag tippt Heinz Thieschnieder (Hövelhofer SV):
SV Dorsten-Hardt Ohne Druck nach Emsdetten HARDT Der SV Dorsten-Hardt reist am Sonntag und nicht wie ursprünglich geplant am Samstag zum Auswärtsspiel bei der SpVg. Emsdetten. Im Salvus-Stadion haben die Schmidt-Schützlinge sicher nichts zu verlieren. Ausgangslage: Die Emsdettener haben erst ein einziges Spiel bestritten. Am ersten Spieltag hatten sie frei, und das Match gegen Stadtlohn ist verlegt worden. So ist noch relativ wenig über die Qualitäten der Gastgeber bekannt. Die Hardter sind aber auch in der komfortablen Situation, dass sie als Aufsteiger fünf Punkte haben, noch ohne Gegentor sind und auch ohne jeglichen Druck nach Emsdetten fahren. Martin Schmidt ist auch darum zu beneiden, dass alle Spieler gesund sind. Er kann sie daher weiter im Training fordern. Wer nicht mitzieht, sitzt am Sonntag auf der Bank. Auch diejenigen, die sich wegen einer Nichtberücksichtigung hängen lassen, haben schlechte Karten. Martin Schmidt: „Jetzt müssen wir nur noch die Chancen nutzen. Dann weiß ich nicht mehr viel, was wir noch besser machen könnten.“ Wenig Fehler machen und die des SuS ausnutzen So will der SV Lippstadt am Sonntag gegen Neuenkirchen erfolgreich sein. Teammanager Daniel Farke schätzt den Gegner sehr hoch ein Lippstadt - Wenn das kein gutes Omen ist: Vor fast genau einem Jahr empfing der SV Lippstadt - ebenfalls am vierten Spieltag - den SuS Neuenkirchen und schickte die schon in der letzten Saison hoch gehandelten Gäste nach einer super Vorstellung klar mit 0:4 geschlagen auf die Heimreise. Keiner im Lager des SV 08 hätte nun am Sonntag etwas dagegen, wenn die Schwarz/Roten wieder gewinnen und die drei Punkte am Waldschlößchen behalten würden. Aber wie schon in der letzten Saison warnt Trainer Daniel Farke vor diesem Gegner. „Neuenkirchen war am letzten Sonntag gegen den Top-Favoriten Gütersloh klar besser, kassierte erst in der 90. Minute noch das 2:2. Das zeigt, was uns da am Sonntag erwartet“, zollte Daniel Farke dem Gegner großen Respekt. Immer dann, wenn der SV Lippstadt 08 zu Hause spielt, muss er mit der Rolle des Favoriten leben. So sieht es auch Trainer Daniel Farke. „Auf uns wartet allerdings ein ganz starker Gegner. Neuenkirchen hat mit Franz-Josef Reckels, den ich sehr schätze, einen ganz erfahrenen Trainer und außerdem stehen in der seiner Mannschaft viele Spieler, die schon in der vierten Liga oder höher gespielt haben. Die werden meiner Meinung nach am Ende ganz weit oben stehen“, meinte Daniel Farke und vertritt die Ansicht, dass das Spiel am Sonntag von Kleinigkeiten entschieden wird. „Deshalb geht es darum, wenig Fehler zu machen und die des Gegner auszunutzen. Wenn beide Teams ihr Können abrufen, dann müssen wir auch mit einem Remis zufrieden sein“, so der Teammanager des SV, der aber liebend gerne den Vorjahreserfolg wiederholen will. SV Lippstadt 08 - SuS Neuenkirchen (So. 15 Uhr, Waldschlößchen) SV Lippstadt 08 : Liesemann, Hartkämper - Engeln, Schulte, Riemer, Kuhn, Fischer-Riepe, Lausch, Rehborn, Schiller (?), Maier, Eickel, Müller, Pahlke, Cirivello, Bürger, Günter, Galeano, Yildiz. SC Preußen II - FC Gievenbeck Die Luft brennt schon im Training MÜNSTER Ein Stadt-Duell auf Verbandsebene hat Münster lange nicht gesehen. Genauer gesagt seit dem 13. Mai 2007, als der TuS Hiltrup den SC Preußen Münster II mit 5:2 bezwang. Letzerer ist auch am Sonntag wieder mit von der Partie und empfängt den 1. FC Gievenbeck zum Derby. In beiden Lagern herrscht viel Vorfreude auf die Begegnung, in der Trainingswoche brannte die Luft. Als „positiv aggressiv“, beschreibt FCG-Trainer Maik Weßels die Atmosphäre bei seinem Team. Sein Gegenüber Arne Barez sieht seine Spieler „sehr gut vorbereitet auf dieses besondere Spiel“. Preußen noch ohne Tor Das zieht seinen Reiz nicht nur aus dem