|
----------------------------------------------------------------------------------
Presse
vom 24.08.2010
SV Emsdetten 05
Anfang ist
gemacht - mehr nicht!
EMSDETTEN . 1:1-Remis gegen
SuS Neuenkirchen - Spieler, Trainer und Fans bei Emsdetten 05 waren am
Sonntag recht zufrieden. Galt doch der Gast um Trainer Franz-Josef Reckels
vor diesen ersten 90 Minuten der jungen 05-Mannschaft als haushoher Favorit.
Nach zögerlichem Start, nach
einer recht nervös gespielten ersten Halbzeit mit dem 0:1-Rückstand fasste
die 05-Rasselbande neuen Mut und ergriff die Initiative. Lohn war der
verdiente 1:1-Ausgleich durch Isuf Asllani. Und siehe da: Plötzlich wackelte
der Gast aus Neuenkirchen, hatte sichtlich Angst vor einer Niederlage in
Emsdetten. Nur noch lang gespielte Bälle in die Spitze waren bei den Gästen
ein Zeichen, dass die Ideen flöten gegangen waren. Und da auch den 05er in
der Schlussphase sehr daran gelegen war, nicht einen erneuten Rückstand
hinnehmen zu müssen, passierte nicht mehr ganz so viel.
Die neue 05-Mannschaft darf
mit diesem Auftakt zufrieden sein. Mit dem Resultat, mit dem einen Punkt -
und mit der Gesamtleistung. Darauf wird man aufbauen können in den nächsten
Wochen. Trainer Bodo Gadomski und sein Co-Trainer Jan Lauhoff werden die
Partie analysieren. Und sie werden doch das ein oder andere Haar in der
Suppe finden.
Klar - gegen eine Mannschaft
wie SuS Neuenkirchen, die sehr starke Spieler in der Offensive hat, muss man
immer damit rechnen, sich einen Gegentreffer zu fangen. Doch so, wie das 0:1
nach 32 Minuten fiel, darf es einfach nicht fallen. Großer Patzer an der
Außenbahn von Patrick Maganga, im Stellungsspiel und im Zweikampfverhalten,
und nach der Flanke keine Ordnung und Zuteilung in der Mitte vor dem 05-Tor.
Überhaupt hatten die 05er
ihre Probleme an beiden Außnbahnen. Rechts begann Emre Kücükosman, links
Patrick Maganga. Sie wechselten später mal die Seiten, doch beide haben
sicherlich Steigerungsbedarf in der Arbeit nach hinten.
05 stark in
der Zentrale
Zentral teilten sich Guido
Göcke und Stefan Bettmer die Arbeit recht gut auf, beide 05-"Sechser" gingen
auch Wege, die hier und unnötig erschienen, doch Göcke und Bettmer setzten
damit den jeweiligen ballführenden SuS-Spieler unter Druck.
Die Viererkette war recht
stabil, vor allen Dingen in der Zentrale. Philipp Strauß räumte hier
kompromisslos ab, Loerakker ebenfalls, außen ließen Marcel Czichowski und
Sebastian Krassowski nur wenig anbrennen, wenngleich die Sicherheit und
Genauigkeit im Aufbauspiel sicherlich noch gesteigert werden kann.
Steigern muss sich auch
Stürmer Sven Mersch. Ganz allein drang er vor der Pause in halbrechter
Position in den Strafraum ein, spielte den Ball ungenau und ohne Zug in die
Mitte. Und auch der Abschluss direkt nach dem Wechsel nach Bettmer-Zuspiel
war zu dünn...
"Wir haben noch viel Arbeit
vor uns", sagte 05-Trainer Bodo Gadomski nach Spielende. Es hat den
Anschein, dass Trainerteam und Kader sich auf diese Arbeit richtig freuen.
Die jungen Spieler im 05-Kader haben Potenzial, doch sie wollen intensiv
arbeiten, sie wollen sich entwickeln. Und genau auf diesem Weg war das
Auftakt-Remis wertvoll. Die 90 Minuten haben gezeigt, dass sich die enorme
Arbeit lohnt. Doch es war erst der Anfang, mit einem Punkt steigt man am
Ende der Saison ganz sicher ab...
SV Lippstadt: Zwei Neue
Bortolozzo
und Günter zu den 08ern
Westfalenligist SV Lippstadt
ist am Wochenende noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv geworden. Diego
Bortolozzo und Ferdi Günter wurden verpflichtet.
Damit stehen Teammanager
Daniel Farke zwei erfahrene Spieler zur Verfügung, die den jungen Kader der
08er führen sollen. Der 27-jährige Bortolozzo spielte zuletzt beim FC
Solothurn in der Schweiz. Zuvor war er für den SV Meppen und den SC
Wiedenbrück am Ball. Günter trug bereits in der vergangenen Rückrunde das
Lippstädter Trikot, absolvierte die Vorbereitung allerdings bei
verschiedenen Profivereinen in der Türkei.
Venlo statt Rheine: Maximilian Löderbusch
verlässt den FCE
Rheine. Zwei Jahre lang
personalisierte er den neuen Trend beim FC Eintracht Rheine: Hin zum eigenen
Nachwuchs, weg von einer kostenintensiven Transferpolititk. Binnen weniger
Wochen schaffte Maximilian Löderbusch im Sommer 2008 den Sprung vom A-Junior
in die 1. Seniorenmannschaft. Nun endet seine Zeit beim FCE. Der 21-jährige
Verteidiger nimmt ein Studium an der Fachhochschule für Logistik-Management
in Venlo auf. Geplante Dauer: Vier Jahre. „Ich versuche, dort einen Verein
zu finden“, macht Löderbusch einen klaren Schnitt und meldet sich beim FCE
ab.
Seit Monaten stand seine
berufliche Zukunft in den Sternen. Zuletzt absolvierte er bereits wieder
einige Trainingseinheiten am Delsen. Doch die stille Hoffnung auf sein
drittes Jahr im Westfalenligateam war ein Luftschloss, denn das geplante
Logistik-Studium genoss Priorität. Und so verhindern die 181
Autobahnkilometer zwischen Venlo und Rheine eine Fortsetzung von Löderbuschs
Defensivdienst für die Eintracht.
Künftig will er die Stürmer
in der Niederrheinliga ärgern. Mögliche Adressen wären Viktoria Goch, 1. FC
Wülfrath oder der SC Kapellen-Erft. Beim Thema Vereinssuche kündigte
FCE-Coach Ullrich Peltner sogar an, seinem ehemaligen Schützling helfen zu
wollen.
So schwer der sportliche
Verlust wiegt, so vielfältig sind derzeit Peltners Alternativen auf den
Innenverteidigerpositionen. Mit Philipp Brüggemeyer, Jens Roßmöller, Niklas
Melzer, André Klostermann und Manuel Schupp ist das Angebot an Spielern
groß, die im Abwehrzentrum abräumen können.
„Eine starke Defensive ist
der Grundstein zum Erfolg“, sagte Ullrich Peltner nach dem 3:0-Erfolg über
Fichte Bielefeld. Auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte: Die Richtung
stimmte. Vor allem zeigte sich, dass der Kader in der Breite mehr Qualität
aufweist. Maik Klostermann ersetzte Stefan Seiler, Niklas Melzer schloss die
Lücke von Jens Roßmöller (Rotsperre). Wobei Melzer Glück hatte, dass
Schiedsrichter Holger Derbort bei seinem harten Foul Gnade vor Recht
gewährte und es bei Gelb beließ. „Ein Schiedsrichter, der sich Lob verdient
hat“, zog Peltner den Hut. Weiterer Grund für seine verbesserte Laune ist
die endlich vorhandene Konkurrenzsituation im Kader. Dazu trägt nun auch
Neuzugang Stephan Roth von Emsdetten 05 bei. Die Tatsache, dass 05-Trainer
Bodo Gadomski den 29-Jährigen wegen angeblicher Tempodefizite aussortierte,
ficht Peltner nicht an: „Da will ich mich nicht zu äußern. Ich halte Stephan
durchaus für westfalenligatauglich. Man sollte nicht vergessen, dass er in
der Vorbereitung an einer Lebensmittelvergiftung litt.“
FC Eintracht Rheine
FCE-Sturmduo hat eine klasse Quote
RHEINE Der erste
Heimauftritt ist gelungen. Mit 3:0 schlug der FCE Rheine die Fichten aus
Bielefeld. Doch die ersten drei Punkte lassen bei der Eintracht keinen
abheben. „Bielefeld war schwach, uns reichte eine normale Leistung“, fasste
es Kapitän Mirco Heger treffend zusammen.
Was sich nach zwei Spielen
schon zeigt: Die Offensive des FCE funktioniert. Fünf Treffer nach 180
Minuten – da kann ansonsten von den anderen 16 Westfalenligisten nur der FC
Gütersloh mithalten.
Das neue Sturmduo mit Daniel
Seidel und Freddy Telsemeyer trifft. Beide haben jeweils schon zwei Tore auf
dem Konto. „Es läuft“, grinste Neuzugang Seidel nach der Partie. Beim 2:3 in
Hamm hatte er zum 1:1 getroffen, diesmal schoss er den FCE gar in Führung.
„Das darf
so weitergehen“
„Das darf so weitergehen“,
freute sich Trainer Ulli Peltner über seinen neuen Torjäger und lobt:
„Daniel ist sehr kopfballstark, geht in die Räume.“ Seidel selbst ärgert
sich, dass der FCE nur drei Punkte auf dem Konto hat. „Sechs wären besser“,
weiß er, dass die Eintracht in Hamm Zählbares liegen ließ. Jetzt will er mit
dem FCE nachlegen. Am Sonntag bei Aufsteiger Spexard? „Ja, aber wo ist
egal.“
Seidel sprudelt nur so vor
Selbstvertrauen, sein Sturmpartner tat das am Sonntag nicht. Freddy
Telsemeyer wirkte lange Zeit fast wie ein Fremdkörper im FCE-Team. Ihm
gelang so gut wie nichts. Und die Fans fragten sich schon, ob ihr „Freddy“
nicht an der rechten Bahn besser aufgehoben wäre, „so wie in der Vorsaison“.
Dann gelang Telsemeyer doch noch sein Tor, das zum 3:0-Endstand (65.). Quasi
seine erste gelungene Aktion in dieser Partie.
"Wir
wissen, was wir an Freddy haben“
„Man hat nicht immer einen
guten Tag“, nahm Coach Peltner den Torjäger der Vorsaison in Schutz.
„Sicher, man hat ihn schon stärker gesehen – auch auf dieser Position. Aber
wir wissen, was wir an Freddy haben“, ist der Coach überzeugt, dass
Telsemeyer bald wieder die Leistung abruft, die er oftmals in den
Vorbereitungsspielen und auch beim 2:3 in Hamm gezeigt hat.
Preußen-Reserve verliert zum zweiten Mal mit 0:1
SC
Paderborn II – Preußen Münster II 1:0 (1:0)
Es war die 22. Minute, als
das Tor des Tages fiel. Eine direkt verwandelte Ecke fand den Weg ins
SCP-Gehäuse an Schlussmann Fabian Otte vorbei und markierte gleichzeitig den
Endstand. Die Zweitvertretung der Preußen verlor schlussendlich mit 0:1
(0:1) bei der Reserve des SC Paderborn.
Preußen-Co-Trainer Sören
Weinfurtner bemängelte nach der Partie die fehlende mannschaftliche
Geschlossenheit: „Uns fehlte heute die Kompaktheit. Paderborn ist zu leicht
zu Chancen gekommen.“ Nichtsdestotrotz wird an der Hammer Straße nicht in
Hektik verfallen: „Wir werden das Spiel aufarbeiten und die Fehler in aller
Deutlichkeit ansprechen. Trotzdem werden wir ruhig weiterarbeiten.“
Paderborn agierte fast über
die ganze Spielzeit überlegen. Die Preußen schafften es nicht, die Räume eng
zu machen und luden die Paderborner zu Torchancen ein. Auf der anderen Seite
kam man allerdings auch selbst zu nennenswerten Chancen. Nachdem Timo
Woltering und Ilhan Islak aus der Distanz gescheitert waren, wurde Florian
Quabecks Kopfball gerade noch auf der Linie geklärt.
In der zweiten Halbzeit
stabilisierte sich die Defensive des SCP. Vorne fehlte jedoch die letzte
Durchschlagskraft, um die mit vier Zweitligaspielern verstärkte Reserve der
Paderborner ernsthaft zu gefährden. Am Ende ging die zweite 0:1-Niederlage
binnen acht Tagen in Ordnung. Die ersten Punkte der Saison sollen nun am
kommenden Wochenende beim Hövelhofer SV eingefahren werden.
