Presse nach den Spielen / 2. Spieltag

Zurück zur Auswahl der Presseberichte

  Westfalenliga Staffel 1

----------------------------------------------------------------------------------

Presse vom 24.08.2010

SV Emsdetten 05

Anfang ist gemacht - mehr nicht!

EMSDETTEN . 1:1-Remis gegen SuS Neuenkirchen - Spieler, Trainer und Fans bei Emsdetten 05 waren am Sonntag recht zufrieden. Galt doch der Gast um Trainer Franz-Josef Reckels vor diesen ersten 90 Minuten der jungen 05-Mannschaft als haushoher Favorit.

Nach zögerlichem Start, nach einer recht nervös gespielten ersten Halbzeit mit dem 0:1-Rückstand fasste die 05-Rasselbande neuen Mut und ergriff die Initiative. Lohn war der verdiente 1:1-Ausgleich durch Isuf Asllani. Und siehe da: Plötzlich wackelte der Gast aus Neuenkirchen, hatte sichtlich Angst vor einer Niederlage in Emsdetten. Nur noch lang gespielte Bälle in die Spitze waren bei den Gästen ein Zeichen, dass die Ideen flöten gegangen waren. Und da auch den 05er in der Schlussphase sehr daran gelegen war, nicht einen erneuten Rückstand hinnehmen zu müssen, passierte nicht mehr ganz so viel.

Die neue 05-Mannschaft darf mit diesem Auftakt zufrieden sein. Mit dem Resultat, mit dem einen Punkt - und mit der Gesamtleistung. Darauf wird man aufbauen können in den nächsten Wochen. Trainer Bodo Gadomski und sein Co-Trainer Jan Lauhoff werden die Partie analysieren. Und sie werden doch das ein oder andere Haar in der Suppe finden.

Klar - gegen eine Mannschaft wie SuS Neuenkirchen, die sehr starke Spieler in der Offensive hat, muss man immer damit rechnen, sich einen Gegentreffer zu fangen. Doch so, wie das 0:1 nach 32 Minuten fiel, darf es einfach nicht fallen. Großer Patzer an der Außenbahn von Patrick Maganga, im Stellungsspiel und im Zweikampfverhalten, und nach der Flanke keine Ordnung und Zuteilung in der Mitte vor dem 05-Tor.

Überhaupt hatten die 05er ihre Probleme an beiden Außnbahnen. Rechts begann Emre Kücükosman, links Patrick Maganga. Sie wechselten später mal die Seiten, doch beide haben sicherlich Steigerungsbedarf in der Arbeit nach hinten.

05 stark in der Zentrale

Zentral teilten sich Guido Göcke und Stefan Bettmer die Arbeit recht gut auf, beide 05-"Sechser" gingen auch Wege, die hier und unnötig erschienen, doch Göcke und Bettmer setzten damit den jeweiligen ballführenden SuS-Spieler unter Druck.

Die Viererkette war recht stabil, vor allen Dingen in der Zentrale. Philipp Strauß räumte hier kompromisslos ab, Loerakker ebenfalls, außen ließen Marcel Czichowski und Sebastian Krassowski nur wenig anbrennen, wenngleich die Sicherheit und Genauigkeit im Aufbauspiel sicherlich noch gesteigert werden kann.

Steigern muss sich auch Stürmer Sven Mersch. Ganz allein drang er vor der Pause in halbrechter Position in den Strafraum ein, spielte den Ball ungenau und ohne Zug in die Mitte. Und auch der Abschluss direkt nach dem Wechsel nach Bettmer-Zuspiel war zu dünn...

"Wir haben noch viel Arbeit vor uns", sagte 05-Trainer Bodo Gadomski nach Spielende. Es hat den Anschein, dass Trainerteam und Kader sich auf diese Arbeit richtig freuen. Die jungen Spieler im 05-Kader haben Potenzial, doch sie wollen intensiv arbeiten, sie wollen sich entwickeln. Und genau auf diesem Weg war das Auftakt-Remis wertvoll. Die 90 Minuten haben gezeigt, dass sich die enorme Arbeit lohnt. Doch es war erst der Anfang, mit einem Punkt steigt man am Ende der Saison ganz sicher ab...

SV Lippstadt: Zwei Neue

Bortolozzo und Günter zu den 08ern

Westfalenligist SV Lippstadt ist am Wochenende noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Diego Bortolozzo und Ferdi Günter wurden verpflichtet.

Damit stehen Teammanager Daniel Farke zwei erfahrene Spieler zur Verfügung, die den jungen Kader der 08er führen sollen. Der 27-jährige Bortolozzo spielte zuletzt beim FC Solothurn in der Schweiz. Zuvor war er für den SV Meppen und den SC Wiedenbrück am Ball. Günter trug bereits in der vergangenen Rückrunde das Lippstädter Trikot, absolvierte die Vorbereitung allerdings bei verschiedenen Profivereinen in der Türkei.

Venlo statt Rheine: Maximilian Löderbusch verlässt den FCE

Rheine. Zwei Jahre lang personalisierte er den neuen Trend beim FC Eintracht Rheine: Hin zum eigenen Nachwuchs, weg von einer kostenintensiven Transferpolititk. Binnen weniger Wochen schaffte Maximilian Löderbusch im Sommer 2008 den Sprung vom A-Junior in die 1. Seniorenmannschaft. Nun endet seine Zeit beim FCE. Der 21-jährige Verteidiger nimmt ein Studium an der Fachhochschule für Logistik-Management in Venlo auf. Geplante Dauer: Vier Jahre. „Ich versuche, dort einen Verein zu finden“, macht Löderbusch einen klaren Schnitt und meldet sich beim FCE ab.

Seit Monaten stand seine berufliche Zukunft in den Sternen. Zuletzt absolvierte er bereits wieder einige Trainingseinheiten am Delsen. Doch die stille Hoffnung auf sein drittes Jahr im Westfalenligateam war ein Luftschloss, denn das geplante Logistik-Studium genoss Priorität. Und so verhindern die 181 Autobahnkilometer zwischen Venlo und Rheine eine Fortsetzung von Löderbuschs Defensivdienst für die Eintracht.

Künftig will er die Stürmer in der Niederrheinliga ärgern. Mögliche Adressen wären Viktoria Goch, 1. FC Wülfrath oder der SC Kapellen-Erft. Beim Thema Vereinssuche kündigte FCE-Coach Ullrich Peltner sogar an, seinem ehemaligen Schützling helfen zu wollen.

So schwer der sportliche Verlust wiegt, so vielfältig sind derzeit Peltners Alternativen auf den Innenverteidigerpositionen. Mit Philipp Brüggemeyer, Jens Roßmöller, Niklas Melzer, André Klostermann und Manuel Schupp ist das Angebot an Spielern groß, die im Abwehrzentrum abräumen können.

„Eine starke Defensive ist der Grundstein zum Erfolg“, sagte Ullrich Peltner nach dem 3:0-Erfolg über Fichte Bielefeld. Auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte: Die Richtung stimmte. Vor allem zeigte sich, dass der Kader in der Breite mehr Qualität aufweist. Maik Klostermann ersetzte Stefan Seiler, Niklas Melzer schloss die Lücke von Jens Roßmöller (Rotsperre). Wobei Melzer Glück hatte, dass Schiedsrichter Holger Derbort bei seinem harten Foul Gnade vor Recht gewährte und es bei Gelb beließ. „Ein Schiedsrichter, der sich Lob verdient hat“, zog Peltner den Hut. Weiterer Grund für seine verbesserte Laune ist die endlich vorhandene Konkurrenzsituation im Kader. Dazu trägt nun auch Neuzugang Stephan Roth von Emsdetten 05 bei. Die Tatsache, dass 05-Trainer Bodo Gadomski den 29-Jährigen wegen angeblicher Tempodefizite aussortierte, ficht Peltner nicht an: „Da will ich mich nicht zu äußern. Ich halte Stephan durchaus für westfalenligatauglich. Man sollte nicht vergessen, dass er in der Vorbereitung an einer Lebensmittelvergiftung litt.“

FC Eintracht Rheine

FCE-Sturmduo hat eine klasse Quote

RHEINE Der erste Heimauftritt ist gelungen. Mit 3:0 schlug der FCE Rheine die Fichten aus Bielefeld. Doch die ersten drei Punkte lassen bei der Eintracht keinen abheben. „Bielefeld war schwach, uns reichte eine normale Leistung“, fasste es Kapitän Mirco Heger treffend zusammen.

Was sich nach zwei Spielen schon zeigt: Die Offensive des FCE funktioniert. Fünf Treffer nach 180 Minuten – da kann ansonsten von den anderen 16 Westfalenligisten nur der FC Gütersloh mithalten.

Das neue Sturmduo mit Daniel Seidel und Freddy Telsemeyer trifft. Beide haben jeweils schon zwei Tore auf dem Konto. „Es läuft“, grinste Neuzugang Seidel nach der Partie. Beim 2:3 in Hamm hatte er zum 1:1 getroffen, diesmal schoss er den FCE gar in Führung.

„Das darf so weitergehen“

„Das darf so weitergehen“, freute sich Trainer Ulli Peltner über seinen neuen Torjäger und lobt: „Daniel ist sehr kopfballstark, geht in die Räume.“ Seidel selbst ärgert sich, dass der FCE nur drei Punkte auf dem Konto hat. „Sechs wären besser“, weiß er, dass die Eintracht in Hamm Zählbares liegen ließ. Jetzt will er mit dem FCE nachlegen. Am Sonntag bei Aufsteiger Spexard? „Ja, aber wo ist egal.“

Seidel sprudelt nur so vor Selbstvertrauen, sein Sturmpartner tat das am Sonntag nicht. Freddy Telsemeyer wirkte lange Zeit fast wie ein Fremdkörper im FCE-Team. Ihm gelang so gut wie nichts. Und die Fans fragten sich schon, ob ihr „Freddy“ nicht an der rechten Bahn besser aufgehoben wäre, „so wie in der Vorsaison“. Dann gelang Telsemeyer doch noch sein Tor, das zum 3:0-Endstand (65.). Quasi seine erste gelungene Aktion in dieser Partie.

"Wir wissen, was wir an Freddy haben“

„Man hat nicht immer einen guten Tag“, nahm Coach Peltner den Torjäger der Vorsaison in Schutz. „Sicher, man hat ihn schon stärker gesehen – auch auf dieser Position. Aber wir wissen, was wir an Freddy haben“, ist der Coach überzeugt, dass Telsemeyer bald wieder die Leistung abruft, die er oftmals in den Vorbereitungsspielen und auch beim 2:3 in Hamm gezeigt hat.

Preußen-Reserve verliert zum zweiten Mal mit 0:1

SC Paderborn II – Preußen Münster II     1:0 (1:0)

Es war die 22. Minute, als das Tor des Tages fiel. Eine direkt verwandelte Ecke fand den Weg ins SCP-Gehäuse an Schlussmann Fabian Otte vorbei und markierte gleichzeitig den Endstand. Die Zweitvertretung der Preußen verlor schlussendlich mit 0:1 (0:1) bei der Reserve des SC Paderborn.

Preußen-Co-Trainer Sören Weinfurtner bemängelte nach der Partie die fehlende mannschaftliche Geschlossenheit: „Uns fehlte heute die Kompaktheit. Paderborn ist zu leicht zu Chancen gekommen.“ Nichtsdestotrotz wird an der Hammer Straße nicht in Hektik verfallen: „Wir werden das Spiel aufarbeiten und die Fehler in aller Deutlichkeit ansprechen. Trotzdem werden wir ruhig weiterarbeiten.“

Paderborn agierte fast über die ganze Spielzeit überlegen. Die Preußen schafften es nicht, die Räume eng zu machen und luden die Paderborner zu Torchancen ein. Auf der anderen Seite kam man allerdings auch selbst zu nennenswerten Chancen. Nachdem Timo Woltering und Ilhan Islak aus der Distanz gescheitert waren, wurde Florian Quabecks Kopfball gerade noch auf der Linie geklärt.

In der zweiten Halbzeit stabilisierte sich die Defensive des SCP. Vorne fehlte jedoch die letzte Durchschlagskraft, um die mit vier Zweitligaspielern verstärkte Reserve der Paderborner ernsthaft zu gefährden. Am Ende ging die zweite 0:1-Niederlage binnen acht Tagen in Ordnung. Die ersten Punkte der Saison sollen nun am kommenden Wochenende beim Hövelhofer SV eingefahren werden.

1:0 Parensen (22.).

Stefan Roth: „Eintracht hat deutlich mehr Qualität“

Nein, lange war er nicht auf dem Markt, der Stephan Roth. Bereits wenige Tage nach seinem Aus bei Emsdetten 05 sagte der 29-jährige Allrounder bei Liga-Konkurrent FC Eintracht Rheine zu. Heute Nachmittag wird er in Emsdetten den Auflösungsvertrag unterschreiben - morgen einen Kontrakt bis zum Saisonende beim FCE. Läuft alles glatt, dann ist Roth bereits Ende der Woche für die Elf von Ulli Peltner spielberechtigt.

„Ich bin ab sofort voll dabei und will so schnell wie möglich auch ins Team“, hofft Roth auf einen baldigen Platz in der ersten Elf der Rheinenser. Nach zweimaligem Mittrainierens stellte Roth zudem gleich fest, „dass die Eintracht deutlich mehr Qualität besitzt als Nullfünf. Sowohl in der Spitze als auch in der Breite haben wir einen starken Kader.“ Trainer Peltner plant Roth wohl auf einer der Außenverteidiger-Positionen ein.

„Ich bin froh, dass ich endlich wieder einen Trainer habe, der voll auf mich und meine Erfahrung setzt“, freut sich der Münsteraner Student auf die Zusammenarbeit mit seinem neuen Coach. Roth sammelte bei seinen Stationen Erfahrung bis zur Oberliga. Unter anderem war er in der Jugend für den SC Preußen Münster am Ball. Zudem kickte er für SuS Neuenkirchen, TSG Dülmen, Preußen Lengerich und den TuS Hiltrup.

Die Dornberger Breite fällt ins Gewicht

Westfalenliga: VfB Fichte ist im Umbruch

Bielefeld (WB). Zwei Spieltage sind in der Fußball-Westfalenliga absolviert und die Bielefelder Mannschaften zieren den Anfang und das Ende der Tabelle. Umso mehr Brisanz erhält das Derby am kommenden Sonntag, wenn der Rangletzte VfB Fichte auf der Rußheide den Spitzenreiter TuS Dornberg erwartet.

Am Dornberger Mühlenbrink herrschte nach dem verdienten 1:0-Sieg gegen den Ligafavoriten Hammer SpVg. natürlich gute Stimmung, aber die Verantwortlichen waren darum bemüht, die aufkommende Euphorie in realistische Bahnen zu lenken: »Das Spiel hat gezeigt, dass wir mit den Spitzenteams der Liga mithalten können«, urteilte Trainer Mario Ermisch, der sich bezüglich der Aufstiegsambitionen seiner Elf weiterhin in der Außenseiterrolle sieht: »Uns hat keiner auf dem Zettel.«

Das wird sich schnell ändern, wenn die Dornberger ihre Erfolgsserie weiter ausbauen. Hamms Trainer Holger Wortmann weiß jetzt jedenfalls, dass im Bielefelder Westen guter Fußball gespielt wird. Das hatte er vorher noch in Frage gestellt, als er die Ermisch-Truppe in einer Umfrage nicht zu den Mannschaften wie Lippstadt, Gütersloh oder Rheine gezählt hatte, die es spielerisch mit seiner Elf aufnehmen könnten. Nach der Pleite wollte sich Wortmann eigentlich gar nicht zum Gegner äußern, dann gab es doch einen kleinen Seitenhieb des ehemaligen Fichte-Trainers: »Das Geschreie der Dornberger hat mich schon genervt und auch der Kunstrasen hier ist eine Sache für sich.« Das sei aber legitim, schickte Wortmann schnell hinterher, um dann seine eigene Mannschaft scharf zu kritisieren: »Wir sind in der Westfalenliga angekommen. Wir haben jeglichen Körpereinsatz vermissen lassen und unser Spiel nach vorne hat praktisch nicht stattgefunden.« Dass wiederum war auch ein Verdienst der Dornberger Defensive, die nach zwei Spieltagen noch keinen Gegentreffer zugelassen hat.

»Wir haben hinten fast gar nichts zugelassen und geduldig nach vorne gespielt«, lobte Ermisch die reife Leistung seiner jungen Mannschaft. Manager Hans-Werner Freese verweist auf die große Ausgeglichenheit im Dornberger Kader: »Wir sind in der Breite gut aufgestellt und haben eigentlich fast zwei Westfalenligamannschaften.«

Neuer Dornberger Kapitän ist Sören Siek. »Er ist der Chef«, lobt Ermisch den ehemaligen Jöllenbecker, den er zum neuen Spielführer und Nachfolger von Sebastian Klaßes (SV Rödinghausen) ernannt hat. »Es ehrt mich natürlich, dass der Trainer mich zum Kapitän gemacht hat«, sagt Siek, der das Vertrauen mit seinem Siegtreffer gegen Hamm auch sogleich zurückzahlte.

Beim VfB Fichte leuchtet nach zwei Niederlagen und 1:6 Toren vor dem Derby derweil die Rote Liga-Laterne. Das soll aber kein Dauerzustand sein. »Mit Mannschaften wie Lippstadt, Rheine oder auch Dornberg können wir uns über eine Saison gesehen nicht messen. Die haben andere Ambitionen als wir«, sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Jobst Hölzenbein. Grund zur Panik gibt es an der Rußheide noch lange nicht: »Wir sind ein Verein im Umbruch«, sagt Hölzenbein: »Auf Dauer wollen wir wieder eine Anlaufstation für junge, talentierte Spieler aus Bielefeld sein. Dazu gehört auch die Westfalenliga. Wir wollen uns in dieser Klasse mit einer jungen Mannschaft etablieren.«

Momentan drückt dem Team von Trainer Mark Sawkill vor allem vorne der Schuh. Darum hoffen die Verantwortlichen bis zum Derby auch auf die Freigabe des Franzosen Ibrahim Cissé und die Genesung von Top-Torjäger Ismail Atunsaban. Erledigt hat sich das Thema Hüseyin Geceli, der definitiv keine Zukunft mehr beim VfB hat.

Ein »Schnapper« mit Ausstrahlung

Michael Joswig ist in Delbrück unumstritten

Delbrück (WV). Für den Gievenbecker Trainer Maik Weßels ist er kurzum der »alles überragende Keeper in der Westfalenliga«. Und auch sein eigener Coach Alfons Beckstedde sparte nach dem jüngsten Erfolg des Delbrücker SC nicht mit Komplimenten für Torwart Michael Joswig.

»Er war stets präsent und hat die totale Sicherheit ausgestrahlt«, lobte der Delbrücker Übungsleiter nach dem 1:0-Heimsieg gegen den münsterländischen Aufsteiger seinen in der WM-Pause verpflichteten Schlussmann. Dieser trug zwar auf dem Trikot nur die Zahl 33 und blieb gegen die Gievenbecker nahezu beschäftigungslos, sobald sein Einsatz jedoch gefordert war, untermauerte Joswig seine Ansprüche auf die Nummer eins.