Derby-Faktor, sondern vor allem aus dem Saisonstart, der für beide Mannschaften in drei Partien keinen einzigen Zähler übrig hatte – den Preußen gelang zudem bis dato noch nicht ein einziges eigenes Tor. Nach dem 0:2 der Vorwoche beim Hövelhofer SV war es Barez aber vor allem ein Anliegen, die Defensive zu stabilisieren. „Diese Woche haben wir aber in allen Bereichen gearbeitet“, erklärt der Trainer. Barez erwartet am Sonntag ein Spiel, in dem nicht unbedingt die Spielstärke, die beide Team zweifelsfrei besitzen, zutage treten wird. Eher ein intensives Kampfspiel. Zu diesem Thema hielt sich Weßels bedeckt. „Wie wir die Sache taktisch angehen werden, werde ich mit meinem Co-Trainer Henning Timpe erst kurzfristig festlegen.“ Doch nicht auf Kunstrasen Auch, wer für Gievenbeck auf dem Platz stehen wird, ist auf vielen Positionen völlig offen. Personell hat Weßels eine Menge Alternativen und „viele Kandidaten, die sich im Training für den Kader und auch für die Startelf empfohlen haben“. Sein Kollege Barez hat ebenfalls eine Vielzahl von Möglichkeiten, mit Nico Hecker und Arda Nebi fehlen lediglich zwei Spieler. Ungeklärt war bis gestern noch die Frage, wo überhaupt gespielt wird. Zunächst sollte das Spiel auf dem Kunstrasenplatz der SCP stattfinden. „Das war aber nur eine prophylaktische Ansetzung, weil nicht klar war, wie sich das Wetter entwickelt“, erklärt Staffelleiter Hans-Dieter Schnippe. Da der Platz an der Sentruper Höhe aber nicht von der Stadt gesperrt ist, muss laut Durchführungsbestimmungen dort gespielt werden. SuS Neuenkirchen Viertes Remis im vierten SuS-Spiel? NEUENKIRCHEN Sie sind Tabellennachbarn, zieren die Ränge neun und zehn in der Westfalenliga, der SV Lippstadt und der SuS Neuenkirchen. Und beide sind darüber nicht wirklich glücklich. Am Sonntag um 15 Uhr treffen die Teams im Stadion „Am Waldschlösschen“ zu Lippstadt aufeinander. Und vorab ist klar: Verlieren darf keiner. Denn beide Mannschaften haben Ambitionen, zählen sich zu den Spitzenteams der Liga. Daher wird es Zeit, diesen Anspruch mit Punkten zu untermauern. Verl lockt, Lippstadt bockt Lippstadt startet mit einem 3:1-Sieg bei Fichte Bielefeld, kam dann nicht über ein 0:0 gegen Aufsteiger Spexard hinaus und hatte zuletzt spielfrei. SV-Trainer Daniel Farke bezeichnet seine Truppe als „die fitteste der Liga“. Das muss sie am Sonntag gegen den SuS beweisen. SV Lippstadt, damit verband man in der Vorsaison attraktiven Fußball – und Daniel Eckel. Satte 40 Treffer markierte der Top-Torjäger in der Spielzeit 2009/10. Das rief natürlich höherklassige Klubs auf den Plan. Regionalligist SC Verl lockte, doch Lippstadt bockte. Denn Eckel hat beim SVL einen Vertrag bis 2012. Und die Lippstädter waren nicht bereit, den Stürmer ziehen zu lassen. Das führte zu heftigen, internen Auseinandersetzungen, die dazu führten, dass der SVL seinen Torjäger in die U 23 verbannte. Bisher ist Eckel in dieser Saison in der Westfalenliga-Elf noch nicht zum Einsatz gekommen. Und SuS-Trainer Franz-Josef Reckels hofft, dass sich daran am Sonntag nichts ändert. Denn auch ohne Eckel schätzt er Lippstadt als so stark ein, „dass ich diesmal mit einem Remis gut leben könnte.“ Es wäre das vierte des SuS im vierten Spiel. Dass die Neuenkirchener nicht als Tabellenzweiter gen Lippstadt reisen, liegt vor allem an ihrer mangelnden Chancenverwertung. „Wir haben zweimal überzeugt, einmal schlecht gespielt – sieben Punkte wären gut möglich gewesen“, weiß der Trainer. Nail Kaplan fraglich Doch es sind nur deren drei, weil der SuS schlicht und einfach zu selten die Kiste trifft. Aber: „Wir arbeiten in Ruhe weiter“, sagt Reckels und hofft, dass der (Tor-)Knoten bald platzt. Am besten am Sonntag in Lippstadt. Allerdings muss der SuS auf den erkrankten Thorsten Schmidt verzichten. Stürmer Nail Kaplan lag bis Mittwoch mit Grippe flach. „Er muss richtig fit sein, 90 Prozent reichen in Lippstadt nicht“, setzt Reckels hinter Kaplan noch ein Fragezeichen. Des Trainers Wunsch: „Die Mannschaft muss sich für ihre guten Leistungen einfach mal selbst belohnen.