Stadtmeisterschaften 2011

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6. Sparkassen-Hallen-Stadtmeisterschaft 2011

SV Spexard enttäuscht auf ganzer Linie

GRUPPE 2: St. Gabriel und Friedrichsdorf weiter

Gütersloh (cab). Bisher galt der SV Spexard als Mannschaft, die in der Halle eine große Qualität abrufen kann. Gestern versagte der Westfalenligist auf ganzer Linie. Mit nur einem Sieg verabschiedete sich der Favorit der Gruppe 2 sang- und klanglos aus dem Turnier. Die Bezirksligisten St. Gabriel Gütersloh und TuS Friedrichsdorf qualifizierten sich mit jeweils zehn Punkten für die Endrunde.

Kapitän Mehmet Dagdelen, der die Spexarder wie immer in der Halle coachte, kritisierte angesäuert seine Mitspieler: „Nur weil wir der SV Spexard sind, heißt das nicht, dass es ein Selbstläufer wird.“ Weder mit der Einstellung noch der Disziplin zeigte sich Dagdelen einverstanden. Fast noch mehr als das vorzeitige Aus erzürnte ihn die Rote Karte, die Torhüter Roman Benzel bei der 1:2-Niederlage gegen Friedrichsdorf kassierte. Kurz vor Abpfiff grätschte er mit gestrecktem Bein gegen Patrick Benjamin. Der revanchierte sich mit einem Schlag, so dass Schiedsrichter Luis Torres (Clarholz) auch den TuS-Angreifer des Feldes verwies. Da die Sperren für die Meisterschaft gelten, werden beide zum Auftakt fehlen. „Völlig überflüssig“, kommentierte Dagdelen das Einsteigen seines Keepers. Dass der SV Spexard mit einer B-Auswahl angetreten war, ließ er nicht als Ausrede gelten: „Alle Spieler gehören zum Westfalenligakader. Die müssen was zeigen.“

Ergebnisse:

St. Gabriel – TuS Friedrichsdorf 2:2, SV Spexard – SSC Italia 5:0, Friedrichsdorf – SF Kattenstroth 4:1, SSC Italia – St. Gabriel 2:6, SF Kattenstroth – SV Spexard 0:0, TuS Friedrichsdorf – SSC Italia 2:1, SF Kattenstroth – St. Gabriel 1:5, SV Spexard – TuS Friedrichsdorf 1:2, SSC Italia – SF Kattenstroth 1:0, St. Gabriel – SV Spexard 2:1

Tabelle:

1. St. Gabriel Gütersloh (15:6) 10 Pkt.

2. TuS Friedrichsdorf (10:5) 10 Pkt.

3. SV Spexard (7:4) 4 Pkt.

4. SSC Italia Gütersloh (4:13) 3 Pkt.

5. SF Kattenstroth (2:10) 1 Pkt.

Faustschlag nach Frustfoul

Hallenstadtmeisterschaft: SV Spexard scheitert schon in der Vorrunde

Gütersloh (WB). Das war wohl nix! Nach einer richtig miesen Leistung und einem brutalen Foul von Keeper Roman Benzel muss der SV Spexard schon nach der Vorrunde die 6. Sparkassen-Hallenstadtmeisterschaften verlassen. Positive Schlagzeilen schreiben zwei B-Ligisten.

Es ist gerade kurz nach zwölf Uhr mittags, als eine faire Vorrunde am Sonntag einen hässlichen Anstrich bekommt: Im Spiel gegen Friedrichsdorf rennt Roman Benzel bei einem Eckball der »Tipper« aus seinem Kasten und springt mit beiden Fußen voran in Patrick Benjamin, der an der Bande läuft. Der TuS-Kicker geht zu Boden, rastet dann aber völlig aus und schlägt den Torwart mit der Faust. Beide sehen die Rote Karte.

»Da hätte sonst was passieren können«, findet Co-Organisator Ralf Weber vom SV Avenwedde. Pikant: Der »Bonewie«-Klub hat nach den Erfahrungen der letzten Turniere dieses Jahr erstmalig die Wertung »Fairste Mannschaft« ausgerufen, die am Ende mit einem 200 Euro-Einkaufsgutschein prämiert wird. »Solche Aktion wollten wir eigentlich damit vermeiden«, ärgert sich SVA-Vorsitzender Jochen Schuster.