In puncto Position scheint sich der 35-Jährige im Rennen gegen seinen 13 Jahre jüngeren Kontrahenten Daniel Mehlich, der sich im Sommer in festem Glauben an einen Stamm-Posten zwischen den DSC-Pfosten für eine Vertragsverlängerung entschlossen hatte, durchgesetzt zu haben. Das lassen nicht zuletzt die Worte Becksteddes nach dem ersten Heimspiel erahnen: »Ich bin ein Trainer, der nicht großartig diskutiert, bei dem auf den Positionen nicht ständig gewechselt wird. Von Michael Joswig können viele noch einiges lernen.«

Wie der gebürtige Lippstädter, der in der Jugend über seine Heimatvereine Victoria und Teutonia Lippstadt sowie den VfL Geseke zum TuS Paderborn-Neuhaus gelangte und hier zum SCP-Profi reifte in seinem zweiten Meisterschaftsspiel drei Eckbälle aus der Luft pflückte, bei Distanzschüssen kraftvoll die Hände zuschnappen ließ oder zweimal artistisch mit einer Faust einen Schuss abwehrte, war das eine. Wie er darüber hinaus noch, nahezu jede Spielszene verbal begleitend, als positiver Lautsprecher die DSC-Defensive mitorganisierte, die andere.

»Ich rede recht viel während der 90 Minuten. Das mache ich aber auch, um mich selber im Spiel zu halten«, erklärte Routinier Joswig, der insgesamt 329 Regionalliga-Partien für Paderborn, den SC Verl, die SG Wattenscheid 09 und Preußen Münster absolviert hat.

Beim Delbrücker SC hat der in der Personalabteilung einer Zeitarbeitsfirma arbeitende Torhüter seine neue sportliche Heimat gefunden und fühlt sich nach nur ein paar Wochen schon pudelwohl. »Ich brauche nicht lange, um mich irgendwo einzuleben. Hier in Delbrück stimmt die Situation, durch die zwei Siege haben wir uns einiges an Selbstvertrauen erarbeitet. Am meisten freut mich aber, dass wir zweimal zu null gespielt haben«, so Joswig. Nach dem Abpfiff des ersten Heimspiels suchte er zunächst den Weg zum geschlagenen Gegenüber aus Gievenbeck, spendete dem Gäste-Schlussmann Kieran Schulze-Marveling Trost. Dann ließ er seiner Freude freien Lauf und feierte mit den Mitspielern im obligatorischen Jubelkreis. Die Teamgefährten rufen ihre Nummer eins mit der Rückennummer 33 übrigens auch schon mal beim Spitznamen. Einer lautet, angelehnt an seinen Nachnamen, »Josy«. Der Ursprung des anderen, »Schnapper«, erklärt sich von selbst.

Mehlich in der Warteschleife

DELBRÜCKER SC: Torhüter-Eigengewächs muss Joswig zunächst mal den Vortritt lassen

Delbrück. Beim Westfalenligisten Delbrücker SC herrscht derzeit eitel Sonnenschein. Nach zwei Spielen hat die Mannschaft von Trainer Alfons Beckstedde sechs Punkte auf dem Konto. Nur Ersatztorwart Daniel Mehlich ist nicht wirklich nach Feiern zumute.

Als nach der letzten Saison bekannt wurde, dass Marco Kirchhoff den DSC verlässt und zum Ligakonkurrenten Hövelhofer SV wechselt, schien der Weg für Mehlich frei. Das 21-jährige Talent – er spielt bereits seit der C-Jugend in Delbrück – galt als die Nummer eins für die kommenden Saison und hielt dem Verein die Treue.

Dann war Michael Joswig auf dem Markt – Delbrück schlug zu. Große Konkurrenz für Mehlich, denn Joswig brachte mit seinen 35 Jahren schließlich die Erfahrung aus über 300 Regionalligaspielen für den SV Verl, den SC Paderborn 07 und Preußen Münster mit.

Beckstedde hielt das Rennen in der Vorbereitung zunächst offen und wollte die Situation nicht dramatisieren, denn „jede Mannschaft braucht zwei gute Torhüter.“ Im Westfalenpokal sowie in den ersten beiden Meisterschaftsspielen stand Joswig im Tor – und war der erhofft sichere Rückhalt. In den beiden Ligaspielen kassierte er noch keinen Gegentreffer.

Beckstedde ist zufrieden: „Er gibt der Defensive Sicherheit. Auch weil er durch seine Erfahrung auf dem Platz sehr präsent ist.“ Worte, die nicht auf einen baldigen Wechsel im Tor schließen lassen. Das scheint auch Mehlich zu wissen: „Ich bin enttäuscht und die Tage nach der Entscheidung waren sehr schwer für mich. Aber ich akzeptiere die Wahl des Trainers und gebe im Training weiterhin Vollgas.“

Einen konkreten Grund, warum sich Beckstedde letztendlich für Joswig entschied, kennt er nicht. „Es gab kein Gespräch zwischen dem Trainer und mir. Ich denke aber nicht, dass die fehlende Erfahrung der ausschlaggebende Punkt gewesen ist“, so Mehlich. Dass er von seinem Konkurrenten, zu „dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe“, trotzdem noch viel lernen kann, ist dem Torwart klar. Auch die aktuelle sportliche Enttäuschung wird ihn weiterbringen, hofft zumindest Beckstedde: „Ein Trainer kann es nie jedem recht machen. Jeder will spielen. Ich weiß, dass Daniel enttäuscht ist. Er muss damit umgehen, weiter arbeiten und sich anbieten.“ Mehlich schaut bereits in Richtung Wintervorbereitung. „Dort werden die Karten neu gemischt. Ich gebe weiter Gas, auch für die Mannschaft. Sie braucht in jedem Training zwei gute Torhüter.“

Gievenbecks Belohnung bleibt aus

Delbrücker SC – 1. FC Gievenbeck    1:0 (1:0)

Der 1. FC Gievenbeck lieferte ein starkes Spiel, dominierte den Delbrücker SC über weite Strecken der Auswärtspartie. Was fehlte: ein Tor. Somit genügte dem DSC ein Treffer, der den 1:0-Endstand bedeutete.

Von Beginn an bewiesen die auf sechs Positionen umgestellten Gievenbecker Mut, machte das Spiel und ließ den Ball konsequent flach laufen. „Wir haben taktisch unsere Linie gehalten, ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen“, meinte der zufriedene Coach Maik Weßels. Jedoch wäre er sicher noch glücklicher gewesen, hätten Jens Könemann oder Christian Keil den starken DSC-Keeper und Ex-Preußen Michael Joswig überwunden. Delbrück zeigte da schon eine kältere Schnauze: Nach 17 Minute schraubte sich der lange Fabian Lübbers nach einem Freistoß von halblinks hoch und köpfte ein.

Strafstöße verwehrt

Der FCG zeigte sich kurz verunsichert, nahm aber noch vor dem Seitenwechsel wieder seine Linie auf. Im zweiten Durchgang beherrschte der FCG die Szenerie sogar noch klarer. Doch weiterhin klappte es vorne nicht. Der gut aufgelegte Keil vergab weitere Chancen, auch Könemann blieb vorne ein Aktivposten, wurde allerdings in zwei Situationen unsanft gebremst – ein Strafstoßpfiff wäre absolut möglich gewesen. Doch ein solcher, und somit auch etwas Zählbares, bleib dem FC verwährt.

Zufrieden war Weßels dennoch: „Delbrücks Erfahrung und Cleverness sind hier zum Tragen gekommen. Trotzdem waren wir das bessere Team und werden in Zukunft sicher belohnt, wenn wir weiter solche Leistungen zeigen.“

1:0 Lübbers (17.)

Dorsten: Erster Dreier

Aufsteiger mischt schon die Liga auf

Im ersten Westfalenliga-Heimspiel setzt der Aufsteiger SV Dorsten-Hardt ein richtiges Zeichen und besiegte den Hövelhofer SV verdientermaßen mit 2:0.

Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt ließ den Gegner in der ersten Halbzeit kaum zu geordneten Spielzügen, geschweige denn zu guten Torchancen kommen – selbst tauchten sie aber mehrmals gefährlich vor dem Tor auf.

Auf die Führung mussten die Zuschauer trotzdem bis zur 38.Minute gedulden: eine gelungene Offensivaktion schloss Andreas Kauschkat mit dem 1:0 ab. Nur drei Minuten später entschied Schiedsrichter Julian Graf aus Herne nach einem Foul von Marcel Thieschnieder am quirligen Führungstorschützen auf Strafstoß – den Claudio De Manna sicher verwandelte.

Mit dem 2:0 ging es dann auch in die Kabinen, doch nach Wiederanpfiff zeigten die beiden Teams ein anderes Spiel; die Gäste aus Hövelhof übernahmen die Feldhoheit, jedoch ohne den Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. In der 72.Minute mussten Pascal Vasic und Matthias Kleinegrauthoff vom Platz: Vasic mit Gelb-Rot, sein Gegenspieler mit einer Platzwunde. SVD-Trainer Martin Schmidt meinte: „Das war eine klare Sache, aber er ist noch jung und da passiert sowas auch mal.“ Dennoch war es ein Grund dafür, warum die Gäste mit 0:2 nach Hause fuhren.

Dorsten: Schröder - Ewald, De Manna, Koscholleck - Müller, Damnitz - Vasic, Klöckner, Scheuch (92.Tammen) - Potthast (76.Knoblauch), Kauschat (86.Heimath).

Hövelhof: Kirchhoff - Wenkemann, Thieschneider, Kleinegrauthoff (74.Malena) - Zimmermann, Meier - Welker, Potempa (68.Brandy), Schäfers - Mückenhaupt, Urban.

Schiedsrichter: Julian Graf (Herne)

Tore: 1:0 Kauschat (40.), 2:0 De Manna (43.)

Gelb-Rote Karte: Vasic (72.)

FC 96 - Stadtlohn 3:0

Ankunft in der neuen Liga

Der FC Recklinghausen ist in der Westfalenliga 1 angekommen. Die Mannschaft von Trainer Peter Anders erspielte sich gegen SuS Stadtlohn einen 3:0-Heimsieg.

Mit nun vier Punkten aus den ersten beiden Spielen ist der FCR gut aus den Startlöchern gekommen. Gegen Stadtlohn war indes lange Zeit Sand im Getriebe des 96-Motors. Die erste Hälfte gestalteten die Gäste ausgeglichen und hielten zur Pause ein 0:0. Christian Luvuezo verschoss für die Hausherren einen Foulelfmeter.

Die richtigen Worte

Die Worte, die Anders in der Kabine an seine Mannschaft richtete, müssen die richtigen gewesen sein. Entschlossen und mit dem Visier auf Angriff eingestellt, kamen die Hausherren aus der Umkleide. Innerhalb von nur zehn Minuten bewies 96 seine Stärke. „In dieser Phase haben wir richtig gut gespielt“, fand auch Anders.

Recklinghausen stürmte das Stadtlohner Gehäuse an und erspielte sich gleich gute Gelegenheiten. Sven Jesih scheiterte aber gleich zweimal aus guter Position. Wichtige Spieler wie Offensivmann Mirko Eisen fehlen Anders momentan noch und das machte sich bis zu diesem Zeitpunkt bemerkbar.

Womöglich wollten die FC-Spieler auf dem Platz aber zeigen, dass auch sie offensiv erfolgreich sein können. Gökhan Timürlenk, Cezary Liedtke und Christian Luvuezo besorgten innerhalb von kürzester Zeit die drei Treffer für die Recklinghauser.

Unbequemer Gegner

Wie sich die Ligaverhältnisse für Recklinghausen konkret gestalten, das weiß Anders aber nach zwei Spielen noch nicht. „Dafür müssen wir noch weitere Partien absolvieren“, sagt der FC-Coach. Am Sonntag trifft Recklinghausen zum Derby auf Dorsten-Hardt. Der Aufsteiger gewann sein Spiel gegen Hövelhof und wird ein unbequemer Gegner für Anders‘ Mannschaft sein.

Recklinghausen: Pommer - Jesih, Betram, Luvuezo, Piechottka - Sadlowski, Eskidan (80. Yilmaz), Wille, Liedtke (70. Siwek) - Pfennigstorf (55. Kamba), Timürlenk.

Stadtlohn: Fork - Hippers, D. Klein Günevik (72. Beeke), Uphues, Tan (62. Hilgemann), - Koster, Erning, Terhaar, Gravermann - Krüchting, N. Klein Güvenik (72. Vennemann).

SR: Martin Pier (Hamm).

Tore: 1:0 Timülenk (58.), 2:0 Liedtke (65.), 3:0 Luvuezo (68.).

Zuschauer: 200.

Hamm: Bauchlandung

Wortmann deutet Spielern hartes Training an

Wie die anderen beiden Revierklubs FC 96 Recklinghausen und SV Dorsten-Hardt ist auch die Hammer SpVg. in der Wirklichkeit der Westfalenliga 1 gelandet.

Doch während die Konkurrenz aus dem Vest am Sonntag feine Dreier bejubeln durfte, zogen die Verantwortlichen beim Absteiger aus der NRW-Liga nach der 0:1-Pleite beim neuen Tabellenführer TuS Dornberg lange Gesichter.

„Das war ein völlig verdiente Niederlage“, redete HSV-Trainer Holger Wortmann nicht um den heißen Brei herum. „Wir haben zu keiner Zeit zu unserem Spiel gefunden und nie das gezeigt, was uns in der Vorbereitung und auch letzte Woche beim 3:2 gegen Rheine ausgezeichnet hat, nämlich das schnelle Spiel nach vorn und über die Außen.“

Nach einer Stunde bestrafte Dornbergs Sören Sieck die Nachlässigkeit der Gäste und sorgte mit dem einzigen Treffer des Nachmittags für den Dreier der Bielefelder Vorstädter. „Unserem Spiel hat jede Leidenschaft gefehlt. Das ist eine Einstellung, die ich mir nicht gefallen lasse“, kündigte Wortmann schon für die nächsten Tage Konsequenzen an. „Wir werden ergebnis- und leistungsorientiert trainieren.“

Wortmann hofft auf die schnelle Lernfähigkeit seiner Kicker, um möglichst schnell den ersten Rückschlag vergessen zu lassen und sich früh in der Spitzengruppe festzusetzen. "Es wird in jedem Auswärtsmatch auf uns zukommen, dass der Gegner besonders engagiert zu Werke gehen wird. Das müssen die Spieler annehmen, sonst wird es für uns mit der angepeilten sofortigen Rückkehr in die NRW-Liga schwer", weiß der HSV-Coach. Schon am kommenden Sonntag bietet sich für die „Rothosen“ daheim gegen den Delbrücker SC die Gelegenheit zu zeigen, ob sie aus den Fehlern gelernt haben.

Dornberg: Schönwälder - Bobaj, Atasayer, Pamuk, Hill - Owusu-Ansah (79. Karabas), Block (52. Theemann), Bertram, Sieck - Hasic, Reinsch (88. Wohlhann).

Hamm: Nowak (62. Stiepermann) - Blesz (84. Schiller), Senger, S. Dyballa, Kaminski - Öztürk, M. Dyballa - Lanzendörfer, Backszat, Fiore (78. Metin) - Krawietz.

Schiedsrichter: Christoph Numrich (Espelkamp).

Tor: 1:0 Siek (63.).

Zuschauer: 200.

Staffelleiter stimmt Verlegung nicht zu - Heimrecht wird getauscht

Die Vereine hatten sich bereits geeinigt, der SuS Stadtlohn war dem FC Gütersloh 2000 entgegen gekommen, die Spieler hatten sich schulisch und beruflich bereits eingerichtet: Nun hat der Staffelleiter der Verlegung des Meisterschaftsspiels vom 5. auf Mittwoch, 8. September, nicht zugestimmt - eine Verlegung "nach hinten" sei nicht möglich - auch in dieser begründeten Ausnahmesituation nicht. Zum Hintergrund: Am Wochenende ist das Heidewaldstadion städtischerseits besetzt, ein Ausweichplatz steht nicht zur Verfügung. Auf Wunsch des Staffelleiters suchten die Vereine nach einer Lösung, die Partie möglichst rasch über die Bühne zu bringen, ohne Nachholspieltermine in Anspruch nehmen zu müssen. Da der SuS am Mittwoch, 1. September, sein Westfalenpokalspiel gegen Preußen Münster auszutragen hat, einigte man sich trotz der weiten Anfahrt auf den 8. September. Nun das Veto. Jetzt gab es noch zwei Alternativen. Das Spiel wird bereits am kommenden Mittwoch, 25. August, in Gütersloh ausgetragen (bei der weiten Anfahrt zeitlich nicht realisierbar). Das Heimrecht wird nun am Sonntag, 5. September, getauscht. Somit hat Stadtlohn mit Emsdetten, Münster (Pokal), Gütersloh und Lippstadt gleich vier (drei plus 1) Heimspiele binnen zwei Wochen auszutragen, Gütersloh bis zum 17. September noch kein einziges in der Meisterschaft, Stadtlohn hingegen schon ganze vier.

----------------------------------------------------------------------------------

Presse vom 23.08.2010

»Müssen noch mehr arbeiten«

VfB Fichte ohne Chance

Bielefeld (WB/fbr). Auch im zweiten Spiel der Westfalenliga war der VfB Fichte ohne Chance, stand am Ende ein 0:3 (0:1) beim FC Eintracht Rheine.

Trotzdem konnte Teammanager Murat Karanfil der Niederlage noch etwas Positives abgewinnen. »Die ersten 45 Minuten zum Saisonstart gegen Lippstadt waren erschreckend, doch in Rheine haben wir uns im gleichen Zeitraum gut präsentiert. Trotzdem hat es unter dem Strich nicht gereicht. Daher lautet mein Fazit, dass Trainer- und Betreuerstab noch mehr investieren müssen, um unser junges Team schneller an das geforderte Leistungsvermögen heranzubringen«, meint Karanfil.

Zwar waren die Neuzugänge Davor Ilic, Tobias Kutz und Serdar Öksüz in Rheine spielberechtigt, doch der Ausfall von Offensivkraft Ismail Altunsaban war deutlich spürbar. »Uns fehlte die Durchschlagskraft , hatten wir während der 90 Minuten nur Ansätze von Möglichkeiten«, erklärte Karanfil. Pech hatte der VfB Fichte auch, traf in der 12. Minute Dario Scardino nur die Latte.

Die Gastgeber erhöhten nach einer Viertelstunde den Druck und kamen zum verdienten Führungstreffer. Auch im zweiten Abschnitt hatten Rheine die größeren Spielanteile und kam durch seine individuelle Klasse zu zwei weiteren Treffern. Manager Karanfil lobte den läuferisch starken Christoph Stelberg und Davor Ilic.

Zum Thema Hüseyin Geceli, der vom VfB mit einer disziplinarischen Strafe belegt worden war, die der Spieler so nicht akzeptieren will, wollte sich Karanfil nicht mehr äußern.