“ Mit drei Punkten. In Lippstadt. SuS Stadtlohn "Ein Dreier wäre schön" STADTLOHN. Im hülsta-Sportpark trifft der SuS Stadtlohn am Sonntag um 15 Uhr auf die Mannschaft des FC Gütersloh 2000. Die SuS-Spieler haben am Mittwoch im Pokalwettbewerb auf Verbandsebene gegen die Regionalliga-Vertretung von Preußen Münster trotz einer 1:2-Niederlage überzeugt. "Das war ein erster Schritt in die richtige Richtung", freut sich Trainer Frank Bajorath. "Ich hoffe, dass wir diesen Schwung mitnehmen können und gegen Gütersloh in etwa mit der gleichen Leistung aufwarten, dann muss ich mir keine großen Sorgen machen." Vor der Partie haben sich die Personalsorgen der Stadtlohner Westfalenligafußballer ein wenig gelegt. Markus Krüchting und Daniel Ebbing sind wieder ins Training eingestiegen, ihr Einsatz ist aber fraglich. Vor einem Jahr hat der SuS den FC Gütersloh im Heimspiel mit einem 1:4 auf die Heimreise geschickt. Der SuS-Coach warnt aber eindringlich davor, den Gegner zu unterschätzen. "Die Elf hat damals eine sehr gute Rückrunde hingelegt und sich zu Beginn der neuen Saison gezielt mit erfahrenen Fußballern verstärkt, der Club will diesmal oben mit mischen." Die Gäste-Elf ist mit einem 5:2-Auswärtserfolg beim SV Spexard in die Saison gestartet, das war zunächst Platz eins in der Tabelle. Danach mussten die Gütersloher Kicker dann aber mit einem 2:2 beim SuS Neuenkirchen zufrieden sein. Der SuS Stadtlohn ist bei seiner Heimpremiere gegen Aufsteiger Dorsten-Hardt nicht über ein 0:0 hinaus gekommen und hat die erste Auswärtspartie in Recklinghausen glatt mit 0:3 verloren, das Team wartet daher noch auf den ersten Saisonsieg. "Ein Dreier am Sonntag wäre schon schön für die junge Mannschaft", sagt Bajorath. "Mit einem Punkt könnte ich aber auch leben." FUSSBALL-WESTFALENLIGA Friede und Freude: Kein „Fall Eckel“ beim SuS Neuenkirchen Neuenkirchen. Natürlich: Drei Unentschieden aus drei Spielen veranlassen noch keinen Gang zum Psychologen. Doch wirklich zufrieden können die Verantwortlichen beim SuS Neuenkirchen mit dem Saisonstart nicht sein. Man weiß eben nicht so recht, wo man sportlich steht. Zur Aufklärung würde der erste Sieg beitragen, den die Mannschaft nun am Sonntag bei keinem Geringerem als dem SV Lippstadt anstrebt (Anstoß 15 Uhr, Stadion am Waldschlösschen). Zum Gegner, in der Westfalenliga als Neunter einen Rang vor Neuenkirchen platziert, sieht SuS-Trainer Franz-Josef Reckels bei der Saisoneröffnung gewisse Parallelen. Auf den 3:1-Sieg beim VfB/Fichte Bielefeld folgte ein 0:0 gegen Aufsteiger Spexard. Am vergangenen Wochenende hatte die Mannschaft um Trainer Daniel Farke spielfrei, während die Gäste beim 2:2 gegen Gütersloh durchaus überzeugten. Nur: „Uns fehlt weiter die Ruhe und Abgeklärtheit vor dem gegnerischen Tor“, ärgert Reckels, dass „bei zu viel Aufwand zu wenig rauskommt.“ Rafael Figueiredo schließt er dabei ausdrücklich von seiner Kritik aus. Der 25-Jährige überzeugte nicht nur durch seine beiden Tore am vergangenen Sonntag. An seiner Seite dürfte morgen Christian Bußmann angreifen, da Nail Kaplan nach wegen einer Infektion bis Mittwoch nicht am Training teilnehmen konnte. Während Kaplan zumindest auf der Bank sitzt, muss Thorsten Schmidt (erkrankt) komplett auf die Auswärtsfahrt verzichten. Ganz andere Sorgen hat der SV Lippstadt. Hier steht mit Manuel Eckel der Top-Torjäger der Vorsaison auf dem Abstellgleis und darf sich nach einer Suspendierung durch den Trainer nur noch bei den U23-Junioren fit halten. Grund war Eckels Kritik an Farke und den SVL-Offiziellen, nachdem ihm Lippstadt mit Hinweis auf