1:0 Parensen (22.).
Stefan Roth: „Eintracht hat deutlich mehr
Qualität“
Nein, lange war er nicht auf
dem Markt, der Stephan Roth. Bereits wenige Tage nach seinem Aus bei
Emsdetten 05 sagte der 29-jährige Allrounder bei Liga-Konkurrent FC
Eintracht Rheine zu. Heute Nachmittag wird er in Emsdetten den
Auflösungsvertrag unterschreiben - morgen einen Kontrakt bis zum Saisonende
beim FCE. Läuft alles glatt, dann ist Roth bereits Ende der Woche für die
Elf von Ulli Peltner spielberechtigt.
„Ich bin ab sofort voll
dabei und will so schnell wie möglich auch ins Team“, hofft Roth auf einen
baldigen Platz in der ersten Elf der Rheinenser. Nach zweimaligem
Mittrainierens stellte Roth zudem gleich fest, „dass die Eintracht deutlich
mehr Qualität besitzt als Nullfünf. Sowohl in der Spitze als auch in der
Breite haben wir einen starken Kader.“ Trainer Peltner plant Roth wohl auf
einer der Außenverteidiger-Positionen ein.
„Ich bin froh, dass ich
endlich wieder einen Trainer habe, der voll auf mich und meine Erfahrung
setzt“, freut sich der Münsteraner Student auf die Zusammenarbeit mit seinem
neuen Coach. Roth sammelte bei seinen Stationen Erfahrung bis zur Oberliga.
Unter anderem war er in der Jugend für den SC Preußen Münster am Ball. Zudem
kickte er für SuS Neuenkirchen, TSG Dülmen, Preußen Lengerich und den TuS
Hiltrup.
Die Dornberger Breite fällt ins Gewicht
Westfalenliga: VfB Fichte ist im Umbruch
Bielefeld (WB). Zwei
Spieltage sind in der Fußball-Westfalenliga absolviert und die Bielefelder
Mannschaften zieren den Anfang und das Ende der Tabelle. Umso mehr Brisanz
erhält das Derby am kommenden Sonntag, wenn der Rangletzte VfB Fichte auf
der Rußheide den Spitzenreiter TuS Dornberg erwartet.
Am Dornberger Mühlenbrink
herrschte nach dem verdienten 1:0-Sieg gegen den Ligafavoriten Hammer SpVg.
natürlich gute Stimmung, aber die Verantwortlichen waren darum bemüht, die
aufkommende Euphorie in realistische Bahnen zu lenken: »Das Spiel hat
gezeigt, dass wir mit den Spitzenteams der Liga mithalten können«, urteilte
Trainer Mario Ermisch, der sich bezüglich der Aufstiegsambitionen seiner Elf
weiterhin in der Außenseiterrolle sieht: »Uns hat keiner auf dem Zettel.«
Das wird sich schnell
ändern, wenn die Dornberger ihre Erfolgsserie weiter ausbauen. Hamms Trainer
Holger Wortmann weiß jetzt jedenfalls, dass im Bielefelder Westen guter
Fußball gespielt wird. Das hatte er vorher noch in Frage gestellt, als er
die Ermisch-Truppe in einer Umfrage nicht zu den Mannschaften wie Lippstadt,
Gütersloh oder Rheine gezählt hatte, die es spielerisch mit seiner Elf
aufnehmen könnten. Nach der Pleite wollte sich Wortmann eigentlich gar nicht
zum Gegner äußern, dann gab es doch einen kleinen Seitenhieb des ehemaligen
Fichte-Trainers: »Das Geschreie der Dornberger hat mich schon genervt und
auch der Kunstrasen hier ist eine Sache für sich.« Das sei aber legitim,
schickte Wortmann schnell hinterher, um dann seine eigene Mannschaft scharf
zu kritisieren: »Wir sind in der Westfalenliga angekommen. Wir haben
jeglichen Körpereinsatz vermissen lassen und unser Spiel nach vorne hat
praktisch nicht stattgefunden.« Dass wiederum war auch ein Verdienst der
Dornberger Defensive, die nach zwei Spieltagen noch keinen Gegentreffer
zugelassen hat.
»Wir haben hinten fast gar
nichts zugelassen und geduldig nach vorne gespielt«, lobte Ermisch die reife
Leistung seiner jungen Mannschaft. Manager Hans-Werner Freese verweist auf
die große Ausgeglichenheit im Dornberger Kader: »Wir sind in der Breite gut
aufgestellt und haben eigentlich fast zwei Westfalenligamannschaften.«
Neuer Dornberger Kapitän ist
Sören Siek. »Er ist der Chef«, lobt Ermisch den ehemaligen Jöllenbecker, den
er zum neuen Spielführer und Nachfolger von Sebastian Klaßes (SV
Rödinghausen) ernannt hat. »Es ehrt mich natürlich, dass der Trainer mich
zum Kapitän gemacht hat«, sagt Siek, der das Vertrauen mit seinem
Siegtreffer gegen Hamm auch sogleich zurückzahlte.
Beim VfB Fichte leuchtet
nach zwei Niederlagen und 1:6 Toren vor dem Derby derweil die Rote
Liga-Laterne. Das soll aber kein Dauerzustand sein. »Mit Mannschaften wie
Lippstadt, Rheine oder auch Dornberg können wir uns über eine Saison gesehen
nicht messen. Die haben andere Ambitionen als wir«, sagt der
stellvertretende Abteilungsleiter Jobst Hölzenbein. Grund zur Panik gibt es
an der Rußheide noch lange nicht: »Wir sind ein Verein im Umbruch«, sagt
Hölzenbein: »Auf Dauer wollen wir wieder eine Anlaufstation für junge,
talentierte Spieler aus Bielefeld sein. Dazu gehört auch die Westfalenliga.
Wir wollen uns in dieser Klasse mit einer jungen Mannschaft etablieren.«
Momentan drückt dem Team von
Trainer Mark Sawkill vor allem vorne der Schuh. Darum hoffen die
Verantwortlichen bis zum Derby auch auf die Freigabe des Franzosen Ibrahim
Cissé und die Genesung von Top-Torjäger Ismail Atunsaban. Erledigt hat sich
das Thema Hüseyin Geceli, der definitiv keine Zukunft mehr beim VfB hat.
Ein »Schnapper« mit Ausstrahlung
Michael
Joswig ist in Delbrück unumstritten
Delbrück (WV). Für den
Gievenbecker Trainer Maik Weßels ist er kurzum der »alles überragende Keeper
in der Westfalenliga«. Und auch sein eigener Coach Alfons Beckstedde sparte
nach dem jüngsten Erfolg des Delbrücker SC nicht mit Komplimenten für
Torwart Michael Joswig.
»Er war stets präsent und
hat die totale Sicherheit ausgestrahlt«, lobte der Delbrücker Übungsleiter
nach dem 1:0-Heimsieg gegen den münsterländischen Aufsteiger seinen in der
WM-Pause verpflichteten Schlussmann. Dieser trug zwar auf dem Trikot nur die
Zahl 33 und blieb gegen die Gievenbecker nahezu beschäftigungslos, sobald
sein Einsatz jedoch gefordert war, untermauerte Joswig seine Ansprüche auf
die Nummer eins.
In puncto Position scheint
sich der 35-Jährige im Rennen gegen seinen 13 Jahre jüngeren Kontrahenten
Daniel Mehlich, der sich im Sommer in festem Glauben an einen Stamm-Posten
zwischen den DSC-Pfosten für eine Vertragsverlängerung entschlossen hatte,
durchgesetzt zu haben. Das lassen nicht zuletzt die Worte Becksteddes nach
dem ersten Heimspiel erahnen: »Ich bin ein Trainer, der nicht großartig
diskutiert, bei dem auf den Positionen nicht ständig gewechselt wird. Von
Michael Joswig können viele noch einiges lernen.«
Wie der gebürtige
Lippstädter, der in der Jugend über seine Heimatvereine Victoria und
Teutonia Lippstadt sowie den VfL Geseke zum TuS Paderborn-Neuhaus gelangte
und hier zum SCP-Profi reifte in seinem zweiten Meisterschaftsspiel drei
Eckbälle aus der Luft pflückte, bei Distanzschüssen kraftvoll die Hände
zuschnappen ließ oder zweimal artistisch mit einer Faust einen Schuss
abwehrte, war das eine. Wie er darüber hinaus noch, nahezu jede Spielszene
verbal begleitend, als positiver Lautsprecher die DSC-Defensive
mitorganisierte, die andere.
»Ich rede recht viel während
der 90 Minuten. Das mache ich aber auch, um mich selber im Spiel zu halten«,
erklärte Routinier Joswig, der insgesamt 329 Regionalliga-Partien für
Paderborn, den SC Verl, die SG Wattenscheid 09 und Preußen Münster
absolviert hat.
Beim Delbrücker SC hat der
in der Personalabteilung einer Zeitarbeitsfirma arbeitende Torhüter seine
neue sportliche Heimat gefunden und fühlt sich nach nur ein paar Wochen
schon pudelwohl. »Ich brauche nicht lange, um mich irgendwo einzuleben. Hier
in Delbrück stimmt die Situation, durch die zwei Siege haben wir uns einiges
an Selbstvertrauen erarbeitet. Am meisten freut mich aber, dass wir zweimal
zu null gespielt haben«, so Joswig. Nach dem Abpfiff des ersten Heimspiels
suchte er zunächst den Weg zum geschlagenen Gegenüber aus Gievenbeck,
spendete dem Gäste-Schlussmann Kieran Schulze-Marveling Trost. Dann ließ er
seiner Freude freien Lauf und feierte mit den Mitspielern im obligatorischen
Jubelkreis. Die Teamgefährten rufen ihre Nummer eins mit der Rückennummer 33
übrigens auch schon mal beim Spitznamen. Einer lautet, angelehnt an seinen
Nachnamen, »Josy«. Der Ursprung des anderen, »Schnapper«, erklärt sich von
selbst.
Mehlich in der Warteschleife
DELBRÜCKER
SC: Torhüter-Eigengewächs muss Joswig zunächst mal den Vortritt lassen
Delbrück. Beim
Westfalenligisten Delbrücker SC herrscht derzeit eitel Sonnenschein. Nach
zwei Spielen hat die Mannschaft von Trainer Alfons Beckstedde sechs Punkte
auf dem Konto. Nur Ersatztorwart Daniel Mehlich ist nicht wirklich nach
Feiern zumute.
Als nach der letzten Saison
bekannt wurde, dass Marco Kirchhoff den DSC verlässt und zum
Ligakonkurrenten Hövelhofer SV wechselt, schien der Weg für Mehlich frei.
Das 21-jährige Talent – er spielt bereits seit der C-Jugend in Delbrück –
galt als die Nummer eins für die kommenden Saison und hielt dem Verein die
Treue.
Dann war Michael Joswig auf
dem Markt – Delbrück schlug zu. Große Konkurrenz für Mehlich, denn Joswig
brachte mit seinen 35 Jahren schließlich die Erfahrung aus über 300
Regionalligaspielen für den SV Verl, den SC Paderborn 07 und Preußen Münster
mit.
Beckstedde hielt das Rennen
in der Vorbereitung zunächst offen und wollte die Situation nicht
dramatisieren, denn „jede Mannschaft braucht zwei gute Torhüter.“ Im
Westfalenpokal sowie in den ersten beiden Meisterschaftsspielen stand Joswig
im Tor – und war der erhofft sichere Rückhalt. In den beiden Ligaspielen
kassierte er noch keinen Gegentreffer.
Beckstedde ist zufrieden:
„Er gibt der Defensive Sicherheit. Auch weil er durch seine Erfahrung auf
dem Platz sehr präsent ist.“ Worte, die nicht auf einen baldigen Wechsel im
Tor schließen lassen. Das scheint auch Mehlich zu wissen: „Ich bin
enttäuscht und die Tage nach der Entscheidung waren sehr schwer für mich.