VfB Fichte:Peterhanwahr - Stelberg (79. Dalmis), Scardino, Schwesig, Gebedek, Hesse, Beckmann, Bobaj, Gerke (73. Özsalih), Ilic, Öksüz.

Tore: 1:0 (23), 2:0 (50.), 3:0 (70.).

Siek macht den Sieg perfekt

Dornberg gewinnt Topspiel gegen Hamm mit 1:0

Bielefeld (WB). Sie tanzten im Kreis, als wären sie gerade aufgestiegen. Bis dahin ist es zwar noch ein ganz weiter Weg, aber nach dem gestrigen 1:0-Heimsieg gegen den selbst ernannten Titelfavoriten Hammer SpVg. muss man Westfalenligist TuS Dornberg auf der Rechnung haben.

Eine Vorbereitung ohne Niederlage, jetzt der zweite Sieg im zweiten Ligaspiel: Die Elf vom Mühlenbrink strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Das bekam auch der NRW-Liga-Absteiger aus Hamm zu spüren. »Wir haben sehr strukturiert gespielt und völlig verdient gewonnen«, sagte ein zufriedener TuS-Coach Mario Ermisch. Dem konnte und wollte sein Gegenüber Holger Wortmann nicht widersprechen. Der frühere Trainer des VfB Fichte ging mit seiner Mannschaft hart ins Gericht: »Bei uns hat die Leidenschaft gefehlt.«

Bereits nach sieben Spielminuten drehte Sebastian Block jubelnd ab - sein Kopfball-Tor wurde wegen Abseitsstellung jedoch nicht anerkannt. Dornberg blieb am Drücker, einen Kopfball von Adis Hasic lenkte Gästetorwart Nowak zur Ecke (10.). TuS-Schlussmann Jan Schönwälder musste nur bei einem Kopfball von Krawietz eingreifen (11.). Ugur Pamuk und Francis Williams vergaben weitere Möglichkeiten der Ermisch-Elf. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal gefährlich vor dem Gehäuse der Platzherren. Nach einem Patzer von Loren Hill tauchte Hamms Backszat frei vor Schönwälder auf, konnte das Geschenk aber nicht verwerten.

Nach dem Seitenwechsel ließ Dornberg vor etwa 200 Zuschauern überhaupt keine Chance des Gegners mehr zu. Block hatte in der 52. Minute erneut den Torschrei auf den Lippen, doch sein Schuss aus zehn Metern wurde noch vor der Linie geklärt. Ein Konter brachte schließlich die verdiente Dornberger Führung. Über Williams und Pamuk landete das Leder bei Sören Siek. Der neue TuS-Kapitän behielt die Übersicht und versenkte die Kugel im kurzen Eck - 1:0 (65.). Siek nach Zuspiel von Neuzugang Patrick Reinsch (76.) sowie der eingewechselte Janis Theermann (88.) und Pamuk (90.) hatten Möglichkeiten zur Vorentscheidung. Da diese nicht genutzt wurden, musste der TuS bis zum Ende um den Dreier zittern.

Dornbergs Manager Hans-Werner Freese freute sich diebisch über den Sieg und den perfekten Saisonstart: »Ich bin überrascht, wie gut unsere junge Mannschaft schon Fußball spielt. Ich glaube schon, dass wir auch über einen längeren Zeitraum oben in der Liga mitspielen können.«

Darauf hoffen natürlich auch die Spieler. Torschütze Sören Siek will von Titelambitionen zwar noch nichts hören, aber auch er weiß um die Stärke der eigenen Elf: »Wir sind gut drauf und haben viel Selbstvertrauen. In erster Linie sind wir aber eine junge Mannschaft, die noch viel lernen will.«

TuS Dornberg: Schönwälder - Atasayer, Bertram, Hasic, Hill - Bobaj, Siek - Pamuk, Block (57. Theermann), Reinsch (78. Karabas) - Williams (89. Wohlann).

Tor: 1:0 Siek (65.).

Mit einem Siektor an die Tabellenspitze

WESTFALENLIGA: Dornberg – Hamm 1:0

Bielefeld (Maat). Zu den kommenden Heimspielen des TuS Dornberg dürfen ruhig noch ein paar Zuschauer mehr kommen. Zwar freute sich der Fußball-Westfalenligist zum Spitzenspiel über Hamm bereits über eine stattliche Anzahl von Zaungästen (etwa 250), so dass die Auffahrt zum Mühlenbrink beinahe komplett zugeparkt war. Doch wenn sich herumspricht, dass der TuS bereits in passabler Frühform ist, werden die Abstellmöglichkeiten am Dornberger Sportplatz rar.

Die Mannschaft von Trainer Mario Ermisch gewann auch das zweite Spiel der Saison, schob sich schon mal an die Tabellenspitze und bewies beim 1:0 (0:0)-Erfolg über den selbst ernannten Aufstiegskandidaten Hamm, dass „wir mit einem der Favoriten schon ganz gut mithalten können“, wie Ermisch sagte. Dies ist freilich untertrieben, denn am gestrigen Nachmittag waren die Gastgeber in einem durchschnittlichen Spiel klar das bessere Team. Sie wirkten bissiger, organisierter und gradliniger, weshalb Gästetrainer Holger Wortmann ebenso enttäuscht wie richtig anmerkte: „Mir haben in allen Mannschaftsteilen Kampf und Leidenschaft gefehlt. Dornberg hat völlig verdient gewonnen.“

Stellvertretend für diesen Umstand sei Francis Williams genannt, der seine Gegenspieler immer wieder in Zweikämpfe verwickelte („Er setzt eben seinen Körper ein“, Ermisch). Die Hammer Innenverteidiger schienen von der robusten Gangart beeindruckt – und mit zunehmender Spielzeit genervt. Nicht von ungefähr bereitete Williams das Tor des Tages vor. Der zentrale Angreifer war auf die rechte Flanke ausgewichen und tankte sich dort im Stile von Wolfsburgs Grafite durch. Er legte kurz nach innen, dort verlängerte Pamuk und schließlich stand der beste Spieler auf dem Platz, Sören Siek, ganz allein vor Hamms Keeper. Aus etwa sieben Metern verwandelte „unser Kopf“ (Ermisch) eiskalt – genauso wie er gefühlt sämtliche Zweikämpfe für sich entschied.

Die Führung war absolut verdient, da die Hausherren deutlich mehr Chancen zu Toren hatten. Schon in der siebten Minute hätte der TuS vorn liegen können, doch Sebastian Block stand im Abseits. Auch nach diversen Kopfbällen hätte gut und gerne ein Treffer fallen können, weil die Hammer in der Luft seltsam deutlich unterlegen waren. Kurz nach der Halbzeit hatte erneut Block Pech, als er mit einem Schuss und dem Nachschuss nicht ins Ziel traf. Selbst nach der Führung schienen die Dornberger dem 2:0 näher als Hamm dem Ausgleich. Siek (75.), Sascha Wohlann bei seiner Premiere (89.) und Ugur Pamuk hätten die Begegnung vorzeitig entscheiden können.

Zu wenig Gegenwehr

FUSSBALL-WESTFALENLIGA: VfB Fichte 0:3

Bielefeld (pep). Es stand zu befürchten, dass der VfB Fichte in Rheine verlieren würde. Die Eintracht gehört zu den Titelfavoriten, auch wenn sie zum Auftakt mit 2:3 in Hamm unterlag. Mark Sawkill wusste um die Qualitäten des Gegners und wurde in seiner Einschätzung gestern noch einmal bestätigt. „Rheine gehört sicherlich zu den besseren Teams der Liga. Das soll aber keine Entschuldigung sein, wir hätten uns besonders in der zweiten Halbzeit mehr wehren müssen“, meinte der Coach des unterlegenen VfB Fichte.

Zufrieden war Sawkill deshalb auch nur mit Teilen der ersten Halbzeit. Nachdem die Gastgeber bereits nach zwölf Minuten eine Unachtsamkeit in der Bielefelder Deckung zur Führung genutzt hatten, lief es ein wenig besser. „Von da an haben wir kompakt gestanden und mehr Zweikämpfe gewonnen“, berichtete Sawkill. Hundertprozentige Chancen habe es aber nicht gegeben.

Nach dem Seitenwechsel war es vorbei mit einem ausgeglichenen Spiel. In der 60. Minute erhöhten die Eintrachtler auf 2:0, um nur zehn Minuten später – wieder hatten sie die Deckung des VfB Fichte ausgespielt – den dritten Treffer zu markieren. „Rheine hat unsere Probleme über außen gesehen und ausgenutzt“, lautete Sawkills Analyse. Immerhin hatten auch die Gäste eine sogenannte „hundertprozentige“ vergeben. Christoph Stelberg scheiterte kurz nach der Pause aus kurzer Distanz. „Insgesamt war das natürlich zu wenig“, fasste Sawkill die Reise ins Emsland zusammen.

Mit Davor Ilic und Serdar Öksüz spielten erstmals zwei Akteure, die vergangenes Wochenende noch nicht spielberechtigt waren. Sawkill wartet jetzt noch auf die Freigabe von Tobias Kutz und Ibrahim Cissé sowie die Genesung von Ismail Altunsaban, um am Sonntag im Derby gegen den TuS Dornberg größere personelle Alternativen zu haben. „Der Blick muss wieder nach vorn gehen“, sagt Sawkill und versucht mit den Seinen, die 0:3-Schlappe in Rheine schnell wieder abzuhaken.

Lübbers hört auf einen guten Rat

DELBRÜCKER SC: Kämpferisch überzeugender 1:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den FC Gievenbeck

Delbrück. Fußball-Westfalenligist Delbrücker SC wollte nach dem Erfolg in Münster nachlegen. Mit Erfolg, denn dank einer besonders kämpferisch überzeugenden Leistung siegte der DSC zuhause gegen den Aufsteiger FC Gievenbeck mit 1:0 (1:0). Das Tor wurde bereits im Training vorbereitet.

„Dominic hat mir im Training gesagt, dass ich bei den Standards durchlaufen soll. Das habe ich getan.“ Die Worte stammen von Fabian Lübbers, der nach 17 Minuten eine Freistoßflanke von Furat Sansar mit dem Kopf zum 1:0 in das Gievenbecker Tor wuchtete. In den Trainingseinheiten zuvor hatte ihn Innenverteidiger Dominic Hansjürgen, der selbst gerne bei Standards vor des Gegners Gehäuse auftaucht, geraten, auf den Torwart zu gehen. Der 188 Zentimeter große Lübbers hielt sich daran. Dies auch sehr zur Freude seines Trainers Alfons Beckstedde: „Standards sind immer ein gutes Mittel, um ein Spiel zu entscheiden. Wir haben große Spieler und müssen diese Vorteile nutzen.“

Vor dieser im Nachhinein spielentscheidenden Szene sahen sich die Delbrücker zwar einem aggressiven aber wenig strukturiertem Aufsteiger aus Gievenbeck gegenüber. Er hätte allerdings früh in Führung gehen können. DSC-Torwart Joswig konnte allerdings parieren (3.) und erwies sich während der gesamten 90 Minuten als sicherer Rückhalt.

Delbrücks Florian Fulland hatte vor der Pause noch eine weitere Kopfballmöglichkeit (38.). Gievenbeck versuchte direkt nach Wiederanpfiff noch einmal Druck aufzubauen und kam zu zwei guten Schussgelegenheiten, die Joswig ebenfalls parieren konnte (47./55.). Danach beruhigte der DSC das Spiel wieder und erarbeitete sich eigene Möglichkeiten. Sansar (57./80.) und Fulland (60.) brachten den Ball aber nicht mehr im Tor unter.

„Es war noch nicht alles gut, aber wir sollten jetzt genug Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben haben“, meinte Beckstedde.

DSC: Joswig – Riemer, Schröder, Hansjürgen, Braune – Tumani (77. D’Angelo), Kraus, Lübbers, Sansar (88. Berhorst), Fulland – Sakir (84. Jessen).

Abhaken und schnell vergessen

HÖVELHOFER SV: 0:2-Pleite in Dorsten-Hardt

Hövelhof (MH). Es gibt Spiele, die sollte man vergessen. Der Auftritt des Hövelhofer SV beim SV Dorsten-Hardt gehört dazu. Das Team von Trainer Stefan Weiß verlor nicht unverdient mit 0:2 (0:2).

„Wenn man solche Gastgeschenke verteilt, gewinnt man nicht“, lautete die klare wie logische Analyse von Weiß. 15 Minuten lang war der HSV gut im Spiel, dann verlor er den roten Faden. Dorsten stand tief und wartete auf Hövelhofer Ballverluste im Spielaufbau – diese kamen zuhauf. Konnte HSV-Keeper Kirchhoff zunächst noch retten (20. Min.), war er kurze Zeit später machtlos. Der Ball sprang ungehindert von der Hövelhofer Defensive durch den Strafraum, ein Angreifer der Gastgeber dankte mit dem 0:1 (38.).

Die Ereignisse schienen sich kurz vor der Pause zu wiederholen. Erneut konnte der HSV den Ball nicht aus der Gefahrenzone klären und Thieschnieder wusste sich letztendlich nur noch mit einem Foul zu helfen. Den Elfmeter verwandelte Dorsten zur frühen Vorentscheidung (43.).

„Danach haben wir es noch einmal versucht. Aber wir hätten noch Stunden spielen können, ohne ein Tor zu machen“, sagte Weiß. Welker zog aus zehn Metern knapp am Pfosten vorbei (55.), Zimmermann brachte den Ball alleine vor dem Torwart nicht im Kasten unter (60.). Im Anschluss gab der HSV wieder das Heft aus der Hand, so dass Dorsten keine Mühe hatte, das Ergebnis zu verwalten. Auch eine Gelb-Rote Karte (75.) änderte daran nichts mehr. Ärgerlich ist zudem, dass Hövelhof noch zwei Verletzte zu beklagen hatte. Potempa musste mit einer Hüftprellung raus, Kleinegrauthoff mit einer Platzwunde über dem Auge im Krankenhaus genäht werden. „An das Spiel machen wir am Besten schnell einen Haken“, sagte Weiß.

HSV: Kirchhoff – Wenkemann, Thieschnieder, Kleinegrauthoff (72. Malena), Schäfers – Zimmermann, Potempa (62. Brandy), Meier, Urban – Welker, Mückenhaupt.

In allen Bereichen zugelegt

SC PADERBORN 07 II: Verdienter 1:0-Erfolg gegen Preußen Münster II

Paderborn (MH). Es geht bergauf. Die U23 des SC Paderborn hat den ersten Dreier eingefahren. Dank einer überzeugenden Leistung gegen die Reserve von Preußen Münster gewann das Team von Trainer Christoph Müller auf der Marienloher Sportanlage „Breite Bruch“ mit 1:0 (1:0).

„Wir hatten defensiv und offensiv eine bessere Ordnung und haben insgesamt präziser gespielt. Der Sieg ist verdient“, meinte Müller. Die erste Szene gehörte allerdings den Gästen aus Münster. Paderborns Rath klärte einen Kopfball auf der Torlinie. Ein Weckruf für den SCP, der im Anschluss durch Jevric zu einer Doppelchance kam (11. /16.).

Der Ärger über die verpassten Möglichkeiten hielt nicht lange an, denn Paderborns Mittelfeld-antreiber Parensen packte sechs Minuten später ganz tief in die Trickkiste. Eine Ecke schlug er direkt auf das Münsteraner Tor und der Ball zappelte zum 1:0 im Netz. Natürlich auch zur Freude von Christoph Müller: „Wir wollten die Standards hart bringen, aber das kann man vorher nicht absprechen. Es ist schön für Stefan, dass es so gut geklappt hat.“

Profileihgabe Jansen hätte das Spiel bereits vor der Pause entscheiden können. Zunächst scheiterte er am Gästekeeper (32.), dann wurde sein Abschluss im letzten Moment noch geblockt (40.). „Auch nach Wiederanpfiff haben wir nichts zugelassen. Wir haben es nur verpasst, das Spiel zu entscheiden“, so Müller.

Jansen scheiterte mit einem Kopfball ebenso (48.) wie Brandner nach einer Flanke von Runowski (55.). Erneut Jansen brachte einen Kopfball nicht im Tor der Münsteraner unter (65.). Die größte Chance der zweiten Halbzeit vergab Jevric. Nach einem schönen Spielzug über Rath und Brandner passte Letztgenannter auf Jevric, der mit seinem Schuss nur die Latte traf (77.). Letztendlich blieb es beim knappen aber verdienten 1:0 für den SCP.

„Wir haben in allen Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht. Es gibt noch Luft nach oben, aber ich bin froh, dass wir die ersten drei Punkte einfahren konnten“, sagte Müller.

SCP: Burchert – Rath, Siegel, Schmik, Palionis – Parensen, Neumann (23. Brandner), Wezorke, Runowksi (73. Fuchs), Jevric – Jansen (87. Kocatepe).

Lübbers Lufthoheit

Halb Kampf, halb Krampf: Delbrücker SC erringt 1:0 gegen Aufsteiger 1. FC Gievenbeck

Delbrück (WV). Freistoß, Flanke, Kopfball, Tor - diese ebenso einstudierte wie effiziente Variante hat Fußball-Westfalenligist Delbrücker SC gestern beim 1:0 (1:0) gegen Aufsteiger 1. FC Gievenbeck den zweiten Saisonsieg und den Sprung auf Platz zwei in der Tabelle beschert.

Der 1,85 Meter große Torschütze Fabian Lübbers bewies das zweite Mal in wenigen Tagen Delbrücker Qualitäten bei ruhenden Bällen. Wie schon dem 1:0-Auftaktsieg bei Preußen Münster II war auch dem gestrigen Treffer vor etwa 210 Zuschauern ein Freistoß voraus gegangen.

Neuzugang Firat Sansar zog den Ball scharf in den Strafraum, Lübbers ließ sich nicht behindern, lief konsequent in die Zentrale, übersprang seinen Bewacher Hendrik Könemann und gelangte Bruchteile vor dem herauseilenden FC-Torwart Kieran Schulze Marveling per Kopf ans Leder - 1:0 (17.).

»Bei Standardsituationen sind wir immer stark. Da wissen wir, dass wir ein Tor machen können«, erklärte Lübbers später und verriet, »das Durchlaufen bei hohen Bällen haben wir noch am vergangenen Samstag beim Training geübt.« So machte sich Lübbers eingeübte Lufthoheit im AM-Stadion bezahlt und ließ den DSC auch im Tableau in bislang selten genossene Höhen vorschnellen.

Dass dies jedoch »lediglich eine Momentaufnahme« sei und angesichts erst zwei absolvierter Spieltage noch keiner sagen könne, »wo die Reise hingeht«, bemühte sich Alfons Beckstedde nach dem Abpfiff in erster Linie um Sachlichkeit. Denn die kompletten 90 Minuten hatten den DSC-Trainer alles andere als vollends zufriedengestellt.