seinen bis 2012 datierten Vertrag die Freigabe zum SC Verl verweigerte, der Eckel verpflichten wollte. Schwere Aufgabe für Hammer Spvg HAMM ▪ Vor einer unangenehmen Aufgabe steht Fußball-Westfalenligist Hammer SpVg morgen um 15 Uhr bei der Reserve des Zweitligisten SC Paderborn. Und die kommt zudem noch zu einem unpassenden Zeitpunkt. „Durch die Länderspielpause sind die Profis der Paderborner nicht im Einsatz. Deshalb werden einige wohl gegen uns auflaufen“, rechnet HSV-Trainer Holger Wortmann mit einer verstärkten zweiten Mannschaft der Ostwestfalen. „Die Paderborner haben schon in der vergangenen Saison lange oben mitgespielt. Ich erwarte sie auch in dieser Spielzeit weit oben“, sieht der Hammer Coach seine Mannschaft vor einer hohen Hürde. Sowohl die HSV als auch die Gastgeber weisen derzeit sechs Punkte auf, liegen drei Zähler hinter Spitzenreiter TuS Dornberg. Von einem Verfolgerduell will Wortmann aber nicht sprechen. „Dazu ist es noch viel zu früh“, erklärte der Fußball-Lehrer. „Wir sollten erst einmal abwarten. So nach sieben bis zehn Spieltagen werden sich die Favoriten herauskristallisieren.“ Mit der Leistung seiner Mannschaft im Pokal auf Landesebene gegen den Regionalligisten SC Wiedenbrück war Wortmann zufrieden, wenn auch das Ergebnis von 0:3 nicht dem Spielverlauf entsprach. Einige Akteure wie Nico Schiller oder Tim Eckelt, die in dieser Begegnung zum Zuge kamen, überzeugten den Coach mit ansprechenden Leistungen. Durchaus möglich, dass sie auch in Paderborn auflaufen, da einige Akteure angeschlagen sind. Kurtulus Öztürk fällt mit einer Sprunggelenkverletzung definitiv aus. Fraglich ist zudem der Einsatz von Markus Krawietz (Pferdekuss). „Hier wird unsere medizinische Abteilung intensiv arbeiten müssen, um ihn bis zum Anpfiff fit zu bekommen“, sagt Wortmann. Angeschlagen sind zudem Felix Backszat (Wadenprellung) und Sebastian Senger. Trotz aller personellen Probleme gehen die Hammer zuversichtlich in die Begegnung. „Wir wollen aus Paderborn auf jeden Fall etwas mitnehmen“, beteuert Wortmann. Verpflichtung von Hop ist weiter offen Westfalenligist FC Gütersloh in Stadtlohn Gütersloh (wot). Nicht nur auf dem Briefpapier, sondern auch schon auf der Anzeigetafel im Heidewaldstadion hat der FC Gütersloh sein neues Vereinswappen angebracht. Bis der FCG dem Publikum in Gütersloh – der Name der Stadt ist aus dem Logo übrigens entfernt worden – auch seine neue sportliche Visitenkarte abgibt, dauert es noch etwas. Das eigentlich für Sonntag geplante Heimspiel gegen SuS Stadtlohn findet nämlich in Stadtlohn statt. Wegen des Schützenfestes ist der Heidewald am Wochenende belegt; ein Vorziehen der Partie auf Mittwoch war nicht möglich, weil die Stadtlohner ihr Westfalenpokalspiel gegen Preußen Münster auszutragen hatten (und nur mit 1:2 verloren). Der zwischen beiden Klubs verabredeten Verlegung auf Mittwoch, 8. September, stimmte der Staffelleiter nicht zu, so dass man sich auf die Lösung „Heimrechttausch“ einigte. Es dauert also noch bis zum 19. September, bis der FCG neben seinem Logo auch Tore (an-)zeigen kann. Tore schießen will er auch im Hülsta-Sportpark in Stadtlohn. „Wir haben einen leichten Dämpfer bekommen, sind aber noch mal mit einem blauen Auge davongekommen“, fasst Dirk Flock das 2:2 bei SuS Neuenkirchen zusammen. „Auf den 5:2-Sieg in Spexard brauchen wir uns jedenfalls nichts mehr einzubilden“, ergänzt der Trainer und fordert: „Wir müssen von Woche zu Woche Leistung bringen.