Aber ich akzeptiere die Wahl des Trainers und gebe im Training weiterhin
Vollgas.“
Einen konkreten Grund, warum
sich Beckstedde letztendlich für Joswig entschied, kennt er nicht. „Es gab
kein Gespräch zwischen dem Trainer und mir. Ich denke aber nicht, dass die
fehlende Erfahrung der ausschlaggebende Punkt gewesen ist“, so Mehlich. Dass
er von seinem Konkurrenten, zu „dem ich ein sehr gutes Verhältnis habe“,
trotzdem noch viel lernen kann, ist dem Torwart klar. Auch die aktuelle
sportliche Enttäuschung wird ihn weiterbringen, hofft zumindest Beckstedde:
„Ein Trainer kann es nie jedem recht machen. Jeder will spielen. Ich weiß,
dass Daniel enttäuscht ist. Er muss damit umgehen, weiter arbeiten und sich
anbieten.“ Mehlich schaut bereits in Richtung Wintervorbereitung. „Dort
werden die Karten neu gemischt. Ich gebe weiter Gas, auch für die
Mannschaft. Sie braucht in jedem Training zwei gute Torhüter.“
Gievenbecks Belohnung bleibt aus
Delbrücker
SC – 1. FC Gievenbeck 1:0 (1:0)
Der 1. FC Gievenbeck
lieferte ein starkes Spiel, dominierte den Delbrücker SC über weite Strecken
der Auswärtspartie. Was fehlte: ein Tor. Somit genügte dem DSC ein Treffer,
der den 1:0-Endstand bedeutete.
Von Beginn an bewiesen die
auf sechs Positionen umgestellten Gievenbecker Mut, machte das Spiel und
ließ den Ball konsequent flach laufen. „Wir haben taktisch unsere Linie
gehalten, ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen“, meinte
der zufriedene Coach Maik Weßels. Jedoch wäre er sicher noch glücklicher
gewesen, hätten Jens Könemann oder Christian Keil den starken DSC-Keeper und
Ex-Preußen Michael Joswig überwunden. Delbrück zeigte da schon eine kältere
Schnauze: Nach 17 Minute schraubte sich der lange Fabian Lübbers nach einem
Freistoß von halblinks hoch und köpfte ein.
Strafstöße
verwehrt
Der FCG zeigte sich kurz
verunsichert, nahm aber noch vor dem Seitenwechsel wieder seine Linie auf.
Im zweiten Durchgang beherrschte der FCG die Szenerie sogar noch klarer.
Doch weiterhin klappte es vorne nicht. Der gut aufgelegte Keil vergab
weitere Chancen, auch Könemann blieb vorne ein Aktivposten, wurde allerdings
in zwei Situationen unsanft gebremst – ein Strafstoßpfiff wäre absolut
möglich gewesen. Doch ein solcher, und somit auch etwas Zählbares, bleib dem
FC verwährt.
Zufrieden war Weßels
dennoch: „Delbrücks Erfahrung und Cleverness sind hier zum Tragen gekommen.
Trotzdem waren wir das bessere Team und werden in Zukunft sicher belohnt,
wenn wir weiter solche Leistungen zeigen.“
1:0 Lübbers (17.)
Dorsten: Erster Dreier
Aufsteiger
mischt schon die Liga auf
Im ersten
Westfalenliga-Heimspiel setzt der Aufsteiger SV Dorsten-Hardt ein richtiges
Zeichen und besiegte den Hövelhofer SV verdientermaßen mit 2:0.
Die Mannschaft von Trainer
Martin Schmidt ließ den Gegner in der ersten Halbzeit kaum zu geordneten
Spielzügen, geschweige denn zu guten Torchancen kommen – selbst tauchten sie
aber mehrmals gefährlich vor dem Tor auf.
Auf die Führung mussten die
Zuschauer trotzdem bis zur 38.Minute gedulden: eine gelungene Offensivaktion
schloss Andreas Kauschkat mit dem 1:0 ab. Nur drei Minuten später entschied
Schiedsrichter Julian Graf aus Herne nach einem Foul von Marcel
Thieschnieder am quirligen Führungstorschützen auf Strafstoß – den Claudio
De Manna sicher verwandelte.
Mit dem 2:0 ging es dann
auch in die Kabinen, doch nach Wiederanpfiff zeigten die beiden Teams ein
anderes Spiel; die Gäste aus Hövelhof übernahmen die Feldhoheit, jedoch ohne
den Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. In der 72.Minute mussten Pascal
Vasic und Matthias Kleinegrauthoff vom Platz: Vasic mit Gelb-Rot, sein
Gegenspieler mit einer Platzwunde. SVD-Trainer Martin Schmidt meinte: „Das
war eine klare Sache, aber er ist noch jung und da passiert sowas auch mal.“
Dennoch war es ein Grund dafür, warum die Gäste mit 0:2 nach Hause fuhren.
Dorsten: Schröder - Ewald,
De Manna, Koscholleck - Müller, Damnitz - Vasic, Klöckner, Scheuch
(92.Tammen) - Potthast (76.Knoblauch), Kauschat (86.Heimath).
Hövelhof: Kirchhoff -
Wenkemann, Thieschneider, Kleinegrauthoff (74.Malena) - Zimmermann, Meier -
Welker, Potempa (68.Brandy), Schäfers - Mückenhaupt, Urban.
Schiedsrichter: Julian Graf
(Herne)
Tore: 1:0 Kauschat (40.),
2:0 De Manna (43.)
Gelb-Rote Karte: Vasic (72.)
FC 96 - Stadtlohn 3:0
Ankunft in
der neuen Liga
Der FC Recklinghausen ist in
der Westfalenliga 1 angekommen. Die Mannschaft von Trainer Peter Anders
erspielte sich gegen SuS Stadtlohn einen 3:0-Heimsieg.
Mit nun vier Punkten aus den
ersten beiden Spielen ist der FCR gut aus den Startlöchern gekommen. Gegen
Stadtlohn war indes lange Zeit Sand im Getriebe des 96-Motors. Die erste
Hälfte gestalteten die Gäste ausgeglichen und hielten zur Pause ein 0:0.
Christian Luvuezo verschoss für die Hausherren einen Foulelfmeter.
Die
richtigen Worte
Die Worte, die Anders in der
Kabine an seine Mannschaft richtete, müssen die richtigen gewesen sein.
Entschlossen und mit dem Visier auf Angriff eingestellt, kamen die
Hausherren aus der Umkleide. Innerhalb von nur zehn Minuten bewies 96 seine
Stärke. „In dieser Phase haben wir richtig gut gespielt“, fand auch Anders.
Recklinghausen stürmte das
Stadtlohner Gehäuse an und erspielte sich gleich gute Gelegenheiten. Sven
Jesih scheiterte aber gleich zweimal aus guter Position. Wichtige Spieler
wie Offensivmann Mirko Eisen fehlen Anders momentan noch und das machte sich
bis zu diesem Zeitpunkt bemerkbar.
Womöglich wollten die
FC-Spieler auf dem Platz aber zeigen, dass auch sie offensiv erfolgreich
sein können. Gökhan Timürlenk, Cezary Liedtke und Christian Luvuezo
besorgten innerhalb von kürzester Zeit die drei Treffer für die
Recklinghauser.
Unbequemer Gegner
Wie sich die
Ligaverhältnisse für Recklinghausen konkret gestalten, das weiß Anders aber
nach zwei Spielen noch nicht. „Dafür müssen wir noch weitere Partien
absolvieren“, sagt der FC-Coach. Am Sonntag trifft Recklinghausen zum Derby
auf Dorsten-Hardt. Der Aufsteiger gewann sein Spiel gegen Hövelhof und wird
ein unbequemer Gegner für Anders‘ Mannschaft sein.
Recklinghausen: Pommer -
Jesih, Betram, Luvuezo, Piechottka - Sadlowski, Eskidan (80. Yilmaz), Wille,
Liedtke (70. Siwek) - Pfennigstorf (55. Kamba), Timürlenk.
Stadtlohn: Fork - Hippers,
D. Klein Günevik (72. Beeke), Uphues, Tan (62. Hilgemann), - Koster, Erning,
Terhaar, Gravermann - Krüchting, N. Klein Güvenik (72. Vennemann).
SR: Martin Pier (Hamm).
Tore: 1:0 Timülenk (58.),
2:0 Liedtke (65.), 3:0 Luvuezo (68.).
Zuschauer: 200.
Hamm: Bauchlandung
Wortmann
deutet Spielern hartes Training an
Wie die anderen beiden
Revierklubs FC 96 Recklinghausen und SV Dorsten-Hardt ist auch die Hammer
SpVg. in der Wirklichkeit der Westfalenliga 1 gelandet.
Doch während die Konkurrenz
aus dem Vest am Sonntag feine Dreier bejubeln durfte, zogen die
Verantwortlichen beim Absteiger aus der NRW-Liga nach der 0:1-Pleite beim
neuen Tabellenführer TuS Dornberg lange Gesichter.
„Das war ein völlig
verdiente Niederlage“, redete HSV-Trainer Holger Wortmann nicht um den
heißen Brei herum. „Wir haben zu keiner Zeit zu unserem Spiel gefunden und
nie das gezeigt, was uns in der Vorbereitung und auch letzte Woche beim 3:2
gegen Rheine ausgezeichnet hat, nämlich das schnelle Spiel nach vorn und
über die Außen.“
Nach einer Stunde bestrafte
Dornbergs Sören Sieck die Nachlässigkeit der Gäste und sorgte mit dem
einzigen Treffer des Nachmittags für den Dreier der Bielefelder Vorstädter.
„Unserem Spiel hat jede Leidenschaft gefehlt. Das ist eine Einstellung, die
ich mir nicht gefallen lasse“, kündigte Wortmann schon für die nächsten Tage
Konsequenzen an. „Wir werden ergebnis- und leistungsorientiert trainieren.“
Wortmann hofft auf die
schnelle Lernfähigkeit seiner Kicker, um möglichst schnell den ersten
Rückschlag vergessen zu lassen und sich früh in der Spitzengruppe
festzusetzen. "Es wird in jedem Auswärtsmatch auf uns zukommen, dass der
Gegner besonders engagiert zu Werke gehen wird. Das müssen die Spieler
annehmen, sonst wird es für uns mit der angepeilten sofortigen Rückkehr in
die NRW-Liga schwer", weiß der HSV-Coach. Schon am kommenden Sonntag bietet
sich für die „Rothosen“ daheim gegen den Delbrücker SC die Gelegenheit zu
zeigen, ob sie aus den Fehlern gelernt haben.
Dornberg: Schönwälder -
Bobaj, Atasayer, Pamuk, Hill - Owusu-Ansah (79. Karabas), Block (52.
Theemann), Bertram, Sieck - Hasic, Reinsch (88. Wohlhann).
Hamm: Nowak (62. Stiepermann)
- Blesz (84. Schiller), Senger, S. Dyballa, Kaminski - Öztürk, M. Dyballa -
Lanzendörfer, Backszat, Fiore (78. Metin) - Krawietz.
Schiedsrichter: Christoph
Numrich (Espelkamp).
Tor: 1:0 Siek (63.).
Zuschauer: 200.
Staffelleiter stimmt Verlegung nicht zu -
Heimrecht wird getauscht
Die Vereine hatten sich
bereits geeinigt, der SuS Stadtlohn war dem FC Gütersloh 2000 entgegen
gekommen, die Spieler hatten sich schulisch und beruflich bereits
eingerichtet: Nun hat der Staffelleiter der Verlegung des
Meisterschaftsspiels vom 5. auf Mittwoch, 8. September, nicht zugestimmt -
eine Verlegung "nach hinten" sei nicht möglich - auch in dieser begründeten
Ausnahmesituation nicht. Zum Hintergrund: Am Wochenende ist das
Heidewaldstadion städtischerseits besetzt, ein Ausweichplatz steht nicht zur
Verfügung. Auf Wunsch des Staffelleiters suchten die Vereine nach einer
Lösung, die Partie möglichst rasch über die Bühne zu bringen, ohne
Nachholspieltermine in Anspruch nehmen zu müssen. Da der SuS am Mittwoch, 1.
September, sein Westfalenpokalspiel gegen Preußen Münster auszutragen hat,
einigte man sich trotz der weiten Anfahrt auf den 8. September. Nun das
Veto. Jetzt gab es noch zwei Alternativen. Das Spiel wird bereits am
kommenden Mittwoch, 25. August, in Gütersloh ausgetragen (bei der weiten
Anfahrt zeitlich nicht realisierbar). Das Heimrecht wird nun am Sonntag, 5.
September, getauscht. Somit hat Stadtlohn mit Emsdetten, Münster (Pokal),
Gütersloh und Lippstadt gleich vier (drei plus 1) Heimspiele binnen zwei
Wochen auszutragen, Gütersloh bis zum 17. September noch kein einziges in
der Meisterschaft, Stadtlohn hingegen schon ganze vier.