»Wir sind zwischenzeitlich sehr in Bedrängnis geraten und haben unsere Angriffe nicht vernünftig zuende gespielt«, zählte der Coach auf. Und in der Tat: Bis auf einen weiteren fulminanten Kopfball von Florian Fulland (37.) nach Flanke von Yusuf Tumani brachte Delbrück im ersten Durchgang kaum sehenswerte Offensiv-Aktionen zustande. Da war es nur gut, dass die Gäste zwar mitunter ihr Heil im lautstark von der Seitenlinie begleiteten aggressiven Anrennen suchten, sich im Abschluss jedoch erschreckend harmlos präsentierten. Lediglich einen Schuss von Christian Keil (37.) hatte Delbrücks Torwart Michael Joswig zu parieren. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends, echte Torraum-Szenen und Aufreger blieben fortan Mangelware. Delbrück ließ sich zur Ergebnis-Verwaltung hinreißen und gestaltete die Offensivbemühungen zu umständlich. »Die Automatismen greifen noch nicht. Im Spiel nach vorn müssen wir uns verbessern«, bemerkte Beckstedde auch im Hinblick auf die kommende Auswärtspartie gegen NRW-Liga-Absteiger Hammer SpVg.

Mit der Einwechslung von Luca D'Angelo hatte Delbrücks Trainer noch einmal für frischen Wind gesorgt, doch einen weiteren Torjubel sollte es gestern Nachmittag nicht mehr geben. Ein 2:0 wäre nach viel Kampf und Krampf wohl auch des Guten zuviel gewesen.

DSC: Joswig - Riemer, Schröder, Hansjürgen, Braune - Tumani (77. D'Angelo), Kraus, Lübbers, Sansar (90. Berhorst) - Fulland - Sakir (83. Jessen)

Tor: 1:0 Lübbers (17.)

HSV verschenkt den Dreier

Schwache Hövelhofer verlieren 0:2

Hövelhof (en). Vom Glück, das der Hövelhofer SV zum Auftakt gegen die SCP-Reserve noch auf seiner Seite hatte, ist nichts geblieben. Der Fußball-Westfalenligist musste sich beim Aufsteiger Dorsten-Hardt mit 0:2 (0:2) geschlagen geben und verlor neben der Partie auch noch zwei Stammspieler. Sebastian Potempa musste mit einer Beckenprellung vom Feld (63.), der Kapitän Matthias Kleinegrauthoff zog sich eine Platzwunde über dem Auge zu (72.), die im Krankenhaus genäht wurde.

Da Stefan Weiß auch noch die Meinung vertrat, dass der Neuling in dieser Liga nie wieder so leicht zu zwei Toren kommen dürfte wie gegen seine Hövelhofer, ist die Frage nach der Laune des Trainers schnell beantwortet. Die spiegelte sich in Aussagen wie dieser wider: »Wir hätten es mit unserem Auftritt, insbesondere zwischen der 16. und 45. Minute, nicht verdient gehabt, hier irgendetwas Zählbares zu holen. Wir haben ganz, ganz schlecht gespielt, um die Gegentore gebettelt und sie dem Gegner geschenkt.«

Präsent Nummer eins packte der Gastgeber in der 38. Minute aus. Der HSV-Verteidigung reichte eine Vier-zu-eins-Überzahl nicht, um die Situation zu klären. Stattdessen durfte der Fußball drei Mal aufticken, ehe sich ein Harther für so viel Passivität mit dem 1:0 bedankte. Präsent Nummer zwei war ein Foulelfmeter (43.), den Marcel Thieschnieder verschulden musste, da seine Teamkollegen es zuvor wieder mehrfach versäumt hatten, für klare Verhältnisse zu sorgen. Enger hätte es werden können, wenn Sven Zimmermann (60.) allein vor dem Torwart der Anschlusstreffer gelungen wäre, aber das Glück scheint der HSV vorerst aufgebracht zu haben.

HSV: Kirchhoff - Wenkemann, Thieschnieder, Kleinegrauthoff (72. Malena), Schäfers - Potempa (63. Brandy), Meier - Urban, Welker, Zimmermann – Mückenhaupt

Tore: 1:0 (38.), 2:0 (43./Foulelfmeter)

Parensen trifft mit direkter Ecke

Erster Sieg für Paderborns U 23

Paderborn (pk). Die U 23 des Zweitligisten SC Paderborn hat die ersten drei Punkte in der neuen Westfalenliga-Saison unter Dach und Fach gebracht. Der 0:1-Niederlage zum Auftakt im Kreisderby beim Hövelhofer SV folgte am zweiten Spieltag ein 1:0 (1:0)-Sieg gegen die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster. Trainer Christoph Müller fiel nach dem Schlusspfiff in Marienloh ein Stein vom Herzen: »Wir haben gut angefangen und uns dann leider wieder eine kleine Schwächephase erlaubt. Insgesamt bin ich zufrieden, dass wir wenig zugelassen haben, aber vorne hätten wir mit dem zweiten oder dritten Tore früher für eine Entscheidung sorgen müssen.«

Während hinten Torwart Nico Burchert bei den wenigen Nachlässigkeiten seiner Vorderleute auf dem Posten war, standen bei den ausgelassenen Chancen wieder einmal die Profis Daniel Jansen und Ardian Jevric im Mittelpunkt. Nach gut einer Stunde traf Jevric die Latte, Jansen scheiterte ein mal am Keeper, ein anderes Mal schoss er über das Tor. »Bei beiden war auch etwas Pech im Spiel. Sie werden ihre Tore noch machen. Da bin ich sicher«, sprach Müller den zwei Leihgaben aus dem Profikader Mut zu.

Immerhin war Jevric indirekt am Siegtor der Gastgeber beteiligt. In der 21. Minute wurde er im Strafraum elfmeterreif gefoult, doch der Schiedsrichter zeigte trotz wütender Proteste von Jevric nicht auf den Elfmeterpunkt, sondern entschied auf Eckball. Den von Stefan Parensen scharf getretenen Ball bugsierte der Münsteraner Torwart ins eigene Netz. »Da hat er uns geholfen«, bedankte sich Müller beim gegnerischen Schlussmann.

SCP: Burchert - Rath, Schmik, Siegel, Palionis - Wezorke, Neumann (22. Brandner) - Parensen, Jevric, Runowski (74. Fuchs) - Jansen (88. Kocatepe)

Tor: 1:0 Parensen (21.)

SV Emsdetten 05

Asllani mit tollen Schlenzer - 1:1 gegen Neuenkirchen

EMSDETTEN Das 1:1-Remis gegen den großen Favoriten SuS Neuenkirchen stellte die 05-Fans gestern zufrieden, war vor mehr als 600 Zuschauern ein schöner Auftakt für den gemütlichen Dämmerschoppen der 05-Familie. Lange wurde noch im "Salvus"-Stadion über die ersten 90 Westfalenliga-Minuten der neuen 05-Mannschaft diskutiert.

Mit einem 4-4-2-System schickte 05-Trainer Bodo Gadomski seine Elf ins Spiel. Vor Keeper Menebröcker verteidigten Czichowski, Strauß, Loerakker und Krassowski, die "Doppel-Sechs" spielten Göcke und Bettmer, an den Bahnen waren Kükücosman (rechts) und Maganga (links) am Ball, in der Spitze standen Mersch und Asllani.

SuS mit drei Spitzen

Von Beginn an erspielte sich der Gast eine leichte Überlegenheit, Trainer Franz-Josef Reckels hatte eine mutige Formation mit drei Spitzen ins Rennen geschickt. Erste Aufregung nach elf Minuten, Wensing spielte vor die 05-Kiste, Bußmann verpasst, Nico Menebröcker und Sebastian Krassowski hatten hier nur zugeschaut - und Glück gehabt.

Die 05er wirkten ein wenig nervös, rannten in der Spitze mehrfach ins Abseits. In der 20. Minute erstmals Jubel bei den 05ern: Den Schuss von Bettmer aus 16 Metern ließ SuS-Keeper Tim Klingbeil abklatschen, Isuf Asllani war da und vollendete. Doch die Fahne des Schiri-Assistenten war oben... Keine Reklamationen.

Maganga stand falsch

Sven Mersch hatte am Flügel ein gute Chance, doch der Abschluss war zu harmlos. Auf der Gegenseite verfehlte Figuereido mit seiner Direktabnahme nur knapp das Tor. In der 32. Minute ging SuS in Front. Beim langen Ball auf Kaplan stand Maganga falsch, musste am Flügel die Flanke auf den zweiten Pfosten zulassen, hier hatten die 05er Christian Bußmann völlig aus den Augen verloren, der Rest war einfach für Bußmann...

Sechs Minuten vor der Pause wurde Isuf Asllani herrlich frei gespielt, wieder war die Fahne oben. An der Reaktion der 05er abzulesen, dass es zumindest ganz eng war. Zur Halbzeit führte SuS mit 1:0, verdient dank der optischen Überlegenheit. Chancen aber hatte 05 auch gehabt.

Dicke Chance für Mersch

Direkt nach dem Wechsel spielte Stefan Bettmer in den Lauf von Sven Mersch, doch der Abschluss des neuen 05-Stürmers war schwach, Klingbeil hielt mühelos. 05 spielte jetzt mutiger, hatte aber noch zu viele Fehler in der Spieleröffnung. Neuenkirchen wirkte etwas arrogant, wollte den Vorsprung verwalten. Den Hammer von Nail Kaplan wehrte Nico Menebröcker mit einer tollen Parade ab. Mehr und mehr kämpfte sich 05er ins Spiel und wurde nach 72 Minuten für die Mühen belohnt. Guido Göcke gewann 25 Meter vor dem 05-Tor den alles entscheidenden Zweikampf, spielte auf Emre Kükücosman. Der hatte jetzt seine beste Aktion, spielte genau im richtigen Moment auf Isuf Asllani. Der 05-Stürmer war frei vor Tim Klingbeil und traf mit einem herrlichen Schlenzer zum umjubelten 1:1.

05 ließ nichts mehr zu

05 blieb sehr aggressiv, ließ nichts mehr zu, Neuenkirchen fehlten jetzt auch die Ideen. Immer wieder waren die 05er bemüht, die Ordnung im defensiven Bereich zu halten, genau das war der Grundstein für das Remis. In der Offensive wollten die 05er zu viel. In zwei Situationen spielte Asllani zu hektisch - und den Ball zum Gegner. Patrick Maganga lag quer in der Luft, wollte das Tor des Jahrhunderts schießen, doch das ging völlig in die Hose.

FC Gievenbeck

Weßels sieht "nur Positives"

MÜNSTER Dass es in der Westfalenliga nicht immer nur genügt, das spielerisch bessere Team zu stellen, musste der 1. FC Gievenbeck in der Auswärtspartie beim Delbrücker SC erfahren. Das 0:1 (0:1) bedeutete die zweite Niederlage im zweiten Versuch für den FCG.

Ganz im Gegensatz zur Premiere gegen Dornberg fanden die Gievenbecker diesmal von Beginn den Faden, der ein erfolgreiches Abschneiden verhieß. Mit konsequentem Flachpassspiel sprangen gegen die groß gewachsenen Delbrücker schnell die ersten Möglichkeiten heraus. Zunächst scheiterte Jens Könemann nach schönem Spielzug an DSC-Keeper Michael Joswig. Der Ex-Preuße stellte seine Klasse auch in der Folge mehrfach unter Beweis. Zum Beispiel, als er kurze Zeit später einen Schuss des starken Christian Keil aus dem Winkel fischte.

Zwei Elfmeter verweigert

Doch ähnlich wie in der Vorwoche gegen Preußen II ließ sich Delbrück nicht aus dem Konzept bringen und nutzte seine erste dicke Chance zur Führung: Nach einem Freistoß spielte Fabian Lübbers seinen Größenvorteil aus, stieg im FC-Strafraum am höchsten und ließ Keeper Kieran Schulze-Marmeling keine Chance (17.). Der FCG brauchte in der Folge eine Weile, um den Schrecken zu vergessen, knüpfte dann aber an die gute Startphase an.

Nach dem Seitenwechsel stellte sich die Dominanz des Aufsteigers sogar noch deutlicher dar, Delbrück beschränkte sich aufs Verteidigen. Zweimal verweigerte der Referee Jens Könemann einen möglichen Elfmeter, zudem vergab Keil zwei weitere Hochkaräter .Auch wenn es nicht zum Punkt reichte, fiel das Resümee von Trainer Maik Weßels durchweg gut aus: "Über 90 Minuten habe ich nur Positives gesehen. Die Jungs hätten den Sieg wirklich verdient gehabt."

FCG: Schulze-Marmeling - Weitz (78. Barkam), Steinkamp, Westphal, H. Könemann - Bonnekessel, Knemeyer (75. Heubrock) - Keil (65. Leifken), Fromme, J. Könemann – Daldrup.

Tor: 1:0 Lübbers (17.).

Westfalenliga

Wieder 0:1: Ecke segelt ins SCP-Tor

MÜNSTER Es sollte nicht das Standardergebnis werden, doch auch im zweiten Westfalenliga-Spiel schoss die Preußen-Reserve keins – und der Gegner ein Tor. Nach Delbrück besiegte auch der SC Paderborn II die Elf von Trainer Arne Barez mit 1:0.

„Das Spiel haben wir vor der Pause verloren. Da haben wir zu viel zugelassen“, so Barez. Es waren aber nicht die drei Paderborner Großchancen, die letztendlich den Sieg garantierten. Stattdessen fand eine Ecke nach 22 Minuten den direkten Weg ins SCP-Gehäuse. Trotz technisch feiner Ausführung konnte Keeper Fabian Otto von einer Mitschuld nicht frei gesprochen werden. „Da sieht man natürlich ein bisschen doof aus“, so Barez.

Viele Chancen ungenutzt

Es hätte nicht bei diesem Spielstand bleiben müssen, denn auch die Gäste tauchten ein ums andere Mal gefährlich vor dem Kasten auf. Doch Ilhan Islak, Timo Woltering und Bekir Kilabaz scheiterten aus der Distanz. Ein Kopfball von Florian Quabeck wurde auf der Linie geklärt (36.). Die zweite Hälfte verlief zwar mehr nach Barez‘ Vorstellungen, die Preußen ließen nichts mehr zu, kamen ihrerseits aber auch nicht mehr gefährlich vor das Tor, so blieb es beim 0:1.

SCP II: Otte - Westermann, Mümken, Quabeck, Nas - Ornatelli (75. Weiß), Sehrbrock (30. Bensmann/46. Yaglioglu), Woltering, Holtkamp, Islak – Kilabaz.

Tor: 0:1 (22.).

SuS Neuenkirchen

Den ersten Dreier verschenkt

EMSDETTEN Wieder nichts! Nach zwei Spieltagen muss Westfalenligist SuS Neuenkirchen weiter auf den ersten Saisonsieg warten. Überraschend kam die Elf von Franz-Josef Reckels am Sonntag nicht über ein 1:1 bei Emsdetten 05 hinaus.

Die Vorzeichen waren klar: Die Neuenkirchener, ohne den angeschlagenen Flo Reckels in der Startelf,  reisten als klarer Favorit zu den völlig neuformierten 05ern um Coach Bodo Gadomski. Diesem Ruf wurden die Gäste zunächst auch gerecht. Der SuS bestimmte das Geschehen, hatte aber Probleme, gegen die tief stehenden Emsdettenern zu Chancen zu kommen. Erst der Zufall sorgte für Gefahr: Eine Flanke von Patrick Wensing von der linken Seite flog durch den Strafraum und nur um Zentimeter am langen Eck vorbei (11.). Doch 05, von vielen als Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, gab sich nicht mit der Rolle des harmlosen Außenseiters zufrieden. Isuf Asllani bediente Stefan Bettmer, Klingbeil parierte, Asllani staubte ab, stand bei Bettmers Schuss aber im Abseits – eine knappe Entscheidung (20.).

Endlich zielstrebiger

Langsam fand der SuS aber ins Spiel, agierte zielstrebiger, kreierte Möglichkeiten. Rafael Figueiredo zielte volley Zentimeter vorbei (25.), André Haarmann zögerte zu lange (27.), Bußmann verpasste knapp (29.). Dann durften sie doch jubeln: Nail Kaplan ließ Patrick Maganga ganz alt aussehen, flankte genau auf Bußmanns Kopf – die Führung (32.). Noch vor der Pause hätte der SuS nachlegen müssen: Wensings Flanke klatschte an den Außenpfosten (40.), einen Kopfball von Nico Haverkamp entschärfte der Ex-Neuenkirchener Nico Menebröcker im 05-Tor klasse (43.).

Zufrieden wirkte SuS-Coach Franz-Josef Reckels zur Pause aber nicht. Figueiredo und Fleddermann mussten runter, da Costa und Osterhaus kamen ins Spiel. Das wurde dadurch aber nicht besser. Im Gegenteil. Der SuS schien zufrieden mit der Führung, manch einer machte den Eindruck, das 1:0 im Schongang mit ins Waldstadion nehmen zu wollen. 05 aber wollte mehr, die mangelnde Erfahrung machte die Gadomski-Elf mit Einsatz wett. Und sie kam zu Chancen: Bettmer bediente Sven Mersch, der völlig frei vor Klingbeil den starken SuS-Keeper anschoss (46.). Isuf Asllani machte es besser. Emre Kücükosman hatte den Ex-Eintrachtler klasse bedient, von Haverkamp und Schulz war nichts zu sehen – der Ausgleich (72.).

Simon Brüning sieht Gelb-Rot

Der SuS hingegen kam kaum noch gefährlich vor Menebröckers Kasten. Da Costa scheiterte aus 20 Metern am 05-Schlussmann (55.), Kaplan verfehlte das Ziel per Volley-Abnahme (60.). Spätestens als Simon Brüning wegen Meckerns völlig unnötig Gelb-Rot sah (88.), musste sich der Gast mit dem Remis zufrieden geben. Der zweite Punkt im zweiten Spiel – das SuS-Lager wird sich sicher mehr erhofft haben.

FC Eintracht RheineRheine locker zum 3:0-Sieg

RHEINE Der erste Dreier ist geschafft. Mit 3:0 (1:0) bezwang der FCE Rheine am Sonntag den VfB/Fichte Bielefeld und wurde dabei vor 378 Zuschauern nicht ernsthaft gefordert.

FCE-Trainer Ulli Peltner gab dem jungen Max Stermann, der beim 2:3 zum Auftakt in Hamm nach 20 Minuten ausgewechselt werden musste, erneut das Vertrauen. Und der Youngster rechtfertigte es. Für den gesperrten Jens Roßmöller rückte Niklas Melzer in die Innenverteidigung.

Stefan Seiler bereitet vor

Der FCE war anfangs um Kontrolle bemüht und hatte Glück, dass Keeper Epker einen Freistoß von Scardino (5.) an die Latte faustete. Es dauerte bis zur 12. Minute, ehe Rheine die erste Kombination glückte – aber die dann auch richtig. Ungru bediente Seiler auf dem Flügel. Der ließ seinen Gegenspieler Gerke stehen, passte von der Torauslinie zurück, Daniel Seidel war da und traf aus vier Metern zum 1:0 für den FCE ins Netz.