“ Das einzige personelles Fragezeichen steht hinter Christian Zodrow, der aber wieder ins Lauftraining eingestiegen ist. Offen ist auch die Personalie Temel Hop. Der FC Gütersloh würde den 23-jährigen Angreifer, der beim SC Wiedenbrück am Saisonende ausschied und daher keiner Transferfrist unterliegt, gerne verpflichten. Der Türke teilte dem FCG in einem Gespräch Anfang der Woche allerdings mit, dass er noch eine andere Option habe. „Wenn es klappt, wäre es eine Bereicherung – wenn nicht, wäre es kein Beinbruch“, sagte Dirk Flock. Die rote Laterne abgeben Zielsetzung beim VfB Fichte Bielefeld (dogi). Letzter – Mark Sawkill vom VfB Fichte fordert, „dass wir aus Delbrück endlich etwas Zählbares mitbringen“. Hoffnungsträger des Rußheide-Teams ist Neuzugang Ibrahim Cissé, der unter der Woche beim 5:0-Pokalerfolg in Altenhagen mit drei Treffern bewies, dass er sich mittlerweile gut eingelebt hat. „Ibrahim ist im Angriff gesetzt, beim zweiten Stürmer habe ich die Qual der Wahl“, sagt Mark Sawkill mit Blick auf die drei Kandidaten Altunsaban, Ilic und Stelberg, die etwa gleich stark einzuschätzen sind. Mit Julian Hesse (Bänderriss) und Serdar Ökzüz (Nasenbeinbruch) muss der Coach zwei verletzte Akteure ersetzen. Weiß hofft auf weitere Effektivität im Abschluss Hövelhof (MH). Das wird ein hartes Stück Arbeit für den Hövelhofer SV. Der Westfalenligist muss am Sonntag beim noch ungeschlagenen FC Recklinghausen antreten (15 Uhr). In der Vorsaison spielte dieser Gegner noch in der anderen Westfalenliga-Staffel und schloss die Serie auf Platz drei ab. Die Recklinghäuser starteten mit zwei Remis und einem Sieg in die Spielzeit und kassierten noch kein Gegentor. „Sie stehen defensiv sehr gut geordnet. Viele Chancen werden wir nicht bekommen“, ist sich HSV-Trainer Stefan Weiß sicher. Sorgen macht er sich deshalb nicht. Denn wenn sich der HSV bislang auf etwas verlassen konnte, dann auf seine Effektivität vor dem gegnerischen Tor. Während die Auftritte spielerisch noch nicht überzeugten, stimmten zumeist die Ergebnisse. Zwei Siege holte Hövelhof aus den ersten drei Partien. Wirklich zufrieden ist Weiß aber nicht: „Wir schaffen es derzeit nicht, schnell umzuschalten. Die Balleroberung im zentralen Mittelfeld klappt noch nicht wie gewohnt.“ Einen Grund sieht er darin, dass seine Spieler den Gegner oft erst zu weit in der eigenen Hälfte attackieren und in der Raumaufteilung bei gegnerischem Ballbesitz zu breit gestaffelt stehen würden. „Wir mussten durch die Ausfälle von Waldemar Schmidt und Christoph Escherhaus oder aber Thorsten Becker natürlich auch umstellen. Die Mannschaft arbeitet an dem Problem“, so Weiß. Mit Sebastian Potempa (Hüftprellung), Christoph Escherhaus (Trainingsrückstand nach Innenbandriss), Thorsten Becker (doppelter Bänderriss), Mike Kesselmeier (Leistenprobleme), Andreas Friesen (Knieprobleme), Dominic Schärling (Meniskuseinriss) und Daniel Brökelmann (Urlaub) fehlen gleich sieben Spieler. Die Einsätze von Jan Welker (Rückenprobleme) und Sven Zimmermann (Grippe) stehen aktuell noch auf der Kippe. Noch ohne Afsarli und Alibaz Paderborn (MH). Die U23 des SC Paderborn steht vor dem ersten echten Prüfstein. An diesem Sonntag kommt Oberliga-Absteiger Hammer SpVg (15 Uhr Breite Bruch in Marienloh). Sechs Punkte haben die Hammer bislang in der Westfalenliga gesammelt und damit genau so viele wie der SCP II. „Das ist ein Gegner, der uns sicherlich noch ein paar Prozent mehr abverlangen wird, als die Teams, gegen die wir bislang gespielt haben“, hat SCP-Trainer Christoph Müller durchaus Respekt. Anders als noch beim jüngsten 2:1-Erfolg in Gievenbeck dürfe sich sein Team dieses Mal „nicht so viele Unkonzentriertheiten erlauben. Hamm wird die Möglichkeiten sicherlich besser nutzen.