----------------------------------------------------------------------------------
Presse
vom 23.08.2010
»Müssen noch mehr arbeiten«
VfB Fichte
ohne Chance
Bielefeld (WB/fbr). Auch im
zweiten Spiel der Westfalenliga war der VfB Fichte ohne Chance, stand am
Ende ein 0:3 (0:1) beim FC Eintracht Rheine.
Trotzdem konnte Teammanager
Murat Karanfil der Niederlage noch etwas Positives abgewinnen. »Die ersten
45 Minuten zum Saisonstart gegen Lippstadt waren erschreckend, doch in
Rheine haben wir uns im gleichen Zeitraum gut präsentiert. Trotzdem hat es
unter dem Strich nicht gereicht. Daher lautet mein Fazit, dass Trainer- und
Betreuerstab noch mehr investieren müssen, um unser junges Team schneller an
das geforderte Leistungsvermögen heranzubringen«, meint Karanfil.
Zwar waren die Neuzugänge
Davor Ilic, Tobias Kutz und Serdar Öksüz in Rheine spielberechtigt, doch der
Ausfall von Offensivkraft Ismail Altunsaban war deutlich spürbar. »Uns
fehlte die Durchschlagskraft , hatten wir während der 90 Minuten nur Ansätze
von Möglichkeiten«, erklärte Karanfil. Pech hatte der VfB Fichte auch, traf
in der 12. Minute Dario Scardino nur die Latte.
Die Gastgeber erhöhten nach
einer Viertelstunde den Druck und kamen zum verdienten Führungstreffer. Auch
im zweiten Abschnitt hatten Rheine die größeren Spielanteile und kam durch
seine individuelle Klasse zu zwei weiteren Treffern. Manager Karanfil lobte
den läuferisch starken Christoph Stelberg und Davor Ilic.
Zum Thema Hüseyin Geceli,
der vom VfB mit einer disziplinarischen Strafe belegt worden war, die der
Spieler so nicht akzeptieren will, wollte sich Karanfil nicht mehr äußern.
VfB Fichte:Peterhanwahr -
Stelberg (79. Dalmis), Scardino, Schwesig, Gebedek, Hesse, Beckmann, Bobaj,
Gerke (73. Özsalih), Ilic, Öksüz.
Tore: 1:0 (23), 2:0 (50.),
3:0 (70.).
Siek macht den Sieg perfekt
Dornberg
gewinnt Topspiel gegen Hamm mit 1:0
Bielefeld (WB). Sie tanzten
im Kreis, als wären sie gerade aufgestiegen. Bis dahin ist es zwar noch ein
ganz weiter Weg, aber nach dem gestrigen 1:0-Heimsieg gegen den selbst
ernannten Titelfavoriten Hammer SpVg. muss man Westfalenligist TuS Dornberg
auf der Rechnung haben.
Eine Vorbereitung ohne
Niederlage, jetzt der zweite Sieg im zweiten Ligaspiel: Die Elf vom
Mühlenbrink strotzt nur so vor Selbstvertrauen. Das bekam auch der
NRW-Liga-Absteiger aus Hamm zu spüren. »Wir haben sehr strukturiert gespielt
und völlig verdient gewonnen«, sagte ein zufriedener TuS-Coach Mario
Ermisch. Dem konnte und wollte sein Gegenüber Holger Wortmann nicht
widersprechen. Der frühere Trainer des VfB Fichte ging mit seiner Mannschaft
hart ins Gericht: »Bei uns hat die Leidenschaft gefehlt.«
Bereits nach sieben
Spielminuten drehte Sebastian Block jubelnd ab - sein Kopfball-Tor wurde
wegen Abseitsstellung jedoch nicht anerkannt. Dornberg blieb am Drücker,
einen Kopfball von Adis Hasic lenkte Gästetorwart Nowak zur Ecke (10.).
TuS-Schlussmann Jan Schönwälder musste nur bei einem Kopfball von Krawietz
eingreifen (11.). Ugur Pamuk und Francis Williams vergaben weitere
Möglichkeiten der Ermisch-Elf. Kurz vor der Pause wurde es noch einmal
gefährlich vor dem Gehäuse der Platzherren. Nach einem Patzer von Loren Hill
tauchte Hamms Backszat frei vor Schönwälder auf, konnte das Geschenk aber
nicht verwerten.
Nach dem Seitenwechsel ließ
Dornberg vor etwa 200 Zuschauern überhaupt keine Chance des Gegners mehr zu.
Block hatte in der 52. Minute erneut den Torschrei auf den Lippen, doch sein
Schuss aus zehn Metern wurde noch vor der Linie geklärt. Ein Konter brachte
schließlich die verdiente Dornberger Führung. Über Williams und Pamuk
landete das Leder bei Sören Siek. Der neue TuS-Kapitän behielt die Übersicht
und versenkte die Kugel im kurzen Eck - 1:0 (65.). Siek nach Zuspiel von
Neuzugang Patrick Reinsch (76.) sowie der eingewechselte Janis Theermann
(88.) und Pamuk (90.) hatten Möglichkeiten zur Vorentscheidung. Da diese
nicht genutzt wurden, musste der TuS bis zum Ende um den Dreier zittern.
Dornbergs Manager
Hans-Werner Freese freute sich diebisch über den Sieg und den perfekten
Saisonstart: »Ich bin überrascht, wie gut unsere junge Mannschaft schon
Fußball spielt. Ich glaube schon, dass wir auch über einen längeren Zeitraum
oben in der Liga mitspielen können.«
Darauf hoffen natürlich auch
die Spieler. Torschütze Sören Siek will von Titelambitionen zwar noch nichts
hören, aber auch er weiß um die Stärke der eigenen Elf: »Wir sind gut drauf
und haben viel Selbstvertrauen. In erster Linie sind wir aber eine junge
Mannschaft, die noch viel lernen will.«
TuS Dornberg: Schönwälder -
Atasayer, Bertram, Hasic, Hill - Bobaj, Siek - Pamuk, Block (57. Theermann),
Reinsch (78. Karabas) - Williams (89. Wohlann).
Tor: 1:0 Siek (65.).
Mit einem Siektor an die Tabellenspitze
WESTFALENLIGA: Dornberg – Hamm 1:0
Bielefeld (Maat). Zu den
kommenden Heimspielen des TuS Dornberg dürfen ruhig noch ein paar Zuschauer
mehr kommen. Zwar freute sich der Fußball-Westfalenligist zum Spitzenspiel
über Hamm bereits über eine stattliche Anzahl von Zaungästen (etwa 250), so
dass die Auffahrt zum Mühlenbrink beinahe komplett zugeparkt war. Doch wenn
sich herumspricht, dass der TuS bereits in passabler Frühform ist, werden
die Abstellmöglichkeiten am Dornberger Sportplatz rar.
Die Mannschaft von Trainer
Mario Ermisch gewann auch das zweite Spiel der Saison, schob sich schon mal
an die Tabellenspitze und bewies beim 1:0 (0:0)-Erfolg über den selbst
ernannten Aufstiegskandidaten Hamm, dass „wir mit einem der Favoriten schon
ganz gut mithalten können“, wie Ermisch sagte. Dies ist freilich
untertrieben, denn am gestrigen Nachmittag waren die Gastgeber in einem
durchschnittlichen Spiel klar das bessere Team. Sie wirkten bissiger,
organisierter und gradliniger, weshalb Gästetrainer Holger Wortmann ebenso
enttäuscht wie richtig anmerkte: „Mir haben in allen Mannschaftsteilen Kampf
und Leidenschaft gefehlt. Dornberg hat völlig verdient gewonnen.“
Stellvertretend für diesen
Umstand sei Francis Williams genannt, der seine Gegenspieler immer wieder in
Zweikämpfe verwickelte („Er setzt eben seinen Körper ein“, Ermisch). Die
Hammer Innenverteidiger schienen von der robusten Gangart beeindruckt – und
mit zunehmender Spielzeit genervt. Nicht von ungefähr bereitete Williams das
Tor des Tages vor. Der zentrale Angreifer war auf die rechte Flanke
ausgewichen und tankte sich dort im Stile von Wolfsburgs Grafite durch. Er
legte kurz nach innen, dort verlängerte Pamuk und schließlich stand der
beste Spieler auf dem Platz, Sören Siek, ganz allein vor Hamms Keeper. Aus
etwa sieben Metern verwandelte „unser Kopf“ (Ermisch) eiskalt – genauso wie
er gefühlt sämtliche Zweikämpfe für sich entschied.
Die Führung war absolut
verdient, da die Hausherren deutlich mehr Chancen zu Toren hatten. Schon in
der siebten Minute hätte der TuS vorn liegen können, doch Sebastian Block
stand im Abseits. Auch nach diversen Kopfbällen hätte gut und gerne ein
Treffer fallen können, weil die Hammer in der Luft seltsam deutlich
unterlegen waren. Kurz nach der Halbzeit hatte erneut Block Pech, als er mit
einem Schuss und dem Nachschuss nicht ins Ziel traf. Selbst nach der Führung
schienen die Dornberger dem 2:0 näher als Hamm dem Ausgleich. Siek (75.),
Sascha Wohlann bei seiner Premiere (89.) und Ugur Pamuk hätten die Begegnung
vorzeitig entscheiden können.
Zu wenig Gegenwehr
FUSSBALL-WESTFALENLIGA: VfB Fichte 0:3
Bielefeld (pep). Es stand zu
befürchten, dass der VfB Fichte in Rheine verlieren würde. Die Eintracht
gehört zu den Titelfavoriten, auch wenn sie zum Auftakt mit 2:3 in Hamm
unterlag. Mark Sawkill wusste um die Qualitäten des Gegners und wurde in
seiner Einschätzung gestern noch einmal bestätigt. „Rheine gehört sicherlich
zu den besseren Teams der Liga. Das soll aber keine Entschuldigung sein, wir
hätten uns besonders in der zweiten Halbzeit mehr wehren müssen“, meinte der
Coach des unterlegenen VfB Fichte.
Zufrieden war Sawkill
deshalb auch nur mit Teilen der ersten Halbzeit. Nachdem die Gastgeber
bereits nach zwölf Minuten eine Unachtsamkeit in der Bielefelder Deckung zur
Führung genutzt hatten, lief es ein wenig besser. „Von da an haben wir
kompakt gestanden und mehr Zweikämpfe gewonnen“, berichtete Sawkill.
Hundertprozentige Chancen habe es aber nicht gegeben.
Nach dem Seitenwechsel war
es vorbei mit einem ausgeglichenen Spiel. In der 60. Minute erhöhten die
Eintrachtler auf 2:0, um nur zehn Minuten später – wieder hatten sie die
Deckung des VfB Fichte ausgespielt – den dritten Treffer zu markieren.
„Rheine hat unsere Probleme über außen gesehen und ausgenutzt“, lautete
Sawkills Analyse. Immerhin hatten auch die Gäste eine sogenannte
„hundertprozentige“ vergeben. Christoph Stelberg scheiterte kurz nach der
Pause aus kurzer Distanz. „Insgesamt war das natürlich zu wenig“, fasste
Sawkill die Reise ins Emsland zusammen.
Mit Davor Ilic und Serdar
Öksüz spielten erstmals zwei Akteure, die vergangenes Wochenende noch nicht
spielberechtigt waren. Sawkill wartet jetzt noch auf die Freigabe von Tobias
Kutz und Ibrahim Cissé sowie die Genesung von Ismail Altunsaban, um am
Sonntag im Derby gegen den TuS Dornberg größere personelle Alternativen zu
haben. „Der Blick muss wieder nach vorn gehen“, sagt Sawkill und versucht
mit den Seinen, die 0:3-Schlappe in Rheine schnell wieder abzuhaken.
Lübbers hört auf einen guten Rat
DELBRÜCKER
SC: Kämpferisch überzeugender 1:0 (1:0)-Heimerfolg gegen den FC Gievenbeck
Delbrück.
Fußball-Westfalenligist Delbrücker SC wollte nach dem Erfolg in Münster
nachlegen. Mit Erfolg, denn dank einer besonders kämpferisch überzeugenden
Leistung siegte der DSC zuhause gegen den Aufsteiger FC Gievenbeck mit 1:0
(1:0). Das Tor wurde bereits im Training vorbereitet.