Weiter Heger-Einwurf

Bielefeld war geschockt und zusehends verunsichert. Offensiv brachte Fichte fortan nichts mehr zustande. Der FCE hatte eigentlich leichtes Spiel, leistete sich aber zu viele Passfehler. Gefährlich wurde es stets, wenn Seiler am Ball war. Doch zunächst legte er sich den Ball nach einem Heger-Einwurf einen Tick zu weit vor (18.), dann behinderte – nach einer Seiler-Flanke – der übereifrige Beckmann seinen Teamkollegen Seidel beim Kopfball (34.). So blieb‘s zur Pause nur beim 1:0 für den FCE.

Ans Außennetz

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Rheine zunächst eine Schrecksekunde zu überstehen, als Bielefelds Stelberg nur das Außennetz zappeln ließ (47.). Dann nahm der FCE das Geschehen wieder in die Hand, baute Druck auf – und kam zum Erfolg. Maik Klostermanns Flanke wurde abgefälscht, Philipp Brüggemeyer nahm den Ball volley und traf mit feinem Heber aus spitzem Winkel zum 2:0 ins lange Eck (59.). Ob das so beabsichtigt war? Egal, sah auf jeden Fall gut aus.

Der FCE blieb am Drücker. Der agile Seidel traf das Außennetz (63.), dann war das 3:0 fällig. Seidel legte für Sturmpartner Freddy Telsemeyer auf, und der Torjäger, dem bis dahin fast gar nichts gelungen war, schob aus drei Metern zum 3:0 ein (65.).

Fichte noch gut bedient

Damit waren auch allerletzte Zweifel geklärt. Die erschreckend schwachen Gäste durften froh sein, dass der FCE nicht weiter Vollgas gab, sondern die Partie ausplätschern ließ. Siedler verfehlte knapp per Kopf das Tor (73.) und dann freistehend in bester Position den Ball (87.). Ruwes Freistoß (90.) zischte haarscharf vorbei, so dass Bielefeld mit dem 0:3 gut bedient war.

SV Dorsten-Hardt

Hövelhof hat auf der Hardt nichts zu bestellen

HARDT Der erste Sieg in der Westfalenliga ist perfekt. Gegen den Hövelhofer SV landete der SV Hardt einen 2:0-Erfolg, über den es nichts zu diskutieren gab.

Westfalenliga 1 SV Hardt - Hövelhofer SV 2:0 (2:0)

Die Zuschauerkulisse war schon etwas enttäuschend. Aufgrund der Ferien und der Tatsache, dass aus Hövelhof kaum ein Fan mitgekommen war, musste der Aufsteiger zum Heimdebüt mit rund 150 Zuschauern zufrieden sein. Die ersten 15 Minuten brauchten die Gastgeber zur Orientierung. In der Ungewissheit über eventuelle Stärken des Gegners wirkten die Platzherren nervös. Bälle wurden überhastet abgespielt und Stockfehler häuften sich. Hövelhof ist aber kein Team, vor dem sich der SV Hardt verstecken muss.

Schon für gute Chancen

Das merkte die Schmidt-Elf früh genug und bekam schnell Sicherheit in den Spielaufbau. So kam es auch zwangsläufig zu den ersten Chancen. Daniel Klöckner hatte eine gute Einschussmöglichkeit. Jannis Scheuch, der sich im Lauf der Begegnung merklich steigerte, beförderte das Leder nach 18. Minuten knapp aus kurzer Distanz über den Querbalken. Zudem hatte der erfreulich gute Patrick Vasic eine Kopfballmöglichkeit. So war das 1:0 wirklich nur eine Frage der Zeit. Nach einer Ecke kam Andreas Kauschat am zweiten Pfosten zum Schuss und die Gastgeber jubelten zum ersten Mal.

Hövelhof kam in den ersten 45 Minuten nicht für ein Tor in Frage. Die Hardt blieb am Drücker, und als Andreas Kauschat beim Schussversuch im Strafraum gefoult wurde, zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Claudio de Manna verwandelte sicher und sorgte für Ruhe.

Schröder rettet

Es sollte in der zweiten Halbzeit noch sieben Minuten bis zur ersten Hövelhofer Chance durch Jan Welkers Flachschuss dauern. Auf der anderen Seite beendete Jannis Scheuch eine tolle Kombination mit einem Pfostenschuss. Wenig später rettete Hardts Keeper Stefan Schröder mit einer tollen Reaktion gegen Sven Zimmermann.

Auch wenn die Hardt nach der Ampelkarte gegen Patrick Vasic 18 Minuten in Unterzahl spielte, kam nie Gefahr auf. Man ließ sich auch durch die nun härtere Gangart der Gäste nicht anstecken und brachte die Partie ruhig zum Ende.

Hardt: Schröder, Ewald, de Manna, Müller, Kauschat (83. Heimath), Klöckner, Potthast (76. Knoblauch), Damnitz, vasic, Scheuch (88. Tammen), Koscholleck.

Tore: 1:0 Kauschat (36.), 2:0 de Manna (Foulelfmeter, 41.).

Besondere Vorkommnisse: Gelb-rot gegen Vasic (72.)

SuS Stadtlohn

Die Köpfe hängen lassen

STADTLOHN. Bis zum Foulelfmeter, den SuS-Torhüter Christoph Fork zunächst verursachte und dann aber parierte, war die Welt von Fußball-Westfalenligist SuS Stadtlohn noch in Ordnung - 16 Minuten lang ließen die Stadtlohner im Gastspiel beim FC Recklinghausen dann gestern die Köpfe hängen und kassierten eine 0:3-Niederlage.

"In dieser Viertelstunde hat meine Mannschaft alle Qualitäten vermissen lassen, die nötig sind in der Westfalenliga", bemängelte SuS-Trainer Frank Bajorath. Die Gastgeber-Elf habe indes die "Phase der Desorientierung" zu drei Treffern genutzt - "Das machte den Unterschied an diesem Sonntag", zog Bajorath eine ernüchternde Bilanz.

In Halbzeit eins aber war es seine Elf gewesen, die ihr spielerisches Plus auch im Verhältnis der Eckstöße deutlich machte: Nicht weniger als acht dieser Standards sprangen für die Gäste im ersten Durchgang heraus - zu nutzen wusste allerdings keiner der SuS-Kicker diese "Vorlagen". Nico Klein-Günnewick zwang dabei den Gastgeber-Torhüter zur Glanzparade, ehe Andre Hippers und Markus Krüchting bei zwei weiteren Ecken in Serie das Recklinghäuser Gehäuse knapp verfehlten (17.). Zuvor hatte Krüchting, der nach seiner Kreuzband-Verletzung erstmals wieder eingesetzt wurde, seinen Sturmkollegen Faik Tan angespielt, der ebenfalls den Abschluss ausließ (15.). und in der 29 Minute verzog Krüchting, dem der Trainingsrückstand im zweiten Abschnitt deutlich anzumerken war, eine Klein-Günnewick-Vorlage.

Das Foul von Fork an einen FC-Stürmer in der 60. Minute leitete die Niederlage ein, obwohl der SuS-Keeper den Schuss von Christian Luvuezo parierte. bei der anschließenden Ecke tauchte Gökhan Timürlenk dann zum Kopfball ab, der in der linken Torecke zum 1:0 einschlug. Vier Minuten später nutzte Casany Liedke ein Missverständniss zwischen Fork und Marcel Terhaar zum 2:0, ehe Luvuezo in der 77. Minute eine mustergültige Kombination der Recklinghäuser auf der Rechten Seite mit dem 3:0 abschloss. Der SuS blieb danach harmlos.

FC Eintracht Rheine

Stephan Roth kommt zum FCE

RHEINE Kurz vor Ende der Transferperiode hat der FCE Rheine nochmal hingelangt und Stephan Roth verpflichtet. Der flexibel einsetzbare Defensivspieler spielte zuletzt für Emsdetten 05, wo in Trainer Bodo Gadomski aber in der vergangenen Woche aus Leistungsgründen aussortierte.

„Ich haben am Samstag beim FCE zugesagt“, bestätigt Roth, am Sonntag Augenzeuge des 3:0-Sieges der Eintracht über Fichte Bielefeld, den Wechsel auf Anfrage der MZ. „Ich habe zweimal mit der Mannschaft trainiert und es macht richtig viel Spaß. Ich freue mich auf den FCE“, so der 29-Jährige. „Im Training hat man gleich gemerkt, dass die Mannschaft Qualität hat.“

Reichlich Erfahrung

Roth bringt reichlich Ober- und Verbandsliga-Erfahrung mit. War zuvor nicht bei Emsdetten 05 sondern auch in Lotte, Neuenkirchen und Dülmen schon am Ball. Er kann in der Defensive fast alles spielen, sieht seine Position „auf der linken oder rechten Seiten der Viererkette“.

Zu seiner Aussortierung bei 05 wollte er nicht mehr all zu viel sagen: „Ich möchte nicht nachkarten. Aber mir kann nach all den Jahren in der Ober- und Westfalenliga keiner sagen, dass ich nicht die Qualität habe, in der Westfalenliga zu spielen." Am Montag wird Roth seinen Vertrag bei 05 auflösen, anschließend wird er den neuen Kontrakt beim FCE unterschreiben.

Wersching macht acht Wochen Pause

Die Eintracht musste und konnte nochmal handeln, da Markus Wersching aus beruflichen Gründen acht Wochen pausieren wird. „Ich habe eine neue Position in der Firma bekommen und kann momentan höchstens noch einmal pro Woche trainieren. Das hilft weder der Mannschaft noch mir weiter“, begründete er. Mit dem 28-jährigen Markus Wersching wird Trainer Ulli Peltner wohl erst in der Rückrunde wieder planen können.

3:0-Sieg des FCE als zartes Versprechen auf bessere Fußballzeiten

Rheine. Mit einem beherzten Griff zog sich der FC Eintracht Rheine den schmerzenden Stachel der Auftaktniederlage aus dem eigenen Fleisch und kurierte Körper und Seele durch einen höchst souveränen 3:0-Heimsieg über den VfB/Fichte Bielefeld.

Wohl dem, der solche „Sorgen“ hat: Mit David Ruwe und Maik Klostermann mussten beim FCE zwei Hochkaräter auf der Bank Platz nehmen, weil Ullrich Peltner die Elf des ersten Spieltags nur auf einer Position (Melzer für den gesperrten Roßmöller) änderte. Der dezente Eingriff ins Gefüge hatte einen guten Grund, denn das FCE-Ensemble präsentierte sich von der ersten Minute an als gut geöltes Uhrwerk, das Ballkontrolle und Zweikampfstärke auf hohem Niveau vereinigte.

Nach neun Minuten durften die 378 Zuschauer in der Obi-Arena erstmals jubeln: Stefan Seiler zog auf der rechten Seite bis zur Torauslinie, passte flach in die Mitte, wo Neuzugang Daniel Seidel den Stiefel hinhielt und im zweiten Saisonspiel sein zweites Tor markierte. Ohne die ganz großen Chancen herauszuspielen, wirkte die Eintracht klar feldüberlegen und hatte in der 23. Minute Glück, dass Niklas Melzer nach einem harten (und überflüssigen) Einsteigen gegen Stelberg an der Seitenlinie nur Gelb sah. Schiedsrichter Holger Derbort bewies Augenmaß und Fingerspitzengefühl, als er es wenig später bei einer ebenso ungestümen Attacke von Julian Hesse gegen Frederick Telsemeyer bei Gelb beließ.

Für Seiler begann der zweite Abschnitt bitter: Nach einem Pressschlag mit Fichte-Kapitän Konstantin Beckmann sank der Rechtsaußen zu Boden und signalisierte heftig gestikulierend, dass Schlimmeres passiert war. Mit einer Knöchelprellung musste er raus und wurde durch Maik Klostermann ersetzt. Und der ehemalige Neuenkirchener führte sich ausgezeichnet ein: Seine feine Flanke veredelte Philipp Brüggemeyer mit einem traumhaften Lupfer zum ins lange Eck - 2:0 (58.). Der Treffer erstickte den letzten Funken Widerstand der Gäste und bereitete die Plattform zur endgültigen Entscheidung: Maik Klostermann zielte per Kopf am Tor vorbei, doch der nicht im Abseits stehende Seidel brachte den Ball zurück auf Telsemeyer, der eiskalt zum 3:0 vollendete (64.).

Nun durften sich auch die ehemaligen Stammkräfte David Ruwe und Christoph Siedler auf dem Platz zeigen und hatten etwas Pech, dass die Traumkombination über Telsemeyer, Maik Klostermann und Siedler, dem der Ball über den Fuß rutschte, nicht zum verdienten vierten Tor führte. Doch auch so machte der FCE fast alles richtig und wurde verdientermaßen mit Applaus in die Kabine verabschiedet.

SuS Neuenkirchen lässt im Salvus-Stadion zwei Punkte liegen

Emsdetten. Noch wartet der SuS Neuenkirchen auf seinen ersten Sieg in der neuen Saison. Das Team um Trainer Franz-Josef Reckels enttäuschte im Derby bei Emsdetten 05, der Favorit musste sich bei den mit vielen Youngster besetzten Emsdettenern mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Mehr hatte der SuS angesichts seines Leistungsabfalls in der zweiten Halbzeit auch nicht verdient.

Einmal mehr zeigt sich: Die Neuenkirchener sind spielerisch noch nicht auf der Höhe, es gibt noch reichlich Abstimmungsprobleme, und die Angreifer brauchen zu viele Chancen, um zu treffen. Die Gastgeber verteidigten zudem leidenschaftlich und machten den SuS-Angreifern das Leben richtig schwer. Die Emsdettener selbst deuteten Gefährlichkeit bei schnellen Vorstößen an, und Isuf Asllani, mit Abstand gefährlichster Stürmer der 05er, brachte es schon vor der Pause auf zwei Abseitstore (20., 39.).

Die erste große Möglichkeit zur Führung vergab der Neuenkirchener Christian Bußmann bereits in der 11. Minute nach einer langen Hereingabe von der linken Seite. Dann nahm Rafael Figueiredo den Ball in der 25. Minute mit vollem Risiko direkt aus dem Lauf, setzt ihn jedoch rechts neben das Tor.

Fast wie im Training lief der Spielzug in der 33. Minute, der zum 1:0 führte. Nail Kaplan gab Gummi, überlief den gewiss nicht langsamen Patrick Maganga und flankte auf den zweiten Pfosten, wo sich Bußmann hochschraubte und zum 1:0 einköpfte. Zehn Minuten später hätte Nico Haverkamp nach einem Freistoß fast noch zum 2:0 getroffen.

Fast schon Signalwirkung für den zweiten Durchgang hatte die Großchance für den Emsdettener Sven Mersch nach nur 19 Sekunden, doch der junge Angreifer fand seinen Meister in Tim Klingbeil. Dann wäre es richtig rund gegangen im Salvus-Stadion.

Doch die Neuenkirchener besaßen auch noch ihre Möglichkeiten. So versuchte es der zur Pause zusammen mit Maik Osterhaus eingewechselte Nelson da Costa mit einem Distanzschuss aus dem Hinterhalt, doch der Ex-SuSler Nico Menebröker im 05-Tor fischte das Leder so eben mit einer Hand aus dem bedrohten Eck (55.). Tempo ist die Spezialität von Kaplan, der in de 66. Minute mal wieder auf dem linken Flügel davonrauschte, jedoch auf eigene Faust seine Chance suchte und es mit einem Schuss auf die kurze Ecke probierte. Dann erwischte es aber den SuS, denn nach einem langen Pass aus der Tiefe überlistete Asllani den herausstürmenden Klingbeil mit einem Heber - und das 1:1 war perfekt (71.).

Gievenbeck noch ohne Tor

Münster - Zwei Spiele, zwei Niederlagen, kein Punkt, keine Tore: Westfalenliga-Neuling 1. FC Gievenbeck kommt nur schwer in die Gänge. Nach der Auftakt-Niederlage gegen Dornberg (0:2) unterlag die Mannschaft von Trainer Maik Weßels gestern Nachmittag mit 0:1 in Delbrück. Diese Niederlage war jedoch alles andere als nötig, geschweige denn verdient.

„Wir waren die bessere Mannschaft stellte Maik Weßels seinen Jungs denn nach umkämpften 90 Spielminuten ein Pauschal-Lob aus. „75 Prozent Ballbesitz“, rechnete der Gievenbecker Übungsleiter vor, hatte sein Team. Da darf man eigentlich den Platz nicht als Verlierer verlassen. Dass das Unmögliche dann doch passierte, lag zum einen an der in Stein gemeißelten Defensiv-Taktik der Gastgeber. Deren Betonmischung hatte wahrlich tragende Funktion. Zum anderen ließen die Gievenbecker Keil und Könemann im ersten Durchgang zwei sehr gute Chancen aus. Und weil Delbrücks Lübbers in der 17. Spielminute nach einem Freistoß aus dem Halbfeld heraus seine körperliche Überlegenheit mit voller Wucht in einen Kopfball warf, stand es 1:0 für die Gastgeber, statt 0:2 für Gievenbeck.

Im zweiten Durchgang musste Kieran Schulze-Marmeling zwei Mal in letzter Not, aber durchaus gekonnt retten, ehe Gievenbeck wieder überlegen spielte, ach was: klar dominierte. „Wir haben dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt“, sagte Weßels. Zu allem Überfluss spielte auch der Unparteiische eine nach Gievenbecker Meinung maßgebliche Rolle, als er nämlich Jens Könemann gleich zwei Mal einen Strafstoß verweigerte. „Das ganze Delbrücker Stadion hat jeweils auf den Pfiff gewartet“, gab es für Weßels keine Zweifel: Das waren zwei elfmeterreife Situationen.

Gievenbeck, gegenüber dem Dornberg-Spiel taktisch und personell auf sechs Positionen verändert, versuchte alles und gewann nichts. - Außer das Vertrauen des Trainers. „Jeder einzelne hat seine Aufstellung gerechtfertigt“, wollte Weßels überhaupt nichts auf seine Kicker kommen lassen. „Es stimmt aber auch, dass wir noch kein Tor erzielt haben, das muss sich ändern“.

FCG: Schulze-Marmeling - Weitz (83. Barkam), Steinkamp, Westphal, Hendrik Könemann - Knemeyer (75. Heubrock), Bonnekessel - Keil (65. Leifken) - Jens Könemann, Fromme - Daldrup.

Hammer SpVg unterliegt beim TuS Dornberg mit 0:1

BIELEFELD - „Wir sind in der Westfalenliga angekommen“, lautete das nüchtern-sachliche Fazit von Holger Wortmann, Trainer der Hammer SpVg.

Schon am zweiten Spieltag kassierte die HSV beim TuS Dornberg die erste Saisonniederlage – dementsprechend frustriert waren die Gäste nach dem 1:0 (0:0). „Aber diese Partie haben wir völlig verdient verloren“, räumte der Coach ein, und hatte gleich eine Erklärung parat: „In dieser Liga können wir uns nicht nur mit spielerischen Mitteln wehren, sondern müssen uns auch körperlich zur Wehr setzen. Das werden wir in den nächsten Tagen verbessern müssen“, kündigte Wortmann an. Sven Dyballa lieferte einen weiteren Grund. „Wir haben 90 Minuten nicht geschafft, Druck aufzubauen“, meinte der Innenverteidiger, „zumal wir wussten, dass Dornberg eine spielstarke Mannschaft ist.“

Ein Augenschmaus war die Partie von der ersten Sekunde an nicht. Beide Teams kamen nur durch Standardsituation zu Möglichkeiten. Besonders die Freistöße von TuS-Kapitän Sören Siek waren nicht gefährlich. Seine Hereingabe ging durch bis zu Mario Bertram, der ins Tor einnickte (8.). Der Linienrichter signalisierte jedoch abseits. Zudem verletzte sich Hamms Schlussmann Dominique Nowak bei dieser Aktion, der nach einer kurzen Behandlungspause aber vorerst weiter spielte.