“ Darin liegt für die Paderborner aber auch eine Chance. Denn Hamm wird auch versuchen, mitzuspielen. „Gegen Mannschaften, die sich nicht nur tief hinten rein stellen, haben wir in der Vergangenheit immer besser ausgesehen“, meint Müller. Unter der Woche präsentierte der SC Paderborn bekanntlich noch fünf Neuzugänge. Darunter der 19-jährige Berkant Afsarli und der 20-jährige Selcuk Alibaz. Sie wurden als Perspektivspieler geholt und sollen besonders in der U23 zum Einsatz kommen. Ihre ersten Trainingseinheiten haben sie bereits absolviert: „Beide bringen für ihr Alter viel Qualität mit und sind interessante Spieler“, urteilt Müller. Im Kader sind sie am Sonntag aber wohl noch nicht. Es sei abgemacht, dass sie sich in der Woche erst einmal einleben. Währen der Vorstellung der Neuzugänge meinte Cheftrainer Andre Schubert auch, dass man den Nachwuchsspielern im Kader der U23 nicht an jedem Wochenende einen Profi vor die Nase setzen könne. Müller sieht das Thema gelassen: „Es ist das Los der U23, Akteuren aus dem Profikader Spielpraxis zu geben. Das ist jedem aus meiner Mannschaft klar.“ Trotzdem seien immer noch genug Plätze in der Startelf frei. Jeder habe die Chance, sich im Training dafür zu empfehlen. Nicht mit dabei sind am Sonntag Sascha Fuchs (Schienbeinprellung), Marvin Anderbrügge (Reha) und Manuel Ewers (Handgelenksbruch). Beckstedde hat viele Optionen Delbrück (MH). Der Delbrücker SC steht in der Westfalenliga vor einer vermeintlich leichten Aufgabe. Der aktuelle Tabellensechste trifft am Sonntag auf das Ligaschlusslicht Fichte Bielefeld. Anstoß im Delbrücker AM-Stadion ist um 15 Uhr. „Nach der Niederlage in Hamm sind wir gefordert zuhause nachzulegen“, umschreibt DSC-Trainer Alfons Beckstedde, dass er von seiner Mannschaft nichts anderes als drei Punkte erwartet. Diese schon deshalb, weil „wir so den Abstand zu Fichte vergrößern.“ Die Bielefelder sieht er nach drei Niederlagen in Folge eher defensiv ausgerichtet und stimmt seine Spieler sowie die Delbrücker Fans auf ein Geduldsspiel ein. Das Selbstvertrauen seiner Mannschaft habe unter der Niederlage in Hamm nicht gelitten. „Wir haben vielmehr gesehen, dass wir gegen solche Teams mithalten können. Wir dürfen nur keine unkonzentrierten Phasen im Spiel haben“, so Beckstedde, der trotzdem personelle Änderungen ankündigt. Die ergeben sich schon durch die Verletzung von Kapitän Florian Fulland, der dem DSC noch wochenlang fehlen wird. Stephan Jessen soll ihn ersetzen. Damit stünde der Neuzugang erstmalig in der Startelf. „Er hat seine Sache nach seiner Einwechslung in Hamm gut gemacht und hängt sich im Training rein. Ich kann mir vorstellen, dass er spielt“, sagt Beckstedde. Gegen Hamm startete Luca D’Angelo im Sturm. Umut Sakir saß auf der Bank. Thomas Isenrath machte durch viele Tore im Kreispokal auf sich aufmerksam. Doch auch an vorderster Front könnte sich etwas tun. Beckstedde lässt sich noch nicht in die Karten schauen: „Peter Berhorst trainiert ebenfalls wieder voll mit. Ich habe am Sonntag einige Möglichkeiten.“ Weitere Ausfälle hat der DSC neben Fulland derzeit nicht zu beklagen. Zur Spielberechtigung für Patrik Turunen konnte Beckstedde immer noch nichts Neues sagen: „Er wird wohl nicht zur Verfügung stehen.“ Westfalenliga: Fichte braucht endlich Punkte Bielefeld (WB/wie). Der VfB Fichte hofft beim Delbrücker SC auf die ersten Punkte. Ligaschlusslicht VfB Fichte hofft im OWL-Derby beim Delbrücker SC auf die ersten Zähler. Der deutliche 5:0-Erfolg im Kreispokal beim FC Altenhagen hat gut getan, überbewerten will Trainer Mark Sawkill das aber nicht: »Hoffentlich hat die Mannschaft daraus etwas Selbstvertrauen gezogen. Zumindest hat die Offensive gemerkt, dass sie Tore schießen muss.