Da Strafen in der Halle für die Meisterschaft gelten, dürften beide mit einer Sperre von mindestens vier Wochen rechnen. Aber zumindest Benzel wird wohl noch vereinsintern zur Rede gestellt. »Rot war berechtigt, Roman hat da völlig übertrieben. Ich werde das Olaf Sieweke berichten. Mal sehen, wie der Trainer das findet«, deutete Spielertrainer Mehmet Dagdelen Konsequenzen an. Auch das blamable Ausscheiden wurmte den Kapitän: »Das Turnier ist uns nicht egal. Aber Disziplin und Charakter sind eben auch in der Halle gefragt. Nur weil wir ein Westfalenligist sind, kommen wir nicht von allein weiter!« Die erste Strafe war eine Extra-Trainingseinheit am Sonntagnachmittag.

Hallenfußball: Gütersloher Stadtmeisterschaft, Vorrunde

„Spechte“ blamieren sich

Gütersloh (dali). Mit faustdicken Überraschungen ist die Vorrunde der Gütersloher Hallenfußball-Stadtmeisterschaft zu Ende gegangen. Während sich der Kreisligist Gütersloher TV in der „Todesgruppe“ 1 als Zweiter behauptete, schied der Westfalenligist SV Spexard aus.

Einen Sonntag zum Vergessen erlebte der SV Spexard. „Nur weil wir in der Westfalenliga spielen, heißt es noch lange nicht, dass es ein Selbstläufer wird“, schimpfte Kapitän Mehmet Dagdelen, der Trainer Olaf Siewecke vertrat. Nur mit einer B-Auswahl waren die „Spechte“ angetreten – und blamierten sich gegen St. Gabriel, den TuS Friedrichsdorf (jeweils 1:2) und die SF Kattenstroth (0:0). Am Ende standen nur vier Punkte auf dem Konto. Das Spiel gegen den TuS Friedrichsdorf war gleichzeitig auch das unschönste des Wochenendes: SVS-Keeper Roman Benzel und „Tippes“ Patrick Benjamin sahen jeweils die Rote Karte.

Titelverteidiger in Hammergruppe

Auslosung zur Hallenfußball-Stadtmeisterschaft sorgt teilweise für lange Gesichter

Gütersloh (WB). »Das wird ganz schwer«, sagt Uwe Rummler, Co-Trainer von den Aramäern Gütersloh, zu den Chancen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung seines Teams. Denn bei der Auslosung zur Vorrunde der 6. Sparkassen-Hallenfußball-Stadtmeisterschaft erwischte der Bezirksligist eine »Hammergruppe«.

Organisator des Turniers in diesem Winter ist der SV Avenwedde, der damit Blau-Weiß Gütersloh ablöst. »Die haben das nahezu perfekt gemacht. Wir werden alles versuchen, um dieses Niveau zu halten«, versprach der 1. Vorsitzende des SVA, Joachim Schuster, den anwesenden Vereinsvertretern.

Als Glücksfeen durften diesmal Anna-Lena Zelewski und Lysann Höffer vom KSV Gütersloh 02 ran - keine Fußballerinnen, sondern immerhin Nordwestdeutsche Meisterin (Zelewski) und Vizemeisterin (Höffer) in der Sportakrobatik. Sie erledigten ihre Aufgabe souverän, auch wenn die achtjährige Lysann anfangs so ihre Mühe mit dem Öffnen der kleinen, gelben Überraschungseier-Kugeln hatte. Was sie mit Unterstützung der 13-Jährigen Anna-Lena aus der Lostrommel zog, sorgte allerdings für ein Raunen im Plenum.

Vor allem die Gruppe 1 hat es in sich. Hier trifft Titelverteidiger Aramäer Gütersloh sowohl auf den Landesligisten SV Avenwedde als auch auf den Bezirksliga-Konkurrenten Tur Abdin. Ein heißes aramäisches Derby ist vorprogrammiert. Dazu kommen mit Türkgücü, FC Isselhorst und dem GTV drei gestandene A-Ligisten.

Tarik Kaplan, Spielertrainer von Türkgücü Gütersloh und ehemaliger Kicker des SV Avenwedde, freute sich anfangs, als sein Team dem Gastgeber zugelost wurde. »Das habe ich mir gewünscht, dann spiele ich doch noch mal mit«, rief er Joachim Schuster während der Auslosung zu. Gegen Ende der Veranstaltung klang seine Begeisterung allerdings etwas ab. »Das gibt's doch gar nicht«, platzte es aus Kaplan heraus, als auch noch die starken Aramäer in die Gruppe 1 gelost wurden.