2010 - SV Spexard 1950 e.V.

 

Presse vor den Spielen / 2. Spieltag

Zurück zur Auswahl der Presseberichte

  Westfalenliga Staffel 1

----------------------------------------------------------------------------------

Presse vom 21.08.2010

Etablierte finden sich beim FCE auf der Bank wieder

Rheine. Das Spiel mag aus den Beinen sein, aus dem Kopf ist die 2:3-Niederlage des FC Eintracht Rheine in Hamm bei Weitem nicht. „Das war mega-ärgerlich. Wir haben da einen bis drei Punkte liegen gelassen“, wirkt Trainer Ullrich Peltner auch fünf Tage nach der Auftaktniederlage noch verstimmt. Gleichzeitig versucht er, das Positive aus dem Auftritt beim NRW-Liga-Absteiger zu ziehen, um seine Schützlinge auf die Heimpremiere gegen den VfB/Fichte Bielefeld am Sonntag einzuschwören (Anstoß 15 Uhr, Obi-Arena).

Gegen die Bielefelder, die am ersten Spieltag ebenfalls verloren (1:3 gegen Lippstadt) wird mit Jens Roßmöller ein etatmäßiger Verteidiger fehlen. Der Blondschopf sah in Hamm kurz vor Schluss wegen vermeintlicher Schiedsrichter-Beleidigung Rot. Über die Berechtigung des Platzverweises scheiden sich indes die Geister. Grund der Aufregung war ein verweigerter Elfmeter für den FCE, nachdem zwei HSV-Verteidiger gegen Frederick Telsemeyer derart ungeschickt zu Werke gingen, dass Freund und Feind fest mit dem Elfmeterpfiff rechneten. Doch Schiedsrichter Philipp Dräger hielt die Luft an, was Roßmöller nach eigenem Bekunden zu der Aussage verleitete: „Das ist doch lächerlich!“. Dräger will jedoch den Satz „Du bist doch lächerlich!“ gehört haben, wertete diese konsequenterweise als Beleidigung und zückte Rot. Für zwei Spiele darf der FCE-Verteidiger nun von der Bank aus Getränke anreichen.

Dabei war es gar nicht mal die rote Karte an sich, die Peltners Miene gefrieren ließ, sondern viel mehr die Art und Weise der (fehlenden) Kommunikation des Unparteiischen. Was der Coach generell bei jüngeren Referees als fehlendes Fingerspitzengefühl ausmacht: „Die erfahreneren Schiedsrichter reden mehr mit den Spielern und führen so eine Partie. Das gefällt mir viel besser.“ Hinweis: Am Sonntag pfeift Holger Derbort (Ahaus) am Delsen.

Mit einer Mischung aus Trotzreaktion und Kalkül will der FCE den Null-Punkte-Auftritt ausmerzen und das erste Heimspiel siegreich gestalten. Für diese Mission stehen neben Roßmöller auch Markus Wersching (privat verhindert) sowie Igor Romanov (2. Mannschaft) nicht zur Verfügung. Auch Sebastian Sterthaus könnte die Versetzung zur Reserve treffen, in seinem Fall will Peltner allerdings noch die Eindrücke des Abschlusstrainings abwarten. Manuel Schupp, der in dieser Woche seine Abschlussprüfung bei der Bundespolizei bestand, zwickt die Wade.

Weil André Klostermann im defensiven Mittelfeld derzeit hervorragende Aktien besitzt, wird vermutlich Niklas Melzer neben Philipp Brüggemeyer Innenverteidiger spielen. Vakant ist die Position links in der Kette. In dieser Rolle blieb Max Stermann gegen Hamm wegen erkennbarer Tempodefizite unter den Erwartungen und musste frühzeitig raus. Christoph Siedler wäre eine Alternative. Mit David Ruwe lauert eine zweite Stammkraft auf die Chance. „Er steht in direkter Konkurrenz zu Michael Ungru“, hat Peltner auf manchen Positionen die Qual der Wahl.

Derbyzeit: SuS Neuenkirchen mit ganz breiter Brust zu Bodo

Neuenkirchen. Der Fehdehandschuh ist hingeworfen: „In Neuenkirchen werden wir belächelt“, mutmaßte Emsdettens Trainer Bodo Gadomski vor dem Derby gegen den SuS am Sonntag (Anstoß 15 Uhr Salvus-Stadion). Kollege Franz-Josef Reckels kann die ganze Aufregung nicht verstehen: Es liegt mir völlig fern, dass wir jemanden belächeln“, nehmen er und sein Team die junge 05-Mannschaft durchaus ernst.

Beide Vereine starten quasi bei „Null“: Emsdetten, weil die Mannschaft am vergangenen Sonntag spielfrei hatte; Neuenkirchen, weil das 0:0 gegen Recklinghausen keine wirklichen Aufschlüsse über das wahre Leistungsvermögen der von Experten hoch gehandelten Elf lieferte. „Das 0:0 ärgert uns heute nicht mehr. Am Montag war das abgeschlossen“, richtete Reckels den Blick aufs Wesentliche und weist darauf hin, dass man immerhin gegen den Tabellendritten der Westfalenliga 2 einen Punkt holte. Gerade im Spiel gegen den Ball und in der Defensive hätte seine Mannschaft vieles richtig gemacht, außerdem Pfosten und Latte getroffen. Ergo: „Wir hätten den Sieg verdient gehabt.“

Damit Anspruch und Wirklichkeit nicht zum zweiten Mal in Folge auseinander klaffen, deuten sich Umstellungen in der Offensive an. Nail Kaplan und Rafael Figueiredo liefen sich gegen Recklinghausen zwar die Lunge aus dem Hals, zeigten aber im Zweikampf wenig kreativen Sinn und wirkten bei den wenigen Chancen nicht kaltschnäuzig genug. Gut möglich, dass mit Christian Bußmann und möglicherweise auch Armin Omerovic zwei frische Kräfte bei 05 ran dürfen. Bis auf Abwehrmann Emanuel Beckmann-Smith (Muskelfaserriss) ist der SuS-Kader komplett, aber noch nicht in Bestform. „Der eine oder andere wirkte nicht frisch, deshalb haben wir das Training in dieser Woche leicht reduziert“, schaute Reckels genau hin. Emsdetten habe eine junge Mannschaft, der jede Überraschung zuzutrauen sei. Dennoch muss das Team wohl gegen den Abstieg spielen.

FCE startet Heimpremiere in der OBI-Arena

Nun läuft die Westfalenliga bereits seit einer Woche auf Hochtouren. Für den FC Eintracht Rheine lief es aber im ersten Spiel gegen den selbsternannten Favoriten Hammer Spielvereinigung nicht ganz so glücklich. Mit 3:2 verlor die Peltner-Truppe bei strömenden Regen in der Evora Arena in Hamm ein hochklassiges Match und einen Spieler.

Über weite Strecken hatte der FCE das Spielgeschehen unter Kontrolle. Erarbeitete sich zweimal die Führung. Bis zur 88. Minute, als Jens Rossmöller wiederholt über die Schiedsrichterleitung verärgert war. Grund war ein nicht gegebener Elfmeter für den FCE. Über eine weite Entfernung verwechselte Schiedsrichter Dräger ein „Das“ mit einem „Du“ und zückte einen glatt roten Karton für den Spruch: „Das ist - Du bist - doch Lächerlich“.

Im Anschluss gab es eine weitere strittige Entscheidung. Alle im Stadion anwesen Zuschauer und Spieler waren über einen Freistoß für Hamm erstaunt, da dieser eindeutig der Rheiner-Mannschaft zustand. Quasi mit dem Abpfiff konnte der Hammer SV das Geschenk verwerten und per Kopf den Siegtreffer erzielen. „Wir haben in Hamm die Punkte liegen lassen. Wir haben bis zum Schluss ein tolles Spiel und eine ordentliche Leistung gesehen“, kommentierte der Trainer des FCE am vergangenen Freitag beim Abschlusstraining das Spiel.

Aber auch der heutige Gegner des FCE, der VfB Fichte Bielefeld startete mit einer 3:1-Niederlage gegen den SV Lippstadt in die neue Saison. Schlimmer noch. Gleich vier neue Spieler durften auf der Tribüne platz nehmen, weil deren Spielberechtigungen nicht vorlagen. Das könnte auch an diesem Wochenende noch der Fall sein, denn die Passstelle arbeitet nach Eingang des Poststempels und der stand Ende der letzten Woche auf dem 22. Juli.

„Letztlich geht das Ergebnis in Ordnung. Der Anschluss war nur ein Strohfeuer, einen Punkt hatten wir heute nicht verdient“, sagte Mark Sawkill selbstkritisch, um sich gleich der zahlreichen Baustellen im Verein zu widmen. „Wir müssen das Spiel abhaken, die Fehler abstellen und nach vorn schauen. Mit Rheine erwarten wir einen weiteren schweren Gegner“, fügte der Trainer hinzu.

Die Personalien stehen bei der Eintracht wesentlich besser. Mit Außnahme von Markus Wersching konnten alle Spieler dem Abschlußtraining beiwohnen. „Markus hat vor drei Wochen eine Abteilung bei der Windhoff Wassertechnik übernommen und ist derzeit nicht in der Lage zu trainieren“, teilte Peltner mit. Er wird auch am Sonntag nicht auf der Bank sitzen und Jens Rossmöller ist für zwei Spiele gesperrt. Ebenfalls fehlen werden Igor Romanov und Sebastian Sterhaus, die die Reserve des FCE verstärken.

Ansonsten hat der Trainer die Qual der Wahl, weil der neue Kader sehr variabel einsetzbar ist. Andre Klostermann hinterließ sehr starke Trainingseindrücke. Niklas Melzer könnte neben Philipp Brüggemeyer auflaufen. David Ruwe und Michael Ungru kämpfen um eine Position im Mittelfeld und Manuel Schupp wird als Stand-By-Spieler seine Qualitäten unter Beweis stellen können. „Wir werden mit einem 4-4-2-System, so wie in der Vorbereitung spielen. Auf jeden Fall werden wir den Zuschauern zeigen, was wir wollen: Gewinnen“, meinte Ullrich Peltner am Ende der Trainings.

Dort war mit Stefan Roth ein neues Gesicht auf dem Platz zu entdecken. Roth, der noch bei Emsdetten 05 unter Vertrag steht aber keine Berücksichtigung mehr findet nahm an einem Probetraining teil und könnte noch vor Ablauf der Wechselfrist zum FCE stoßen.

SV Emsdetten 05 - SuS Neuenkirchen

"Ich kenne das neue 05-Team nicht genau"

NEUENKIRCHEN "Der Kader hat eine sehr gute Vorbereitung absolviert, da ist richtig etwas zusammen gewachsen. Und jetzt wollen wir auch den Lohn für unsere Mühen ernten, wir kommen zum Derby nach Emsdetten, um die drei Punkte zu holen", sagt Franz-Josef Reckels, erfahrener Trainer des Westfalenligisten SuS Neuenkirchen.

Im Heimspiel gegen den FC Recklinghausen gab es am Sonntag beim 0:0-Remis nur ein Drittel des erhofften Lohnes für das SuS-Team, "dem Spielverlauf nach mussten wir diese Partie gewinnen," behauptet Reckels, der mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden war.

Und jetzt geht es nach Emsdetten, Franz-Josef Reckels sah das neue, junge 05-Team bei der derben 1:5-Pokalpleite beim Neu-Landesligisten in Burgsteinfurt. "Ich weiß das schon zu bewerten, man muss das relativieren. Ich halte Burgsteinfurt für eine Mannschaft, die ebenfalls in der Westfalenliga spielen könnte", schätzt der SuS-Coach das Team von SVB-Coach Klaus Bienemann hoch ein.

Und das Team von Bodo Gadomski? "Das ist schon ein enormer Umbruch bei Emsdetten 05, für mich eine ganz neue, daher auch relativ unbekannte Truppe. In Burgsteinfurt haben die 05-Spieler gerannt und gekämpft, sie haben sich sehr bemüht." Jeder weiß, was das heißt, wenn es in einem Zeugnis steht...

"Mit Respekt"

"Wir werden mit dem notwendigen Respekt nach Detten anreisen", sagt Reckels, der in diesem Derby fast alle Mann an Bord hat. Sohn Florian hat sich eine Infektion zugezogen, wird wohl zunächst nur auf der Bank sitzen. Und Emanuel Beckmann muss ersetzt werden, er befindet sich in einem Aufbautraining nach einer Verletzung.

SuS-Ziel für das Match in Emsdetten? "Ich hoffe, dass in der Offensive der Knoten platzt, dass wir im Abschluss erfolgreicher agieren als am Sonntag gegen Recklinghausen." SuS-Ziele für die neue Spielzeit? "Wir haben in der Westfalenliga eine sehr gute Saison abgeschlossen, vor allen Dingen eine sehr erfolgreiche Rückrunde gespielt. Daran wollen wir anknüpfen. Platz vier war es in der abgelaufenen Spielzeit, das wollen wir jetzt bestätigen."

05 hatte angefragt, das Derby auf Freitag oder Samstag vorzuverlegen SuS sagte ab - warum? "Weil mein Stammkeeper Tim Klingbeil am Freitag als Trauzeuge zu einer Hochzeit muss. Ansonsten hätten wir gern zugesagt. Und samstags ist Reckels als Scout für die 1. Bundesliga unterwegs ...

Gadomski vor dem Derby: „In Neuenkirchen werden wir belächelt“

Emsdetten. Aktionismus oder kalkuliertes Handeln? Fakt ist: Trotz gerade begonnener Westfalenligasaison krempelt Emsdetten 05 den Kader der 1. Mannschaft weiter kräftig um. Vor dem ersten Saisonspiel am Sonntag gegen den SuS Neuenkirchen (Anstoß 15 Uhr, Salvus-Stadion) erhielten mit Stephan Roth, Jakob Konradi und Jarmo Knüppe gleich drei Spieler von Trainer Bodo Gadomski den Laufpass. Neu zum Team stieß dagegen Francesco Catanzaro, der beim SV Burgsteinfurt nicht mehr erste Wahl war.

„Wir haben diese Entscheidung in Absprache mit den Spielern gesprochen. Ihre Leistungen reichten nicht für die 1. Mannschaft“, erklärte Gadomski. Speziell Roth und Konradi hätten Defizite in puncto Schnelligkeit, die auch im Training nicht aufzuarbeiten gewesen seien. Gemeinsam mit Knüppe ist dieses Duo nun beim SV Burgsteinfurt im Gespräch, wo der SV Emsdetten 05 im Kreispokal jüngst eine herbe 1:5-Erstrundenniederlage kassierte.

Nun hat der neue 05-Trainer seinen Wunschkader zusammen und schwört die junge Truppe auf die schwere Partie gegen Neuenkirchen ein. „Es gibt doch nichts Schöneres, als ein Derby gleich zu Saisonbeginn. Ich glaube, die Mannschaft ist gut vorbereitet und am Sonntag zu allem bereit“, verbreitet Gadomski Euphorie, verkennt aber nicht die tatsächlichen Verhältnisse: „Der SuS hat einen sehr starken Kader, mit dem das Team oben mitspielen muss.“ Über die Einstellung des Gegners scheint er bestens informiert: „In Neuenkirchen werden wir belächelt - 05 als Mannschaft und ich als Trainer.“ Den Quoten der Buchmacher will der 36-Jährige einen ausgefeilten Plan und viel jugendliche Begeisterung entgegensetzen. Bis auf Tim Wichtrup (erkrankt), Erhan Toylular (Unterarmbruch) und Janis Schneider (Zerrung) fiebert der Kader den 90 Minuten entgegen. Stefan Bettmer und Isuf Asllani sind angeschlagen, werden aber auf die Zähne beißen.

Im Angriff hat sich der Coach auf das Duo Asllani und Sven Mersch festgelegt. In der Innenverteidigung haben mit Jens Loerakker und Philipp Strauß die beiden ehemaligen A-Junioren des FCE gute Chancen auf die Startformation. Ex-Amise Patrick Maganga legte ebenfalls eine formidable Vorbereitung hin. Seine Einsatzzentrale ist entweder das linke Mittelfeld oder die Außenposition in der Viererkette.

Nicht zuletzt freut sich Gadomski auf den Vergleich mit Franz-Josef Reckels, den ihm bestens bekannten Vorsitzenden in der Verbandsgruppe beim Bund Deutscher Fußballlehrer (BDFL). „Ich nehme regelmäßig an den Fortbildungen teil“, zeigt sich der Pädagoge als pflichtbewusster Übungsleiter.

SuS Neuenkirchen

Eine prickelnde Angelegenheit für Nico Menbröcker

NEUENKIRCHEN Dass der SuS Neuenkirchen am Sonntag um 15 Uhr bei Emsdetten 05 zum zweiten Spiel in der neuen Westfalenliga-Saison antritt, ist für einen Neu-05-er „eine besonders prickelnde Angelegenheit“: Nico Menebröcker.

In der Vorsaison war der 22-Jährige noch Ersatzkeeper des SuS. Am Ende der Spielzeit wechselte er nach Emsdetten und jetzt kommt ausgerechnet sein Ex-Klub zum ersten Spiel der 05-er, die am ersten Spieltag der 17er-Liga spielfrei waren – ins Salvus-Stadion.

Menebröcker, von 05-Trainer Bodo Gadomski als klare Nr. 1 der Emsdettener bezeichnet, wird dann die Schüsse und Kopfbälle seiner Ex-Kumpels Rafa Figueiredo, Thorsten Schmidt & Co auf sich zu fliegen sehen. Doch das lässt ihn ganz cool: „Es geht auch in diesem Spiel nur um drei Punkte.“

Endlich Westfalenliga-Torwart

Wichtig für den Emsdettener ist, dass er endlich spielen darf. „Beim SuS habe ich mir drei Jahre lang an Tim Klingbeil die Zähne ausgebissen“, gesteht er ein, dass er in diesem Konkurrenzkampf stets den Kürzeren zog. „Daher war ich am Saisonende ganz froh, dass der Anruf aus Emsdetten kam. Jetzt bin ich endlich Westfalenliga-Torwart.“

Zu seinen Neuenkirchener Ex-Kollegen hat er „momentan keinen Kontakt mehr“. Dennoch freut er sich auf das Wiedersehen, vor allem mit Innenverteidiger Patrick Schulz, „eine echte Institution beim SuS“.

Den Wechsel nicht bereut

Den Wechsel nach Emsdetten hat er also nach dreijährige SuS-Zugehörigkeit nicht bereut. Die Vorbereitung der fast komplett neu zusammengestellten Mannschaft bewertet der Keeper „ganz gut. Aber entscheidend ist, wie es in der Meisterschaft läuft. Wir haben eine ganz junge Truppe mit viel Potenzial aber wenig Erfahrung“, umreißt er sein neues Team.