« Diesbezüglich zeichnete sich Neuzugang Ibrahima Cissé mit einem Hattrick aus. Der Franzose wird auch in Delbrück beginnen. Wer an seiner Seite stürmt (Altunsaban, Stelberg, Ilic), ließ Sawkill noch offen. Last-Minute-Transfer Murat Kizilkaya soll mitfahren. Er muss aber zunächst einmal Trainingsrückstand aufholen, ehe er für die Startelf in Frage kommt. Verzichten muss Sawkill auf Julian Hesse (Bänderriss) und Serdar Öksüz (Nasenbeinbruch). Dario Scardino plagt sich mit einer Grippe herum. Respektabel gegen miserabel Westfalenliga: Delbrücker SC erwartet Schlusslicht VfB Fichte Bielefeld, SCP II trifft auf Hamm. Kreis Paderborn (en/pk). Auf die drei heimischen Westfalenligisten warten am vierten Spieltag unterschiedlich Herausforderungen. Während Delbrück gegen Schlusslicht Bielefeld klar favorisiert ist, stehen Hövelhof in Recklinghausen und Paderborn gegen Hamm vor hohen Hürden. Delbrücker SC - VfB Fichte Bielefeld (So., 15 Uhr, AM-Stadion). Delbrück ist respektabel gestartet, Bielefeld miserabel. Die Gastgeber erwarten mit sechs Zählern die punktlosen Gäste und verfolgen ein klares Ziel. »Das ist ein Heimspiel. Das müssen wir gewinnen«, sagt Trainer Alfons Beckstedde. Der hat mit dem Ligaletzten natürlich auch die Abstiegsplätze im Blick. Der Tabellensechste schaut nach unten: »Wenn man in der Vorsaison fast bis zum letzten Spieltag um den Klassenerhalt zittern musste, darf man nicht so vermessen sein, jetzt ganz große Ziele ins Auge zu fassen. Wir können uns gegen Bielefeld und in Spexard reichlich Luft nach unten verschaffen. Wenn es dann weiter so gut läuft, kann man immer noch andere Wünsche äußern«, sagt der Coach. Der muss auf den langzeitverletzten Florian Fulland verzichten und wird ihn wohl wieder durch Neuzugang Stephan Jessen ersetzen. FC 96 Recklinghausen - Hövelhofer SV (So., 15 Uhr). Die Personalprobleme bereiten HSV-Coach Stefan Weiß immer größere Sorgen. Nach Sebastian Potempa, Thorsten Becker, Christoph Escherhaus, Dominic Schärling, Andreas Friesen und Mike Kesselmeier drohen nun auch noch die beiden Torgaranten auszufallen. Bei Jan Welker ist es weniger das leicht lädierte Knie als vielmehr eine Blockade im Rücken, die zwischen ihm und einem Einsatz gegen Recklinghausen steht. Offensiv-Partner Sven Zimmermann lag grippegeschwächt im Bett. »Als wäre das Spiel gegen Recklinghausen nicht ohnehin schon schwer genug. Ich werde bis Sonntagmittag warten müssen, wer uns vielleicht doch - zumindest für ein paar Minuten - helfen kann«, sagt der Coach. Respekt vor Recklinghausen hätte er aber auch mit komplettem Kader: »Das ist unsere bislang härteste Aufgabe. Recklinghausen war in der letzten Saison Fünfter in der anderen Staffel, ist noch unbesiegt und hat in den bisherigen 270 Minuten noch nicht ein Tor kassiert.« SC Paderborn II - Hammer SpVg. (So., 15 Uhr, Marienloh). Die Saison ist noch jung, doch was die Leistungsstärke des Gegners angeht, ist sich Trainer Christoph Müller schon jetzt sicher: »Wir haben auch schon gegen Hövelhof verloren, aber diese Mannschaft wird uns noch mehr fordern. Hamm ist spielerisch richtig gut und wird bis zum Ende der Saison oben mitspielen.« Allein deshalb forderte Müller schon unmittelbar nach dem zweiten Sieg in Serie in Gievenbeck, dass sich seine Mannschaft im nächsten Spiel in allen Belangen steigern müsse. »Wir müssen besser Fußball spielen und dürfen nicht so viele Fehler machen, vor allem in der Defensive«, konkretisierte er die Botschaft jetzt noch mal. Neben den üblichen Verdächtigen aus dem Profi-Kader soll auch Gaetano Manno am Wochenende weiter Spielpraxis in der U 23 sammeln. »Saison kein Selbstläufer« FCG: Hop-Wechsel wackelt Gütersloh (dh). »Fast alles«, lautet die Antwort von Trainer Dirk Flock auf die Frage, was Fußball-Westfalenligist FC Gütersloh 2000 an diesem Sonntag beim SuS Stadtlohn anders machen muss als vor einer Woche in Neuenkirchen. Nur mit ganz viel Glück holte der FCG dort bekanntlich einen Punkt. Ein Schuss vor den Bug zur rechten Zeit? »Vielleicht. Zumindest musste ich den Leuten mal wieder klar machen, dass die Saison für uns kein Selbstläufer wird«, sagt Flock, der hofft, dass seine Spieler über den schlechten Auftritt in Neuenkirchen noch ein paar Mal nachgedacht haben. Zudem dürften die Gütersloher nach dem starken Ergebnis der Stadtlohner im Westfalenpokal gewarnt