„Dominic hat mir im Training
gesagt, dass ich bei den Standards durchlaufen soll. Das habe ich getan.“
Die Worte stammen von Fabian Lübbers, der nach 17 Minuten eine
Freistoßflanke von Furat Sansar mit dem Kopf zum 1:0 in das Gievenbecker Tor
wuchtete. In den Trainingseinheiten zuvor hatte ihn Innenverteidiger Dominic
Hansjürgen, der selbst gerne bei Standards vor des Gegners Gehäuse
auftaucht, geraten, auf den Torwart zu gehen. Der 188 Zentimeter große
Lübbers hielt sich daran. Dies auch sehr zur Freude seines Trainers Alfons
Beckstedde: „Standards sind immer ein gutes Mittel, um ein Spiel zu
entscheiden. Wir haben große Spieler und müssen diese Vorteile nutzen.“
Vor dieser im Nachhinein
spielentscheidenden Szene sahen sich die Delbrücker zwar einem aggressiven
aber wenig strukturiertem Aufsteiger aus Gievenbeck gegenüber. Er hätte
allerdings früh in Führung gehen können. DSC-Torwart Joswig konnte
allerdings parieren (3.) und erwies sich während der gesamten 90 Minuten als
sicherer Rückhalt.
Delbrücks Florian Fulland
hatte vor der Pause noch eine weitere Kopfballmöglichkeit (38.). Gievenbeck
versuchte direkt nach Wiederanpfiff noch einmal Druck aufzubauen und kam zu
zwei guten Schussgelegenheiten, die Joswig ebenfalls parieren konnte
(47./55.). Danach beruhigte der DSC das Spiel wieder und erarbeitete sich
eigene Möglichkeiten. Sansar (57./80.) und Fulland (60.) brachten den Ball
aber nicht mehr im Tor unter.
„Es war noch nicht alles
gut, aber wir sollten jetzt genug Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben
haben“, meinte Beckstedde.
DSC: Joswig – Riemer,
Schröder, Hansjürgen, Braune – Tumani (77. D’Angelo), Kraus, Lübbers, Sansar
(88. Berhorst), Fulland – Sakir (84. Jessen).
Abhaken und schnell vergessen
HÖVELHOFER
SV: 0:2-Pleite in Dorsten-Hardt
Hövelhof (MH). Es gibt
Spiele, die sollte man vergessen. Der Auftritt des Hövelhofer SV beim SV
Dorsten-Hardt gehört dazu. Das Team von Trainer Stefan Weiß verlor nicht
unverdient mit 0:2 (0:2).
„Wenn man solche
Gastgeschenke verteilt, gewinnt man nicht“, lautete die klare wie logische
Analyse von Weiß. 15 Minuten lang war der HSV gut im Spiel, dann verlor er
den roten Faden. Dorsten stand tief und wartete auf Hövelhofer Ballverluste
im Spielaufbau – diese kamen zuhauf. Konnte HSV-Keeper Kirchhoff zunächst
noch retten (20. Min.), war er kurze Zeit später machtlos. Der Ball sprang
ungehindert von der Hövelhofer Defensive durch den Strafraum, ein Angreifer
der Gastgeber dankte mit dem 0:1 (38.).
Die Ereignisse schienen sich
kurz vor der Pause zu wiederholen. Erneut konnte der HSV den Ball nicht aus
der Gefahrenzone klären und Thieschnieder wusste sich letztendlich nur noch
mit einem Foul zu helfen. Den Elfmeter verwandelte Dorsten zur frühen
Vorentscheidung (43.).
„Danach haben wir es noch
einmal versucht. Aber wir hätten noch Stunden spielen können, ohne ein Tor
zu machen“, sagte Weiß. Welker zog aus zehn Metern knapp am Pfosten vorbei
(55.), Zimmermann brachte den Ball alleine vor dem Torwart nicht im Kasten
unter (60.). Im Anschluss gab der HSV wieder das Heft aus der Hand, so dass
Dorsten keine Mühe hatte, das Ergebnis zu verwalten. Auch eine Gelb-Rote
Karte (75.) änderte daran nichts mehr. Ärgerlich ist zudem, dass Hövelhof
noch zwei Verletzte zu beklagen hatte. Potempa musste mit einer Hüftprellung
raus, Kleinegrauthoff mit einer Platzwunde über dem Auge im Krankenhaus
genäht werden. „An das Spiel machen wir am Besten schnell einen Haken“,
sagte Weiß.
HSV: Kirchhoff – Wenkemann,
Thieschnieder, Kleinegrauthoff (72. Malena), Schäfers – Zimmermann, Potempa
(62. Brandy), Meier, Urban – Welker, Mückenhaupt.
In allen Bereichen zugelegt
SC
PADERBORN 07 II: Verdienter 1:0-Erfolg gegen Preußen Münster II
Paderborn (MH). Es geht
bergauf. Die U23 des SC Paderborn hat den ersten Dreier eingefahren. Dank
einer überzeugenden Leistung gegen die Reserve von Preußen Münster gewann
das Team von Trainer Christoph Müller auf der Marienloher Sportanlage
„Breite Bruch“ mit 1:0 (1:0).
„Wir hatten defensiv und
offensiv eine bessere Ordnung und haben insgesamt präziser gespielt. Der
Sieg ist verdient“, meinte Müller. Die erste Szene gehörte allerdings den
Gästen aus Münster. Paderborns Rath klärte einen Kopfball auf der Torlinie.
Ein Weckruf für den SCP, der im Anschluss durch Jevric zu einer Doppelchance
kam (11. /16.).
Der Ärger über die
verpassten Möglichkeiten hielt nicht lange an, denn Paderborns
Mittelfeld-antreiber Parensen packte sechs Minuten später ganz tief in die
Trickkiste. Eine Ecke schlug er direkt auf das Münsteraner Tor und der Ball
zappelte zum 1:0 im Netz. Natürlich auch zur Freude von Christoph Müller:
„Wir wollten die Standards hart bringen, aber das kann man vorher nicht
absprechen. Es ist schön für Stefan, dass es so gut geklappt hat.“
Profileihgabe Jansen hätte
das Spiel bereits vor der Pause entscheiden können. Zunächst scheiterte er
am Gästekeeper (32.), dann wurde sein Abschluss im letzten Moment noch
geblockt (40.). „Auch nach Wiederanpfiff haben wir nichts zugelassen. Wir
haben es nur verpasst, das Spiel zu entscheiden“, so Müller.
Jansen scheiterte mit einem
Kopfball ebenso (48.) wie Brandner nach einer Flanke von Runowski (55.).
Erneut Jansen brachte einen Kopfball nicht im Tor der Münsteraner unter
(65.). Die größte Chance der zweiten Halbzeit vergab Jevric. Nach einem
schönen Spielzug über Rath und Brandner passte Letztgenannter auf Jevric,
der mit seinem Schuss nur die Latte traf (77.). Letztendlich blieb es beim
knappen aber verdienten 1:0 für den SCP.
„Wir haben in allen
Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht. Es gibt noch Luft nach oben,
aber ich bin froh, dass wir die ersten drei Punkte einfahren konnten“, sagte
Müller.
SCP: Burchert – Rath,
Siegel, Schmik, Palionis – Parensen, Neumann (23. Brandner), Wezorke,
Runowksi (73. Fuchs), Jevric – Jansen (87. Kocatepe).
Lübbers Lufthoheit
Halb Kampf,
halb Krampf: Delbrücker SC erringt 1:0 gegen Aufsteiger 1. FC Gievenbeck
Delbrück (WV). Freistoß,
Flanke, Kopfball, Tor - diese ebenso einstudierte wie effiziente Variante
hat Fußball-Westfalenligist Delbrücker SC gestern beim 1:0 (1:0) gegen
Aufsteiger 1. FC Gievenbeck den zweiten Saisonsieg und den Sprung auf Platz
zwei in der Tabelle beschert.
Der 1,85 Meter große
Torschütze Fabian Lübbers bewies das zweite Mal in wenigen Tagen Delbrücker
Qualitäten bei ruhenden Bällen. Wie schon dem 1:0-Auftaktsieg bei Preußen
Münster II war auch dem gestrigen Treffer vor etwa 210 Zuschauern ein
Freistoß voraus gegangen.
Neuzugang Firat Sansar zog
den Ball scharf in den Strafraum, Lübbers ließ sich nicht behindern, lief
konsequent in die Zentrale, übersprang seinen Bewacher Hendrik Könemann und
gelangte Bruchteile vor dem herauseilenden FC-Torwart Kieran Schulze
Marveling per Kopf ans Leder - 1:0 (17.).
»Bei Standardsituationen
sind wir immer stark. Da wissen wir, dass wir ein Tor machen können«,
erklärte Lübbers später und verriet, »das Durchlaufen bei hohen Bällen haben
wir noch am vergangenen Samstag beim Training geübt.« So machte sich Lübbers
eingeübte Lufthoheit im AM-Stadion bezahlt und ließ den DSC auch im Tableau
in bislang selten genossene Höhen vorschnellen.
Dass dies jedoch »lediglich
eine Momentaufnahme« sei und angesichts erst zwei absolvierter Spieltage
noch keiner sagen könne, »wo die Reise hingeht«, bemühte sich Alfons
Beckstedde nach dem Abpfiff in erster Linie um Sachlichkeit. Denn die
kompletten 90 Minuten hatten den DSC-Trainer alles andere als vollends
zufriedengestellt.
»Wir sind zwischenzeitlich
sehr in Bedrängnis geraten und haben unsere Angriffe nicht vernünftig zuende
gespielt«, zählte der Coach auf. Und in der Tat: Bis auf einen weiteren
fulminanten Kopfball von Florian Fulland (37.) nach Flanke von Yusuf Tumani
brachte Delbrück im ersten Durchgang kaum sehenswerte Offensiv-Aktionen
zustande. Da war es nur gut, dass die Gäste zwar mitunter ihr Heil im
lautstark von der Seitenlinie begleiteten aggressiven Anrennen suchten, sich
im Abschluss jedoch erschreckend harmlos präsentierten. Lediglich einen
Schuss von Christian Keil (37.) hatte Delbrücks Torwart Michael Joswig zu
parieren. Nach dem Seitenwechsel verflachte die Partie zusehends, echte
Torraum-Szenen und Aufreger blieben fortan Mangelware. Delbrück ließ sich
zur Ergebnis-Verwaltung hinreißen und gestaltete die Offensivbemühungen zu
umständlich. »Die Automatismen greifen noch nicht. Im Spiel nach vorn müssen
wir uns verbessern«, bemerkte Beckstedde auch im Hinblick auf die kommende
Auswärtspartie gegen NRW-Liga-Absteiger Hammer SpVg.
Mit der Einwechslung von
Luca D'Angelo hatte Delbrücks Trainer noch einmal für frischen Wind gesorgt,
doch einen weiteren Torjubel sollte es gestern Nachmittag nicht mehr geben.
Ein 2:0 wäre nach viel Kampf und Krampf wohl auch des Guten zuviel gewesen.
DSC: Joswig - Riemer,
Schröder, Hansjürgen, Braune - Tumani (77. D'Angelo), Kraus, Lübbers, Sansar
(90. Berhorst) - Fulland - Sakir (83. Jessen)
Tor: 1:0 Lübbers (17.)
HSV verschenkt den Dreier
Schwache
Hövelhofer verlieren 0:2
Hövelhof (en). Vom Glück,
das der Hövelhofer SV zum Auftakt gegen die SCP-Reserve noch auf seiner
Seite hatte, ist nichts geblieben. Der Fußball-Westfalenligist musste sich
beim Aufsteiger Dorsten-Hardt mit 0:2 (0:2) geschlagen geben und verlor
neben der Partie auch noch zwei Stammspieler. Sebastian Potempa musste mit
einer Beckenprellung vom Feld (63.), der Kapitän Matthias Kleinegrauthoff
zog sich eine Platzwunde über dem Auge zu (72.), die im Krankenhaus genäht
wurde.
Da Stefan Weiß auch noch die
Meinung vertrat, dass der Neuling in dieser Liga nie wieder so leicht zu
zwei Toren kommen dürfte wie gegen seine Hövelhofer, ist die Frage nach der
Laune des Trainers schnell beantwortet. Die spiegelte sich in Aussagen wie
dieser wider: »Wir hätten es mit unserem Auftritt, insbesondere zwischen der
16. und 45. Minute, nicht verdient gehabt, hier irgendetwas Zählbares zu
holen. Wir haben ganz, ganz schlecht gespielt, um die Gegentore gebettelt
und sie dem Gegner geschenkt.«
Präsent Nummer eins packte
der Gastgeber in der 38. Minute aus. Der HSV-Verteidigung reichte eine
Vier-zu-eins-Überzahl nicht, um die Situation zu klären. Stattdessen durfte
der Fußball drei Mal aufticken, ehe sich ein Harther für so viel Passivität
mit dem 1:0 bedankte. Präsent Nummer zwei war ein Foulelfmeter (43.), den
Marcel Thieschnieder verschulden musste, da seine Teamkollegen es zuvor
wieder mehrfach versäumt hatten, für klare Verhältnisse zu sorgen. Enger
hätte es werden können, wenn Sven Zimmermann (60.) allein vor dem Torwart
der Anschlusstreffer gelungen wäre, aber das Glück scheint der HSV vorerst
aufgebracht zu haben.