Der SuS hingegen ist für Menebröcker „eine Riesen-Truppe. Die Mannschaft wurde nochmal verstärkt und kann mit diesem Trainer sicher den guten vierten Platz des Vorjahres bestätigen, oder gar noch besser abschneiden“. Daher sieht er den SuS auch am Sonntag im Kreis-Derby „als leichten Favoriten“ an. Aber: „In so einem Derby kann alles passieren.“

SV holt Günter und Bortolozzo

Lippstadt - Kurz vor dem zweiten Saisonspiel gegen Spexard hat der SV Lippstadt 08 am Freitag zwei Neuverpflichtungen bekannt gegeben: Mit Diego Bortolozzo (27) und Ferdi Günter (23) stoßen zwei gestandene Spieler zur sehr jungen Westfalenliga-Mannschaft von Teammanager Daniel Farke (33). Diego Bortolozzo spielte zuvor beim FC Solothurn in der Schweiz. Weitere Stationen des offensiven Mittelfeldspielers waren der SV Meppen und der SC Wiedenbrück. Offensivspieler Ferdi Günter hingegen war schon in der Rückrunde der vergangenen Saison für den SV 08 aktiv und hat die Saisonvorbereitung bei verschiedenen Profivereinen in der Türkei absolviert.

1. FC Gievenbeck

Weßels fordert Leidenschaft

MÜNSTER Nach der 0:3-Auftaktpleite gegen Dornberg will auch der 1. FC Gievenbeck am Sonntag (15 Uhr) beim Delbrücker SC die ersten Punkte in der Westfalenliga einfahren.

Die Erinnerungen an den Gastgeber sind durchweg positiv. In der vergangenen Spielzeit siegten die Gievenbecker im Achtelfinale des Westfalen-Pokals mit 2:0 und zeigten dabei eine beeindruckende Leistung. Das hat Maik Weßels nicht vergessen.

Starke Defensive

Der Gievenbecker Trainer hat aber natürlich auch aktuelle Informationen über den Gegner eingeholt. Zum Beispiel über Sören Weinfurtner, den Co-Trainer der Preußen-Reserve, die den Delbrückern am ersten Spieltag mit 0:1 unterlag. „Delbrück steht in der Defensive außerordentlich sicher und spielt sehr clever“, weiß Wessels nun.

Die Defensive der Ostwestfalen kann sich in der Tat sehen lassen. Die beiden groß gewachsenen Innenverteidiger Dominik Hansjürgen und André Schröder räumen viel ab. Dahinter steht mit dem Ex-Preußen Michael Joswig ein Torhüter mit Oberliga-Erfahrung. „Er ist der alles überragende Keeper in der Westfalenliga“, sagt Weßels fast ehrfürchtig.

"An die Grenzen gehen"

Seine Mannschaft müsse in jedem Fall versuchen, einen Rückstand zu vermeiden, sagt Gievenbecks Trainer. „Wir müssen kompakt stehen und dürfen nicht ins offene Messer laufen“, mahnt der Coach zur Vorsicht. Druck verspüre er auch nach der Auftaktniederlage gegen Dornberg nicht („Den haben andere“). Von seiner Mannschaft fordert er mehr Leidenschaft als in der Vorwoche: „Wir müssen über die kompletten 90 Minuten voll an unsere Grenzen gehen.

Wenn wir das umsetzen bin ich zuversichtlich, gegen Delbrück die ersten Punkte in der Westfalenliga generieren zu können“, so Weßels. Personell kann er nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Roman Pieroth hat nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub noch Trainingsrückstand.

 

SC Preußen II: Barez warnt vor gut organisierten Ostwestfalen

MÜNSTER Mit der 0:1-Niederlage, die Preußens Reserve zum Saisonauftakt gegen Delbrück kassierte wollte Trainer Arne Barez sich nicht lange aufhalten. „So etwas muss man so schnell wie möglich abhaken“, findet er. Barez schaut lieber nach vorn. Und da wartet am Sonntag (15 Uhr) mit dem SC Paderborn II ein dicker Brocken auf die Preußen.

„Ich erwarte einen gut organisierten Gegner, der noch stärker als Delbrück ist. Das wird ein richtig schweres Spiel“, warnt Barez. Was genau seine Mannschaft in Ostwestfalen erwartet, vermag aber auch Barez nicht zu sagen: „Eine zweite Mannschaft ist immer schwer einzuschätzen. Auf der einen Seite hat in Paderborn – ähnlich wie ja auch bei uns – in der Sommerpause ein großer Umbruch stattgefunden. Auf der anderen Seite muss man immer abwarten, wer aus der ersten Mannschaft dabei ist.“

Zu wenig Effizienz

Aufseiten der Preußen wird Nico Hecker, der an muskulären Problemen laboriert, definitiv fehlen. Bekir Kilabaz zog sich im Training eine kleinere Blessur zu. Sein Einsatz ist fraglich. Unter der Woche wurde gezielt an den Defiziten, die Preußens Trainerstab am ersten Spieltag ausgemacht hatte, gefeilt.

„Wir hatten gegen Delbrück gefühlte 70 Prozent Ballbesitz und haben am Ende trotzdem verloren. Das zeigt, dass wir uns vorne zu wenig Chancen herausgespielt haben und vor dem Tor nicht durchschlagskräftig genug waren“, erklärt Arne Barez. „Daran haben wir gearbeitet.“ Mit welchem Erfolg, das wird sich am Sonntag ab 15 Uhr zeigen.

SV Dorsten-Hardt: SV Hardt setzt auf kontrollierte Offensive

HARDT Der SV Hardt freut sich auf seine Heimpremiere in der Westfalenliga. Am Sonntag ist um 15 Uhr der Hövelhöfer SV zu Gast an der Storchsbaumstraße.

Ausgangslage: Ein Punktgewinn in Stadtlohn ist für einen Aufsteiger schon eine tolle Sache. Ihre Heimstärke ist ein Pfund gewesen, mit dem die Hardter in den letzten Jahren besonders gern gewuchert haben. Auf eigenem Platz sollen wieder viele Zähler geholt werden und gegen Hövelhof soll damit begonnen werden.

Die Gäste gewannen am ersten Spieltag etwas überraschend mit 1:0 gegen Paderborn II. Martin Schmidt hat sich Informationen besorgt und kennt die Stärken des HSV. Der liebt das schnelle Spiel nach vorne und profitiert dabei von flinken Stürmern. Das müssen die Hardter eindämmen. Martin Schmidt hatte für Stadtlohn eine defensive Taktik ausgegeben und will auch im Heimspiel nicht bedingungslos offensiv zu Werke gehen. Das soll sich aus dem Spiel entwickeln. Der Coach hat den gleichen Kader zur Verfügung wie in Stadtlohn. Sebastian Nover, Sleyman Salha und auch Christopher Seiffert sind weiterhin verletzt.

Martin Schmidt: „Auch wenn wir etwas abwartender agieren werden, dürfen wir uns von Hövelhof das Spiel nicht aufdrängen lassen. Auf eigenem Platz wollen wir die Marschroute vorgeben. Die Heimspiele werden in dieser Saison noch wichtiger werden.“

SV Emsdetten 05: Bodo - lass die Jungs los...

EMSDETTEN Eine Woche später als die Konkurrenz greift SV Emsdetten 05 in die Saison in der Westfalenliga ein - und dann gleich mit einem Kracher: Im Kreisderby ist am Sonntag um 15 Uhr das Team von SuS Neuenkirchen im "Salvus"-Stadion zu Gast.

"Endlich geht es los", sagt der neue 05-Trainer Bodo Gadomski. "Unsere Vorbereitung war sehr lang, die Spieler brennen jetzt darauf, um Punkte spielen zu können."

Eine total andere Mannschaft. Aus dem 05-Kader der vergangenen Saison sind - wenn man es ehrlich sieht - allein Sebastian Krassowski und Tim Wichtrup übrig geblieben. Und Stefan Bettmer ist zurück, der Routinier musste aus privaten Gründen lange passen, greift jetzt wieder an. Und wurde auch zum Kapitän gewählt. "Betti" soll die jungen Burschen führen, er steht vor einer ganz wichtigen Saison. Und die 05er hoffen, dass Stefan Bettmer seine schwere Aufgabe meistert.

Ansonsten sind es fast allesamt junge und talentierte Spieler. Gut - Isuf Asllani in der Spitze bringt Erfahrung mit, hat das auch in den Testspielen gezeigt. Asllani ist als Stürmer gesetzt, viele weitere Stammplätze wird es wohl nicht geben. 20 Spieler und drei Keeper, so gestaltet sich das 05-Personal. Und Trainer Bodo Gadomski verspricht Leidenschaft, Leistung und Loyalität mit dem Verein. Tugenden, die mangelnde Erfahrung ausgleichen sollen. Ein schwerer Weg, darüber sind sich alle bewusst. Doch 05 wollte ja diesen Weg ...

Neue Epoche bei 05

Im Spielverein ist eine neue Epoche angefangen. Man setzt fast ausschließlich auf junge Leute, die alles für den Erfolg geben sollen, die gegen jeden Gegner alles aus sich herausholen. Und die bereit sind, Rückschläge hinzunehmen. Denn die werden kommen, daran gibt es gar keinen Zweifel. Schon Sonntag?

Im Grunde ist das neue 05-Team eine "Wundertüte". Klappt das - oder klappt das nicht? Diese Frage beschäftigt die Fans, diese Frage wird morgen an jedem weiteren Spieltag eine neue Antwort erhalten. Bodo Gadomski stärkt seinen Jungs den Rücken: "Ich vertraue diesem Kader zu 100 Prozent."

Morgen kommt SuS Neuenkirchen, nach dem 0:0 im Heimspiel gegen Recklinghausen schon mit Druck im Gepäck. Im Klartext: SuS Neuenkirchen muss beim "Kindergarten" in Detten dreifach punkten, sonst brennt rund um das SuS-Team schon die Fackel.

Auch Fans sind gefordert

Doch die 05er haben ihre eigenen "Sorgen". Der Verein baut darauf, dass auch die Mitglieder und Fans diesen neuen Weg akzeptieren. Die junge Truppe unterstützen, bei Misserfolgen nicht den Finger heben und gleich alles besser wissen. Es ist ein langer Weg, den man jetzt gemeinsamen gehen will.

Man darf gespannt sein, welche Taktik der Trainer-A-Lizenzinhaber Bodo Gadomski seiner Elf mit auf den Weg gibt. Gadomski sah das torlose Remis des SuS gegen Recklinghausen - der Trainer verspricht: "Wir werden alles in die Waagschale werfen. Und dann sehen wir, ob das gegen Neuenkirchen reicht."

Gadomski zeigt sich kämpferisch: "Jetzt startet die Saison. Ich will nichts mehr hören von mangelnder Erfahrung oder jungem Kader. Wir spielen mit diesen Leuten in der Westfalenliga, haben uns dort zu beweisen."

SuS Neuenkirchen: Reckels überzeugt: Die Jungs werden treffen

NEUENKIRCHEN "Wir können uns die Aufgabe auch selbst schwer machen. Wir können sie aber auch lösen." Wahre Worte von SuS-Trainer Franz-Josef Reckels im Vorfeld des Auswärtsspiels am Sonntag bei Emsdetten 05 (Anstoß: 15 Uhr, Salvus-Stadion).

Zwei Punkte hat der SuS vor einer Woche beim Heim-0:0 gegen Recklinghausen liegen lassen. Nun soll der erste Saisonsieg her. Keine Frage, Neuenkirchen ist in Emsdetten klarer Favorit. 05 hat fast einen kompletten Personalwechsel hinter sich, hat viele junge Talente geholt. In der Vorbereitung gab es einige deftige Niederlagen, unter anderem ein 1:5 bei Landesligist SV Burgsteinfurt im Pokal. "Wir wollen in Emsdetten gewinnen", sagt SuS-Trainer Reckels klipp und klar.

Exzellente Abwehrarbeit

Dazu muss ein Treffer her. "Die Verwertung der Torchancen, das war unser Manko in den letzten beiden Spielen gegen Meppen und Recklinghausen", weiß der Coach. Beide Partien endeten 0:0. Zwar hatte der SuS in diesen 180 Minuten sicher "acht bis zehn gute Torchancen" (Reckels), doch keine wurde weggemacht. Das ist es, was der Trainer meint, wenn er sagt, "dass wir uns die Aufgabe selbst schwer machen können". Doch der Coach ist überzeugt: "Die Jungs werden wieder treffen." Am besten schon am Sonntag.

Doch nicht nur vorne, auch hinten steht beim SuS die Null. Und das ist so positiv wie überraschend, denn in der Viererkette wurden drei Positionen neu besetzt. "Ich freue mich über unser exzellentes Abwehrverhalten. Das ist die Grundlage unseres Spiel", betont Reckels.

Am Sonntag in Emsdetten muss er nur auf den verletzten Emanuel Beckmann-Smith (leichter Muskelfaserriss) verzichten. Stürmer Christian Bußmann ist wieder voll fit und drängt auf einen Platz in der Startformation.

Reckels zieht Änderungen in Erwägung, verrät aber nichts. Lieber weist er nochmal darauf hin, dass die Aufgabe bei 05 eine "unangenehme" ist, denn: "Emsdetten wird im ersten Spiel vor heimischem Publikum alles geben." Der SuS auswärts aber auch.

FC Eintracht Rheine: Noch keine Spur von Zugzwang gegen Bielefeld

RHEINE König Fußball bietet einen großen Vorteil: Misserfolge können binnen weniger Tage bereinigt werden. Für Enttäuschungen bleibt da nicht viel Platz. Selbst wenn Niederlagen so bitter ausfallen wie die des FC Eintracht Rheine bei der Hammer SpVg.

Lange sahen die Rheinenser im ersten Saisonspiel wie der sichere Sieger aus, doch in Überzahl kassierten sie den Ausgleich, nach Roßmöllers Platzverweis sogar das späte 2:3. Das schmerzt, keine Frage. "Klar waren wir kurz enttäuscht", sagt Trainer Ulli Peltner. Er ist aber sicher: "Die Mannschaft hat ihre Fehler erkannt."

Klostermann als "Sechser"

Denn davon gab es trotz einer höchst unterhaltsamen Partie einige. Die Zweikampfwerte passten Peltner überhaupt nicht, einige Male vermisste er die nötige Aggressivität. Nicht zuletzt fehlte es in entscheidenden Momenten an Cleverness. "Das zeigt, dass es uns noch an Erfahrung mangelt", weiß der Trainer, der auch viel Positives zum Auftakt sah: "Vor allem fußballerisch sah das phasenweise sehr gut aus."

Dass die Eintracht den Sieg trotzdem aus den Händen gab, lag auch an der fehlenden Stabilität im zentralen Mittelfeld. Andre Klostermanns ordnende und zweikampfstarke Spielweise fehlte, nachdem er für den indisponierten Max Stermann auf die linke Seite musste. Vieles spricht dafür, dass Klostermann am Sonntag (15 Uhr) im ersten Heimspiel der Saison gegen VfB Fichte Bielefeld wieder auf die "Sechs" rücken wird. Zumal mit Jens Roßmöller ein möglicher Ersatz für zwei Spiele gesperrt wurde. Bleibt die Frage: Wer spielt Linksverteidiger? "Ich habe mich noch nicht entschieden", sagt Peltner. Markus Wersching kommt nicht in Frage, er ist privat verhindert. Zudem drängt Maik Klostermann ins Team, er kommt für eine der beiden Außenpositionen in Frage.

Ein alter Bekannter

Sicher ist hingegen, dass Fichte Bielefeld mit einigen Neuzugängen anreisen wird. In der Offensive dreht sich allerdings nach wie vor vieles um den Ex-Rheinenser Ismail Altunsaban. Zum Auftakt unterlag Fichte zu Hause Lippstadt 1:3. Stehen die Verlierer des ersten Spieltages schon unter Zugzwang? Peltner glaubt das nicht: "Nach sechs Spielen kann man erst ein erstes Zwischenfazit ziehen." Weitere Misserfolge wollen sie beim FCE trotzdem nicht erleben.

SuS Stadtlohn: Warten auf das erste Tor

STADTLOHN. Nach dem torlosen Auftakt im eigenen Stadion gegen den Aufsteiger aus Dorsten-Hardt steht bei den Westfalenliga-Fußballern des SuS Stadtlohn am Sonntag im Gastspiel beim Ligen-"Wechsler" in Recklinghausen zumindest der erste Saisontreffer auf der Rechnung.

Platz drei hat am Ende der vergangenen Saison für den FC Recklinghausen in der Westfalenliga 2 zu Buche gestanden - aus dieser Staffel ist der Sonntags-Gastgeber des SuS Stadtlohn nun in die Staffel 1 umgruppiert worden. Und eben dort will sich der ehemalige Verbandsliga-Gefährte des SuS auch wieder im ober(st)en Teil der Abschlusstabelle einreihen - dies hat der Fußball-Klub, der 1996 nach einer Insolvenz des 1. FC Recklinghausen, neu gegründet wurde, als Saisonziel ausgegeben.

Den Beweis, dass sie den Weg dorthin unmittelbar einschlagen wollen, sind die Recklinghäuser aber beim Saisonstart in Neuenkirchen (0:0) noch schuldig geblieben. Und um mehr Durchschlagskraft in der Offensive zu erzielen, will FC-Trainer Peter Anders im Heimspiel am Sonntag seinen beiden Neulingen Dejan Petrovic (SpVg Erkenschwick) und Fabian Pfenningstorf (SpVgg Herten) den Vorzug geben, nachdem sie zuletzt in Neuenkirchen auf der Bank saßen. Mit André Simon und Marc Oepping hatte der FC'96 zuzletzt zwei Leistungsträger abgeben müssen.

"Dass wir im Heimspiel gegen Hardt keine Wunderdinge in der Offensive prodizieren konnten, war bei der Verletztenliste abzusehen. Am Sonntag könnte Markus Krüchting in die Mannschaft zurückkehren - zumindest eber eine zeitlang mitwirken", meinte SuS-Trainer Frank Bajorath. Und er verspricht sich davon eine deutliche Signalwirkung für sein Team: "Ein Stürmer, der in der Saison 20 Tore schießt, ist ungemein wichtig für das Mannschaftsgefüge."

"Nicht verlieren", lautet die erste Vorgabe von Bajorath für das Sonntags-Spiel, "ein erstes Tor" eine zweite: "Ich hoffe, dass sich Faik Tan in seiner neuen Umgebung schnell zurecht findet. Ein erstes Tor wird dem Vollblutstürmer siccher ordentlichen Auftrieb geben", spekuliert Bajorath auf den ersten Treffer seines Neuzugangs.