Während dort alles offen scheint, sind die Kräfteverhältnisse in der Gruppe 2 relativ klar. Westfalenligist SV Spexard sowie die Bezirksligisten TuS Friedrichsdorf und St. Gabriel Gütersloh dürften im Normalfall den Gruppensieg unter sich ausmachen. Dazu kommen SSC Italia Gütersloh, SF Kattenstroth und der SC Blankenhagen. So sieht es auch Sven Keller, Co-Trainer bei den Sportfreunden Kattenstroth: »Das sind natürlich die klaren Favoriten, wir als B-Ligist sind hier nur Außenseiter.«

Noch deutlicher ist die Angelegenheit in der Gruppe 3. Diese als Freilos für den FC Gütersloh zu bezeichnen, wäre zwar den anderen Mannschaften wie BW Gütersloh, SCE Gütersloh, Dalke Soccer Gütersloh und KF Drita Gütersloh gegenüber nicht fair. Alles andere als Platz eins müsste aber als Blamage für den Westfalenligisten gewertet werden. Auch Wolfgang Grübel konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. »Eine gute Gruppe, da kann man weiterkommen«, sagte der FCG-Teammanager leicht süffisant.

Immerhin ist durch diese Konstellation garantiert, dass mindestens eine unterklassige Mannschaft die Endrunde erreichen wird. Der bekannte Turniermodus sieht vor, dass sowohl die Gruppenersten und -zweiten als auch die zwei besten Drittplatzierten weiterkommen. Die Vorrunden werden am 22./23. Januar 2011 ausgetragen, die Endrunde findet am Samstag, 29. Januar, in der Sporthalle Ost statt.

Avenwedde trifft auf die Aramäer

24. Gütersloher Stadtmeisterschaften mit 17 Mannschaften

Gütersloh. Die 24 Gütersloher Stadtmeisterschaften im Hallenfußball versprechen spannend zu werden. Bei der Auslosung in der Sparkasse Gütersloh bewiesen die beiden Glücksfeen Lysann Höffer und Anna-Lena Zelewski nämlich ein glückliches Händchen.

Die beiden Sportakrobatinnen vom KSV Gütersloh – beide mehrfache Landesmeisterinnen – platzierten den ausrichtenden SV Avenwedde zusammen mit dem Titelverteidiger Aramäer Gütersloh in eine Gruppe. Dazu kommen noch Türkgücü Gütersloh, Tur Abdin Gütersloh, der FC Isselhorst und der Gütersloher TV. „Da spiele ich dann auch noch mit“, grinste Türkgücü-Trainer Tarik Kaplan, der lange für den SV Avenwedde in der Landesliga angetreten ist.

Dass die drei höchstklassigen Vereine nicht schon in der Vorrunde, die am 22. (ab 13 Uhr) und 23. Januar (ab 10 Uhr) in der Sporthalle Ost ausgetragen wird, aufeinander treffen, hat seinen Grund. Wegen eines anderen Vorbereitungsspiels bat der Westfalenligist FC Gütersloh um eine Ansetzung in der Gruppe 3. Deswegen wurden der Ligarivale SV Spexard und der Ausrichter gleich den anderen beiden Gruppen zugelost.

„Das erhöht die Spannung“, stieß Wolf Anders von der Sparkasse bei den anderen Vereinsvertretern auf Zustimmung. Die „Spechte“ müssen sich in der Gruppe 2 mit dem TuS Friedrichsdorf, St. Gabriel Gütersloh, dem SSC Italia und den Sf Kattenstroth messen. Der FCG bekommt es mit dem SC Blankenhagen, KF Drita, Dalke Soccer, Blau-Weiß Gütersloh und dem SC Eintracht zu tun. Im Vergleich zum Vorjahr sind bei dem mit insgesamt 2.000 Euro dotierten Turnier dieses Mal nur 17 statt 20 Vereine dabei, da Galicia Gütersloh, Portuguesa Gütersloh und die City Kickers ihre Teams zurückgezogen haben.

Für die Vorrunde und fürs die Finalspiele, die am 29. Januar ab 12 Uhr über die Bühne gehen, gab der Avenwedder Vorsitzende Jochen Schuster den Vereinsvertretern einen frommen Wunsch mit auf den Weg: „Bitte, sagt euren Spielern, dass sie die Schiedsrichter respektvoll behandeln. Dieses ewige Meckern kann ich nicht mehr hören.“ Anders betonte dagegen, dass die Spiele von Jahr zu Jahr fairer geworden seien. „Es wird immer weniger gegrätscht und das ist gut so, denn Hallenfußball soll in erster Linie Spaß machen.“