sein. Gegen Preußen Münster verlor der SuS nur mit 1:2, den Treffer für die Gastgeber erzielte Rick Reekers, Sohn des ehemaligen FCG-Trainers Rob Reekers. Dirk Flock ließ zur gleichen Zeit in Gütersloh trainieren und sah erstmals seit langer Zeit wieder einen gesunden Alexander Kuschmann zwischen den Pfosten. Im Kader wird der Torhüter am Sonntag aber noch nicht stehen. Bis kurz vor dem Anpfiff will der FCG-Trainer warten, ob Christian Zodrow (Probleme mit der Wade) grünes Licht für einen Einsatz gibt. Keine Neuigkeiten gibt es im Fall Temel Hop. »Er ist ein Spieler, den wir gerne haben wollen«, macht Flock klar, eine Entscheidung fällt aber frühestens Anfang der kommenden Woche. Hop soll mittlerweile auch ein Angebot eines anderen Klubs vorliegen. FC Eintracht Rheine FCE hält mit den Zweitliga-Profis gut mit RHEINE Acht Tore erlebten die offiziell 800 Zuschauer am Freitagabend beim Freundschaftsspiel in der obi-Arena zwischen Westfalenligist FCE und Zweitligist Osnabrück. Am Ende siegte der VfL mit 6:2 (2:1), doch die Rheinenser hatten sich super verkauft. Das Team von FCE-Trainer Ulli Peltner hatte großen Anteil am gelungenen Abend. Nicht nur die beiden toll herausgespielten Treffer durch Freddy Telsemeyer (10.) zum 1:2 und Daniel Seidel (79.) zum 2:6, sondern auch weitere gute Tormöglichkeiten verbuchten die Rheinenser, die sich wiederholt Szenenapplaus abholten. Natürlich war der vier Klassen höher spielende Zweitligist die dominante Elf auf dem Platz. Spieltempo, Passgenauigkeit, Handlungsschnelligkeit – logisch, dass die Profis hier den Amateuren einiges voraus hatten. Flotter Start Und das zeigte der VfL flott. Schon in der 2. Minute ging Osnabrück in Führung, als Rheines Max Stermann einen Distanzschuss von Björn Lindemann zum 1:0 für den Gast ins eigene Netz abfälschte. Pech. Nur sechs Minuten später nickte Alexander Schnetzler per Kopf zum 2:0 für den VfL ein, als Stermann nur Spalier stand. Das drohte ja böse zu werden für den FCE. Von wegen. Rheine rappelte sich auf und schlug prompt wie wunderschön zurück. David Ruwe schickte Peter Beckmann steil, der hatte links freie Bahn bis zur Torauslinie. Und seinen Rückpass drückte Torjäger Freddy Telsemeyer aus fünf Metern zum 1:2 (10.) in die Maschen. Na bitte. Das schockte den VfL doch ein wenig. Vor allem, da Rheine weiterzauberte: Doppelter Doppelpass von Beckmann und Telsemeyer, der im letzten Moment erst gestoppt wurde (12.). Zehn Minuten brauchte Osnabrück, hatte dann das Spiel wieder im Griff, ließ aber fortan gute Chancen liegen. Die beste vereitelte Keeper Daniel Epker, der im Eins-gegen-eins mit Bencik Sieger blieb (22.). In der zweiten Hälfte drückte der Gast mächtig aufs Tempo und kam durch Dennis Schmidt per Kopf schnell zum 3:1 (46.). Doch der FCE ließ sich nicht ausknocken, spielte mit. Vor allem Philipp Brüggemeyer glänzte in der Defensive, bereinigte immer wieder Fehler seiner Vorderleute. So klingelte es erst wieder nach 63 Minuten im FCE-Kasten, als Daniel Latkowski frei vor Torhüter Daniel Heuing auftauchte und zum 4:1 einschob. Nicky Adler erhöhte aus der Distanz auf 5:1 (65.). Dann jagte Benjamin Gorka einen Freistoß aus 22 Metern wunderschön in den linken Knick – 6:1 (72.). Verdienter Applaus Aber das Schlusswort gehörte dem FCE. Nach dem Neuzugang Stevie Roth knapp verzogen hatte (74.) und Telsemeyer an der Unterkante der Latte gescheitert war, traf Daniel Seidel zum 2:6-Endstand. Michael Ungru spielte einen Zucker-Pass in den Lauf von Eintracht-„Turbo“ Stefan Seiler, der band zwei VfL-er, legte dann klug quer und Seidel wuchtete die Kugel aus 17 Metern ins linke Eck. Den Applaus – auch der zahlreichen Osnabrücker Fans – hatten sich Seidel wie das gesamte FCE-Team wahrlich verdient. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2010 - SV Spexard 1950 e.V. |