HSV: Kirchhoff - Wenkemann,
Thieschnieder, Kleinegrauthoff (72. Malena), Schäfers - Potempa (63.
Brandy), Meier - Urban, Welker, Zimmermann – Mückenhaupt
Tore: 1:0 (38.), 2:0
(43./Foulelfmeter)
Parensen trifft mit direkter Ecke
Erster Sieg
für Paderborns U 23
Paderborn (pk). Die U 23 des
Zweitligisten SC Paderborn hat die ersten drei Punkte in der neuen
Westfalenliga-Saison unter Dach und Fach gebracht. Der 0:1-Niederlage zum
Auftakt im Kreisderby beim Hövelhofer SV folgte am zweiten Spieltag ein 1:0
(1:0)-Sieg gegen die zweite Mannschaft des SC Preußen Münster. Trainer
Christoph Müller fiel nach dem Schlusspfiff in Marienloh ein Stein vom
Herzen: »Wir haben gut angefangen und uns dann leider wieder eine kleine
Schwächephase erlaubt. Insgesamt bin ich zufrieden, dass wir wenig
zugelassen haben, aber vorne hätten wir mit dem zweiten oder dritten Tore
früher für eine Entscheidung sorgen müssen.«
Während hinten Torwart Nico
Burchert bei den wenigen Nachlässigkeiten seiner Vorderleute auf dem Posten
war, standen bei den ausgelassenen Chancen wieder einmal die Profis Daniel
Jansen und Ardian Jevric im Mittelpunkt. Nach gut einer Stunde traf Jevric
die Latte, Jansen scheiterte ein mal am Keeper, ein anderes Mal schoss er
über das Tor. »Bei beiden war auch etwas Pech im Spiel. Sie werden ihre Tore
noch machen. Da bin ich sicher«, sprach Müller den zwei Leihgaben aus dem
Profikader Mut zu.
Immerhin war Jevric indirekt
am Siegtor der Gastgeber beteiligt. In der 21. Minute wurde er im Strafraum
elfmeterreif gefoult, doch der Schiedsrichter zeigte trotz wütender Proteste
von Jevric nicht auf den Elfmeterpunkt, sondern entschied auf Eckball. Den
von Stefan Parensen scharf getretenen Ball bugsierte der Münsteraner Torwart
ins eigene Netz. »Da hat er uns geholfen«, bedankte sich Müller beim
gegnerischen Schlussmann.
SCP: Burchert - Rath, Schmik,
Siegel, Palionis - Wezorke, Neumann (22. Brandner) - Parensen, Jevric,
Runowski (74. Fuchs) - Jansen (88. Kocatepe)
Tor: 1:0 Parensen (21.)
SV Emsdetten 05
Asllani mit tollen Schlenzer - 1:1 gegen
Neuenkirchen
EMSDETTEN Das 1:1-Remis gegen den großen Favoriten SuS Neuenkirchen stellte
die 05-Fans gestern zufrieden, war vor mehr als 600 Zuschauern ein schöner
Auftakt für den gemütlichen Dämmerschoppen der 05-Familie. Lange wurde noch
im "Salvus"-Stadion über die ersten 90 Westfalenliga-Minuten der neuen
05-Mannschaft diskutiert.
Mit einem 4-4-2-System schickte 05-Trainer Bodo Gadomski seine Elf ins
Spiel. Vor Keeper Menebröcker verteidigten Czichowski, Strauß, Loerakker und
Krassowski, die "Doppel-Sechs" spielten Göcke und Bettmer, an den Bahnen
waren Kükücosman (rechts) und Maganga (links) am Ball, in der Spitze standen
Mersch und Asllani.
SuS mit drei Spitzen
Von Beginn an erspielte sich der Gast eine leichte Überlegenheit, Trainer
Franz-Josef Reckels hatte eine mutige Formation mit drei Spitzen ins Rennen
geschickt. Erste Aufregung nach elf Minuten, Wensing spielte vor die
05-Kiste, Bußmann verpasst, Nico Menebröcker und Sebastian Krassowski hatten
hier nur zugeschaut - und Glück gehabt.
Die 05er wirkten ein wenig nervös, rannten in der Spitze mehrfach ins
Abseits. In der 20. Minute erstmals Jubel bei den 05ern: Den Schuss von
Bettmer aus 16 Metern ließ SuS-Keeper Tim Klingbeil abklatschen, Isuf
Asllani war da und vollendete. Doch die Fahne des Schiri-Assistenten war
oben... Keine Reklamationen.
Maganga stand falsch
Sven Mersch hatte am Flügel ein gute Chance, doch der Abschluss war zu
harmlos. Auf der Gegenseite verfehlte Figuereido mit seiner Direktabnahme
nur knapp das Tor. In der 32. Minute ging SuS in Front. Beim langen Ball auf
Kaplan stand Maganga falsch, musste am Flügel die Flanke auf den zweiten
Pfosten zulassen, hier hatten die 05er Christian Bußmann völlig aus den
Augen verloren, der Rest war einfach für Bußmann...
Sechs Minuten vor der Pause wurde Isuf Asllani herrlich frei gespielt,
wieder war die Fahne oben. An der Reaktion der 05er abzulesen, dass es
zumindest ganz eng war. Zur Halbzeit führte SuS mit 1:0, verdient dank der
optischen Überlegenheit. Chancen aber hatte 05 auch gehabt.
Dicke Chance für Mersch
Direkt nach dem Wechsel spielte Stefan Bettmer in den Lauf von Sven Mersch,
doch der Abschluss des neuen 05-Stürmers war schwach, Klingbeil hielt
mühelos. 05 spielte jetzt mutiger, hatte aber noch zu viele Fehler in der
Spieleröffnung. Neuenkirchen wirkte etwas arrogant, wollte den Vorsprung
verwalten. Den Hammer von Nail Kaplan wehrte Nico Menebröcker mit einer
tollen Parade ab. Mehr und mehr kämpfte sich 05er ins Spiel und wurde nach
72 Minuten für die Mühen belohnt. Guido Göcke gewann 25 Meter vor dem 05-Tor
den alles entscheidenden Zweikampf, spielte auf Emre Kükücosman. Der hatte
jetzt seine beste Aktion, spielte genau im richtigen Moment auf Isuf
Asllani. Der 05-Stürmer war frei vor Tim Klingbeil und traf mit einem
herrlichen Schlenzer zum umjubelten 1:1.
05 ließ nichts mehr zu
05
blieb sehr aggressiv, ließ nichts mehr zu, Neuenkirchen fehlten jetzt auch
die Ideen. Immer wieder waren die 05er bemüht, die Ordnung im defensiven
Bereich zu halten, genau das war der Grundstein für das Remis. In der
Offensive wollten die 05er zu viel. In zwei Situationen spielte Asllani zu
hektisch - und den Ball zum Gegner. Patrick Maganga lag quer in der Luft,
wollte das Tor des Jahrhunderts schießen, doch das ging völlig in die Hose.
FC Gievenbeck
Weßels
sieht "nur Positives"
MÜNSTER Dass es in der
Westfalenliga nicht immer nur genügt, das spielerisch bessere Team zu
stellen, musste der 1. FC Gievenbeck in der Auswärtspartie beim Delbrücker
SC erfahren. Das 0:1 (0:1) bedeutete die zweite Niederlage im zweiten
Versuch für den FCG.
Ganz im Gegensatz zur
Premiere gegen Dornberg fanden die Gievenbecker diesmal von Beginn den
Faden, der ein erfolgreiches Abschneiden verhieß. Mit konsequentem
Flachpassspiel sprangen gegen die groß gewachsenen Delbrücker schnell die
ersten Möglichkeiten heraus. Zunächst scheiterte Jens Könemann nach schönem
Spielzug an DSC-Keeper Michael Joswig. Der Ex-Preuße stellte seine Klasse
auch in der Folge mehrfach unter Beweis. Zum Beispiel, als er kurze Zeit
später einen Schuss des starken Christian Keil aus dem Winkel fischte.
Zwei
Elfmeter verweigert
Doch ähnlich wie in der
Vorwoche gegen Preußen II ließ sich Delbrück nicht aus dem Konzept bringen
und nutzte seine erste dicke Chance zur Führung: Nach einem Freistoß spielte
Fabian Lübbers seinen Größenvorteil aus, stieg im FC-Strafraum am höchsten
und ließ Keeper Kieran Schulze-Marmeling keine Chance (17.). Der FCG
brauchte in der Folge eine Weile, um den Schrecken zu vergessen, knüpfte
dann aber an die gute Startphase an.
Nach dem Seitenwechsel
stellte sich die Dominanz des Aufsteigers sogar noch deutlicher dar,
Delbrück beschränkte sich aufs Verteidigen. Zweimal verweigerte der Referee
Jens Könemann einen möglichen Elfmeter, zudem vergab Keil zwei weitere
Hochkaräter .Auch wenn es nicht zum Punkt reichte, fiel das Resümee von
Trainer Maik Weßels durchweg gut aus: "Über 90 Minuten habe ich nur
Positives gesehen. Die Jungs hätten den Sieg wirklich verdient gehabt."
FCG: Schulze-Marmeling -
Weitz (78. Barkam), Steinkamp, Westphal, H. Könemann - Bonnekessel, Knemeyer
(75. Heubrock) - Keil (65. Leifken), Fromme, J. Könemann – Daldrup.
Tor: 1:0 Lübbers (17.).
Westfalenliga
Wieder 0:1:
Ecke segelt ins SCP-Tor
MÜNSTER Es sollte nicht das
Standardergebnis werden, doch auch im zweiten Westfalenliga-Spiel schoss die
Preußen-Reserve keins – und der Gegner ein Tor. Nach Delbrück besiegte auch
der SC Paderborn II die Elf von Trainer Arne Barez mit 1:0.
„Das Spiel haben wir vor der
Pause verloren. Da haben wir zu viel zugelassen“, so Barez. Es waren aber
nicht die drei Paderborner Großchancen, die letztendlich den Sieg
garantierten. Stattdessen fand eine Ecke nach 22 Minuten den direkten Weg
ins SCP-Gehäuse. Trotz technisch feiner Ausführung konnte Keeper Fabian Otto
von einer Mitschuld nicht frei gesprochen werden. „Da sieht man natürlich
ein bisschen doof aus“, so Barez.
Viele
Chancen ungenutzt
Es hätte nicht bei diesem
Spielstand bleiben müssen, denn auch die Gäste tauchten ein ums andere Mal
gefährlich vor dem Kasten auf. Doch Ilhan Islak, Timo Woltering und Bekir
Kilabaz scheiterten aus der Distanz. Ein Kopfball von Florian Quabeck wurde
auf der Linie geklärt (36.). Die zweite Hälfte verlief zwar mehr nach Barez‘
Vorstellungen, die Preußen ließen nichts mehr zu, kamen ihrerseits aber auch
nicht mehr gefährlich vor das Tor, so blieb es beim 0:1.
SCP II: Otte - Westermann,
Mümken, Quabeck, Nas - Ornatelli (75. Weiß), Sehrbrock (30. Bensmann/46.
Yaglioglu), Woltering, Holtkamp, Islak – Kilabaz.
Tor: 0:1 (22.).
SuS Neuenkirchen
Den ersten
Dreier verschenkt
EMSDETTEN Wieder nichts!
Nach zwei Spieltagen muss Westfalenligist SuS Neuenkirchen weiter auf den
ersten Saisonsieg warten. Überraschend kam die Elf von Franz-Josef Reckels
am Sonntag nicht über ein 1:1 bei Emsdetten 05 hinaus.