HSV-Trainer Wortmann warnt vor TuS Dornberg

HAMM ▪ Prächtige Stimmung herrschte unter der Woche beim Fußball-Westfalenligisten Hammer SpVg. Erst das Meisterschafts-Heimspiel gegen Eintracht Rheine nach einem 1:2-Rückstand in Unterzahl noch in einen 3:2-Sieg verwandelte, dann im DFB-Pokal auf Kreisebene 14 Treffer beim Kreisligisten SV Hohenheide geschossen. Doch Trainer Holger Wortmann sorgt schon im Vorfeld der Auswärtspremiere beim TuS Dornberg am Sonntag um 15 Uhr im Stadion an der Kirchdornberger Straße 46 in Bielefeld dafür, dass seine Schützlinge nicht allzu euphorisch werden. „Das wird eine ganze schwere Partie“, versichert der HSV-Coach. „Dornberg ist eine offensivstarke Mannschaft, die ich auch am Ende der Saison weit oben erwarte.“

Zweites Problem ist der ungewohnte Kunstrasenplatz, auf dem die Hammer morgen antreten müssen. „Wir haben zuletzt zwar auch auf Kunstrasen trainiert, doch ist es natürlich eine ganz andere Geschichte, wenn man in der Vorbereitung fünf bis sechs Mal in der Woche auf diesem Belag übt“, sagt Wortmann, der gegenüber der Partie gegen Rheine vermutlich nur eine personelle Veränderung vornehmen muss. Innenverteidiger Alexander Thiele fällt mit einem Riss des Außenbandes drei Wochen aus. „Alex befindet sich schon in der Reha, trainiert bereits, um möglichst schnell wieder fit zu werden“, sagt Wortmann. Wer seine Position übernehmen wird, wollte der Hammer Trainer noch nicht verraten. Neben Thiele fehlt weiter der gesperrte Semih Aktas. Ansonsten kann Wortmann auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen.

Er wartet im Bielefelder Stadtteil ein Duell auf Augenhöhe. „Unsere Philosophie ist es, immer nach vorn zu spielen“, rechnet sich der Fußball-Lehrer auch beim TuS etwas aus. Dornberg gewann zum Saisonstart glatt mit 2:0 beim FC Gievenbeck, geht daher ebenfalls mit breiter Brust in das erste Heimspiel der Saison. Beste Voraussetzungen also für eine äußerst interessante Begegnung in der Westfalenliga.

Doppelte Vorfreude auf einen Traumstart

Delbrück und Hövelhof wollen nachlegen, SC Paderborn II peilt ersten Sieg an

Kreis Paderborn (pk). Dem Hövelhofer SV und Delbrücker SC winkt ein Traumstart, der U 23 des SC Paderborn droht ein Fehlstart. So lautet die Ausgangslage der drei heimischen Westfalenligisten vor dem zweiten Saisonspieltag. Alle Partien beginnen am Sonntag um 15 Uhr.

Delbrücker SC - 1. FC Gievenbeck. Nach einem langen Abstiegskampf in der Vorsaison besteht nach dem 1:0 in Münster die Aussicht auf sechs Punkte aus zwei Partien. »Der Sieg zum Auftakt war ganz wichtig und hat uns Selbstvertrauen gegeben. Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen zu Hause nachlegen«, formuliert Trainer Alfons Beckstedde. Bis auf einige Schürfwunden hat seine Mannschaft die Pokalpartie beim FC Int. Paderborn am Donnerstag gut überstanden, personelle Änderungen gegenüber dem Meisterschaftsstart sind nicht zu erwarten. Obwohl Gievenbeck das erste Spiel daheim gegen Dornberg mit 0:2 verloren hat, ist Delbrück gewarnt. Erstens schied der DSC in der Vorsaison im Westfalenpokal gegen eben diesen Gegner aus, zweitens, so Beckstedde, »ist Dornberg ein Spitzenteam, gegen das auch andere noch verlieren werden«.

Der DSC bietet übrigens auch zur bereits begonnenen Saison Dauerkarten an. Beim ersten Heimspiel gegen werden die Karten an der Tageskasse angeboten.

SV Dorsten-Hardt - Hövelhofer SV. »Mit diesem Gegner müssen wir uns erst noch befassen«, sagt Hövelhofs Trainer Stefan Weiß über den Aufsteiger. Doch eines weiß er jetzt schon: »Da herrscht Euphorie. Wer mit 150 Fans nach Stadtlohn fährt und dort 0:0 spielt, alle Achtung. Da erwartet uns einiges, ich hätte Dorsten lieber später gehabt.« Dennoch hat der HSV nach dem 1:0 im Derby gegen den SCP allen Grund zum Optimismus, zumal Nico Malena nach seinem Urlaub wieder zur Verfügung steht. Zudem hofft Weiß auf die Freigabe von Neuzugang Jallow Ebrima Amadou.

SC Paderborn II - SC Preußen Münster II. In Marienloh stehen sich zwei noch punktlose Talentschmieden gegenüber. Das soll sich aus Paderborner Sicht schon am Sonntag ändern, wie Trainer Christoph Müller betont: »Das erste Saisonspiel zu verlieren, ist immer besonders frustrierend. Wir haben uns zum Ende der Vorbereitung deutlich gesteigert und gehen in die richtige Richtung. Wir wollen den Auftakt jetzt schnell begradigen.« Der Neu-Coach will nichts dramatisieren, weiß aber sehr wohl um die Wichtigkeit der Aufgabe und ist sich im klaren, »dass wir uns in allen Bereichen steigern müssen«. Marvin Anderbrügge und Lukas Lanz (beginnt nächste Woche mit dem Training) fallen weiter aus, von »oben« erwartet Müller die Verstärkungen Nico Burchert, Stefan Parensen, Sergej Schmik, Ardian Jevric und Thomas Rath.

Dornberg will lernen

Fichte und Geceli stehen vor der Trennung

Bielefeld (WB/fbr). Vor schwierigen Aufgaben stehen die Bielefelder Fußball-Westfalenligist am zweiten Spieltag. Der TuS Dornberg empfängt den Topfavoriten Hammer SpVg und der VfB Fichte ist zu Gast bei Eintracht Rheine.

»Es gibt im Laufe einer Saison Spiele und Gegner, von denen man nur lernen kann. Ein solches Spiel erwartet unsere junge Mannschaft am Sonntag um 15 Uhr auf dem heimischen Mühlenbrink. Mit der Hammer SpVg stellt sich der Top-Favorit der Westfalenliga vor und wir freuen uns auf die Partie David gegen Goliath«, hat der Dornberger Manager Hans-Werner Freese großen Respekt vor dem Gegner aus dem Ruhrgebiet.

Die Mannschaft von Gäste-Trainer Holger Wortmann hat bis zum Schluss auf allen Ebenen um den Klassenerhalt in der NRW-Liga gekämpft. Allerdings ohne Erfolg. Deshalb ist der sportliche Wiederaufstieg nun das erklärte Saisonziel. Dafür rüstet die Hammer Spielvereinigung ihren Kader, gespickt mit gestandenen Spielern, weiter auf. In dieser Woche wurde Osman Köse verpflichtet. Köse, der sechs Jahre für den FC Schalke 04 sowie in der Jugend für die Hammer SpVg am Ball war, spielte zuletzt für den belgischen Zweitligisten KVK Tienen.

Die Dornberger müssen erneut auf den angeschlagenen Stürmer Felix Buba verzichten. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Thies Kambach, der wegen einer Muskelverhärtung nicht trainieren konnte.

Nicht nur die schwere Aufgabe bei Eintracht Rheine, einem vermutlichen Top-Team der Liga, bereitet dem VfB Fichte-Coach Mark Sawkill Sorgen, sondern auch die personelle Situation. So fällt Offensivkraft Ismail Altunsaban verletzt aus und die Neuzugänge Davor Ilic, Tobias Kutz und Serdar Öksüz haben immer noch keine Freigabe. »Ich bin optimistisch, dass es bis Sonntag noch klappt«, glaubt Teammanager Murat Karanfil. Hüseyin Geceli, der vom VfB mit einer disziplinarischen Strafe belegt worden war, die der Spieler so nicht akzeptieren wollte, scheint keine Zukunft mehr beim VfB Fichte zu haben. Auch Trainer Mark Sawkill konnte in einem einstündigen Gespräch mit Geceli keine Einigung für eine gemeinsame Zukunft erzielen. »Für mich deutet jetzt alles auf Trennung hin. Jetzt ist der Verein am Zug«, muss der Übungsleiter wohl auf einen Spieler verzichten, »den ich sportlich nicht ersetzen kann«.

Die Voraussetzungen für die Aufgabe in Rheine könnten schwieriger nicht sein. »Wir wollen trotzdem unser Bestes geben. Die Mannschaft muss mehr Mut zeigen als zum Auftakt gegen Lippstadt. Ich bin überzeugt, dass die Jungs es diesmal besser machen. Mal abwarten, was dann möglich ist«, sagt Sawkill.

Hamms Trainer motiviert Dornberg

Sorgen beim VfB Fichte

Bielefeld (Maat). Vorfreude beim TuS Dornberg auf Favorit und Absteiger Hamm sowie Nervenflattern beim VfB Fichte vor dem schweren Auswärtsspiel in Rheine - so knapp lässt sich die Gemütslage der Bielefelder Fußball-Westfalenligisten zusammenfassen.

Man muss kein Prophet sein, dass Dornbergs Trainer Mario Ermisch diese Steilvorlage seines Pendants aus Hamm nutzen wird. Holger Wortmann, den Bielefeldern noch aus seiner Zeit beim VfB Fichte bekannt, hatte im Westfälischen Anzeiger gesagt, er rechne damit, dass "sich die meisten Mannschaften gegen uns hinten reinstellen werden". Es werde nur wenige Teams geben wie Lippstadt, Gütersloh oder Rheine, die den offenen Schlagabtausch mit Hamm suchen werden. Den TuS Dornberg, der zum Serienstart Gievenbeck 2:0 bezwang, vergaß er dabei absichtlich - oder er rechnet ihn nicht zu den Mannschaften, die mit seinem Team, dem Revier Sport kürzlich die NRW-Tauglichkeit bescheinigte, auf Augenhöhe agieren können.

"Mehr Motivation brauchst du nicht", sagt Dornbergs Manager Hans-Werner Freese und schickt süffisant hinterher: "Wir freuen uns auf dieses Spiel, weil wir von so einem renommierten Verein wie Hamm viel lernen können." Mario Ermisch, der dafür bekannt ist, gerade zu Hause auf dem Mühlenbrink offensiven und attraktiven Fußball spielen zu lassen, wird die Aussage des Kollegen sicher an die Kabinentür kleben - und daneben die Aufstellung. Den Rest sollen die Protagonisten auf dem Platz erledigen. Weiter fehlen wird Felix Buba.

Die Ausfallliste des VfB Fichte vor der Partie in Rheine (2:3-Auftaktniederlage in Hamm) ist deutlich länger. Ismail Altunsaban ist weiter verletzt. Mit Hüseyin Geceli hat es zwar in den vergangenen Tagen Gespräche gegeben, eine Einigung bei den Streitigkeiten über Urlaubstage und Geld konnte allerdings nicht erzielt werden. Somit wird Geceli am Wochenende definitiv nicht spielen. Nach aktuellem Stand wird er wohl gar nicht mehr für den VfB Fichte auflaufen. Außerdem hängen die Neuzugänge Ibrahim Cisse, Davor Ilic, Serdar Öksüz und Tobias Kutz mit ihren beantragten Spielberechtigungen weiter in der Schwebe.

Deshalb verliert Trainer Mark Sawkill allmählich die Geduld: "Ich werde auf jeden Fall einige der vier Akteure am Sonntag einsetzen. Zum einen kann ich auf sie nicht verzichten, weil wir sonst kaum wettbewerbsfähig sind. Zum anderen vertraue ich darauf, dass unser Vorstand die Passunterlagen fristgerecht und korrekt in Duisburg bei der Passstelle eingereicht hat." Sawkill hätte sich zu Serienbeginn und nach dem 1:3 gegen Lippstadt sicher andere Rahmenbedingungen gewünscht.

Müller setzt in der Offensive an

SC PADERBORN 07 II: Preußen Münster II zu Gast

Paderborn (MH). Wenn zwei Reserveteams höherklassiger Vereine aufeinandertreffen, wird oftmals technisch und taktisch hochwertiger Fußball präsentiert. Beim Duell zwischen der gastgebenden U23 des SC Paderborn 07 und Preußen Münster II geht es erst einmal darum, die Kurve zu kriegen. Anstoß der Partie ist am Sonntag um 15 Uhr auf der Sportanlage „Breite Bruch“ in Marienloh.

Beide Teams verloren nämlich ihre Auftaktduelle mit 0:1. Während Preußen Münster auf heimischem Platz gegen den Delbrücker SC verlor, unterlag der SCP beim Hövelhofer SV. „Wir haben besonders daran gearbeitet, eine bessere Struktur in unser Offensivspiel zu bekommen“, nennt Paderborns U23-Trainer Christoph Müller das Hauptaugenmerk der vergangenen Trainingswoche.

Defensiv sei das letzte Spiel in Ordnung gewesen. Mängel habe es dagegen im Spielaufbau aus der eigenen Hälfte heraus und im präzisen Abschluss gegeben. Ansonsten erwartet Müller eine etwas andere Partie als noch gegen Hövelhof: „Münster wird sicher nicht so tief stehen, so dass wir mehr Räume bekommen. Solche Spiele sind natürlich angenehmer.“ Fehlen werden ihm Marvin Anderbrügge (doppelter Bänderriss) und Lukas Lanz, der aber am kommenden Montag wieder ins Training einsteigen wird. Ob Müller auf Verstärkung aus dem Profikader zurückgreifen kann , wird sich erst kurzfristig entscheiden.

Delbrücks neues Selbstbewusstsein

DELBRÜCKER SC: Optimismus regiert vor dem Heimspiel gegen Gievenbeck

Delbrück. Der Auswärtssieg zum Auftakt in Münster hat dem Fußball-Westfalenligisten Delbrücker SC gut getan. Das Team von Trainer Alfons Beckstedde ist selbstbewusst und möchte das nun im ersten Heimspiel der Saison gegen Aufsteiger 1. FC Gievenbeck demonstrieren. Anstoß im AM-Stadion ist am Sonntag um 15 Uhr.

„Wir wollen nachlegen und die nächsten Punkte einfahren“, sagt Beckstedde. Gievenbeck hat sein Auftaktspiel verloren und dürfte daher „bei uns sehr kompakt und eher defensiv orientiert auftreten. Das sollte uns aber nicht interessieren, wir wollen unser Spiel durchziehen.“

Beckstedde möchte auch den Zuschauern etwas bieten. Der Verein hat sich zum Auftakt einiges einfallen lassen. So kommen alle Frauen sowie Kinder bis 12 Jahre umsonst in das AM-Stadion. Aktionen der Delbrücker Sponsoren runden den Fußballnachmittag ab. Im DSC-Tor wird weiterhin Michael Joswig stehen. „Wir haben in Münster zu Null gespielt und er hat seine Sache gut gemacht. Auf der Position ändert man halt nicht so schnell etwas“, meint Beckstedde, der alle Spieler an Bord hat. Nur die Freigabe des finnischen Verbandes für Patrik Turunen lässt weiter auf sich warten. Ein Einsatz der Defensivkraft am Sonntag ist also noch nicht möglich. Beckstedde nimmt es wie es kommt: „Wir können nur warten und hoffen, dass es jetzt schnell geht.“

Weiß-Elf reist nach Dorsten-Hardt

HÖVELHOFER SV: Einsatz von Welker fraglich

Hövelhof (MH). Vor einem Jahr startete der Hövelhofer SV als Aufsteiger in die Westfalenliga. So wie aktuell der SV Dorsten-Hardt, bei dem der HSV am Sonntag antreten muss. Große Parallelen sieht Hövelhofs Trainer Stefan Weiß trotzdem nicht.

Während besonders die Euphorie beim HSV in der letzten Saison durch zwei Pleiten zum Auftakt gedämpft wurde, holte Dorsten in der letzten Woche gleich ein Unentschieden beim hochgehandelten SuS Stadtlohn. „Sie müssen sich scheinbar nicht erst an die Liga gewöhnen. Das macht die Aufgabe nicht leichter“, hat Weiß das Ergebnis mit Respekt registriert.

Respekt ja, Angst nein. Der HSV ist nicht mit einem Unentschieden, sondern mit einem 1:0-Sieg gegen Paderborn II in die Saison gestartet. „Das Selbstvertrauen ist da. Kompakt auftreten und schnell umschalten“, nennt Weiß als wichtigste Devise. Änderungen in der Startformation sind unwahrscheinlich. Mit Nico Malena steht in der Defensive eine Alternative zur Verfügung, Daniel Brökelmann gab mit zwei Toren im Pokal seine Visitenkarte für den Sturm ab.

Doch „die Startelf gegen den SCP hat es gut gemacht und sich für Sonntag empfohlen“, betont Weiß. Fragezeichen stehen noch hinter Jan Welker (Sprunggelenksprellung) und Neuzugang Jallow Amadou. Der Verein hat die erforderliche Aufenthaltserlaubnis eingereicht, von offizieller Seite aber noch kein grünes Licht bekommen.

WL 1: Expertentipp

Drei Mannschaften hinter uns lassen"

Der 1. FC Gievenbeck ist mit einer 0:2-Pleite in die erste Westfalenliga-Saison der Vereinsgeschichte gestartet. Kein Beinbruch, wie Maik Weßels versichert.

 „Unser Ziel ist es, drei Mannschaften hinter uns zu lassen und Dornberg gehört sicher nicht dazu“, erklärt der Aufstiegs-Trainer. Nichtsdestotrotz sah er beim Auftakt vor allem im ersten Durchgang vieles, was ihm nicht gefallen konnte. „Das war indiskutabel“, gesteht Weßels, „aber in der zweiten Halbzeit waren wir auf Augenhöhe und das gibt und Anlass, positiv in die Zukunft zu schauen. Grundsätzlich müssen wir aber zugeben, dass wir gegen solche Mannschaften im Normalfall nichts ausrichten können. Da muss schon alles an einem Tag passen.“

Nun wartet mit Delbrück ein Team, das im Vorjahr bis zum Ende um den Klassenerhalt zittern musste und jetzt mit einem Sieg gegen die Reserve von Preußen Münster gut aus den Startlöchern gekommen ist. „Dass sie gegen Preußen gewonnen haben, sagt schon einiges aus, aber wir blicken auf ein positives Erlebnis mit dem DSV zurück. Letztes Jahr haben wir sie im Westfalenpokal 2:0 geschlagen.“

Den 2. Spieltag tippt Maik Weßels (1. FC Gievenbeck):

Heim

Gast

Experte

RS

TuS Dornberg

Hammer SpVg

2:1

1:1

SC Paderborn II

Preußen Münster II

1:2

1:0

SV Dorsten-Hardt

Hövelhofer SV

2:1

3:1

FC 96 Recklinghausen

SuS Stadtlohn

1:0

2:0

SpVg Emsdetten

SuS Neuenkirchen

1:3

1:1

Eintracht Rheine

Fichte Bielefeld

2:0

4:1

SV Lippstadt 08

SV Spexard

2:0

3:2

Delbrücker SC

1. FC Gievenbeck

 

2:2

2010 - SV Spexard 1950 e.V.