Die Vorzeichen waren klar:
Die Neuenkirchener, ohne den angeschlagenen Flo Reckels in der Startelf,
reisten als klarer Favorit zu den völlig neuformierten 05ern um Coach Bodo
Gadomski. Diesem Ruf wurden die Gäste zunächst auch gerecht. Der SuS
bestimmte das Geschehen, hatte aber Probleme, gegen die tief stehenden
Emsdettenern zu Chancen zu kommen. Erst der Zufall sorgte für Gefahr: Eine
Flanke von Patrick Wensing von der linken Seite flog durch den Strafraum und
nur um Zentimeter am langen Eck vorbei (11.). Doch 05, von vielen als
Abstiegskandidat Nummer eins gehandelt, gab sich nicht mit der Rolle des
harmlosen Außenseiters zufrieden. Isuf Asllani bediente Stefan Bettmer,
Klingbeil parierte, Asllani staubte ab, stand bei Bettmers Schuss aber im
Abseits – eine knappe Entscheidung (20.).
Endlich
zielstrebiger
Langsam fand der SuS aber
ins Spiel, agierte zielstrebiger, kreierte Möglichkeiten. Rafael Figueiredo
zielte volley Zentimeter vorbei (25.), André Haarmann zögerte zu lange
(27.), Bußmann verpasste knapp (29.). Dann durften sie doch jubeln: Nail
Kaplan ließ Patrick Maganga ganz alt aussehen, flankte genau auf Bußmanns
Kopf – die Führung (32.). Noch vor der Pause hätte der SuS nachlegen müssen:
Wensings Flanke klatschte an den Außenpfosten (40.), einen Kopfball von Nico
Haverkamp entschärfte der Ex-Neuenkirchener Nico Menebröcker im 05-Tor
klasse (43.).
Zufrieden wirkte SuS-Coach
Franz-Josef Reckels zur Pause aber nicht. Figueiredo und Fleddermann mussten
runter, da Costa und Osterhaus kamen ins Spiel. Das wurde dadurch aber nicht
besser. Im Gegenteil. Der SuS schien zufrieden mit der Führung, manch einer
machte den Eindruck, das 1:0 im Schongang mit ins Waldstadion nehmen zu
wollen. 05 aber wollte mehr, die mangelnde Erfahrung machte die Gadomski-Elf
mit Einsatz wett. Und sie kam zu Chancen: Bettmer bediente Sven Mersch, der
völlig frei vor Klingbeil den starken SuS-Keeper anschoss (46.). Isuf
Asllani machte es besser. Emre Kücükosman hatte den Ex-Eintrachtler klasse
bedient, von Haverkamp und Schulz war nichts zu sehen – der Ausgleich (72.).
Simon
Brüning sieht Gelb-Rot
Der SuS hingegen kam kaum
noch gefährlich vor Menebröckers Kasten. Da Costa scheiterte aus 20 Metern
am 05-Schlussmann (55.), Kaplan verfehlte das Ziel per Volley-Abnahme (60.).
Spätestens als Simon Brüning wegen Meckerns völlig unnötig Gelb-Rot sah
(88.), musste sich der Gast mit dem Remis zufrieden geben. Der zweite Punkt
im zweiten Spiel – das SuS-Lager wird sich sicher mehr erhofft haben.
FC Eintracht RheineRheine locker zum 3:0-Sieg
RHEINE Der erste Dreier ist
geschafft. Mit 3:0 (1:0) bezwang der FCE Rheine am Sonntag den VfB/Fichte
Bielefeld und wurde dabei vor 378 Zuschauern nicht ernsthaft gefordert.
FCE-Trainer Ulli Peltner gab
dem jungen Max Stermann, der beim 2:3 zum Auftakt in Hamm nach 20 Minuten
ausgewechselt werden musste, erneut das Vertrauen. Und der Youngster
rechtfertigte es. Für den gesperrten Jens Roßmöller rückte Niklas Melzer in
die Innenverteidigung.
Stefan
Seiler bereitet vor
Der FCE war anfangs um
Kontrolle bemüht und hatte Glück, dass Keeper Epker einen Freistoß von
Scardino (5.) an die Latte faustete. Es dauerte bis zur 12. Minute, ehe
Rheine die erste Kombination glückte – aber die dann auch richtig. Ungru
bediente Seiler auf dem Flügel. Der ließ seinen Gegenspieler Gerke stehen,
passte von der Torauslinie zurück, Daniel Seidel war da und traf aus vier
Metern zum 1:0 für den FCE ins Netz.
Weiter
Heger-Einwurf
Bielefeld war geschockt und
zusehends verunsichert. Offensiv brachte Fichte fortan nichts mehr zustande.
Der FCE hatte eigentlich leichtes Spiel, leistete sich aber zu viele
Passfehler. Gefährlich wurde es stets, wenn Seiler am Ball war. Doch
zunächst legte er sich den Ball nach einem Heger-Einwurf einen Tick zu weit
vor (18.), dann behinderte – nach einer Seiler-Flanke – der übereifrige
Beckmann seinen Teamkollegen Seidel beim Kopfball (34.). So blieb‘s zur
Pause nur beim 1:0 für den FCE.
Ans
Außennetz
Auch zu Beginn der zweiten
Hälfte hatte Rheine zunächst eine Schrecksekunde zu überstehen, als
Bielefelds Stelberg nur das Außennetz zappeln ließ (47.). Dann nahm der FCE
das Geschehen wieder in die Hand, baute Druck auf – und kam zum Erfolg. Maik
Klostermanns Flanke wurde abgefälscht, Philipp Brüggemeyer nahm den Ball
volley und traf mit feinem Heber aus spitzem Winkel zum 2:0 ins lange Eck
(59.). Ob das so beabsichtigt war? Egal, sah auf jeden Fall gut aus.
Der FCE blieb am Drücker.
Der agile Seidel traf das Außennetz (63.), dann war das 3:0 fällig. Seidel
legte für Sturmpartner Freddy Telsemeyer auf, und der Torjäger, dem bis
dahin fast gar nichts gelungen war, schob aus drei Metern zum 3:0 ein (65.).
Fichte noch
gut bedient
Damit waren auch allerletzte
Zweifel geklärt. Die erschreckend schwachen Gäste durften froh sein, dass
der FCE nicht weiter Vollgas gab, sondern die Partie ausplätschern ließ.
Siedler verfehlte knapp per Kopf das Tor (73.) und dann freistehend in
bester Position den Ball (87.). Ruwes Freistoß (90.) zischte haarscharf
vorbei, so dass Bielefeld mit dem 0:3 gut bedient war.
SV Dorsten-Hardt
Hövelhof
hat auf der Hardt nichts zu bestellen
HARDT Der erste Sieg in der
Westfalenliga ist perfekt. Gegen den Hövelhofer SV landete der SV Hardt
einen 2:0-Erfolg, über den es nichts zu diskutieren gab.
Westfalenliga 1 SV Hardt - Hövelhofer SV 2:0 (2:0)
Die Zuschauerkulisse war
schon etwas enttäuschend. Aufgrund der Ferien und der Tatsache, dass aus
Hövelhof kaum ein Fan mitgekommen war, musste der Aufsteiger zum Heimdebüt
mit rund 150 Zuschauern zufrieden sein. Die ersten 15 Minuten brauchten die
Gastgeber zur Orientierung. In der Ungewissheit über eventuelle Stärken des
Gegners wirkten die Platzherren nervös. Bälle wurden überhastet abgespielt
und Stockfehler häuften sich. Hövelhof ist aber kein Team, vor dem sich der
SV Hardt verstecken muss.
Schon für
gute Chancen
Das merkte die Schmidt-Elf
früh genug und bekam schnell Sicherheit in den Spielaufbau. So kam es auch
zwangsläufig zu den ersten Chancen. Daniel Klöckner hatte eine gute
Einschussmöglichkeit. Jannis Scheuch, der sich im Lauf der Begegnung
merklich steigerte, beförderte das Leder nach 18. Minuten knapp aus kurzer
Distanz über den Querbalken. Zudem hatte der erfreulich gute Patrick Vasic
eine Kopfballmöglichkeit. So war das 1:0 wirklich nur eine Frage der Zeit.
Nach einer Ecke kam Andreas Kauschat am zweiten Pfosten zum Schuss und die
Gastgeber jubelten zum ersten Mal.
Hövelhof kam in den ersten
45 Minuten nicht für ein Tor in Frage. Die Hardt blieb am Drücker, und als
Andreas Kauschat beim Schussversuch im Strafraum gefoult wurde, zeigte der
Schiedsrichter auf den Punkt. Claudio de Manna verwandelte sicher und sorgte
für Ruhe.
Schröder
rettet
Es sollte in der zweiten
Halbzeit noch sieben Minuten bis zur ersten Hövelhofer Chance durch Jan
Welkers Flachschuss dauern. Auf der anderen Seite beendete Jannis Scheuch
eine tolle Kombination mit einem Pfostenschuss. Wenig später rettete Hardts
Keeper Stefan Schröder mit einer tollen Reaktion gegen Sven Zimmermann.
Auch wenn die Hardt nach der
Ampelkarte gegen Patrick Vasic 18 Minuten in Unterzahl spielte, kam nie
Gefahr auf. Man ließ sich auch durch die nun härtere Gangart der Gäste nicht
anstecken und brachte die Partie ruhig zum Ende.
Hardt: Schröder, Ewald, de
Manna, Müller, Kauschat (83. Heimath), Klöckner, Potthast (76. Knoblauch),
Damnitz, vasic, Scheuch (88. Tammen), Koscholleck.
Tore: 1:0 Kauschat (36.),
2:0 de Manna (Foulelfmeter, 41.).
Besondere Vorkommnisse:
Gelb-rot gegen Vasic (72.)
SuS Stadtlohn
Die Köpfe
hängen lassen
STADTLOHN. Bis zum
Foulelfmeter, den SuS-Torhüter Christoph Fork zunächst verursachte und dann
aber parierte, war die Welt von Fußball-Westfalenligist SuS Stadtlohn noch
in Ordnung - 16 Minuten lang ließen die Stadtlohner im Gastspiel beim FC
Recklinghausen dann gestern die Köpfe hängen und kassierten eine
0:3-Niederlage.
"In dieser Viertelstunde hat
meine Mannschaft alle Qualitäten vermissen lassen, die nötig sind in der
Westfalenliga", bemängelte SuS-Trainer Frank Bajorath. Die Gastgeber-Elf
habe indes die "Phase der Desorientierung" zu drei Treffern genutzt - "Das
machte den Unterschied an diesem Sonntag", zog Bajorath eine ernüchternde
Bilanz.
In Halbzeit eins aber war es
seine Elf gewesen, die ihr spielerisches Plus auch im Verhältnis der
Eckstöße deutlich machte: Nicht weniger als acht dieser Standards sprangen
für die Gäste im ersten Durchgang heraus - zu nutzen wusste allerdings
keiner der SuS-Kicker diese "Vorlagen". Nico Klein-Günnewick zwang dabei den
Gastgeber-Torhüter zur Glanzparade, ehe Andre Hippers und Markus Krüchting
bei zwei weiteren Ecken in Serie das Recklinghäuser Gehäuse knapp verfehlten
(17.). Zuvor hatte Krüchting, der nach seiner Kreuzband-Verletzung erstmals
wieder eingesetzt wurde, seinen Sturmkollegen Faik Tan angespielt, der
ebenfalls den Abschluss ausließ (15.). und in der 29 Minute verzog
Krüchting, dem der Trainingsrückstand im zweiten Abschnitt deutlich
anzumerken war, eine Klein-Günnewick-Vorlage.
Das Foul von Fork an einen
FC-Stürmer in der 60. Minute leitete die Niederlage ein, obwohl der
SuS-Keeper den Schuss von Christian Luvuezo parierte. bei der anschließenden
Ecke tauchte Gökhan Timürlenk dann zum Kopfball ab, der in der linken
Torecke zum 1:0 einschlug. Vier Minuten später nutzte Casany Liedke ein
Missverständniss zwischen Fork und Marcel Terhaar zum 2:0, ehe Luvuezo in
der 77. Minute eine mustergültige Kombination der Recklinghäuser auf der
Rechten Seite mit dem 3:0 abschloss. Der SuS blieb danach harmlos.
FC Eintracht Rheine
Stephan
Roth kommt zum FCE
RHEINE Kurz vor Ende der
Transferperiode hat der FCE Rheine nochmal hingelangt und Stephan Roth
verpflichtet. Der flexibel einsetzbare Defensivspieler spielte zuletzt für
Emsdetten 05, wo in Trainer Bodo Gadomski aber in der vergangenen Woche aus
Leistungsgründen aussortierte.
„Ich haben am Samstag beim
FCE zugesagt“, bestätigt Roth, am Sonntag Augenzeuge des 3:0-Sieges der
Eintracht über Fichte Bielefeld, den Wechsel auf Anfrage der MZ. „Ich habe
zweimal mit der Mannschaft trainiert und es macht richtig viel Spaß. Ich
freue mich auf den FCE“, so der 29-Jährige. „Im Training hat man gleich
gemerkt, dass die Mannschaft Qualität hat.“
Reichlich
Erfahrung
Roth bringt reichlich Ober-
und Verbandsliga-Erfahrung mit. War zuvor nicht bei Emsdetten 05 sondern
auch in Lotte, Neuenkirchen und Dülmen schon am Ball. Er kann in der
Defensive fast alles spielen, sieht seine Position „auf der linken oder
rechten Seiten der Viererkette“.
Zu seiner Aussortierung bei
05 wollte er nicht mehr all zu viel sagen: „Ich möchte nicht nachkarten.
Aber mir kann nach all den Jahren in der Ober- und Westfalenliga keiner
sagen, dass ich nicht die Qualität habe, in der Westfalenliga zu spielen."
Am Montag wird Roth seinen Vertrag bei 05 auflösen, anschließend wird er den
neuen Kontrakt beim FCE unterschreiben.
Wersching
macht acht Wochen Pause
Die Eintracht musste und
konnte nochmal handeln, da Markus Wersching aus beruflichen Gründen acht
Wochen pausieren wird. „Ich habe eine neue Position in der Firma bekommen
und kann momentan höchstens noch einmal pro Woche trainieren. Das hilft
weder der Mannschaft noch mir weiter“, begründete er. Mit dem 28-jährigen
Markus Wersching wird Trainer Ulli Peltner wohl erst in der Rückrunde wieder
planen können.
3:0-Sieg des FCE als zartes Versprechen auf
bessere Fußballzeiten
Rheine. Mit einem beherzten
Griff zog sich der FC Eintracht Rheine den schmerzenden Stachel der
Auftaktniederlage aus dem eigenen Fleisch und kurierte Körper und Seele
durch einen höchst souveränen 3:0-Heimsieg über den VfB/Fichte Bielefeld.
Wohl dem, der solche
„Sorgen“ hat: Mit David Ruwe und Maik Klostermann mussten beim FCE zwei
Hochkaräter auf der Bank Platz nehmen, weil Ullrich Peltner die Elf des
ersten Spieltags nur auf einer Position (Melzer für den gesperrten
Roßmöller) änderte. Der dezente Eingriff ins Gefüge hatte einen guten Grund,
denn das FCE-Ensemble präsentierte sich von der ersten Minute an als gut
geöltes Uhrwerk, das Ballkontrolle und Zweikampfstärke auf hohem Niveau
vereinigte.
Nach neun Minuten durften
die 378 Zuschauer in der Obi-Arena erstmals jubeln: Stefan Seiler zog auf
der rechten Seite bis zur Torauslinie, passte flach in die Mitte, wo
Neuzugang Daniel Seidel den Stiefel hinhielt und im zweiten Saisonspiel sein
zweites Tor markierte. Ohne die ganz großen Chancen herauszuspielen, wirkte
die Eintracht klar feldüberlegen und hatte in der 23. Minute Glück, dass
Niklas Melzer nach einem harten (und überflüssigen) Einsteigen gegen
Stelberg an der Seitenlinie nur Gelb sah. Schiedsrichter Holger Derbort
bewies Augenmaß und Fingerspitzengefühl, als er es wenig später bei einer
ebenso ungestümen Attacke von Julian Hesse gegen Frederick Telsemeyer bei
Gelb beließ.
Für Seiler begann der zweite
Abschnitt bitter: Nach einem Pressschlag mit Fichte-Kapitän Konstantin
Beckmann sank der Rechtsaußen zu Boden und signalisierte heftig
gestikulierend, dass Schlimmeres passiert war. Mit einer Knöchelprellung
musste er raus und wurde durch Maik Klostermann ersetzt. Und der ehemalige
Neuenkirchener führte sich ausgezeichnet ein: Seine feine Flanke veredelte
Philipp Brüggemeyer mit einem traumhaften Lupfer zum ins lange Eck - 2:0
(58.). Der Treffer erstickte den letzten Funken Widerstand der Gäste und
bereitete die Plattform zur endgültigen Entscheidung: Maik Klostermann
zielte per Kopf am Tor vorbei, doch der nicht im Abseits stehende Seidel
brachte den Ball zurück auf Telsemeyer, der eiskalt zum 3:0 vollendete
(64.).
Nun durften sich auch die
ehemaligen Stammkräfte David Ruwe und Christoph Siedler auf dem Platz zeigen
und hatten etwas Pech, dass die Traumkombination über Telsemeyer, Maik
Klostermann und Siedler, dem der Ball über den Fuß rutschte, nicht zum
verdienten vierten Tor führte. Doch auch so machte der FCE fast alles
richtig und wurde verdientermaßen mit Applaus in die Kabine verabschiedet.
SuS Neuenkirchen lässt im Salvus-Stadion zwei
Punkte liegen
Emsdetten. Noch wartet der
SuS Neuenkirchen auf seinen ersten Sieg in der neuen Saison. Das Team um
Trainer Franz-Josef Reckels enttäuschte im Derby bei Emsdetten 05, der
Favorit musste sich bei den mit vielen Youngster besetzten Emsdettenern mit
einem 1:1 (1:0) begnügen. Mehr hatte der SuS angesichts seines
Leistungsabfalls in der zweiten Halbzeit auch nicht verdient.
Einmal mehr zeigt sich: Die
Neuenkirchener sind spielerisch noch nicht auf der Höhe, es gibt noch
reichlich Abstimmungsprobleme, und die Angreifer brauchen zu viele Chancen,
um zu treffen. Die Gastgeber verteidigten zudem leidenschaftlich und machten
den SuS-Angreifern das Leben richtig schwer. Die Emsdettener selbst deuteten
Gefährlichkeit bei schnellen Vorstößen an, und Isuf Asllani, mit Abstand
gefährlichster Stürmer der 05er, brachte es schon vor der Pause auf zwei
Abseitstore (20., 39.).
Die erste große Möglichkeit
zur Führung vergab der Neuenkirchener Christian Bußmann bereits in der 11.
Minute nach einer langen Hereingabe von der linken Seite. Dann nahm Rafael
Figueiredo den Ball in der 25. Minute mit vollem Risiko direkt aus dem Lauf,
setzt ihn jedoch rechts neben das Tor.
Fast wie im Training lief
der Spielzug in der 33. Minute, der zum 1:0 führte. Nail Kaplan gab Gummi,
überlief den gewiss nicht langsamen Patrick Maganga und flankte auf den
zweiten Pfosten, wo sich Bußmann hochschraubte und zum 1:0 einköpfte. Zehn
Minuten später hätte Nico Haverkamp nach einem Freistoß fast noch zum 2:0
getroffen.
Fast schon Signalwirkung für
den zweiten Durchgang hatte die Großchance für den Emsdettener Sven Mersch
nach nur 19 Sekunden, doch der junge Angreifer fand seinen Meister in Tim
Klingbeil. Dann wäre es richtig rund gegangen im Salvus-Stadion.
Doch die Neuenkirchener
besaßen auch noch ihre Möglichkeiten. So versuchte es der zur Pause zusammen
mit Maik Osterhaus eingewechselte Nelson da Costa mit einem Distanzschuss
aus dem Hinterhalt, doch der Ex-SuSler Nico Menebröker im 05-Tor fischte das
Leder so eben mit einer Hand aus dem bedrohten Eck (55.). Tempo ist die
Spezialität von Kaplan, der in de 66. Minute mal wieder auf dem linken
Flügel davonrauschte, jedoch auf eigene Faust seine Chance suchte und es mit
einem Schuss auf die kurze Ecke probierte. Dann erwischte es aber den SuS,
denn nach einem langen Pass aus der Tiefe überlistete Asllani den
herausstürmenden Klingbeil mit einem Heber - und das 1:1 war perfekt (71.).
Gievenbeck noch ohne Tor
Münster - Zwei Spiele, zwei
Niederlagen, kein Punkt, keine Tore: Westfalenliga-Neuling 1. FC Gievenbeck
kommt nur schwer in die Gänge. Nach der Auftakt-Niederlage gegen Dornberg
(0:2) unterlag die Mannschaft von Trainer Maik Weßels gestern Nachmittag mit
0:1 in Delbrück. Diese Niederlage war jedoch alles andere als nötig,
geschweige denn verdient.
„Wir waren die bessere
Mannschaft stellte Maik Weßels seinen Jungs denn nach umkämpften 90
Spielminuten ein Pauschal-Lob aus. „75 Prozent Ballbesitz“, rechnete der
Gievenbecker Übungsleiter vor, hatte sein Team. Da darf man eigentlich den
Platz nicht als Verlierer verlassen. Dass das Unmögliche dann doch
passierte, lag zum einen an der in Stein gemeißelten Defensiv-Taktik der
Gastgeber. Deren Betonmischung hatte wahrlich tragende Funktion. Zum anderen
ließen die Gievenbecker Keil und Könemann im ersten Durchgang zwei sehr gute
Chancen aus. Und weil Delbrücks Lübbers in der 17. Spielminute nach einem
Freistoß aus dem Halbfeld heraus seine körperliche Überlegenheit mit voller
Wucht in einen Kopfball warf, stand es 1:0 für die Gastgeber, statt 0:2 für
Gievenbeck.
Im zweiten Durchgang musste
Kieran Schulze-Marmeling zwei Mal in letzter Not, aber durchaus gekonnt
retten, ehe Gievenbeck wieder überlegen spielte, ach was: klar dominierte.
„Wir haben dem Spiel unseren Stempel aufgedrückt“, sagte Weßels. Zu allem
Überfluss spielte auch der Unparteiische eine nach Gievenbecker Meinung
maßgebliche Rolle, als er nämlich Jens Könemann gleich zwei Mal einen
Strafstoß verweigerte. „Das ganze Delbrücker Stadion hat jeweils auf den
Pfiff gewartet“, gab es für Weßels keine Zweifel: Das waren zwei
elfmeterreife Situationen.
Gievenbeck, gegenüber dem
Dornberg-Spiel taktisch und personell auf sechs Positionen verändert,
versuchte alles und gewann nichts. - Außer das Vertrauen des Trainers.
„Jeder einzelne hat seine Aufstellung gerechtfertigt“, wollte Weßels
überhaupt nichts auf seine Kicker kommen lassen. „Es stimmt aber auch, dass
wir noch kein Tor erzielt haben, das muss sich ändern“.
FCG: Schulze-Marmeling -
Weitz (83. Barkam), Steinkamp, Westphal, Hendrik Könemann - Knemeyer (75.
Heubrock), Bonnekessel - Keil (65. Leifken) - Jens Könemann, Fromme -
Daldrup.
Hammer SpVg unterliegt beim TuS Dornberg mit
0:1
BIELEFELD - „Wir sind in der
Westfalenliga angekommen“, lautete das nüchtern-sachliche Fazit von Holger
Wortmann, Trainer der Hammer SpVg.
Schon am zweiten Spieltag
kassierte die HSV beim TuS Dornberg die erste Saisonniederlage –
dementsprechend frustriert waren die Gäste nach dem 1:0 (0:0). „Aber diese
Partie haben wir völlig verdient verloren“, räumte der Coach ein, und hatte
gleich eine Erklärung parat: „In dieser Liga können wir uns nicht nur mit
spielerischen Mitteln wehren, sondern müssen uns auch körperlich zur Wehr
setzen. Das werden wir in den nächsten Tagen verbessern müssen“, kündigte
Wortmann an. Sven Dyballa lieferte einen weiteren Grund. „Wir haben 90
Minuten nicht geschafft, Druck aufzubauen“, meinte der Innenverteidiger,
„zumal wir wussten, dass Dornberg eine spielstarke Mannschaft ist.“
Ein Augenschmaus war die
Partie von der ersten Sekunde an nicht. Beide Teams kamen nur durch
Standardsituation zu Möglichkeiten. Besonders die Freistöße von TuS-Kapitän
Sören Siek waren nicht gefährlich. Seine Hereingabe ging durch bis zu Mario
Bertram, der ins Tor einnickte (8.). Der Linienrichter signalisierte jedoch
abseits. Zudem verletzte sich Hamms Schlussmann Dominique Nowak bei dieser
Aktion, der nach einer kurzen Behandlungspause aber vorerst weiter spielte. |